Estrela-Bericht: EU-Linke bleibt stur

Foto: LINKEimEP/flickr.com/CC BY-NC 2.0

Trotz massiver Bürger-Proteste beharrt die EU-Linke auf ihrer Zustimmung zum umstrittenen ›Estrela-Bericht‹. In seiner Antwort auf www.EUCheck.org verteidigt der EU-Linke Thomas Händel mit den längst wiederlegten Argumenten seiner Parteikollegin Cornelia Ernst den hoch brisanten Bericht. 

Obwohl der umstrittene ›Estrela-Bericht‹ vor wenigen Wochen vom Europäischen Parlament zu Neuberatungen in den Frauenausschuß zurückverwiesen worden ist, soll nun allen parlamentarischen Gepflogenheiten zum Trotz erneut über diesen Bericht abgestimmt werden, ohne daß es Korrekturen oder wesentliche Änderungen gegeben hat. In einem Protestschreiben hat sich die Sprecherin der Initiative Familienschutz, Hedwig von Beverfoerde, deshalb an die deutschen EU-Abgeordneten gewandt. Darin fordert sie, den hochbrisanten Bericht „endgültig niederzustimmen“.

In seiner Antwort verteidigt Thomas Händel von der Partei die Linke den ›Estrela-Bericht‹ mit einem standardisierten Antwortschreiben der Vorsitzenden der Linken-Delegation, Cornelia Ernst, deren Argumente sich nicht nur als hanebüchen und z.T. unwahr, sondern schlicht als menschenverachtend erweisen.

Ein Verstoß gegen das Recht auf Abtreibung – oder wie es im EU-Sprech neuerdings heißt „sexuelle und reproduktive Gesundheit“ – wäre ein „Verstoß gegen die Rechte von Frauen und Mädchen auf Gleichstellung, Nichtdiskriminierung, Würde, Gesundheit sowie Freiheit und Schutz vor unmenschlicher und erniedrigender Behandlung“, begründet Händel seine Befürwortung des ›Estrela-Berichts‹. Für ihn ist Abtreibung ein „Menschenrecht“.

Die Menschenrechte des ungeborenen Kindes scheinen ihn nicht zu interessieren. Dabei hat erst vor Kurzem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem richtungsweisenden Urteil entschieden, daß der Mensch ab der Befruchtung ein Mensch sei, weswegen die Menschenwürde des Embryos durch europäische und internationale Rechtsinstrumente zu schützen sei.

Statt dessen verweist Händel darauf, daß „Frauen das Recht haben (…) eigenverantwortlich über die Anzahl ihrer Kinder, den Zeitpunkt und die Geburtenabstände zu entscheiden“. Dies als Begründung für die Legalisierung von Abtreibung anzuführen, zeigt, welch Geistes Kind der Entschließungsantrag ist.

Auch die Absicht, eine Sexualerziehungspflicht in allen europäischen Grund- und Sekundarschulen einzuführen, verteidigt Händel in seinem Schreiben. „Eine umfassende, für alle Schüler verbindliche Sexualerziehung“ sei wichtig, um  z.B. die „Zahl von Teenagerschwangerschaften“ zu verringern.

Dabei ist die Zahl der Teenangerschwangerschaften in den letzten Jahren in Deutschland (und Europa) kontinuierlich gestiegen. Zeitgleich ist die Sexualerziehung in Schulen intensiviert worden und setzt seit einigen Jahren immer früher, in vielen Bundesländern bereits in der Grundschule, an. Amerikanische Studien belegen, daß seit Einführung der „Sex Education” in den USA etwa Teenager-Schwangerschaften dort nicht weniger werden, sondern zunehmen und daß immer mehr Jugendliche immer früher Sexualkontakte suchen. Staatliche Sexualerziehung scheint ganz offensichtlich das Problem nicht zu lösen, sondern im Gegenteil, zu verschärfen.

Lesen Sie hier die Frage und die Antwort des EU-Abgeordneten Thomas Händel von der Linken.

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on LinkedInShare on TumblrEmail this to someone

Kommentare

  1. Johannes Peters sagt:

    Danke für Widerlegung der von LINKEr Seite genannten Argumenten. Besonders der letzte Absatz sollte nachdenklich machen, wozu die frühe Sexualerziehung wirklich dient…

    „Dabei ist die Zahl der Teenangerschwangerschaften in den letzten Jahren in Deutschland (und Europa) kontinuierlich gestiegen. Zeitgleich ist die Sexualerziehung in Schulen intensiviert worden und setzt seit einigen Jahren immer früher, in vielen Bundesländern bereits in der Grundschule, an.“

Kommentar schreiben