Statement Gitta Connemann (CDU) zur „Ehe für Alle“: »Nur gleiches kann gleich behandelt werden«

Gitta Connemann (CDU) Foto: www.gitta-connemann.de/

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann spricht sich gegen eine Öffnung der Ehe für Homosexuelle Paare und ein volles Adoptionsrecht aus. »Kinder sollten jedenfalls die Chance auf einen weiblichen und einen männlichen Part haben«, begründet Connemann ihre Haltung. Lesen Sie hier ihre ganze Antwort.

Sehr geehrte (…) ,

für Ihre Zeilen vom gestrigen Tage danke ich Ihnen. Gegenstand ist die sog. Homo-Ehe. Sie bitten mich – als Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion -, mich gegen die vollständige Gleichstellung der Lebenspartnerschaften von homosexuellen Paaren mit einer Ehe auszusprechen.

Sehr geehrte (…), dies tue ich und werde ich tun. Anlass für die aktuelle Diskussion ist das Ergebnis der Volksabstimmung in Irland. Hier stellt sich mir schon die formale Frage: wieso sollten wir automatisch Regelungen von Dritten übernehmen? Es gibt ja auch keine Debatte, die irische Gesetzgebung zum Schutz ungeborenen Lebens bei uns einzuführen. Für mich gilt der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD. Danach soll es mehr Rechte und Erleichterungen für homosexuelle Paare geben. Genau dies hat das Kabinett am Mittwoch beschlossen. Und das ist auch gut so. Homosexuelle Paare dürfen nicht diskriminiert werden. Denn sie übernehmen Verantwortung für einander.

Aber es darf und soll aus meiner Sicht, aus Sicht der absolut überwiegenden Mehrheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion keine völlige Gleichstellung mit der Ehe geben. Nur gleiches kann gleich behandelt werden. Die Verbindung zwischen Frau und Mann ist die einzige, die Kinder hervorbringt. Homosexuelle Partnerschaften können schon deshalb einer Ehe nicht vollständig gleichgestellt werden.

Am Ende geht aber eigentlich um die Frage der Volladoption. Das volle Adoptionsrecht für homosexuelle Paare lehne ich ab, denn Kinder sollten jedenfalls die Chance auf einen weiblichen und einen männlichen Part haben.

Mit besten Grüßen
Gitta Connemann

Kommentare

  1. […] mit der Ehe ab. Sie weist außerdem das Argument zurück, nun sei es an der Zeit, dass Deutschland dem irischen Vorbild folge. Sie fragt: »Wieso sollten wir automatisch Regelungen von Dritten übernehmen? Es gibt ja […]

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