Kultusminister Stoch zur Bildungsplandebatte: „Ich werde nicht zurückrudern“

Foto: Bundesrat/ flickr.com/ CC BY-NC-SA 2.0 (Ausschnitt)

Während sich Ministerpräsident Kretschmann gestern mit ausgewählten Kirchenvertretern traf, schien offensichtlich schon vorher klar zu sein, dass die geplanten Gespräche ohne Einfluss auf die Entscheidung für den Bildungsplan bleiben werden. Minister Stoch machte bereits vorher deutlich: „Ich werde nicht zurückrudern.“ 

In einem Interview unterstellt der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch den Gegnern des Bildungsplans, ein grundsätzliches Problem mit gesellschaftlichen Veränderungen zu haben. Deshalb hätten sie ein Interesse daran, Konflikte zu schüren. Zur Aussage, dass Eltern mit dem Thema „sexuelle Vielfalt“ im Lehrplan nicht einverstanden sein könnten, sagte Stoch lapidar: „Das ist den Eltern schon vorher bekannt gewesen und entspricht dem heutigen Stand der Pädagogik.“

Darüber hinaus versuchte der Minister, die Gegner des Bildungsplans noch weiter abzuwerten: „(D)ie Tatsache, dass hier in Stuttgart mal 600 Leute demonstriert haben, ist für mich noch kein Beleg dafür, dass Baden-Württemberg kein weltoffenes Land wäre.“ Dass Stoch den Demonstranten jegliche Weltoffenheit abspricht, muss an dieser Stelle nicht kommentiert werden. Dass er von 600 Demonstranten spricht, obwohl es tatsächlich 1.500 waren, ist nichts anderes als ein hilfloser Versuch, die Bedeutung der Bildungsplangegner herabzuspielen.

Die Aussagen des Ministers stehen im Einklang zur Regierungserklärung seines Ministerpräsidenten zur Bürgerbeteiligung. Der sagte zwar, dass keiner überhört werden solle, machte dann aber klar: „Alle Argumente fließen in die Entscheidung ein, aber am Ende wird entschieden und zwar in den dafür zuständigen Organen.“

Diese Aussage erinnert an die Worte Friedrichs II.: „Räsoniert soviel ihr wollt, aber gehorcht.“ Obrigkeitsstaatliches Denken in Baden-Württemberg des 21. Jahrhunderts; ausgerechnet in einer Erklärung, in der es um Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie geht? Es sind offensichtlich nicht die Bürger, die den gesellschaftlichen Wandel nicht begriffen haben.

Kommentare

  1. Alf Moritz sagt:

    Kommt dieser Herr Stoch aus dem „Milieu“, oder sind bei ihm und seinen Mitakteuren nur ein paar Schrauben locker? Oder strebt er die sexuelle „Narrenfreiheit“ an? Irgendwie tut mir der Mann mit seinen widerwärtigen Neigungen leid …

  2. Thomas sagt:

    Der Mann ist eine Gefährdung,

    Satanisten haben diesen Dreck vor Jahrzehnten veröffentlicht. Auf Englisch gibt es reichlich Lektüre wie man mit Kindern zuverfahren hat. Ein regelbuch der Abart findet heute mitten in unseren Ministerien Zustimmung. Ich habe nie an Sodom und Gomora geglaubt, aber die hinter diesen Werken und Idiologien „DO what you WISH“ schon.

    Und wo sind die Diener Gottes, wessen Gott vertreten die Politiker und Obersten aus den Reihen der Kirche? Ich kanns euch sagen. Vergleicht die Schriften der Satanisten mit denen aus unserem Familienministerium und diesen sogenannten „Bildungsplan“ dann wißt ihr wer regiert!

    Die Zeit ist abgelaufen rumzureden. Der Halunke ist immer einen schritt voraus und das durch die Hilfe einer geistig verwahrlosten Zivilgesellschaft!

    In geistiger Umarmung
    Thomas Schauer

  3. Thomas sagt:

    Nur ein Link der einem einen Anhalstpunkt bietet was es mit dem „Erfinder“ von Gender so aufsich hat. Da kann man dann mal tief abtauchen!

    http://www.newdaynews.com/crossfire/index.cgi/noframes/read/39552

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