Berliner CDU-Politiker gegen Ehe für Alle – offener Brief

EheBleibtEheFoto: DEMO FÜR ALLE / flickr.com / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

Die Berliner CDU diskutiert über die Homo-Ehe. 17 CDU-Abgeordnete haben sich in einem offenen Brief dagegen ausgesprochen. Sie wollen die Ehe nicht ohne Not durch Öffnung entwerten.

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In der Berliner CDU nimmt die Diskussion über die Homo-Ehe an Fahrt auf. Die Führung des Landesverbandes (Vorsitzender ist Frank Henkel) hatte sich der Forderung des Koalitionspartners SPD nach Zustimmung zu einer Bundesratsinitiative zur Einführung der »Ehe für alle« widersetzt. Begründung: Man müsse erst die Parteibasis befragen und werde erst dann entscheiden. Nun läuft die Diskussion.

Jetzt haben in einem Rundschreiben an alle Mitglieder 17 Mitglieder des Abgeordnetenhauses ihre ablehnende Haltung begründet. Sie sagen: »Eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften und die damit verbundene Aufgabe des traditionellen Eheverständnisses stellt die Werteordnung unserer Gesellschaft in einem für uns grundlegenden Punkt in Frage. Die Ehe soll ohne Not neu definiert werden und damit als gesellschaftliche Institution in ihrer jetzigen Form nicht erhalten bleiben.«

Zurecht fragen sie nach dem Sinn der Einführung der »Ehe für alle«, da doch die rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe zwischen Mann und Frau so gut wie erreicht ist. Ebenfalls zurecht weisen sie darauf hin, dass es in Ländern wie Irland oder den USA das Rechtsinstitut der Eingetragenen Lebenspartnerschaft nicht gibt. Deshalb gebe es keinen Anlass, Unterschiedliches gleich zu behandeln.

Die Ehe sei nach wie vor ein weithin angestrebtes Ideal, selbst wenn sie oft genug scheitere und aus ihr keine Kinder hervorgingen. Gleichwohl sei sie aus gutem Grund vom Grundgesetz besonders geschützt. »Denn nur im Zusammensein von Mann und Frau können Kinder entstehen. Dieser Zusammenhang ist von Natur aus gegeben und entzieht sich menschlicher Verfügbarkeit.«

Unterzeichnet haben das Schreiben die Abgeordneten Burkard Dregger, Michael Freiberg, Michael Garmer, Andreas Gram, Christian Hausmann, Robbin Juhnke, Claudio Jupe, Joachim Krüger, Niels Korte, Stephan Lenz, Joachim Luchterhand, Sven Rissmann, Stefan Schlede, Jürn Jakob Schultze-Berndt, Cornelia Seibeld, Roman Simon und Kurt Wansner. Unterstützt wird es vom ehemaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen, dem Landesvorsitzenden der Jungen Union Christoph Brzezinski, dem Mitglied des Europäischen Parlaments Joachim Zeller und dem Abgeordneten des Deutschen Bundestages Philipp Lengsfeld.

Quelle: www.freiewelt.net

Kommentare

  1. Michael Bloch sagt:

    Der Brief der Abgeordneten ist gut, lässt aber drängendste Problem außer acht: Deutschland ist das kinderärmste und am schnellsten alternde Land der Erde – „dank“ der „Familienpolitik“ von Frau Schwesig haben wir Japan von Platz 1 auf der Skala der kinderärmsten Länder verdrängt. Kein Land altert so schnell wie Deutschland. Sämtliche auf dem Generationenvertrag basierenden Sozialsysteme werden in zehn Jahren zusammenbrechen wie ein Kartenhaus, danach werden die dann alten ein Leben in unvorstellbarer Armut führen. Was wir dringend brauchen, ist eine deutliche Steigerung der Geburtenrate, damit sich unser Volk wieder regeneriert, Zukunft hat und die Alten versorgt werden.
    Doch dazu braucht es richtige Familien und keine „Homo-Ehe“. Zwar kann ein schwules Paar Kinder adoptieren, doch das wird in der Regel ein Kind bleiben. Zur Zukunftssicherung unseres Landes brauchen wir große Mehrkindfamilien, und die können nur aus „richtigen“ Ehen zwischen Mann und Frau hervorgehen. Daher rate ich allen an der Diskussion beteiligten, auch der Initiative Familienschutz und Frau von Beverfoerde selbst, die bevorstehende demografische Katastrophe klar zu thematisieren und als Argument gegen die „Ehe für alle“ zu verwenden. Vielleicht wacht der eine oder andere auf, wenn er erkennt, dass er ohne eigene Kinder im Alter jämmerlich verarmen wird.

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