Der große Bluff: Es gibt keine neuen Zahlen zum Betreuungsgeld

Foto: Birgit Kelle (c) Kerstin Pukall

Der Verband Frau 2000plus e.V. kritisiert den aktuellen und durchsichtigen Versuch, mit Falschmeldungen die Diskussion um das Betreuungsgeld wieder aufleben zu lassen.  Stellungnahme der Frau 2000plus-Vorsitzenden Birgit Kelle 

»Nachdem alle großen Medien in Deutschland in den vergangenen Tagen auf Grundlage einer bislang unveröffentlichten Studie berichtet haben, das Betreuungsgeld werde hauptsächlich von Migranten und sogenannten „bildungsfernen“ Familien in Anspruch genommen, hat sich die Frau 2000plus-Vorsitzende Birgit Kelle heute mit dem Projektleiter der Studie, Dr. Matthias Schilling, von der TU Dortmund in Verbindung gesetzt, um Einblick in die Ergebnisse zu nehmen.

Dabei wurde Frau Kelle mitgeteilt, dass die Befragungen für die Studie bereits im Jahr 2013 vor Einführung des Betreuungsgeldes erhoben wurden, und somit keinerlei Aussagekraft über die tatsächliche Nutzung des Betreuungsgeldes besitze. Laut Studienleiter wurde lediglich „perspektivisch der Wunsch der Eltern“ erfragt. Die 150-seitige Studie wurde zudem bislang nicht veröffentlicht und kann auch nirgendwo eingesehen werden. Sie wurde offenbar von interessierter Seite an einzelne politische Parteien weitergegeben.

Birgit Kelle: „Ohne irgendwelche neuen Fakten zetteln SPD und Grüne in Deutschland eine Kampagne gegen das Betreuungsgeld an, das übrigens von den selbsterziehenden Eltern viel angenommen wird und ein großer Erfolg ist.“

Befremdet zeigt sich Frau 2000plus über die subtilen ausländerfeindlichen Töne der neuen Kampagne. Birgit Kelle: „Sind Migranten oder Hauptschulabsolventen per se schlechte Eltern? Erziehen sie ihre Kinder nicht genauso liebevoll wie Eltern mit Abitur?“

Abschließend verweist der Verband auf die aktuell veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung, die Qualitäts- und Personalmangel in deutschen Krippen kritisiert. Kelle: „Bei Personalschlüsseln von acht Kleinstkindern auf eine Erzieherin in manchen Bundesländern kann von frühkindlicher Bildung nun wirklich keine Rede sein.“«

Kommentare

  1. Andreas Adam sagt:

    Mal noch einen ganz anderen Blickwinkel!
    Meiner Meinung nach ist diese Genderideologie nichts weiter, als die 1:1 Retourkutsch auf den Nationalsozialismus – oder vielleicht ja sogar eine gewisse Vollendung.
    Diese Vorstellung, dass jeder Mensch ein Werktätiger sein soll, galt im Nationalsozialismus zunächst ja nur in den KZ´s. Arbeit macht frei – sie erinnern sich !?
    Und bei diesen Genderideologen und ihren politischen Unterstützern soll jeder Bürger, also auch jede Frau, möglichst viel Lohnsteuer einbringen (sich selbst verwirklichen harr, harr, harr…).
    Ein Staat mit so einer grundpolitischen Orientierung dient nicht dem Menschen, sondern dem Mammon – mal etwas biblisch ausgedrückt.
    Und was diesen wohl negativ besetzten Begriff Herdprämie betrifft: Eine Diskriminierung aller Menschen, die gern warme Mahlzeiten selbst und für andere zubereiten!

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