Vielsagend: Geringes Interesse an der kirchlichen Homosexuellen-Trauung

Homo-Ehe statistisch unbeträchtlich. Unser Newsletter vom 12. August

160818 Beitragsfoto xIn vier von 20 evangelischen Mitgliedskirchen ist die Trauung homosexueller Paare möglich. Als die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz im April diese Möglichkeit einrichtete, gab es dort aber gar keine Nachfrage. Inzwischen wurde eine einzige Trauung anberaumt, die am heutigen Freitag stattfindet. Eine Trauung, während allein in Berlin hunderttausende Homosexuelle leben. Und bundesweit im vergangenen Jahr über 400.000 Ehen zwischen Mann und Frau geschlossen wurden. Diese Diskrepanz bestätigt die statistische Nachrangigkeit aller Reden von »Vielfalt« und »gesellschaftlichem Wandel«. Trotz hoher Scheidungsraten ist die Dominanz der klassischen Familie ungebrochen. 76 Prozent aller Minderjährigen, nämlich 9,9 Millionen von 13,1 Millionen Kindern, lebten 2010 mit ihren leiblichen, verheirateten Eltern zusammen. Die Zahl der Kinder, die mit gleichgeschlechtlichen Paaren aufwuchsen, betrug dagegen nur 7.000. Den insgesamt fast 18 Millionen Ehen stehen nur 35.000 gleichgeschlechtliche Partnerschaften gegenüber.

Homosexuellen-Aktivist Rosa von Praunheim verkündet obendrein, dass ihm die Ehe gleichgültig sei. Nur auf die Gleichbehandlung komme es an. Schließlich schränke die Trauung, so Praunheim, die Liebe auch ein. Die Ehe sei »sehr überholt und konservativ«, sagte er dem Sender RBB: »Man sollte immer an die Scheidung denken, wenn man heiratet.« Und: »Wenn zwei sich lieben und zusammen sein wollen, dann braucht es ja keinen Trauschein.«

Fazit: Die »Homo-Ehe« wird für Leute eingerichtet, die sie mehrheitlich gar nicht brauchen. Das erinnert an Kinder, die das gleiche Spielzeug verlangen, das die anderen auch haben – einfach aus Prinzip. Es ist kaum zu glauben: Politik, Medien und öffentliche Institutionen trommeln seit Jahr und Tag und mit unendlichem Aufwand an Zeit und Geld für ein Thema, dem schlicht die gesamtgesellschaftliche Relevanz fehlt. Für die Minderheit einer Minderheit, die die Mehrheit vor sich hertreibt – eine gigantische Heuchelei für nichts und wieder nichts.

Dieser erschreckende Unernst bestätigt leider die Anliegen der Initiative Familien-Schutz und bringt uns dazu, Ehe und Familie weiterhin energisch zu verteidigen und vor dem Niedergang zu bewahren – nicht zuletzt mit unserem neuen Faltblatt, das bald erscheint.

Beitragsbild: flikcr.com/Tekke

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