Ministerpräsident Hasselhoff (CDU) fordert deutliche Erhöhung des Kindergeldes

Reiner Haseloff (Foto: Martin Rulsch/ Wikimedia Commons/ CC-BY-SA 4.0)Foto: Martin Rulsch/ Wikimedia Commons/ CC-BY-SA 4.0

Die geplante Kindergelderhöhung um vier Euro hält Ministerpräsident Haseloff (CDU) für ein falsches Signal. Diese sollte deutlich höher ausfallen. In Deutschland müßten wieder deutlich mehr Kinder geboren werden.

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Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) kritisiert im Rahmen der geplanten Kindergelderhöhung scharf die Familienpolitik der Bundesregierung. Das Kindergeld soll in diesem Jahr um vier Euro steigen – auf 188 Euro für das erste und zweite Kind, auf 194 Euro für das dritte und 219 Euro für jedes weitere Kind. 2016 sollen noch einmal weitere zwei Euro draufkommen.

Nur vier Euro mehr wirken nicht wie eine Wertschätzung für Familien, sondern solch eine Maßnahme lade eher »zu negativen Reaktionen ein«, erklärt Haseloff. Deswegen wäre ein »Signal für die Eltern« eine Anhebung im zweistelligen Bereich. »Die Politik muß endlich anerkennen, daß das Thema Familie das existenzielle Problem unserer Nation ist«.

Ziel müsse in unserem Land sein, daß die Menschen wieder mehr Kinder bekommen. Dabei nennt er konkret eine »Geburtenrate von 2,1 oder 2,2 Kindern pro Frau«. Es gehe um »das Überleben unserer Gesellschaft in der Form, wie wir sie kennen«. Deswegen müßten Unternehmen Mütter und Väter entlasten, speziell bei Arbeitszeiten.

Er vermisse dabei in dieser Debatte eigene Ideen der Wirtschaft. Diese hätte das Thema Demographie »ganz klassisch outgesourced« und setze allein auf Zuwanderung, um das negative Geburtensaldo auszugleichen. Es müsse aber eine Gesellschaft grundsätzlich selbst in der Lage dazu sein, ihre Fortexistenz zu sichern.

Quelle: FreieWelt.net

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