Birgit Kelle: Krippenbe­treuung schadet der Kindergesundheit

Foto: Kerstin Pukall

Anstatt von Kinderrechten zu faseln, sollte man sich lieber fragen, ob Krippenbetreuung den Kleinen schadet. Hinweis auf diesen Zusammenhang gebe es genug, sagt Birgit Kelle. Man müsse sie nur zur Kenntnis nehmen.

In ihrer Kolumne für das Magazin A.T. Kearney 361° stellt die Journalistin und FreieWelt.net-Bloggerin Birgit Kelle erstaunt fest, dass der moderne Mensch gerne mehr über Risiken und Nebenwirkungen neuer Therapien erfahren möchte. Nur wenn es um die außerhäusliche Betreuung von Kleinkindern geht, verschließen sie die Augen.

Doch Kelle argumentiert, dass es ausreichende Indizien gebe, die uns, aber vor allem die Eltern alarmieren sollten: Jüngste Untersuchungen hätten nämlich ergeben, dass Krippenbetreuung bei den ganz Kleinen für einen erhöhten Cortisolausstoß sorge. Und zu viel von dem Stresshormon Cortisol hat äußerst nachteilige Wirkungen, zum Beispiel auf die Knochenstabilität.

Insofern, meint Kelle, sei es doch merkwürdig, dass es gegen die Krippenpropaganda von Politik und Wirtschaft keine ernsthafte Gegenwehr gebe. Die Ergebnisse einer Krankenkassen-Studie über den Zusammenhang von Knochenbrüchen und Krippenbetreuung hat eigenartigerweise Men’s Health veröffentlicht – eine »ideologisch nun wirklich nicht vorbelastete Männerzeitschrift«, wie Kelle schreibt.

Es lohnt sich nach Kelle also nicht, über Kinderrechte zu diskutieren, wenn die Gesundheit der Kinder systematisch aufs Spiel gesetzt wird. Sie folgert: »Wenn das Gerede um das Kindeswohl nicht nur Worthülsen bleiben sollen, dann müssen wir Antworten finden auf diese Fragen. Wenn wir Eltern Krippen empfehlen, verdienen Sie die ganze Wahrheit zu hören, auch die Risiken und Nebenwirkungen. Dann könnten sie wirklich neutral abwägen, was das Beste für ihr Kind ist.«

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