Grünes Gender-Gesetz: Jugendpsychiater sieht Kindeswohl in Gefahr

Ab 14 Jahren soll jeder sein eingetragenes Geschlecht beliebig ändern dürfen. Das wollen die Grünen per Gesetz durchsetzen. In der Expertenanhörung im Bundestag warnt der Jugendpsychiater Dr. Korte vor verheerenden Konsequenzen für die Schutzrechte von Kindern und Frauen.

1981 hat der Gesetzgeber den Wechsel des eingetragenen Geschlechts möglich gemacht für Personen, die ihre Geschlechtsidentität als abweichend von ihrem biologischen Geschlecht empfinden. Dieses aus ihrer Sicht veraltete Transsexuellengesetz wollen Bündnis 90/ Die Grünen kippen. Insbesondere die an den Geschlechtswechsel geknüpfte medizinische Begutachtungspflicht ist der Partei ein Dorn im Auge. Diese soll abgeschafft werden. Stattdessen soll der Gesetzgeber den Eintrag des Geschlechts in das Personenstandsregister allein von der individuellen Wahl und der Willensbekundung der einzutragenden Person abhängig machen.

In der entsprechenden Expertenrunde im Bundestag wandte sich der geladene Jugendpsychiater Dr. Alexander Korte strikt gegen den Gesetzesantrag der Grünen. Ein Gesetz, das bereits 14jährigen Kindern pauschal die freie Wahl des Geschlechts eröffnet, verkennt die Realität der komplexen, individuell ablaufenden psychosexuellen Entwicklung von Kindern. Jungen und Mädchen mit Transitionswunsch, das heißt, die einen Übertritt zum anderen Geschlecht wünschen, bedürfen einer eingehenden, manchmal Jahre dauernden psychotherapeutischen Behandlung, um herauszufinden, wie stabil dieser Wunsch ist beziehungsweise, wann diese Kinder entwicklungspsychologisch in der Lage sind, diese irreversible, lebensverändernde Entscheidung in all ihren Konsequenzen rational zu überblicken und diese Entscheidung einsichts- und einwilligungsfähig zu treffen. Für diese Entscheidung sei eben nicht das kalendarische Alter ausschlaggebend, sondern der jeweilige, individuell verschiedene Entwicklungsstand.

Durch die pauschale Anwendung eines Erwachsenenrechts – auf ein autonomes, selbstbestimmtes Leben – trete die Schutzwürdigkeit des Kinder in den Hintergrund, warnte Korte die beisitzenden Vertreter der Parteien und die geladenen Experten eindringlich. Die Einführung einer »problematischen Beliebigkeit« in der offiziellen geschlechtlichen Zuordnung schaffe verwirrende gesellschaftliche und rechtliche Konsequenzen. Ein solcher Komplex berücksichtige zudem nicht den Rechtsanspruch von Frauen und Kindern auf männerexklusive Schutzräume. Biologische Männer könnten sich mit einem einklagbaren Recht auf den rechtlichen Status Frau den Weg in Frauenhäuser, in den Frauensport und in Frauenhäuser ebnen. Indem einem sogenannten Persönlichkeitsrecht auf die Wahl des Geschlechts stattgegeben wird, werden fundamentale Persönlichkeitsrechte wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung von biologischen Frauen und Kindern bedenkenlos geopfert.

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