Marsch für das Leben: Veranstalter rechnet mit Besucherrekord

Kommenden Samstag wird in Berlin der traditionelle Marsch für das Leben stattfinden. Die europaweit stattfindende Demonstration will an die massenhafte Tötung ungeborener Kinder erinnern und damit ein Zeichen für die Würde und Unverletzlichkeit des Lebens setzen.

Während hohe Kirchenvertreter Grußworte schicken, wüten feministische Bündnisse wie »What the Fuck« gegen die Demonstration der Lebensschützer. Sie sehen in der Demo einen Angriff auf das Frauenrecht und bezichtigen die Teilnehmer rechtsradikale, christliche Fundamentalisten zu sein, die unserer Gesellschaft ihr rückständiges, weil zweigeteiltes Geschlechterbild oktroyieren wollen. In einem Interview geht eine als Journalistin vorgestellte Mitarbeiterin des »Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums e.V.« sogar so weit, den weitgehend schweigend durchgeführten, friedlichen Marsch aus vorwiegend älteren Menschen und Familien als »ernstzunehmende politische Gefahr« darzustellen. Die unterstellte »homo-, trans* und inter*feindliche sowie in Teilen antidemokratische« Haltung der Veranstaltung äußert sich für die Antifaschistin an der dezidiert familienfreundlichen Position, die die Lebensrechtsbewegung einnimmt: So wünscht sich der Veranstalter des Marschs, der Bundesverband Lebenrecht (BVL), mehr Anerkennung für Familien und größere Unterstützung für Eltern behinderter Kinder, mehr Würdigung der Familienarbeit, besonders von Frauen.

Ein Leben als selbstbestimmte Mutter scheint für radikale Feministinnen hingegen unvorstellbar zu sein. Sie fühlen sich »von restriktiven Forderungen« der Demo »angegriffen« und fühlen sich dadurch zu jeder Art von Widerstand berechtigt, selbst wenn er das demokratisch legitimierte Versammlungsrecht der Teilnehmer verletzt. Seit Jahren ist der Marsch für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder deshalb nur unter Polizeischutz möglich: Ein Armutszeugnis für unsere hochgelobte demokratische Debattenkultur.

In diesem Jahr erwartet der BVL 5000 bis 8000 Teilnehmer und damit einen Besucherrekord. Das angekündigte warme Wetter am Wochenende wird sicher einen positiven Beitrag leisten.

Kommentare

  1. Hans-Ulrich Hofer sagt:

    Danke für den Hinweis auf den „Marsch für das Leben“! Wir haben uns spontan entschlossen, auch teilzunehmen. Das erste Auto ist schon voll. Rafft Euch auf und kommt alle mit!

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