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Vorbild für Deutschland: Frankreich verbannt die Gendersprache

In Frankreich ist die Verwendung der geschlechterneutralen Sprache in amtlichen Dokumenten verboten. Ein neuer Gesetzentwurf will das Verbot auf alle öffentlichen Bereiche ausweiten. Ein deutscher Spitzenpolitiker zeigt seine Sympathie für das Vorgehen der Franzosen.

Kein Franzose wird Punkte, Unterstriche oder sogenannte Gender-Gaps in amtlichen Dokumenten und Behördenbriefen lesen. Grund dafür ist eine Dienstanweisung des ehemaligen Premierministers Edouard Philippe, die bestimmte, daß die gültigen Rechtschreib- und Grammatikregeln beachtet werden müssen. Seit 2017 ist diese Dienstanweisung in Kraft. 2019 wurde sie von der französischen Regierung noch einmal bestätigt. Wortungetüme wie „député.e.s“ (Parlamentarier*innen) oder „électeur.rice.s“ (Wähler*innen) sind in der französischen Verwaltungssprache seither verboten, schreibt die FAZ.

Nun wurde in der französischen Nationalversammlung ein Gesetzentwurf vorgelegt, der das Verbot der Gendersprache sogar noch verschärfen soll. So soll ihr Gebrauch nicht nur in der Verwaltungssprache, sondern zusätzlich in allen öffentlichen Einrichtungen verboten werden. Wer sich nicht daran hält, dem soll künftig ein Bußgeld von 5000 Euro drohen. Der Gesetzentwurf geht auf die Regierungspartei La République en marche (LREM) zurück.

Wie die FAZ berichtet, ist Bildungsminister Jean-Michel Blanquer (LREM) ein scharfer Gegner des »ideologisch motivierten Mißbrauchs der französischen Sprache«. Blanquer ist selbst Hochschullehrer und dürfte wissen, wovon er spricht. Nach seinem Willen dürften nur Schulbücher in die offiziellen Lehrpläne aufgenommen werden, die sich an die geltenden Rechtschreibregeln halten. Blanquer hat mächtige Fürsprecher: Auch die Académie Française, Frankreichs bedeutendste Gelehrtenversammlung, warnt vor dem Gebrauch der gendergerechten Sprache, da sie durch ihre Unübersichtlichkeit die Sprache unleserlich mache.

In Deutschland werden die Bürger immer öfter mit der Gendersprache konfrontiert. Behörden nutzen die Schreibweise wie selbstverständlich in amtlichen Briefen wie Anträgen. Inzwischen sind auch die öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender dazu übergegangen, demonstrativ die Genderpause bei personaler Anrede zu benutzen. Bürger – Pause – innen statt Bürger, Teilnehmende statt Teilnehmer oder Student:Innen sind in Presseberichten, Talkshows, Radio- und Nachrichtensendungen die Regel. Obwohl eine deutlich überwiegende Mehrheit der Steuerbürger der Gender-Sprechweise ablehnend gegenübersteht, wird das Diktat der Gendersprache von führenden Medienanstalten rigoros um- und durchgesetzt.

Deutlicher Widerstand regte sich kürzlich vom CDU-Politiker Friedrich Merz. Die Gendersprache hält er für »rechtlich angreifbar«. Seiner Wahrnehmung zufolge gäbe es einen kulturellen Konsens in der Republik, denn die überwiegende Mehrheit lehne die Gendersprache ab. Auf diese Empfindungen und Meinungen sollten die Medien Rücksicht nehmen, fordert Merz.

Erfolg für den Lebensschutz: Verbot der Sterbehilfe bleibt vorerst bestehen

Das Gesetz zur Legalisierung von Sterbehilfe ist vorerst gescheitert. Die Fraktionen des Bundestags konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Entwurf verständigen.

