Kinderrechte im Grundgesetz: Eltern droht die Entmündigung

Die sogenannten Kinderrechte sollen in das Grundgesetz aufgenommen werden. Sollte sich der Entwurf der SPD durchsetzen, droht Familien der vollständige Verlust ihrer Autonomie vor staatlichen Institutionen.

»Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern«, tönte der heutige Vizekanzler und SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz im Jahr 2002. Sein Satz wurde damals noch als typische Kraftmeierei der großen Tante Arbeiterpartei abgetan. Im Wissen von heute muss man konstatieren: Scholz Ausruf im Radio-Interview war eine Ankündigung, die vor dem Hintergrund der neuerlichen Verhandlungen zu den sogenannten Kinderrechten Wirklichkeit zu werden droht.

Ein isoliertes Recht für Kinder, über deren Einhaltung staatliche Behörden und eben nicht die Eltern wachen, birgt »ungeheuren Sprengstoff« warnte vor wenigen Monaten der CDU-Fraktionsvize Thorsten Frei. Immerhin scheint sich die CDU den Befürchtungen ihrer bürgerlich-gediegenen Wahlklientel noch bewußt zu sein, die derartige Anschläge auf die Autonomie von Familien nicht goutiert. Obwohl die Formulierung von Kinderrechten Bestandteil des Koalitionsvertrags sind, herrscht darüber Streit zwischen den Regierungspartner. Bislang wurden alle Gesetzesentwürfe dazu entweder von der CDU blockiert oder die SPD machte nicht mit. Dem letzten Entwurf aus dem SPD-geführten Justizministeriums, der gehörig von »sozialer Gemeinschaft« und »staatlichem Handeln« dröhnte, jedoch kein einziges Mal den Begriff »Eltern« erwähnt, erteilte Bundesinnenminister Horst Seehofer eine deutliche Absage. Während die Grünen tendentiell der SPD näherstehen, sieht die AfD in Kinderrechten einen klaren Angriff auf das Erziehungsrecht von Eltern und lehnt eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes vehement ab.

Jetzt befindet sich das Gesetz erneut in der Ressortabstimmung. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) erwartet eine Einigung in Kürze. Eines ist schon mal sicher: Sollte sich der SPD-Entwurf vollständig durchsetzen, ist Olaf Scholz´ Traum vom allumfassenden Zugriff des Staates auf die Kinder wahr geworden.

Kommentare

  1. Angela Hennig sagt:

    Der Begriff „Kinderrechte“ hört sich recht positiv an und vermittelt den Eindruck, dass es dabei ausschließlich um das Wohl der Kinder geht. Doch wenn die angeblichen Kinderrechte im Staat für dessen Zweck missbraucht werden und die Eltern in Zukunft hilflos ansehen müssen, wie ihre Kinder manipuliert werden, ihnen ihre kindliche Unschuld im Kindergarten genommen wird, um sie im frühsten Alter sexuell stimulieren zu lassen, etwa durch Anleitung zur Masturbation, was schwerwiegende psychische Folgen haben wird oder sie im Schulalter mit tiefgreifenden sexuellen Fantasien vertraut werden oder sogar Überlegungen verlautet werden, ob der sexuelle Kontakt mit 12jährigen unter Straffreiheit gestellt wird, selbst, wenn dies einvernehmlich geschieht.
    Unsere Gesellschaft ist schon über Gebühr sexualisiert. Staatliche Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen haben unsere Kinder auf das Leben vorzubereiten, was nicht nur aus Sexualität besteht. Diese angestrebte Triebhaftigkeit sollten wir lieber dem Tierreich überlassen. Menschen tragen Verantwortung für sich und andere und haben weitaus wichtigere Probleme.

    Neulich hörte ich, dass es allein in Deutschland über 6000 Pädophile gibt, die auch international vernetzt sind. Wenn es uns wirklich um unsere Kinder geht, dann schützen wir sie doch vor körperlichen und psychischen Übergriffen!
    Kinder können sich nicht wehren. Auch ihnen steht nach dem Grundgesetz körperliche und psychische Unversehrtheit zu.
    Bitte sprechen Sie mit Psychologen und Seelsorgern, bevor Sie entsprechende Gesetze auf den Weg bringen. Ich war selbst in der Telefonseelsorge tätig und weiß um nicht wieder gut zu machende seelische Schäden.

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