Methodenschatz zu Sexueller Vielfalt: „Verunsicherung der Schüler, Diskriminierung heterosexueller Paare“

Foto: Eva Freude/ flickr.com/ CC BY-NC-SA 2.0

Lehrmaterialien, die den Eindruck erwecken, Regenbogenfamilien seien die Norm, „schießen weit über das Ziel hinaus“, kritisiert Journalist Ulf B. Christen die Unterrichtsmaterialien, mit denen Schleswig-Holsteins Grundschullehrer künftig sexuelle Vielfalt stärker thematisieren sollen. 

 

Der Plan der schleswig-holsteinischen Regierung, in den Grundschulen stärker auf das Thema sexuelle Vielfalt einzugehen und insbesondere die dafür entwickelten Unterrichtsmaterialien, geraten zunehmend in die Kritik. Die CDU fordert mehr Sensibilität bei dem Thema, um die Schüler nicht zu überfordern. Unverständlich sei ihr die Eile, mit der die Materialien zum Einsatz kommen sollen. Bereits im Frühjahr 2015 sollen die ersten Grundschulen damit ausgestattet werden.

Natürlich sei es richtig, Diskriminierung entgegen zu wirken, schreibt Ulf B. Christen in seinem Kommentar in den Kieler Nachrichten. Auch in weiterführenden Schulen auf das Thema unterschiedlicher Lebensformen einzugehen, sei vollkommen legitim. Der vorgelegte Methodenschatz „Echte Vielfalt unter dem Regenbogen“ schieße aber „weit über das Ziel hinaus“, wenn er „den Eindruck erweckt, als sei eine wie auch immer geartete Regenbogenfamilie die Regel.“ Ein Blick in die Grundschulen zeige, daß dem schlicht nicht so sei.

„Noch schlimmer als die Umkehr von Mehr- und Minderheit ist die unverhohlene Werbung für eine Regenbogenlösung. Dieser Ansatz dürfte viele Grundschüler nachhaltig verunsichern, und er diskriminiert heterosexuelle Beziehungen.“ Der schleswig-holsteinischen Sozialministerin Kristin Alheit empfiehlt Christen daher dringend, die überarbeiteten Lehrmaterialien gut zu überprüfen und sie an Leute vom Fach zu übergeben.

Angesichts eines sich bereits in Planung befindlichen Regenbogen-Methodenschatzes für Kitas rät er ihr zudem, alsbald die Notbremse zu ziehen: „Das kann nicht gut gehen.“

Kommentare

  1. Nonnen sagt:

    Die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereiche, was z. B. auch erkennbar ist am dem von den Gender-Ideologen propagierten “social engineering” in Richtung Früh- und Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, staatliche Schule).
    Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4]

  2. Monika Espe sagt:

    Wenn in Deutschland die Leihmutterschaft verboten ist, darf sie in der Grundschule nicht als legitime Möglichkeit vermittelt werden.
    Die Ministerinnen für Soziales und Schule und Berufsbildung von Schleswig-Holstein sind auf ein sachliches Feedback angewiesen!
    Sie sind mit erheblicher Hebelwirkung verantwortlich für das Kindeswohl, dass die Würde der Grundschüler nicht angetastet wird, dass das Grundgesetz eingehalten wird, dass angemessen, entwicklungspsychologisch verantwortlich Pädagogik betrieben wird. Ist ihnen die Verantwortung gegenüber dem Bürger bewusst? Ich benutze absichtlich das grammatische Genom „Bürger“, da ich mich als Frau miteinbezogen fühle.
    Welche seriöse wissenschaftliche Arbeit liegt dem Unterrichtsmaterial inhaltlich zugrunde?
    Vielleicht haben die Regenbogenverbände ja einige Wörter geklaut, die allen Menschen gehören, wie: Regenbogen, Gewalt, Gleichberechtigung, Vielfalt, Diskriminierung, Toleranz…
    „Gewaltprävention“? Welche Gewalt soll denn verhindert werden? Von wem ginge Ihrer Meinung nach Gewalt aus? Wem droht Gefahr? Vielleicht ist die Bezeichnung „Petze-Institut für Gewaltprävention“ ein Schafspelz, den sich der Wolf übergeworfen hat?
    Es lohnt sich, das Indoktrinationsverbot (BVerfGE 47, 46) nachzulesen.
    Und noch was: 75 % aller deutschen Kinder wachsen bei ihren leiblichen Eltern auf: Mutter (xx-Chromosom) und Vater (xy-Chromosom). Das ist demokratischer Fakt.
    Kinder, die nur bei einem Elternteil aufwachsen und das meist bei der Mutter (xx-Chromosom), leiden sehr darunter. Meiner Meinung nach bedeutet das: „Je mehr Patchwork, desto mehr Leid für die Kinder!“ Das ist keine Diskriminierung, sondern eine Erkenntnis, die (noch) im Rahmen der Meinungsfreiheit genannt werden darf.

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