Die Orientierungsdebatte im Bundestag zur Legalisierung der Sterbehilfe ist am letzten Donnerstag ergebnislos verlaufen. Die Fraktionen von SPD, CDU, AfD, Grüne, FDP und Linke konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Entwurf verständigen.

Im Februar 2020 hatte das Bundesverfassungsgericht in einem aufsehenerregenden Urteil das Verbot der Sterbehilfe als verfassungswidrig abgelehnt und den Gesetzgeber zu einer Neuregelung aufgefordert. Selbstbestimmtes Sterben, so das Urteil der Karlsruher Richter, sei ein Grundrecht. Deshalb müsse der Staat unheilbar kranken Menschen im »extremen Einzelfall« den Zugang zu tödlichen Betäubungsmitteln erlauben.

In einem gemeinsamen Gesetzentwurf fordert eine Gruppe um den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und seiner FDP-Kollegin Katrin Helling-Plahr die Freigabe der Suizidhilfe. Der Zugang zu Medikamenten zur Selbsttötung soll Sterbewilligen ermöglicht werden. Das Rezept hierzu soll der Arzt nach einer Pflichtberatung für den suizidwilligen Menschen ausstellen. Noch weiter geht die Fraktion der Grünen um Renate Künast und Katja Keul. Sie fordern einen »klaren Zugang« der Betroffenen zu tödlichen Betäubungsmitteln. Sterbehilfe soll – nach Beratung – allen Menschen ermöglicht bzw. diese nicht nur auf Menschen mit unheilbarer Krankheit begrenzt werden.

Der Vorschlag der CDU hält sich dagegen dicht am Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Sterbehilfe auf den extremen Einzelfall begrenzt wissen will. So soll die geschäftsmäßige Sterbehilfe grundsätzlich strafbar bleiben und nur unter sehr speziellen Voraussetzungen nicht unrechtmäßig sein. Um auszuschließen, daß die Suizidentscheidung nicht durch äußeren Druck, sondern freiverantwortlich zustande gekommen ist, soll beim Betroffenen durch mindestens zwei Gutachten von Fachärzten festgestellt werden. Interessant am Entwurf der CDU ist, daß er Sterbehilfe für Minderjährige explizit ausschließt im Gegensatz zu SPD und Grünen. Der Gesetzgeber habe einen Schutzauftrag, begründete der CDU-Abgeordnete Ansgar Heveling den Antrag seiner Fraktion.

Für die Fraktion der AfD lehnte Beatrix von Storch die Suizidhilfe grundsätzlich ab, weil sie sich im Unterschied zur Sterbehilfe an alle Suizidwilligen richte. Sie warnte eindringlich davor, mit der Förderung des assistierten Suizids die »Büchse der Pandora« zu öffnen. Dieser begründe eine Kultur des Todes. Menschen in akuten Lebenskrisen bräuchten keine Hilfe zum Sterben, sondern Hilfe zum Leben. Der assistierte Suizid widerspreche nicht nur universellen ethischen Grundsätzen, sondern auch den Werten der christlich-abendländischen Kultur.

Im Ergebnis war es den Fraktionen nicht möglich, sich auf einen gemeinsamen Gesetzesentwurf einigen. Aufgrund des bevorstehenden Wahlkampfs und der vorgeschalteten Sommerpause des Parlaments rechnet die CDU nicht mehr mit einem erneuten Anlauf. Bundesgesundheitsminister Spahn hat die Ausgabe tödlicher Betäubungsmittel durch Apotheken untersagt. Es bleibt daher weiterhin beim Verbot der Sterbehilfe.

CDU befürchtet Mißbrauch: Neuregelung des Transsexuellengesetzes ist vom Tisch

Die geplante Neuauflage des umstrittenen Transsexuellengesetz ist vom Tisch. SPD und CDU konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen. Beobachter rechnen in dieser Legislatur nicht mehr mit einer Novelle des Gesetzes.

