Koalitionsverhandlungen: Wir wollen keine „bundesstaatlich betreute Gesellschaft“

Bei den heutigen Koalitionsverhandlungen der Arbeitsgruppe Familie ist Streit bereits vorprogrammiert. CDU und CSU fordern höhere Direktzahlungen für Familien. Die SPD will dagegen mehr Geld für staatliche Betreuungsangebote durchsetzen. 

Die Union plant mit der Erhöhung von Kindergeld und Kinderzuschlag und der Flexibilisierung des Elterngeldes mehr direkte finanzielle Unterstützung für Familien: „Es kann in den Koalitionsverhandlungen nicht darum gehen, eine bundesstaatlich betreute Gesellschaft zu etablieren. Uns geht es vielmehr darum, Verantwortungsgemeinschaften zu unterstützen und den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken“, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Annette Widmann-Mauz (CDU).

Die SPD, die in der Arbeitsgruppe von Manuela Schwesig angeführt wird, machte bislang vor allem damit von sich reden, das Betreuungsgeld – eine finanzielle Anerkennung elterlicher Erziehungsleistung – so schnell wie möglich wieder abzuschaffen, um noch mehr staatliche Betreuungsangebote, wie Krippenplätze und Ganztagsbetreuung in Schule und Kita zu schaffen.

 

Quelle: www.welt.de

Foto: Annette Widmann-Mauz (Quelle: www.widmann-mauz.de)

Kommentare

  1. Michael Bloch sagt:

    Das gute Wahlergebnis der CDU hat diese maßgeblich der Tatsache zu verdanken, dass sie elterliche Erziehungsarbeit zumindest ansatzweise respektiert und honoriert.
    Umgekehrt hat die SPD ihr schlechtes Wahlergebnis der Tatsache zu verdanken, dass sie Eltern diffamiert und gering schätzt.
    Diese Tatsachen sollten sich die Unterhändler bei den Koalitionsverhandlungen vor Augen führen: der Wählerwille ist, dass Eltern respektiert und nicht gedemütigt werden.
    Sollte der Koalitionsvertrag andere „Kompromisse“ enthalten, wäre das eine eindeutige Missachtung des Wählers.

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