FDP/DVP-Fraktion lehnt Bildungsplan 2015 ab: »Einseitigkeit und Unausgewogenheit«

Foto: Joachim Kiessling mediapress.de / flickr.com / CC BY-NC-SA 2.0 (Ausschnitt)

Im Antwortschreiben an die Initiative Familienschutz zur Kampagne »Elternrecht wahren« hat der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke den Bildungsplan 2015 als »verkorkst« und »bevormundend« kritisiert.

Vor einer Woche hat die Initiative Familienschutz die Kampagne »Elternrecht wahren« auf AbgeordnetenCheck.de gestartet. Alle Landtagsabgeordneten in Baden-Württemberg wurden um eine Stellungnahme zur anhaltenden Debatte um den Bildungsplan 2015 und insbesondere die Implementierung »Akzeptanz sexueller Vielfalt« gebeten. Über 30.000 E-Mail-Petitionen sind inzwischen eingegangen.

Scharfe Kritik an der »verkorksten« Bildungsplanung äußerte der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke in seinem Antwortschreiben. Damit sei »ohne Not ein sinnloser und gefährlicher Grabenkampf zu einem wichtigen gesellschaftspolitischen Thema vom Zaun gebrochen« worden. Die Grün-Rote Regierung versuche »mithilfe von so genannten „Leitprinzipien” Duftmarken im Bildungsplan zu platzieren«. Ein Bildungsplan dürfe aber nicht bevormunden, so Rülke. Die jungen Menschen sollten vielmehr » Eigenständigkeit und kritisches Denken« erlernen.

Zudem kritisierte er die Überbetonung »sexueller Vielfalt« und die Verschleierung, was damit eigentlich gemeint sei: »Im umstrittenen, 32 Seiten umfassenden Arbeitspapier zu den Leitprinzipien für den Bildungsplan findet sich 27 Mal das Wort “”Sex”“ in irgendeiner Kombination. So kann der Eindruck der Einseitigkeit und Unausgewogenheit entstehen. Hinzu kommt, dass der Begriff “”sexuelle Vielfalt”“ an keiner Stelle klar definiert wird. Das heißt, das Thema ‚sexuelle Vielfalt‘ kann als der eigentliche rote Faden erscheinen, der sich durch die Leitprinzipien und somit durch den gesamten Bildungsplan zieht, sozusagen als Leitprinzip der Leitprinzipien.«

Toleranz sei wichtig und Diskriminierung dürfe es nicht geben, das sollte aber nicht auf den Bereich sexueller Identität begrenzt bleiben, erklärte Rülke. Darüberhinaus müsse die Familie, »als der Ort wo Kinder aufwachsen, verteidigt und privilegiert werden. Sonst gibt sich eine Gesellschaft auf!«

Lesen Sie Sie vollständige Antwort von Hans-Ulrich Rülke hier.
Beteiligen Sie sich an der Email-Petition an ausgewählte Landtagsabgeordnete in Baden-Württemberg hier.

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