Beitrag ursprünglich erschienen bei Freie Welt
Mehr als 120 Millionen Euro aus öffentlichen Kassen sind seit 2023 in Projekte mit queerem Schwerpunkt geflossen. Aus Haushaltsplänen, Anfragen und Unterlagen deutscher Städte ergibt sich eine Summe von mindestens 126,8 Millionen Euro.
Laut Nius-Recherche floss dieses Geld in Vereine, Beratungsstellen und Veranstaltungen der sogenannten LGBTQIA+-Szene. Während diese Mittel bereitgestellt werden, bleiben an anderen Stellen Vorhaben unerledigt oder Gebäude marode.
Ein paar Meter Farbe, zehntausend Euro und eine feierliche Einweihung
In Oldenburg ließ die Stadt einen kurzen Abschnitt eines Radwegs in Regenbogenfarben streichen. Die Aktion wurde zum Christopher Street Day feierlich eröffnet und kostete knapp 10.000 Euro. Die jährliche Parade selbst finanziert die Kommune mit rund 12.000 Euro. Zusammen mit weiteren Maßnahmen zur Queerness kommt Oldenburg seit 2023 auf etwa 124.585 Euro.
Berlin verteilt fast 60 Millionen, während Wohnraum knapp bleibt
Die Hauptstadt liegt mit Abstand vorn. Allein im laufenden Haushalt sind rund 20 Millionen Euro für queeres Leben vorgesehen. Über die vergangenen Jahre summiert sich das auf 59.105.467 Euro. In einer Stadt mit angespanntem Wohnungsmarkt unterstützt der Verein Housing First Queer e. V. obdachlose Menschen, die sich der queeren Community zurechnen, unter anderem mit Kaution und Mietzahlungen. Von 2023 bis 2025 flossen 1,53 Millionen Euro in dieses Angebot.
Beratung zu Drogen und Intimleben schwuler Männer
Der Verein Mann-O-Meter e. V. erhält Förderung von sechs verschiedenen Berliner Stellen. Neben HIV-Tests und allgemeiner Beratung gehört auch die Begleitung bei Sexualpraktiken unter Drogeneinfluss zum Angebot. Auf der Vereinsseite heißt es sinngemäß, jeder entscheide selbst über Körper und Sexualität; Unterstützung gebe es, wenn jemand etwas ändern wolle. Seit 2023 kamen rund 576.000 Euro zusammen. Zahlen für das laufende Jahr liegen noch nicht vor.
Bühnenfiguren mit Namen wie aus einem Bordell
In Bremen finanziert die öffentliche Hand eine Drag-Aufführung namens The Dirty Hotel. Die Protagonisten tragen Bezeichnungen wie Randelo Supersexolo oder Die Potze. Die Veranstaltung wird als Sehnsuchtsort und Unterschlupf für alle beschrieben, die nicht in übliche gesellschaftliche Normen passen.
Ein Festival nur für bestimmte Menschen
In Dortmund findet das Flinta*sialand statt, ausdrücklich ausgeschrieben für Frauen, Lesben, inter-, nicht-binäre und agender Personen. Der Steuerzahler steuert 14.000 Euro bei. Zum Programm gehören Acts wie Bärte mit Mädchen, bei denen junge Frauen mit aufgeklebtem Bart auftreten. In Dresden erhält der Verein Gerede e. V. Mittel für Polytreffs, einen Gay-Stammtisch für über 50-Jährige, Trans-Gespräche, eine Kinderwunsch-Gruppe und einen Kreis für queere Geflüchtete. Seit 2023 flossen allein aus der städtischen Kasse mehr als 500.000 Euro, Tendenz steigend.








