Grüne Jugend beschimpft Demonstranten als »homophoben Schlossplatz-Mob« – Hauk (CDU) fordert Distanzierung

Demonstration in Stuttgart gegen Bildungsplan 2015 (Foto: Mathias Gersdorff)

Die Grüne Jugend beschimpfte kürzlich die Eltern und Bürger, die gegen den Bildungsplan 2015 in Stuttgart demonstrierten, als »homophoben Schlossplatz-Mob«. Die grün-rote Landesregierung sollte sich davon distanzieren, fordert jetzt der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk.

Im Streit um die baden-württembergische Bildungsplanreform hat die Grüne Jugend ihre Mutterpartei mit Blick auf die Demonstrationen gegen den Bildungsplan in Stuttgart aufgefordert, gegenüber dem »homophoben Schlossplatz-Mob« standhaft zu bleiben: »Es darf in der Frage der Akzeptanz sexueller Vielfalt im Bildungsplan kein Einknicken geben.«

Diese Beleidigung friedlich demonstrierender Eltern und Bürger will die baden-württembergische CDU nicht einfach hinnehmen und verlangt von der grün-roten Landesregierung und vor allem von Ministerpräsident Kretschmann, »dass sie sich von den Aussagen der Grünen Jugend distanzieren«. In einer Pressemitteilung verurteilte der CDU-Fraktionschef Peter Hauk die Äußerungen der Grünen Jugend: »Bürgerinnen und Bürger, die für ihre Überzeugung und aus Sorge um ihre Kinder auf die Straßen gehen und somit ihre demokratischen Rechte wahrnehmen als ´homophober Schlossplatz-Mob‘ zu titulieren verlässt in nicht akzeptabler Weise den demokratischen Grundkonsens. Diese Äußerungen sind unerträglich. Die Landesregierung darf sich diese verbale Entgleisung nicht zu eigen machen«.

Kommentare

  1. ulrike michelhans sagt:

    Der Ausdruck „homophoben Schlossplatz-Mob“ ist noch höflich ausgedrückt. Ich bin selber Mutter von 3 Kindern und finde es vollkommen Richtig, dass dieses Thema in den Schulen diskutiert wird. Solange Frau Hedwig von Beverforde sich in Talkshows setzt und behauptet, Ehe ist dauerhaft und Lebenspartnerschaften nichts Exklusives, ist es dringend notwendig, dass mit Kindern wenigstens in der Schule über reale Lebenssituationen gesprochen wird.

  2. Engel1 sagt:

    Was hat eine Frühsexualisierung von Kindern bereits in der Grundschule und jetzt sogar in Kindergärten vorgesehen, mit realen Lebensformen zu tun?? Warum soll sich ein Kind mit z.B. Transsexualität auseinandersetzen, was als psychische Störung und Persönlichkeitsspaltung gilt?! Warum müssen heutzutage schon Grundschüler mit ca. 8 Jahren lernen, wie sie ein Kondom richtig benutzen oder wie sich Lesben, Schwule etc. gegenseitig befriedigen mit lecken, Analverkehr usw. Das ist unserer Meinung nach einfach nur krank. Kein normal entwickeltes Kind stellt solche Fragen und möchte das in den wenigsten Fällen wissen. Kinder haben eine natürliche Schamgrenze und die wird dadurch gewaltsam überschritten und massiv verletzt. Wer schützt hier das Recht der Kinder?? Ich habe selber drei Kinder und wir möchten, dass diese ihre Kindheit relativ unbelastet geniessen und erleben können. Die Existenz von der LSBTTIQ-Gruppe möchte doch niemand verleugnen aber bitte eine altersgerechte Aufklärung und das diese in unserer Gesellschaft bereits respektiert werden, ist doch heute schon normal. Es gibt doch fast keine Fernsehsendung in der NICHTS über Homosexuelle etc. zu sehen ist. Aber wenn diese Lebens- und Sexualformen als gleichwertig und erstrebenswert mit der heterosexuellen Familie dargestellt würden, dann müssen wir uns dagegen wehren. Hier geht es nicht nur um unsere Wertvorstellungen und den besonderen Schutz der Familien, sondern auch darum, dass wir uns gegen diese Art der Bevormundung von einer momentanen Landesregierung wehren, welche mit Zwang eine Akzeptanz der sexuellen Vielfalt und das auch noch fächerübergreifend unseren Kindern und damit auch indirekt uns diktieren möchten. Wo Akzeptanz erzwungen wird, gibt es keine Meinungsfreiheit mehr, denn dann wäre es eine Meinungsdiktatur. Wir möchten aber das Recht haben, Homosexuelle etc. mit Achtung und Respekt zu begegnen wie bei jeden anderen Menschen auch, ohne das wir deren Lebens- und Sexualform gut, schön etc. zu empfinden haben. Diese müssen unsere Familien mit Vater, Mutter und Kinder ja auch nicht gut finden, obwohl nur aus heterosexuellen Verbindungen auch eigene Kinder entstehen können. Und wer ist denn bitte hier wirklich intolerant und fordert aber im Gegenzug volle Akzeptanz von uns und unseren Kindern?? Wer musste denn mit 400 Polizisten geschützt werden vor aggressiven und ausfallenden Linksextremen und den Gegendemonstranten aus der LSBTTIQ-Gruppe??!

