Unfälle, Mißhandlungen, Quälereien: Was Kinder in Kitas erleiden müssen

Unter den Kinder zwischen 3 und 6 Jahren besuchen nahezu 100 Prozent eine Kindertagesstätte. Je mehr Kinder es werden, desto mehr wächst die Gefahr für sie. Denn fast überall sind Erzieher knapp. Unaufmerksamkeit, Aufsichtslücken und fehlende Kontrollen lassen das Risiko für Kinder für Mißbrauch und Unfälle steigen.

Viele Eltern geben ihr Kind morgens mit gemischten Gefühlen in den Kitas ab. Können sie den Erziehern vertrauen? Den meisten von ihnen sicherlich ja, aber in einer Belegschaft gibt es immer ein oder zwei Kollegen, die das Machtgefälle zwischen sich und dem Kind schamlos mißbrauchen. Schwarze Schafe, die Kinder anschreien, demütigen und bloßstellen. Erzieher, die bei Kindern seelische Narben hinterlassen. Daneben sorgen Personalknappheit und damit steigende Arbeitsbelastung bei den Erziehern für Streß. Unaufmerksamkeit und eklatante Lücken in der Aufsicht sind die Folge, die zu Unfällen und Verletzungen der Kinder führen. Mitunter gehen die Unfälle tödlich aus. Eine Zusammenstellung der schlimmsten Kita-Ereignisse der letzten Wochen:

Frankfurt/ Main: In einer städtischen Kita erleidet ein 6jähriger Junge einen tödlichen Stromschlag. Seine Mutter war gerade dabei, ihn abzuholen. Sie berichtet, ihr Sohn habe sich hinter einem Schrank versteckt, sei plötzlich hervorgesprungen. Sie konnte ihn nur noch zu Boden legen, Antonjo sei wie elektrisiert gewesen. Andere Eltern beobachteten einen blauen Lichtblitz, als sich Antonio hinter dem Schrank befand. Eineinhalb Stunden später erliegt der Junge seinen schweren Verletzungen. Die Mutter macht dem Kitaträger schwere Vorwürfe. Die Untersuchen dauern noch an.

Wandlitz/ Brandenburg: Vor zwei Jahren schlug die Leiterin einer Kita im Ortsteil Schönwalde während ihres Diensts Kinder ins Gesicht, sperrte sie in den Schrank, zwang sie zum Essen und ließ ihre kleinen Schutzbefohlenen stundenlang in der Sonne sitzen als Bestrafung. Daraufhin erhielt sie von den Behörden eine Geldstrafe und die Auflage, sich eine neue Arbeit zu suchen. Das tat die Frau aber nicht, sondern arbeitete weiterhin in der Kita als Erzieherin. Unter ihr soll es dann erneut zu Übergriffen auf Kinder gekommen sein. Das Potsdamer Bildungsministerium schloß daraufhin von einem Tag zum anderen die Kita. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/ Oder hat die Ermittlungen gegen die Kinderquälerin aufgenommen.

Stuttgart: In einer städtischen Kindertagesstätte sollen eine Gruppenleiterin und ein Azubi etwa zehn schutzbefohlene Kinder gequält und mißhandelt haben. Wie aus einem anonymen Brief hervorgeht, wurden die Kinder von ihren Erziehern mit Kissen geschlagen und gezwungen, beschmutzte Kaffeelöffel, Toilettenbrillen und andere Gegenstände abzulecken. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Erzieher wegen Körperverletzung.

Nimritz/ Thüringen: Zustände »wie bei der Bundeswehr« sollen in der dortigen Kita geherrscht haben, lauten die Vorwürfe empörter Eltern. Eine Mutter berichtet, ihr kleiner Tochter habe irgendwann angefangen, jedesmal zu schreien, wenn er aufs Töpfchen gehen sollte. Als sie nachfragt, erzählt ihr eine in der Kita angestellte Erzieherin, daß die Kinder beim Töpfchengang mit den Ärmeln ihres Bodys gefesselt werden. Eine andere Mutter berichtet, sie habe beobachtet, wie eine Erzieherin ein Kind festgehalten und einem anderen zugerufen habe, kräftig zuzubeißen. Insgesamt herrsche in der Kita ein rauer Umgangston wie bei der Armee.Der Fall wird zur Zeit vor Gericht verhandelt.

Kommentare

  1. Gabriele Maier sagt:

    Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
    Mein Name ist Gabriele Maier, wohnhaft in Tirol Österreich. Ich bin dipl. Sozialpädagogin und Früherzieherin, allerdings nicht im Dienst, da ich vier Kinder habe und eine Vormittagsstelle suche. Mir ist die Frage der Betreuung ein Herzensanliegen und ich arbeite an einem Konzept, das familientauglich, gesellschaftstauglich und vor allem christlich geprägt und meinem vielen Wissen um Bindungstheorien, Hirnbildung und soziale Entwicklung, Erziehung und umfassende gesunde Entwicklung zu freidenkenden Menschen gerecht wird. Ich möchte Sie bitten, vor allem die guten Beispiele publik zu machen und mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen, kritisch zu sein, das Bestmögliche einzufordern und neue Initiativen zu fördern und zu fordern. Wenig eindrucksvoll sind wenig recherchierte Fälle, die leider tragisch enden und die ein paar schwarze Schafe ans Licht zerren, ohne der Gesamtsituation Abhilfe zu schaffen. Gut recherchierte wissenschaftliche Beiträge, fundierte Literatur und Beispiele gelungener Familienunterstützung im christlichen Sinne bringen weit mehr, wie ich meine. Mit herzlichem Dank im Sinne des gemeinsamen Anliegens-Gabriele Maier

  2. Isabel Henriques sagt:

    Es sind die Symptome einer kranken Gesellschaft….

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