Blüm attackiert falsche Familien­politik der CDU

Foto: blu-news.org / flickr.com / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

Ex-Sozialminister Norbert Blüm greift scharf seine Partei CDU an. Sie hätte »bei der Demontage von Ehe und Familie leider Schmiere gestanden«. Die Familie habe sich unterdessen voll der Arbeitswelt unterzuordnen. 

Der frühere Bundesminister Norbert Blüm schreibt seiner Partei, der CDU, eine Verantwortung für die zunehmende »Entkernung« von Ehe und Familie zu. Es komme, wie der 79-jährige Katholik in seinem neuen Buch »Einspruch!« schreibt, immer mehr zu einer Aushöhlung des im Grundgesetz verankerten besonderen Schutzes dieser Institution.

Man rede in der Umweltpolitik immer von Nachhaltigkeit, während die heutige Familienpolitik »alles andere als nachhaltig« sei. Die Kindheit werde immer mehr verstaatlicht, weil die Mütter an der »Arbeitsfront« gebraucht würden. Der frühere Arbeits- und Sozialminister attackiert so auch die Konzentration der Politik auf die institutionelle Kinderbetreuung und Erziehung etwa in Krippen und Ganztagesschulen.

Blüm fordert: »Das eigentliche Kindheitsleben soll sich in der Schule abspielen«, während Mütter und Väter auf ihren Freizeitwert reduziert werden. Und stellt mit Erschrecken fest: »Kinder erfüllen für Eltern die Funktion, die Hunde für kinderlose Paare haben.« Die ganze Familienpolitik werde rein auf die Wirtschaft fixiert und nicht auf das Kindeswohl.

Die gesamte Familie habe sich der Arbeitswelt unterzuordnen. Die CDU hätte »bei der Demontage von Ehe und Familie leider Schmiere gestanden«. Nur noch die berufstätige Frau sei eine gute Frau. Man hätte zusammen mit der SPD quasi die gesetzliche Abschaffung der Hausfrau durchgesetzt.

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