Papst Franziskus kritisiert Gendertheorie

Papst Franziskus (Foto: Raffaele Esposito / flickr.com / CC BY 2.0 (Ausschnitt))Foto: Raffaele Esposito / flickr.com / CC BY 2.0 (Ausschnitt)

Die Gendertheorie steht im Gegensatz zum christlichen Glauben, sagt der Papst. Für ihn ist sie Ausdruck der Gottferne. Sie anderen Völkern aufzuerlegen, nennt er »ideologische Kolonisation«.

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Papst Franziskus hat in seiner Generalaudienz am Mittwoch die Gendertheorie kritisiert und damit die Linie seines Vorgängers Benedikt XVI. bekräftigt. Er deutete den Versuch, die Unterschiede zwischen Mann und Frau zu nivellieren, als »Ausdruck von Frustration und einer Resignation ist, die auf die Auslöschung der sexuellen Differenz zielt, weil sie nicht mehr versteht, sich mit ihr zu konfrontieren.«

Bei allem in seiner Ansprache zum Ausdruck kommenden Verständnis über die Desorientiertheit der Befürworter eines Gender Mainstreamings versäumte der Papst nicht, Ross und Reiter zu nennen, als er feststellte: »Wir riskieren hier, einen Rückschritt zu machen. Die Verdrängung der Unterschiede ist das Problem, nicht die Lösung.«

Franziskus wies auch auf den grundlegenden Gegensatz der Gendertheorie zum christlichen Glauben hin, der am Unterschied zwischen Mann und Frau festhält, weil sie von Gott als Mann und Frau erschaffen wurden. Das komme in der »Schönheit des Schöpfungsplans« zum Ausdruck, »der das Antlitz Gottes auch in die Verbindung zwischen Mann und Frau einprägt«. Der Versuch, den Unterschied der Geschlechter einzuebnen, sei auch als Glaubenskrise zu deuten.

Dabei gehe es keinesfalls um die Unterordnung der Frau unter den Mann. Im Gegenteil, mahnte Franziskus, müssten Frauen eine noch gewichtigere Rolle in Kirche und Gesellschaft spielen.

Schon bei seinem Besuch auf den Philippinen hatte Papst Franziskus die Gendertheorie scharf kritisiert und sie als Erfindung westlicher Ideologen gebrandmarkt. Sie anderen, ärmeren Gesellschaften aufzuzwingen, indem man beispielsweise ihre Umsetzung im Rahmen von Entwicklungshilfeprojekten verlange, sei nichts weniger als eine »ideologische Kolonisation«.

Neben den Päpsten Franziskus und Benedikt XVI. haben auch der emeritierte Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner und der Regensburger Bischof Rudolf Vorderholzer die Gendertheorie scharf kritisiert.

Quelle: FreieWelt.net

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