Finanzminister will Haushalt sanieren: Kindergelderhöhung erst ab 2016?

Foto: Der Rat der Europäischen Union

2015 möchte der Finanzminister keine neuen Schulden aufnehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, will er sich an den Familien schadlos halten. Die Kindergelderhöhung soll verschoben werden. 

Nach Auskunft der Süddeutschen Zeitung will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Haushalt auf Kosten der Familien sanieren: Um im Jahr 2015 die Neuverschuldung des Bundes auf Null zurückführen zu können, will er offensichtlich die Kindergelderhöhung auf 2016 verschieben.

Im Wahlkampf war noch von einer kräftigen Erhöhung die Rede gewesen: 35 Euro pro Kind und Monat mehr hätte eine deutliche Entlastung für Familien bedeutet. Doch die SPD hatte darauf hingewiesen, dass bereits eine Erhöhung um 2 Euro für den Bundeshaushalt ein Ausgabenplus von einer knappen halben Milliarden Euro bedeutet hätte.

Ob die Erhöhung wie geplant 2016 kommt und dann auch noch besonders deutlich ausfällt, ist allerdings ungewiss. Denn die beiden Koalitionspartner Union und SPD sind sich bereits im Prinzip nicht einig. Während die Schwarzen das bestehende System ausbauen wollen, hätten die Roten gerne eine Besserstellung von einkommensschwachen Familien.

Kommentare

Kommentar schreiben