Verstaatlichung der Erziehung

Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Vor einer Verstaatlichung der Erziehung warnte die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld gestern in Bonn. Der massive Ausbau der Kinderbetreuung insbesondere im Kleinkindbereich erinnere sie sehr an die staatlichen Betreuungssysteme in der früheren Sowjetunion und in der DDR. Mit allen Mitteln will die neue rot-rot-grüne Regierung in Thüringen diese Entwicklung ganz offensichtlich beschleunigen, wie ein Blick in den neuen Thüringer Koalitionsvertrag zeigt:

»Das Thüringer Landeserziehungsgeld wird abgeschafft. Die dadurch frei werdenden Mittel werden für die kostenfreie Kita-Betreuung und in die Sicherung der Qualität in den Kindertagesstätten reinvestiert.« Das Landeserziehungsgeld war für viele Eltern bislang eine gute Unterstützung, ihre Kinder zumindest in den ersten Jahren daheim selbst zu betreuen. Damit soll nun Schluß sein. Mit der beitragsfreien Krippen-Betreuung ab dem 1. Lebensjahr setzt die Regierung in Thüringen ein klares Zeichen, welche Betreuungsart sie für die bessere hält.

 

Zum Koalitionsvertrag der Thüringer Landesregierung

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