Herwig Birg fordert Mütter- statt Frauenquote

Foto: bennijanzen/flickr.com/CC BY-NC-SA 2.0

In seinem neuen Buch „Die alternde Republik und das Versagen der Politik“ warnt der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg vor zunehmender Kinderlosigkeit in Deutschland und empfiehlt eine Mütterquote statt Frauenquote.

Der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg übt deutliche Kritik am Umgang der Bundesregierung mit der demographischen Entwicklung in Deutschland. Birg erklärte: »In Deutschland festigt sich der Trend zu immer niedrigeren Geburtenraten. Ich habe schon früh vor der schrumpfenden Bevölkerung in Deutschland gewarnt.«

Der 75-jährige emiritierte Professor weiter: »Meine Prognosen waren immer richtig und sehr präzise, aber Politiker wollen das nicht hören. Sie bezeichnen den Rückgang jetzt gerne als Chance. Das ist bewußte Desinformation.«

Birg warnt vor einem Trend zur »Nullkindfamilie«. Die Kinderlosigkeit werde immer mehr zu einem Problem für Deutschland. Gleichzeitig warnt er vor einem krassen Gefälle: »Weniger Qualifizierte wie Reinigungskräfte sind selten kinderlos. Frauen in künstlerischen, geistes- und naturwissenschaftlichen, unternehmerischen und publizistischen Berufen bleiben dagegen zu 40 bis 50 Prozent kinderlos.« Darauf müsse die Politik reagieren.

Birg beklagt, daß Eltern im Berufsleben systematisch benachteiligt würden. Er empfiehlt, bei gleicher Qualifikation sollten Unternehmen künftig Väter und Mütter bei der Besetzung von freien Stellen bevorzugen. Zudem macht Birg einen Vorschlag: »Außerdem empfehle ich eine Mütterquote statt der geplanten Frauenquote. Letzteres ist ein Karriereprogramm für Kinderlose.«

Birg wird am heutigen Mittwoch in Berlin sein neues Buch vorstellen. Der Titel: »Die alternde Republik und das Versagen der Politik«.

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