Ströbele (Grüne) forderte 2012 Entkrimi­nalisierung von Inzest

Hans-Christian_Ströbele_2013-567x410Foto: stephaen-roehl.de / boellstiftung / flickr.com / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

Muss man, wenn man die Homo-Ehe einführt, auch Polygamie und Geschwisterliebe legalisieren? Hans-Christian Ströbele (Grüne) fordert schon 2012 die Abschaffung des Inzestverbots.

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Das Mitglied des Deutschen Bundestages Hans-Christian Ströbele (Grüne) hat 2012 für die Abschaffung des Inzest-Paragrafen des Strafgesetzbuches plädiert. »Das ist ein einsames Relikt aus anderen Zeiten, in denen ja auch noch der Ehebruch strafbar war, das haben wir auch abgeschafft«, sagte er dem Nachrichtensender N24. Er passt »in diese Zeit der geläuterten Auffassung über Ehe und Familie nicht mehr hinein. Er muss so weg.«

Ströbele hatte sich anlässlich eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte geäußert, das die deutsche Strafvorschrift bestätigte. Geklagt hatte ein junger Mann, der mit seiner leiblichen Schwester vier Kinder gezeugt hatte und deshalb mehrfach zu Haftstrafen verurteilt worden war. Das Bundesverfassungsgericht wies seine Verfassungsbeschwerde ab.

In dieser Woche ist die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in die Kritik geraten, weil sie sich unter Hinweis auf das Inzestverbot gegen die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften (Homo-Ehe) mit der Ehe aussprach. Wenn man die Ehe für homosexuelle Paare öffne, argumentierte sie, müsse man auch bereit sein, polygame Partnerschaften und Inzest anzuerkennen.

Quelle: FreieWelt.net

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