Die Einführung des sogenannten Selbstbestimmungsgesetz ist wegen ergebnisloser Verhandlungen zwischen SPD und CDU geplatzt. Mit dem Gesetz sollte die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Novelle des Transsexuellengesetzes erreicht werden.

Die SPD und Teile der Opposition wollten über die Neuauflage die freie Geschlechtswahl einführen. Kinder ab 14 Jahren wäre es somit ermöglicht worden, durch einfachen Gang zum Standesamt einen Wechsel ihres eingetragenen Geschlechts zu vollziehen. Kinderpsychiater wie der Münchener Arzt Alexander Korte befürchteten angesichts der von SPD und Grüne geforderten Neuregelung psychischen Mißbrauch der Kinder und äußerten die Sorge vor einem zusätzlich durch ein Gesetz befeuerten »Gender-Hype«.

Der unveröffentlichte Gesetzentwurf des CDU-geführten Innenministeriums sah eine weniger weit gefaßte Neuregelung des Transsexuellengesetzes vor. So sollten Personen, die einen Wechsel ihres eingetragenen Geschlechts vorzunehmen wünschten, ein psychologisches Gutachten beziehungsweise die Einschätzung eines fachlich geschulten Experten vorlegen.

Die SPD lehnte die verpflichtende Beratung von Transsexuellen mit Transitionswunsch ab. In einer Pressemitteilung kritisierte die Bundestagsfraktion den angeblich »pathologisierenden Charakter« der Beratungspflicht. Diese hätte genauso wie die verpflichtende Beratung bei Konfliktschwangerschaften ergebnisoffen zu erfolgen.

Die CDU hingegen befürchtete eine mißbräuchliche Anwendung durch ein Gesetz, das das Geschlecht aus der biologischen Determiniertheit herauslöst und zum bloßen Ergebnis einer bewußten Wahl macht.  

Sterbehilfe in Frankreich: Michel Houellebecq bekennt sich zum Lebensschutz

In Frankreich ist eine Debatte über Sterbehilfe entbrannt. Darin bekannte sich der Schriftsteller Michel Houellebecq als Lebensschützer. Eine Gesellschaft, die Euthanasie legalisiere, verliere jedes Recht auf Respekt, schrieb der weltberühmte Autor im »Figaro«.

In der französischen Tageszeitung »Le Figaro« veröffentlichte Michel Houellebecq eine flammende Stellungnahme für den Lebensschutz. Der medizinische Fortschritt ist soweit gekommen, selbst schwerste Schmerzen erträglich zu machen. Die Würde des Menschen verbindet sich mit dem Leben, schreibt Houellebecq, nicht mit dem Tod. Das Mitleid, das die Fürsprecher des assistierten Suizids zu Felde führen, sei nichts weiter als eine Lüge.

In seinem Gastbeitrag für die Tagespost beschreibt der Historiker David Engels Houellebecqs luzide und gleichzeitig radikal lebensbejahende Argumentation. Die wahren Interessen am schnellen Ableben der Alten lägen Houellebecq zufolge zum einen im schnöden Interesse der Nachkommen am Erbe, zum anderen am Interesse des Staats, die hohen Pflegekosten der betagten Menschen zu senken. Gleichzeitig analysiert Houellebecq schonungslos die aussichtslose Lage, in der sich die Befürworter des Lebensschutzes befinden. Er weiß, daß der zu erwartende Widerspruch der katholischen Kirche lächerlich gemacht, während der von jüdischer, muslimischer wie buddhistischer Seite totgeschwiegen werden wird. Die Opposition der Ärzte, die sich durch den offenen Bruch mit dem hippokratischen Eid in Bedrängnis sehen, betrachtet der Schriftsteller als »Rückzugsgefechte«.

