Sieg für die Meinungsfreiheit: Universität nimmt abtreibungskritischen Professor in Schutz

Der Arzt Professor Dr. Paul Cullen ist erklärter Lebensschützer – und für Linke ein Feindbild. Mit einer Rufmord-Kampagne versuchten der AStA und einige Mediziner, Cullen von seiner Professur zu verdrängen. Die Leitung der Uni Münster stellte sich hinter ihren Professor.

Als Vorsitzender der abtreibungskritischen Vereinigung »Ärzte für das Leben« ist der Mediziner und Lebensschützer Paul Cullen Angriffe aus dem linken Spektrum zwar gewöhnt. Doch nichts dürfte Paul Cullen auf die Mobbing-Kampagne vorbereitet haben, die die Studentenvertretung AStA und das Netzwerk »Kritische Mediziner*innen« vor einigen Wochen starteten mit dem Ziel, Cullen von seiner Position als außerplanmäßiger Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) zu verdrängen.

In einer Stellungnahme warf der AStA Cullen vor, mit seinen Positionen eine »unwissenschaftliche, antifeministische und antisemitische« Meinung zu vertreten. Auch die Kritik Paul Cullens, der als Leiter des MVZ-Labors für die Corona-Testungen in der Region verantwortlich ist, stieß auf harsche Reaktionen seitens der Studentenvertretung. Der Arzt spreche von »Massenimpfungspflicht« und schüre mit seiner unberechtigten Warnung vor gesundheitlichen Schäden Angst vor der Impfung, heißt es in der AStA-Stellungnahme.

Die vernichtende Kritik der Linken an den irischstämmigen Arzt Paul Cullen weist die Medizinische Fakultät der Uni Münster jedoch von sich. Über die Argumentationsweise von Prof. Cullen könne man streiten, lautet es in der öffentlichen Antwort der Universität zur Causa. Jedoch: »Das von der Rechtsordnung vorgesehene Mittel der Reaktion auf kontroverse Meinungen ist das des gesellschaftlichen Diskurses und des Streits der Meinungen und nicht die rechtliche Sanktion.«

Und weiter: » Die Meinungsäußerungsfreiheit ist konstitutiv für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung und es verbietet sich, bei der Bestimmung ihres Schutzbereichs nach „guten“ und „schlechten“ Meinungen oder ausgewogenen und unausgewogenen Begründungen zu differenzieren.« Vor diesem Hintergrund komme die Aberkennung der Bezeichnung »Außerplanmäßiger Professor« nicht in Betracht.

Paul Cullen begrüßte die Entscheidung der Uni Münster. Gegenüber der Westfälischen Zeitung äußerte er: »Vielfalt, Offenheit, Meinungsfreiheit, freiheitlich-demokratische Grundordnung. Ich freue mich sehr, dass die medizinische Fakultät diese Prinzipien heranzieht, um der Forderung des AStA nach meiner Entlassung und damit der an Universitäten grassierenden Cancel Culture klar zu widersprechen.«

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