NRW: Betreuungsgeld-Anträge müssen nicht bearbeitet werden

Foto: Lenneke Veerbeek/flick.com/CC BY-NC-ND 2.0

Im bevölkerungsreichsten Bundesland ist es den Beschäftigten des Landes freigestellt worden, ob sie die Anträge für das Betreuungsgeld bearbeiten oder nicht. Offiziell wird behauptet, die Anweisung sei aus vom zuständigen Personalrat gekommen. Die meisten gehen aber davon aus, daß das zuständige Ministerium dies so angeordnet habe oder zumindest gutheißen würde. 

Ein Sprecher des zuständigen Arbeits- und Sozialministeriums gab dazu bekannt, daß das „nichts mit politischer Ablehnung zu tun (habe), sondern eher mit Fragen der Zuständigkeit“. Die Betreuungsgeld-Anträge sollen künftig von den Mitarbeitern der Elterngeldstellen bearbeitet werden. Da das Betreuungsgeld eine Leistung des Bundes sei, die Beschäftigten aber beim Land arbeiteten, würden diese sich nicht zuständig fühlen.

Fakt ist, daß die Rot-Grüne Landesregierung in NRW das Betreuungsgeld kategorisch ablehnt und es am liebsten auch gar nicht auszahlen würde. Da ist es nur allzu durchschaubar, wenn die Anträge der Familien auf Eis gelegt werden, bis sich möglicherweise bei den Koalitionsverhandlungen dazu etwas Neues ergibt. Die Familien, die mit dem Betreuungsgeld fest gerechnet hatten, müssen nun erst einmal ohne die kleine finanzielle Leistung auskommen. Wer seine Kinder selbst erzieht, hat ja Zeit und kann warten.

 

Quelle: www.wz-newsline.de

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