Kritik an Künast (Grüne) wegen pädo-freundlicher Bemerkung

Foto: grueneberlin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt) Foto: grueneberlin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

1986 machte Renate Künast im Berliner Abgeordnetenhaus einen Zwischenruf, der auf mangelnde Distanz zu pädophilen Tätern schließen lässt. Sie hält heute alles für ein Missverständnis.

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Im Zuge der Aufklärung pädophiler Umtriebe im Umfeld der Berliner Grünen hat eine Bemerkung der prominenten Renate Künast Aufmerksamkeit erregt. Der »Kommission zur Aufarbeitung der Haltung des Landesverbandes Berlin von Bündnis90/Die Grünen zu Pädophilie und sexualisierter Gewalt gegen Kinder« enthüllt in seinem Bericht eine Bemerkung Künasts, die zu denken gibt und nach Aufklärung schreit.

Während einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses im Jahr 1986 zum Thema häusliche Gewalt fragte ein Abgeordneter der Union die Rednerin von der Alternativen Liste (also der Vorläuferpartei der Grünen) nach ihrer Haltung zu Forderungen aus dem Grünen-Landesverband NRW nach Entkriminalisierung sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern. Bevor die antworten konnte, rief Künast aus dem Plenum dazwischen: »Komma, wenn keine Gewalt im Spiel ist!«

Während Künast glaubt, hier handele es sich um ein Missverständnis, ist Co-Berichterstatter Stephan Klecha anderer Meinung. Er sagt: »Frau Künast deutete mit ihrem Zwischenruf an, welche Gesamtakzeptanz das Thema Mitte der 80er-Jahre bei der grünen Partei hatte. Die Position, einvernehmliche sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern für möglich zu halten, genoss eben lange Zeit eine gewisse Billigung.«

Auch in Künasts eigener Partei will nicht jeder sie freisprechen. Die Landesvorsitzende Bettina Jarasch etwa wirft ihr eine mangelhafte Durchdringung der Problematik vor. Jarasch: »Renate Künast hat offensichtlich, wie nahezu die gesamte grüne Partei, damals die fatale Unterscheidung von einvernehmlicher Sexualität mit Kindern und Sexualität, bei der Gewalt eine Rolle spielt, gemacht. Diese Unterscheidung wirkte wie eine Beruhigungspille und hinderte uns daran, unsere Positionen zu hinterfragen.«

Künast hat in ihrer Partei schon zahlreiche Funktionen ausgeübt: Sie war Bundesvorsitzende, Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl 2013 und mehr, außerdem war sie 2001 bis 2005 Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung.

Kommentare

  1. Eckart Haase sagt:

    Es ist erschütternd, wie pädophil die grüne Partei insgesamt orientiert ist.

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