Genderwahnsinn an der Humboldt-Universität


Foto: ILRI/flickr.com/
CC BY-NC-SA 2.0

An der Humboldt-Universität hat eine Arbeitsgruppe Vorschläge für eine gendergerechte Sprache entwickelt. Die Irritation bei Lesern, die mit den Diskurs nicht vertraut sind, dürfte groß sein.

Wie »Focus Online« berichtet hat die Arbeitsgruppe für »Feministisch Sprachhandeln« an der Humboldt-Universität in Berlin eine Broschüre mit Empfehlungen zur gendergerechten Schriftsprache herausgegeben. Die zitierten Vorschläge lesen sich wie Satire.

Zu den vorgestellten Praktiken »anitdiskriminierender« Sprache gehört die a-Form. Substantive, die auf er enden, erinnern wohl zu sehr an den männlichen Artikel Er. Dies will die Arbeitsgruppe lösen, indem sie die Endung durch »a« ersetzen. Die Broschüre liefert hierzu folgenden Beispielsatz: »Unsa Lautsprecha ist permanent auf Demos unterwegs. Ea (sic!) erfreut sich hoher Beliebtheit.«

Wie um zu beweisen, dass der Gipfel der universitären Betriebsamkeit damit noch nicht erreicht ist wartet die Broschüre mit einem weiteren Vorschlag auf: » Eine weitere Möglichkeit ist, als Irritation das Zeichen ‚@’ an Substantive anzuhängen bzw. in Worte einzufügen.« Aus human würde demnach hum@an. Auch ließe sich das problematische Man umschiffen. So könnte es künftig heißen: »M@n sollte sich als Akademika mit wichtigen Problemen beschäftigen.«

Ein weiterer Vorschlag aus der Broschüre ist, künftig das »generische Femininum« vorzuschreiben, also die »implizit männliche Form« durch eine weibliche zu ersetzen. Ein Beispiel aus der Broschüre: » Alle Professorinnen der Universität Leipzig freuen sich, dass sie endlich in ihren Texten ausschließlich weibliche Formen benutzen können.«

Bislang ist die Broschüre lediglich ein Angebot »an alle Mitglieder der HU«, die die Universität noch nicht in ein amtliche Vorschrift umgesetzt hat.

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