Diese Rückzugsgefechte haben sich erledigt in dem Moment, in dem der gesellschaftspolitische Druck durch die Medien und opportunistische Wortführer der Parteien übermächtig wird. Daraus zieht Houellebecq eine radikale Konsequenz, wie David Engels schreibt: »Ich werde hier sehr explizit sein müssen: Wenn es mit einem Land – einer Gesellschaft, einer Zivilisation – so weit ist, dass es die Euthanasie legalisiert, verliert es in meinen Augen jegliches Anrecht auf Respekt. Es wird daher nicht nur legitim, sondern sogar wünschenswert, es zu vernichten, damit etwas anderes – ein anderes Land, eine andere Gesellschaft, eine andere Zivilisation – die Möglichkeit hat, an ihre Stelle zu treten.«

Verordnete Sprache: Deutliche Mehrheit lehnt Gender-Sprache ab

Knapp 70 Prozent der Bürger lehnen die Gender-Sprache ab. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Civey.

»Bösewichtin« und »Gästin« sollen laut Duden legitime Begriffe sein. Eine Mehrheit der Bürger steht den Neuschöpfungen der »geschlechtergerechten« Sprache klar ablehnend gegenüber. Lediglich 17,8 Prozent der Befragten können dem Buchstabensalat durch Gendersternchen, Binnen-I und »Gender Gap« etwas abgewinnen. Eine übergroße Mehrheit lehnt dagegen Wortungetüme angefangen bei »Bürger_innen« bis »Zugführer*innen« dagegen klar ab.

Dieses Ergebnis liefert eine repräsentative Umfrage der Online-Plattform Civey. Die Aussagen der Befragten variieren dabei je nach Alter und Geschlecht. Während die Akzeptanz für die Gender-Sprache bei der Gesamtschau der Befragten sich auf 19,5 Zustimmung summiert, steigt sie unter Frauen nur leicht auf 19,7 Prozent. Hier liegt der Verdacht nahe, daß die Akzeptanz der Gender Sprache zum überwiegenden Teil von Frauen ausgeht. Der Anteil von Männern wird in der Civey Umfrage nämlich nicht gesondert ausgewiesen im Unterschied zum weiblichen Anteil der Befragten.

Am größten ist der Widerstand unter den 40 bis 49jährigen. 69,8 Prozent lehnen die Genderzeichen in der Sprache ab. Der größte Anteil der Befragten akzeptiert hingegen die spezifisch weibliche Form bei Personen- und Berufsbezeichnungen.

Sieg für die Meinungsfreiheit: Universität nimmt abtreibungskritischen Professor in Schutz

Der Arzt Professor Dr. Paul Cullen ist erklärter Lebensschützer – und für Linke ein Feindbild. Mit einer Rufmord-Kampagne versuchten der AStA und einige Mediziner, Cullen von seiner Professur zu verdrängen. Die Leitung der Uni Münster stellte sich hinter ihren Professor.

Als Vorsitzender der abtreibungskritischen Vereinigung »Ärzte für das Leben« ist der Mediziner und Lebensschützer Paul Cullen Angriffe aus dem linken Spektrum zwar gewöhnt. Doch nichts dürfte Paul Cullen auf die Mobbing-Kampagne vorbereitet haben, die die Studentenvertretung AStA und das Netzwerk »Kritische Mediziner*innen« vor einigen Wochen starteten mit dem Ziel, Cullen von seiner Position als außerplanmäßiger Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) zu verdrängen.

In einer Stellungnahme warf der AStA Cullen vor, mit seinen Positionen eine »unwissenschaftliche, antifeministische und antisemitische« Meinung zu vertreten. Auch die Kritik Paul Cullens, der als Leiter des MVZ-Labors für die Corona-Testungen in der Region verantwortlich ist, stieß auf harsche Reaktionen seitens der Studentenvertretung. Der Arzt spreche von »Massenimpfungspflicht« und schüre mit seiner unberechtigten Warnung vor gesundheitlichen Schäden Angst vor der Impfung, heißt es in der AStA-Stellungnahme.

