Im Griff der LGBT-Lobby: An evangelischen Schulen soll sexuelle Vielfalt herrschen

Die evangelischen Privatschulen in Brandenburg haben sich mehr Vielfalt, Sexualität und Gender-Identität verordnet. Damit macht sich die evangelische Kirche einmal mehr einen Namen als vorpolitischer Organisationsraum grünsozialistischer Ideen.

»Fürchtet euch nicht« lautet der Titel. Von fließenden Formen halb verdeckte Gesichter, ein Schwarz-Weiß-Clip in einem modisch zugemüllten Fotostudio, in dem ein als Mädchen zurechtgemachter Junge sich geziert das Haar zurechtzupft, ein Podcast »Die Bibel queer lesen«: das sind die Ingredienzen der neuen Diversity-Aktion der Evangelischen Kirche. Vielfalt, Sexualität und Gender-Identität seien oft mit Vorurteilen belegt, läßt sich auf der Website lesen. Deshalb wolle man dafür sorgen, daß die Menschen ihre Vorurteile gegen »Andersfühlende« in den Griff bekommen. Man solle sich von den »Fesseln der Angst befreien«. Diejenigen, die man mit der im Kindersprech angelegten Diversity-Psychotherapie befreien will, sind natürlich all jene Menschen, denen es noch nicht gelungen ist, ihre bewußte oder unbewußte Angst vor dem Homosexuellen abzulegen. Diejenigen Angstgeplagten, die trotz der permanenten politisch-medialen Berieselung im Zeichen des Regenbogens ihre freudige Wertschätzung für die »Andersfühlenden« noch nicht so recht zeigen wollen, obwohl sie in sehr fortschrittlichen Kommunen beinahe schon im Wochentakt Gelegenheit dazu bekommen.

Da sich die als gesellschaftschädigendes Vorurteil denunzierte natürliche Skepsis gegenüber Formen nicht-heterosexuellen Lebens schwerer beseitigen läßt, je älter ihr Träger ist, desto früher muß die Umerziehung zur »Akzeptanz sexueller Vielfalt und geschlechtlicher Identitäten« greifen. Am besten also in der Schule, derjenige Ort, dessen Lockungen zur frühen Formung junger Menschen bislang jede Diktatur von Braun bis Rot erlegen ist. Jetzt soll also die von oben verordnete »Vielfalt unterm Regenbogen« für mehr als 10.000 Schüler im Raum Brandenburg Einzug halten.

Woher der für die Aktion motivierende Wind weht, verrät wie immer der Blick ins Impressum. Mitverantwortlich für die Kampagne zeichnet neben dem Pädagogischen Vorstand der Stiftung, Frank Olie, ein gewisser Rainer Gronen. Der Leiter für Fort- und Weiterbildung in der Evangelischen Schulstiftung bezeichnet die Vielfalt der Sexualität als »etwas Göttliches«, die »sein soll«. Auch privat praktiziert der mit einem Mann verheiratete Rainer Gronen das »Göttliche«, was seinem Motiv für die Vielfalts-Kampagne ein gewisses Gschmäckle gibt.

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