Immer mehr Frauen bleiben kinderlos

Immer mehr Frauen in Deutschland bleiben kinderlos. Bereits jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren hat keinen Nachwuchs. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Vor allem im Osten Deutschlands steigt der Anteil kinderloser Frauen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die hohe Kleinkindbetreuungsdichte im Osten des Landes. Mehr Betreuungseinrichtungen bedeuten eben nicht automatisch mehr Kinder.

Trotzdem ist der Anteil im Westen nach wie vor deutlich höher. In den westlichen Bundesländern war im vergangenen Jahr demnach fast jede vierte Frau ohne Kinder (23 Prozent). In den neuen Bundesländern lag der Wert bei 15 Prozent. Im Vergleich zu 2008 stieg der Anteil kinderloser Frauen im Osten allerdings um fünf Prozentpunkte. Im Westen dagegen stieg der der Zuwachs um einen Prozentpunkt.

Westdeutsche Akademikerinnen sind besonders häufig kinderlos. So waren im vergangenen Jahr 30 Prozent der Akademikerinnen zwischen 45 und 49 Jahren in den alten Bundesländern ohne Nachwuchs. Insgesamt bringen Mütter in Deutschland durchschnittlich zwei Kinder zur Welt. Den Prognosen zufolge bleiben die Werte voraussichtlich bis 2020 stabil. Danach kommen allerdings die geburtenschwachen Jahrgänge in die relevante Kohorte.

Foto: Verena Berk / pixelio.de

Quelle: www.freiewelt.net

Kommentare

  1. B. Kiczka sagt:

    Meines Erachtens ist sehr wichtig, das Betreuungsgeld einzuführen – es muss meiner Meinung nach sogar noch weiter ausgebaut werden.
    – Aber durch Geld allein läßt sich das Problem, dass u.a. in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden nicht lösen. Hier sollte gerade in den jetzigen Koalitionsverhandlungen die Frage gestellt werden, weshalb es in Deutschland so viele Abtreibungen gibt, statisisch über 120000 jährlich, die Dunkelziffer liegt wesentlich höher. Jede Abtreibung ist die Tötung menschlichen Lebens. Es erfordert ein Umdenken und der Schaffung einer wesentlich besseren Stellung der Mutter bzw der erziehungsberechtigten Person.

  2. waldfee sagt:

    Das Problem ist nicht das Geld, sondern die Einstellung der Menschen zu Kindern und Familie. Heutzutage sind Kinder für viele nur noch Ballast und sind hinderlich für die sogenannte Selbstverwirklichung.
    Eine Gesellschaft für die nur noch Materielles und Spaß im Vordergrund steht, sind Kinder nebensächlich. Die Rechnung geht am Ende jedoch nicht auf. Die Verlierer werden zum Schluss diejenigen sein, die heute kinderlos bleiben. Die Welt mit ihrem Konsumwahn und Egotrips wird so nicht bestehen bleiben. Die Eurokrise läutet das Ende dieses asozialen Systems ein.
    Wer eine Familie besitzt und im festen Verbund lebt, wird am schlussendlich jede Krise meistern.
    Die Welt ist doch gerecht, auch wenn gegenwärtig die Familien die Verlierer darstellen.

  3. Stefanie sagt:

    Ich – als eine fast 30jährige Frau ohne Kinderwunsch – finde es doch wirklich interessant wie die deutsche Politik immer mehr Strategien auf Papier entwickeln will und mit vorgegaukelten Verbesserungen Frauen dazu bringen will, Kinder in die Welt zu setzen, um die sie sich später nicht kümmern dürfen.
    Ich möchte keinem Kind unsere heutigen Kindergärten antun, in denen die Erzieherinnen selbst so viel Druck von Chefs und diversen Vorschriften erhalten, dass gerade Kinder die hochsensibel sind in einem komplett falschen Umfeld aufwachsen.

    Vielleicht sollte „Vater Staat“ lieber mal an den Einstellungen in den Köpfen der Menschen anfangen und ein besseres Miteinander und vor allem mehr Verständnis für Frauen mit Kindern fördern.
    Ich bin keine Akademikerin, aber dennoch ohne Kinderwunsch. Eine Nachwirkung meiner eigenen Lebensgeschichte.

    Wer denkt dass er mit Geld Kinder attraktiver machen kann, für dessen Kind kann ich nur weinen!!! Sieht denn jeder inzwischen Kinder als eine Art Ware? Die man sich entweder kaufen (leisten) kann, oder nicht? Wie tief ist das Bewusstsein für ein Kind gesunken?

    Vielleicht würden die deutschen Frauen wieder mehr Kinder wollen, wenn die Gesellschaft wieder mehr in Liebe miteinander umgeht und sich nicht mehr jeder selbst der Nächste ist. Wenn wieder ein Zusammenhalt da ist, der gleichzeitig auch Sicherheit und Rückhalt bietet und somit diversen Ängsten – die natürlich sind – vorbeugt.

    Meiner Meinung nach löst sich das Problem in dem Moment, in dem die Deutschen selbst wieder gerne leben und sich einer Familie erfreuen. Im größeren Zusammenhang mit dem Umgang der Ehe, bzw. dem von „Stars“ vorgelebtem ständigen Wechsel von Partnern: Wer vertraut da schon noch am Ende nicht allein dazustehen?

    Und mir ist aufgefallen, dass viele Menschen, die ich kenne sich nicht mehr von der Freude und der Liebe eines Kindes erfüllen lassen. Wenn diese Fähigkeit abhanden geht … was ist dann der Antrieb dafür, einen Kinderwunsch zu entwickeln?
    Geld? Na Prost Mahlzeit!

  4. Dennis Schneider sagt:

    Wie bereits in anderen Kommentaren erwaehnt, liegt es an den Menschen in Deutschland. Berufe die eine Gesellschaft wirklich braucht werden schlecht bezahlt und die Deutschen sind zu einer Edelrasse verkommen, welche nur noch studieren und man den Unterschied zwischen Mann und Frau im Hosenanzug/Anzug garnicht mehr zu erkennen ist. Gehe Sie mal als junger Vater in einen katholischen Familientreff nach Frankfurt. Sie finden zwei deutsche Muetter ueber 30, eine japanische Mutter und 20 muslimische Muetter aus dem Iran… Ich glaube es ist jetzt zu spaet zum jammern. Wer eine Familie moechte sucht sich keine deutsche Frau und wandert aus.

Kommentar schreiben