Die vernichtende Kritik der Linken an den irischstämmigen Arzt Paul Cullen weist die Medizinische Fakultät der Uni Münster jedoch von sich. Über die Argumentationsweise von Prof. Cullen könne man streiten, lautet es in der öffentlichen Antwort der Universität zur Causa. Jedoch: »Das von der Rechtsordnung vorgesehene Mittel der Reaktion auf kontroverse Meinungen ist das des gesellschaftlichen Diskurses und des Streits der Meinungen und nicht die rechtliche Sanktion.«

Und weiter: » Die Meinungsäußerungsfreiheit ist konstitutiv für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung und es verbietet sich, bei der Bestimmung ihres Schutzbereichs nach „guten“ und „schlechten“ Meinungen oder ausgewogenen und unausgewogenen Begründungen zu differenzieren.« Vor diesem Hintergrund komme die Aberkennung der Bezeichnung »Außerplanmäßiger Professor« nicht in Betracht.

Paul Cullen begrüßte die Entscheidung der Uni Münster. Gegenüber der Westfälischen Zeitung äußerte er: »Vielfalt, Offenheit, Meinungsfreiheit, freiheitlich-demokratische Grundordnung. Ich freue mich sehr, dass die medizinische Fakultät diese Prinzipien heranzieht, um der Forderung des AStA nach meiner Entlassung und damit der an Universitäten grassierenden Cancel Culture klar zu widersprechen.«

Ulrich Kutschera im Interview: „Die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit hat gesiegt“


Foto: Ulrich Kutschera

Der international bekannte Kasseler Biologie-Professor Dr. Ulrich Kutschera ist in einem Berufungsverfahren wegen Äußerungen über Homosexuelle freigesprochen worden. Ihm wurden „Volksbverhetzung und „Beleidigung“ vorgeworfen, weil er sich offen zu den Gefahren der Adoption durch homosexuelle Paare äußerte.

Familien-Schutz (FS): Herr Prof. Kutschera, wie geht es Ihnen nach dem gewonnenen Prozess vor dem Landgericht Kassel?

Ulrich Kutschera: Nach dem gewonnen Prozess empfinde ich Genugtuung darüber, dass letztendlich die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit gesiegt hat. Das Bestreben der Links-Grünen Gender-Ideologen, mich mundtot zu machen und finanziell (hohe Anwaltskosten), privat (als Un-Person dargestellt) wie auch beruflich (Studenten  gegen mich aufhetzen) zu schädigen ist erheblich, aber ich lasse mir nichts gefallen. Ich habe mit meinem Anwalt im Gerichtssaal  die wissenschaftliche Wahrheit– Kinder brauchen Vater und Mutter usw.– aggressiv verteidigt, das war ein schwerer Kampf gegen diese vernagelten post-faktischen Ideologen. Die Gegenseite und die Mainstream-Presse sind wegen diesem Freispruch sehr enttäuscht — das hätten sie nicht gedacht — der ganze Aufwand, die Medienhetze gegen mich usw. – umsonst! 

FS: Warum hat die zweite Instanz das Urteil der ersten Instanz verworfen?

Ulrich Kutschera: In der ersten Instanz wurde ich als „Der fahrerflüchtige Homohasser und Lügenbaron“ vorgeführt, ich fand das amüsant und habe daher auch immer lächelnd-gut gelaunt im Amtsgericht vorgetragen. Der Richter war — trotz der Verurteilung wegen angeblicher »Beleidigung« — bemüht, nur eine Mini-Strafe zu verhängen.  Das habe ich aber nicht akzeptiert.  Der Landgerichts-Richter hat dann mein Interview zur “ Ehe für alle“ vom 5.7. 2017 systematisch analysiert und konnte keine rechtswidrigen Passagen entdecken — ein außergewöhnlich scharfsinnig-kluger Mann! Mit dem Freispruch in der 2. Instanz ist meine alte Verurteilung aufgehoben– ein Sieg für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. 

