CDU-Abgeordneter Wieland korrigiert Haltung zum Rodrigues-Bericht: Er stimmte mit NEIN

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Der EU-Abgeordnete Rainer Wieland (CDU) hat sein Votum bei der Abstimmung zum Rodrigues-Bericht im EU-Parlament korrigiert. Wie er auf Nachfrage vieler Bürger mitteilte, sei ihm bei der Abstimmung »ein Missgeschick unterlaufen«. Er habe entgegen seiner »Überzeugung versehentlich für den Bericht gestimmt.«

Nach Dr. Ingeborg Gräßle ist Wieland bereits der zweite CDU-Abgeordnete, der seine Stimme nach der Abstimmungsrunde zum Rodrigues-Bericht korrigiert hat. Gräßle hatte zunächst für den Bericht gestimmt, ihre Stimmabgabe aber am nächsten Tag im Protokoll ändern lassen. Auch Rainer Wieland hat seine Korrektur inzwischen zu Protokoll gegeben.

Sein Abstimmungsverhalten habe »bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Verwunderung ausgelöst und etliche, darunter auch solche, die meine Überzeugungen kennen, haben sich umgehend an mich gewandt«, erklärte Wieland in einer Mail. An seinem sonstigen »Abstimmungsverhalten zu einzelnen Abstimmungen über besonders kritische Details des Rodrigues-Berichts« könne man sehen, daß dies tatsächlich nur ein Versehen gewesen sei.

Und weiter erklärte Wieland: »Normalerweise passiert mir solch ein Fehler nicht. Er ist auch nur darauf zurückzuführen, dass ich zum Zeitpunkt der Abstimmung über den Rodrigues-Bericht selbst die Sitzungsleitung inne hatte. Die Leitung von Abstimmungen erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit auf die Abläufe rund um die Abstimmung und deshalb sehen Sitzungspräsidenten häufig ganz davon ab, sich an Abstimmungen zu beteiligen. Vor allem bei politisch hoch umstrittenen Gegenständen ist es mir jedoch, wie Sie sich denken können, wichtig, mich an der Abstimmung auch selbst zu beteiligen. Dass mir dieser seltene Fehler ausgerechnet bei diesem Bericht unterlaufen ist, bedauere ich deshalb besonders.«

Zum Protokoll der Abstimmungsergebnisse vom 9.9.15 im EU-Parlament (geänderte Stimme von Rainer Wieland S. 165 unten)

Kommentare

  1. Schwarzwaldfreund sagt:

    Laut idea wurde der Bildungsplan inzwischen entschärft, es soll kein Werben mehr für sexuelle Vielfalt geben: http://www.idea.de/politik/detail/kein-werben-mehr-fuer-sexuelle-vielfalt-im-bildungsplan-92127.html (Will man die syrischen Flüchtlingskinder nicht den LGBT Aktivisten gegenüberstellen?)
    Eine Anhörungsfassung ist unter http://www.bildungsplaene-bw.de abrufbar.

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