Schlag gegen die Gender-Lobby: Hohes englisches Gericht verbietet Pubertätsblocker

Kinder unter 16 Jahren sind nicht fähig, sachinformiert in eine Hormonblocker-Therapie einzuwilligen. In diesem als »historisch« bezeichneten Urteil entschied der Londoner High Court zugunsten einer jungen Frau. Als Jugendliche hatte sie sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und diesen Entschluss später bereut.


Es sei höchst unwahrscheinlich, daß ein Kind unter 13 Jahren einsichtsfähig genug ist, einer Behandlung mit Pubertätsblockern zuzustimmen, faßte Richterin Victoria Sharp das Urteil zusammen. Weiter sei es zweifelhaft, daß Kinder in einem Alter von 14 oder 15 die Langzeitrisiken und Folgen einer Behandlung mit Pubertätsblockern verstehen und richtig gewichten können. Mit diesem Urteil gaben Sharp und zwei weitere Richter den beiden jungen Frauen recht, die gegen ihre medikamentöse Geschlechtsumwandlung durch die Tavistock Klinik geklagt hatten. Die Klinik ist das einzige medizinisch-psychotherapeutische Zentrum des nationalen Gesundheitsdienstes (NHS), das sich der Behandlung von Gender Dysphorie (übers. Geschlechtsstörungen) widmet.

Von der Klinik forderten die Richter eine eingehendere psychologische Prüfung ihrer Fälle und eine regelmäßige Kontrolle durch ein Gericht. »Angesichts der langfristigen Konsequenzen der in diesem Fall in Rede stehenden klinischen Interventionen und der Tatsache, dass die Behandlung noch innovativ und experimentell ist, erkennen wir an, dass Ärzte die Patienten als Fälle betrachten, in denen die Genehmigung des Gerichts vor Beginn der Behandlung eingeholt werden sollte.«, führte Victoria Sharp in ihrem Richterspruch aus.

Mit Freude und Erleichterung nahmen Keira Bell und ihre 15jährige Mitklägerin, die auf der Warteliste der Tavistock Klinik steht, die Entscheidung der drei Richter des höchsten englischen Zivilgerichts zu Kenntnis. Keira Bell hatte mit 16 Jahren begonnen, Pubertätsblocker einzunehmen, um die natürliche Geschlechtsentwicklung zur Frau zu stoppen und eine Geschlechtsumwandlung einzuleiten. Es folgte eine Brustamputation. Die Hormontherapie habe ihr irreparable gesundheitliche Schäden zugefügt und sie vermutlich unfruchtbar gemacht, sagt die heute 23jährige. Sie habe als Jugendliche die Tragweite ihrer Entscheidung nicht überblicken können. (Freie Welt berichtete hier)

Das Urteil des High Court wird als richtungsweisend in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsstörung angesehen. Nach der Urteilsverkündung warnte Bells Anwalt vor dem Einfluss des Internets und der sozialen Medien auf Jugendliche. Gerade beim Thema Geschlechtsumwandlung und Transgender müsse es Sicherheitsvorkehrungen in der medialen Vermittlung geben, um Kinder zu schützen. Die Gruppe »Transgender Trend«, die sich für eine engmaschige und langfristige psychotherapeutische Begleitung von Kindern mit Geschlechtswechsel-Wunsch anstelle von medikamentöser Therapie einsetzt, ging noch einen Schritt weiter. In ihrer Stellungnahme schreiben die Aktivisten von einem desaströsen Urteil für die Tavistock Klinik und forderten die Regierung auf, den »Einfluss der Ideologie einzugrenzen«, die Bell und andere Kinder auf den Weg einer dauerhaften gesundheitlichen Schädigung geführt habe. Auf Basis dieses Urteils müsse die Regierung dafür sorgen, daß sämtliche Transgender-Broschüren und Transgender-Werbematerial aus Schulen und Sozialämtern entfernt werden, um Kinder zu schützen. Der Fall Keira Bells »wirft ein Licht auf das schlimmste und unverzeihlichste Ergebnis, das die Unterwanderung der Institutionen durch die Gender Lobby erbracht hat: das medizinische Experiment an gesunden Körpern von Kindern mit schwerwiegenden irreversiblen und lebenslangen Folgen.«

Kommentare

  1. Gerhard P. Drescher sagt:

    Es zeigt sich wie bei der Abtreibung: Linke Ideologen gehen unter Umständen auch über Leichen. Gender ist ein schweres Verbrechen gegen Kinder und Erwachsene. Man lese nur die Erfahrungsberichte Betroffener.

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