FS: Wie geht es nach dem Urteil weiter? Wird es ein neuerliches Berufungsverfahren – nun von der Gegenseite – geben?

 Ulrich Kutschera: Die Gender-Ideologen werden alles versuchen, über eine Revision mich noch irgendwie abzustrafen– sie sind entrüstet, dass ihre koordinierte Aktion gegen den Bio-Bösewicht und Darwinist Prof. U. Kutschera gescheitert ist.  Ich gehe davon aus, dass der außergewöhnlich intelligente Richter seine Urteilsbegründung so „wasserdicht“ formulieren wird, dass die Revision scheitern wird. Falls nicht — dann kommt eine Verfassungsklage, und der Europäische Gerichtshof steht auch noch zur Verfügung. Ich werde meine Agenda der Vernunft und Aufklärung durchziehen–und gewinnen! 

FS: Von den ASTA- Studenten der Uni Kassel werden Sie als Rechter Hetzer und Rassist diffamiert– was sagen Sie dazu?

Ulrich Kutschera: Als politisch neutraler Selbstdenker und Evolutionsforscher mit internationaler Vernetzung ignoriere ich diese naiven Behauptungen. In meinem aktuellen Buch »Klimawandel im Notstandsland. Biologische Realitäten widerlegen Politische Utopien« habe ich neben der Evolution des Menschen, inklusive der Rassenbildungs-Prozesse, auch die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft beschrieben. All das gefällt den Links-Grünen Ideologen nicht– weil sie diesen biologischen Fakten außer Polemik und Hetze nichts entgegenhalten können. Ich werde mich aber nicht einschüchtern lassen– die wissenschaftliche Wahrheit wird siegen!

Prof. Kutschera, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Ulrich Kutschera: Klimawandel im Notstandsland. Biologische Realitäten widerlegen Politische Utopien. Amazon Media. 480 Seiten. – jetzt im Buchhandel erhältlich

„Cancel Culture“ wird immer grotesker: Muttermilch soll jetzt Menschenmilch heißen

Englische Geburtsstationen führen die »diskriminierungsfreie« Sprache ein. Begriffe wie Mutter, Vater und Muttermilch sollen gegen geschlechtsneutrale Vokabeln ausgetauscht werden. Damit lösten die Krankenhäuser Protest aus.

Der englische Stadtkreis Brighton gilt als britische »Trans«-Hauptstadt. Die Zahl der Menschen, die eine Geschlechtsumwandlung durchlaufen haben, ist besonders groß. Ein entsprechendes Bild liefert die Geburtsstation von Brighton: Sogenannte Transmänner – das heißt, biologische Frauen, die sich als Mann identifizieren – entbinden hier ihre Kinder.

Damit sich Transmänner nicht ausgeschlossen fühlen, hat der Trust der Brighton und Sussex Universitäts-Krankenhäuser (BSUH) Richtlinien für die Hebammenausbildung erlassen. Wie die englische Tageszeitung Times berichtet, schreiben die neuen Richtlinien vor, inklusives Vokabular zu benutzen. So solle das Klinikpersonal von »Mutter oder Geburtselternteil (eng. birthing parent)« sprechen vom »Co-Elternteil«, wenn vom Vater die Rede ist. Auch Muttermilch ist für die neue inklusive Sprache ein toxischer Begriff. So solle das Wort Muttermilch (engl. Breastmilk) durch den Begriff »Menschenmilch (engl. Human milk)« ersetzt werden oder durch »Milch des stillenden Elternteils (engl. milk from the feeding parent)«.

Laut Medienberichten sorgte die Gender-Sprachregelung der Kliniken für Aufruhr und Protest, selbst von bislang als gemäßigt geltenden Stimmen. In seiner »Good Morning Show« kritisierte der bekannte britische Moderator Piers Morgan die Richtlinien als »PC-Nonsens«, der den gegenteiligen Effekt des Gewünschten erzielen werde. Das nerve und verärgere die Menschen, bringe aber keine Inklusion. Twitter-Nutzer wetterten, daß die Sprachregelung frauenfeindlich sei und dazu diene, Frauen auszulöschen.

