Ein Behinderter über den Homo-Hype: Echte Helden sieht man nicht

Foto: Andreas Kollmorgen / flickr.com / CC BY 2.0 (Ausschnitt)Foto: Andreas Kollmorgen / flickr.com / CC BY 2.0 (Ausschnitt)

Werden Homosexuelle wirklich diskriminiert und benachteiligt? Nein, den Behinderten ergeht es in unserer Gesellschaft wesentlich schlechter. Aber das erfährt man nicht, denn sie schreien nicht so laut. 

Wenn sich Homosexuelle öffentlich zu erkennen geben, dann liegen ihnen die Medien allzu oft geradezu zu Füßen: Toll! Aber warum ist das eigentlich so, fragt sich Notger Kainzbauer in einem Kommentar auf kath.net. Werden die etwa diskriminiert? Wenn man sich die Lage von Behinderten ansieht, können einem da schon Zweifel kommen, meint Kainzbauer.

Der Autor geht bei seinen Bemerkungen über den medialen Diskurs über Homosexualität und Diskriminierung von seinen eigenen Erfahrungen als Stotterer aus. Er wurde »von den Mitschülern ausgelacht und als ›Depperl‹ hingestellt. Sogar manche Lehrer lachten manchmal mit«, resümiert er seine Erfahrungen aus der Schulzeit. Aber, meint er, »ich wäre nie auf die Idee gekommen, dies als Diskriminierung und sogar als Angriff aufzufassen, wie das gewisse Gruppen für sich beanspruchen, geschweige denn als ›Stotterer-Phobie‹.«

Befremdet sieht sich Kainzbauer in der Welt um und stellt fest, dass »echte Helden« im Stillen wirken: Sie pflegen klaglos ihre Angehörigen und helfen ohne großes Aufheben anderen, behinderten Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags. Wenn man diese Wirklichkeit mit dem Tanz vergleicht, der in den Medien aufgeführt wird, dann kommen einem schon Bedenken, was den Zustand der Gesellschaft angeht. Kainzbauer: »Der fleckige Apfel taugt schon nicht fürs eitle Auge; umso weniger erst der Mensch, der sich erlaubt, die ›makellosen‹ Klischees einer orientierungsgestörten Gesellschaft zu karikieren, weil er krank, behindert oder nur alt ist.«

Und so ist der Blick auf die Wirklichkeit ernüchternd: »Den Behinderten geht es heute schlechter als vor 20 Jahren. Das Blindengeld wurde gekürzt und Barrierefreiheit ist ein sehr hohles Wort. Betriebe können sich um die Einstellung von Behinderten herumdrücken oder mit ein paar Euro ›freikaufen‹. Gibt es etwa blindengerechte Computer oder Smartphones? Nein! Es gibt nur Notbehelfe. Wer redet von den Rechten der Behinderten? Kaum jemand! Wie viele Berichte in den Mainstreammedien über die Diskriminierung von Behinderten erscheinen? Wenig!«

Kommentare

  1. Andreas Adam sagt:

    Ich glaube sogar, dass z.B. behinderte Menschen den Schwul-Lesbenverbänden eigentlich völlig egal sind.
    Diese Homoszene fährt bereits seit den 80ziger Jahren eine sogenannte Trittbretttaktig mit der Nazigreul-Aufarbeitung; nach dem Motto: alles was von den Nazis verfolgt und getötet wurde muss jetzt zu seinem uneingeschränkten Recht kommen.
    Und das hat inzwischen unsere Bundesregierung längst quasi als ungeschriebenen Grundgesetzparagraph – über sämtliche Legislaturperioden hinweg (!) – aufgenommen. Eigentlich.
    Aber wie gesagt – ich glaube behinderte Menschen (und auch Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund und Juden !) sind den Schwulen in Wirklichkeit völlig egal !
    Man bedenke nur: die Juden z.B. glauben ja nur an das Alte Testament (die Thora).
    Da steht ja nun noch Auge um Auge und Zahn um Zahn drin.
    Und dann ist da ja auch noch der ganze Katalog von sexuellen Verfehlungen (3. Mose 18).

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