  3. Simone Meier sagt:

    @ulrike michelhans Die Problematik ist doch eine ganz andere. Es geht nicht darum, die unterschiedlichen Lebensentwürfe zu denunzieren. Sicherlich gibt es immer mehr Kinder, die mit ihrem alleinerziehenden Elternteil oder in einer Patchworkfamilie groß werden. Eine Erziehungspädagogik aber, die Scheidungen und andere familiäre Probleme als Norm lehrt, fördert die gesellschaftliche Desorientierung. Der Lebensentwurf „Vater Mutter Kind“ ist schon von der Natur her gesehen die gängige Familienform (auch ohne formelle Trauung, da gebe ich Ihnen recht. Aber ist es nicht schön, wenn Mann und Frau sich ein dauerhaftes JA geben? Zumindest dann, wenn dieses JA auch ehrlich gemeint ist?). Frau Hedwig Freifrau v. Beverfoerde plädiert für ein Wertegerüst, das die Kinder sicher trägt. Ich kann nicht verstehen, welche Kritikpunkte Sie an diesem Engagement auszusetzen haben. Bitte beschäftigen Sie sich einmal näher mit der Genderproblematik. Den Kindern wird eben nicht „nur“ beigebracht, dass es unterschiedliche Lebensentwürfe in Sachen Partnerschaft und Familie gibt. Sie werden einer Sexualerziehung ausgesetzt, bei deren Ausführlichkeit sogar Escortangestellten die Schamesröte ins Gesicht steigt. Wollen Sie das wirklich für Ihre Kinder? Ist das das Bildungsniveau, das Sie Ihren Kindern mit auf den Weg geben möchten? Ich hoffe doch nicht.

  4. Ulrike Michelhans sagt:

    Sehr geehrte Frau Meier,

    in welcher „PERFEKTEN WELT“ Sie leben, überlasse ich Ihnen. Fakt ist aber, dass auf den Pausenhöfen das Wort „SCHWUL und LESBE“ als Schimpfwort gilt. Sie fragten mich zum Schluss Ihres Artikels, wass ich mir für meine Kinder wünsche. Dass kann ich Ihnen ganz klar vermitteln.
    1. Jeder Mensch, egal welcher Hautfarbe oder sexu. Orientierung ist gleich.
    2. Aufgeschlossen und Selbstkritisch durch das Leben zu gehen
    3. Hinter Entscheidungen, die man für sich getroffen hat, zu stehen.
    4. Grundsätzlich für das schwächste Glied einer Kette einzustehen.

    Dies sind Dinge, die ich gerne vermittelt weiss. Dies passiert aber in unseren Klassenzimmern nicht. Hier sind es eben „Die Schwulen und die Lesben“.

    Übrigens: Es nervt, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften eine gute Erziehung grundsätzlich absprechen zu wollen. Und nein ich bin keine Lesbe, sondern glücklich mit einem Ehemann verheiratet.

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