Generisches Maskulinum abgeschafft: Duden sinkt zum Gender-Sprachlexikon herab

Die Online-Ausgabe des Dudens schafft das generische Maskulinum ab. Berufsständige Bezeichnungen werden künftig zwangssexualisiert – und das ohne jeden sprachwissenschaftlichen Beleg.

Ein Arzt, Notar, Bäcker oder Sportler kann laut Duden nur noch eine männliche Person sein. Jede Berufsbezeichnung wird um die weibliche Variante ergänzt. Was auf dem ersten Blick harmlos erscheint, könnte sich – konsequent durchgehalten – zu einem chaotischen Begriffssalat kumulieren. Künftig müssten berufsständische Vereinigungen wie die Bundesnotarkammer oder Bundesärztekammer zur Bundesnotar*Innenkammer und Bundesärzt*Innenkammer umgeformt werden. Wie das schöne neue Deutsch im alltäglichen Gebrauch klingt, machen uns grüne Politiker in aller Lächerlichkeit vor. So begrüßte die Grüne Katrin Göring-Eckardt ihr Publikum auf dem Evangelischen Kirchentag mit »Liebe Kinder und Kinderinnen!« und die »Ich kann Kanzler«-Grüne Annalena Baerbock faselte in einer Talkshow wirr vom Bund der »Steuerinnenzahler«.

Der Duden ist nicht nur ein, sondern das deutsche Sprachlexikon. Es schafft mithin Sprachwirklichkeit. Seine Empfehlungen gehen ein in die Verwaltungssprache, in die Sprache der Gesetze, in Schulbücher und am Ende in jedes Textwerk überhaupt, das die Druckerei verläßt. Die Gender-Sprache wird uns heimlich untergejubelt wie Falschgeld, das nicht aus dem Verkehr gezogen wird. Irgendwann bezahlen wir alle damit. Das Gender-Undeutsch ist nicht nur eine skurrile Angewohnheit von Politikern, Nachrichtensprechern in der Tagesschau und Gewerkschaftschefs, über die wir zuhause an den Bildschirmen lächeln. Das Gender-Deutsch ist längst bitterer Ernst. Es etabliert sich als Torwächter unserer Sprache. Wer sich nicht daran hält, wird nicht eingelassen zum Diskurs, er wird schlimmstenfalls diffamiert und sozial kaltgestellt.

Gegen den manipulierenden Vorstoß des Dudens regt sich Widerstand. Mehrere namhafte Linguisten widersprachen der Duden-Redaktion heftig. Der Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg, einer der profiliertesten Kritiker des wissenschaftlich unredlichen Gender-Neusprechs bezeichnete den umgebauten Duden als »klaren Betrug« und »Irreführung des Lesers«. Seine Kollegin Ewa Trutkowski von der Freien Universität Bozen sekundierte, der Duden entferne sich von der Sprachwirklichkeit. Sie befürchtet, die Umstellung auf gegenderte Berufsbezeichnungen im Online-Duden könnte einen Dammbruch bedeuten. Der nächste Schritt, so Trutkowski, könne sein, den Gender-Stern einzuführen, um diese »selbstgeschusterte Dualität« der Berufe wieder aufzulösen. Das Zeichen müsse dann her, weil diverse Menschen nicht unter diese – gerade neu ersonnenen – Definitionen fallen.

Sven von Storch im Interview: „Mit Kinderrechten macht sich der Staat zum Eigentümer der Kinder.“


Sven von Storch

CDU und SPD haben sich auf die Aufnahme von Kinderrechten geeinigt. Doch die vermeintliche Besserung für die Stellung der Kinder ist ein Etikettenschwindel. Die Gefahr einer umfassenden Kontrolle des Staates über die Familien wächst, kritisiert Sven von Storch im Interview mit der »Initiative Familien-Schutz«.

