Schwesig (SPD): Keine Tabus beim Betreuungsgeld

Manuela Schwesig, die für die SPD die Koalitionsverhandlungen in der Arbeitsgruppe Familie leitet, hat die Union zu Kompromissbereitschaft beim Thema Betreuungsgeld aufgefordert: „Ich erwarte, dass es keine Tabus in den Verhandlungen gibt. Auch über das Betreuungsgeld müssen wir ernsthaft verhandeln“, so Schwesig in der „Bild am Sonntag“.

Das Betreuungsgeld sei „der falsche Weg“, betonte Schwesig. Das Geld solle lieber in den weiteren Ausbau von Kitas und Ganztagsschulen investiert werden, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Quelle: www.finanznachrichten.de

 

Kommentare

  1. Nonnen sagt:

    Das Abschneiden der SPD in der Bundestagswahl ist aus meiner Sicht auch auf die unglücklich formulierten Ablehnungen des Betreuungsgeldes und damit auf die Diskriminierung („Herdprämie“) vieler junger Frauen zurückzuführen. Auch andere haben darin eine Art Angriff auf das „Generationengedächtnis“ („Mutterbild“) gefühlt und entsprechend ablehnend reagiert.
    Deshalb ist es sehr seltsam, dass das gegen die Griechenlandhilfen lächerlich geringe Betreuungsgeld immer noch eine so wichtige Rolle in den Koalitionsgesprächen spielen soll.
    Dabei ist das Betreuungsgeld im Hinblick auf das Kindswohl gut, denn niemand kann sich an die ersten drei Lebensjahre direkt und konkret erinnern, da dort komplexe Reifungs- und Verschaltungsvorgänge in den Gehirnen ablaufen, in welche nur sehr behutsam eingegriffen werden sollte.
    In der Tat, so toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyistenwie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“.
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes (Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg aus den „Krippenvorzeigeländern“: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa).
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten.

    Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung. [Auch Migrantenkinder müssen das basale Denken in der jeweiligen Muttersprache beginnen zu lernen].
    Dadurch ist zu befürchten, dass der wichtigste Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt vorliegen wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 – 6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Denn bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, welche durch das sicher noch zu geringe Betreuungsgeld gefördert werden sollte.
    (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013)

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