Bildungsplan: Kretschmann kündigt Überarbeitung einiger Formulierungen an


Foto: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen / flickr.com / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will »alles tun, um zu verhindern, dass da Kulturkämpfe entstehen«. Deshalb sollen einige Formulierungen im umstrittenen Bildungsplan geändert werden. 
Der anhaltende massive Protest gegen den Bildungsplan 2015 und insbesondere die Implementierung der fünf Leitlinien hat Ministerpräsidenten Kretschmann ganz offensichtlich zum Einlenken in der Debatte gebracht. Er kündigte letzte Woche eine Überarbeitung des umstrittenen Papiers an. Die »Akzeptanz sexueller Vielfalt« soll aber weiterhin zentraler Bestandteil des Bildungsplanes bleiben. Ihm gehe es um die Überarbeitung einiger Formulierungen, um »missverständliche Interpretationen« zu verhindern. Es gebe offensichtlich einige »Schlüsselwörter, die mit bestimmten Theorien verbunden würden«.

Zudem wies er Vorwürfe zurück, es gehe ihm um Umerziehung der Kinder: »Davon sind wir so weit weg wie der Mond«. Man könne die Kinder vertrauensvoll in die Schulen schicken. Man wolle keine Kinder »indoktrinieren«, so Kretschmann, »denn das verbietet unsere Verfassung und das Grundgesetz«.

Kommentare

  1. Genau! Grundgesetz und Verfassung überlassen die Vermittlung von Werten an ihre Kinder den Eltern persönlich ( Art. 6 GG ) Die Schule hat sich nicht einzumischen. Sie hat Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln!

    Mit ein paar Umformulierungen ist es allerdings nicht getan, Herr Kretschmann. Der ganze Lehrplan ist MURKS. Warum zogen Sie nicht Psychologen, Kinderärzte, Eltern zu Rate bei Ihrem Vorhaben?

    Musste deshalb das Fach BIOLOGIE abgeschafft werden, damit Sexualkunde keinen Platz mehr hatte und deshalb fächerübergreifend als Akzeptanzforderung für LSBTTI bis zum Überdruss omnipräsent „gelehrt“ werden muss?

    Wann kommt denn endlich die nächste Landtagswahl?
    Für mich gibt es nur: ÖDP!

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