Initiative Familien-Schutz: Herr von Storch, die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will die Kinderrechte unbedingt noch vor Ende dieser Legislaturperiode in das Grundgesetz aufnehmen.

Sven von Storch: Laut Demoskopen klebt die SPD unbeweglich bei mageren 15 Prozent Wähleranteil. Natürlich will Frau Lambrecht ihren Feldzug gegen das Grundrecht auf Erziehung noch vor der Bundestagswahl im September siegreich vollenden. Danach ist Frau Lambrechts Partei, die SPD, als regierende Partei Geschichte.

Was den Sozialisten dann noch bleibt, sind die Landesparlamente und damit die Hoheit über die Bildungspolitik. Das Steckenpferd der SPD sozusagen, obwohl die Verheerungen, die ihre Funktionäre dort hinterlassen haben, unübersehbar sind. Was die Sozialdemokraten dann alles mit den neuen Eingriffs- und Kontrollmöglichkeiten des Staates anstellen werden, die ihnen ein neues Kindergrundrecht eröffnet …. Man mag es sich lieber nicht vorstellen.  

Initiative Familien-Schutz: Was könnte zum Beispiel durch Kinderrechte möglich werden?

Sven von Storch: Die sogenannten Kinderrechte sind verfassungsrechtlich eine Fiktion. Denn Kinder sind Menschen und damit wie alle Menschen Träger von Grundrechten. Ihre Rechte nehmen  stellvertretend die Eltern für sie wahr. Was würde passieren, wenn der Staat sich mithilfe eines juristischen Kniffs – in dem Fall eine Ergänzung zu Artikel 6 – an die Stelle der Eltern setzt? Wenn er anstelle der Eltern als Anwalt der Kinder auftritt und ihre Rechte wahrnimmt und durchsetzt?
Für Ideologen sind Kinderrechte eine wahre Spielwiese. Was ließe sich nicht alles durchsetzen zum „Wohl der Kinder“: linksgrüne Genderporno-Erziehung von der Krippe bis zur Universität wie überhaupt der Umbau von Schulen zu Vermittlungsanstalten der kulturmarxistischen Ideologie könnten daraus resultieren. Parallel wird Eltern die Möglichkeit genommen, sich dagegen zu wehren. Sie sinken zu hilflosen Befehlsempfängern der staatlichen Erziehungswünsche herab. Der Staat macht sich mit Kinderrechten zum Eigentümer der Kinder.

Initiative Familien-Schutz:
Glaubt man Medienberichten, ist die Aufnahme der Kinderrechte eine ausgemachte Sache zwischen den Regierungsparteien. Den Entwurf für eine entsprechende Gesetzespassage soll es bereits geben.

Sven von Storch:
Die CDU/ CSU hat die Grundgesetzänderung für Kinderrechte seit vier Jahren blockiert. Sie muss dafür ihre Gründe gehabt haben. Natürlich sind vermeintlich gewichtige Vorbehalte der Christdemokraten gegen SPD-Gesetzvorschläge des öfteren über Nacht verschwunden. An die putschartige Art und Weise, wie das Gesetz zur Ehe für alle zustande kam, werden sich noch viele überrumpelte CDU-Abgeordnete erinnern. Die Mehrheit der Christdemokraten hat übrigens der Freigabe der Ehe nicht zugestimmt. Die Nibelungentreue für Kanzlerin Merkel schwindet. Wer kann schon sagen, ob nicht am Ende der von Merkel aufgebaute eiserne Fraktionszwang siegt oder nicht doch ein allzu lange unterdrücktes Gefühl, sich endlich von der ewigen „Mutti“ zu befreien?

Initiative Familien-Schutz:
Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.