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Interview mit Anthony McCarthy: Die Ideologie des radikalen Individualismus zerstört die Familie

Anthony McCarthy

Antony McCarthy ist Ethiker und Gastprofessor der Moralphilosophie beim Internationalen Theologischen Institut in Trumau, Österreich und Direktor für Forschung (außerordentlicher Ratgeber) bei der „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC). In der Vergangenheit arbeitete er als Forscher im „Anscombe Bioethics College“ in Oxford und ist Alumnus der Philosophie des King’s College, London, des University College London und der Universität von Surrey. Er hat sich mit bioethischen Themen auf akademischem und kulturellem Niveau auseinander gesetzt und hält regelmäßig Vorträge für Spezialisten und die allgemeine Öffentlichkeit.

 

Initiative Familien-Schutz (FS): Herr McCarthy, können Sie sich kurz vorstellen?

Anthony McCarthy (AMC): Ich arbeite für die „Society for the Protection of Unborn Children” [„Gesellschaft zum Schutz ungeborener Kinder“] in England und bin im akademischen Bildungsbereich bei Themen wie sexuelle und reproduktive Ethik, und Lebensschutz-Kampagnen tätig. Moralphilosophie ist meine Spezialisierung und ich habe ein Buch mit dem Titel: „Ethical Sex: Sexual Choices and their Nature and Meaning“ [„Ethischer Sex: Sexuelle Entscheidungen und ihr Wesen und ihre Bedeutung“] verfasst und vor kurzem: „Abortion Matters“ [„Abtreibung macht was aus“].

FS: Der europäische Gerichtshof wies jüngst das Anliegen der europäische Bürgerinitiative „One of Us“ verhältnismäßig schroff ab, alle finanziellen Maßnahmen zu unterbinden, die mittelbar Forschung und Handel mit abgetriebenen Embryonen unterstützen. Die Lebensschützer hatten zwei Millionen Unterzeichner gewonnen, die die EU-Regierung insbesondere aufforderten, die Subvention für die offen abtreibungsfördernde Organisation „Planned Parenthood“ einzustellen. Welche Rolle spielt „Planned Parenthood“ Ihrer Meinung nach in der EU und warum wird sie derart geschützt?

AMC: Welche genaue Rolle sie spiele weiß ich nicht, sicher ist aber, dass einige gut finanzierte NGOs Vollzeit für die Abtreibungsindustrie Lobbyarbeit betreiben. Das größere Problem ist aber kultureller Natur: Viele Menschen meinen Gruppen wie „Planned Parenthood“ verteidigen zu müssen, weil sie bereits der Ideologie der Verteidigung von „reproduktiven Rechten“ (d.h. freier Zugang zur Abtreibung und zur Empfängnisverhütung) als vorrangig verfallen sind. Diese Rechte werden ständig mit Worthülsen wie „Autonomie“ und „Gleichberechtigung“ verpackt. Frauen können scheinbar Männern nur „gleich“ sein, wenn sie (z.B.) ein Recht auf Abtreibung haben. Solch eine Sichtweise nimmt die männliche Natur als paradigmatisch an und degradiert Schwangerschaft zur unnatürlichen Last. Sie setzt es mit Folter gleich, wenn dem Wunsch nach Abtreibung nicht entsprochen wird.

Während einige europäische Institutionen in der Vergangenheit ihre Sorge bezüglich der Behandlung von menschlichen Embryos angebracht haben, – und auch die Behandlung von Frauen bei Leihmutterschaft beispielweise – ist der Europäische Gerichtshof, wie alle anderen auch, von den dominanten Ideologien beeinflusst und wird von mächtigen finanziellen Interessen und Aktivisten finanziert, die vielleicht persönliche Gründe haben eine „reproduktive Revolution“ zu fördern. Zudem kommen die Interessen von biotechnischen Firmen, so viel menschliches „Material“ wie möglich auf den Markt zu bringen. Die Abtreibungskultur ist perfekt dafür ausgelegt, genau dies zu tun.

FS: Einerseits werden massenhaft Kinder gar nicht mehr ins Leben gelassen durch vorgeburtliche Selektion, andererseits werden die Möglichkeiten immer mehr erweitert und verrechtlicht, Kinder nicht länger durch ein Adoptionsverfahren, sondern auf medizinischem Ersatzweg zu bekommen. Stichworte: Künstliche Befruchtung, Eizellspenden, Leihmutterschaft. Was steckt hinter dieser schizophrenen Agenda der Familienpolitik?

AMC: Ich denke, dies ist das Resultat des Verständnisses der Person als wesentlich autonomes Individuum, deren Körper keine inhärent familiäre Bedeutung hat. Solch eine Einbildung ist der paradigmatische Blick der modernen liberalen Gesellschaften, könnte man sagen, die das autonome, geschlechtslose, selbstbestimmende Individuum als grundlegende Einheit der Gesellschaft postulieren. Der grundlegende Platz des ehelichen Aktes wird in unserer Gesellschaft durch etwas anderes ersetzt, sodass Kinder nicht mehr als „Geschenk“ angesehen werden, sondern als „Produkt“ des Willens eines Erwachsenen eben durch einen „Produktionsprozess“. Es überrascht dann nicht, wenn neue menschliche Wesen als Produkte behandelt und einer Qualitätskontrolle unterzogen und zum „Ersatz(-teil)“ werden, zum Experimentieren dienen und dann zerstört werden können. Neues Leben kann von seinen genetischen Eltern (wenn ein Ei- oder Spermaspender benutzt wurde) oder Geburtsmüttern getrennt werden (wenn das Kind durch eine Leihmutterschaft ausgetragen wurde). Dementsprechend werden Kinder zur „Wahl“ und es wird nicht mehr verstanden, dass es besondere bedingungslose Bindung an seine Eltern hat. Es gibt einen entsprechenden Weg, empfangen zu werden, der ausdrückt, dass es sich um Menschen handelt, nicht nur um Produkte oder Besitzeigentum. Abtreibung und der wachsende Nutzen von Reproduktionstechnologien sind zwei Seiten der gleichen Medaille, obgleich die Wurzeln dieses Denkens auf die Verbreitung der Empfängnisverhütungsmitteln zurückgehen, die den ehelichen Akt seiner prokreativen und vereinenden Dimension berauben.

FS: Deutsche Liberaldemokraten fordern, sogenannte nicht-kommerzielle Leihmutterschaft zu legalisieren. Der ehemalige Justizminister Heiko Maas hatte parallel dazu ein Gesetz ausarbeiten lassen, das die natürlichen Abstammungsregeln rechtlich in Einzelteile zerlegt hätte: Geburt und Ausübung der Mutterschaft sollten voneinander getrennt werden, Elternschaft künftig nach dem Bestellerprinzip, heißt durch Vertrag zwischen Leihmutter und Auftraggeber, zustandekommen. Gibt es Ihrer Meinung nach überhaupt eine ethisch vertretbare Leihmutterschaft?

AMC: Nein, denn ein wesentlicher Grundzug ist dabei notwendigerweise eine Trennung von Mutterschaft und Kind. Das Kind hat ein Recht bei seiner/ihrer genetischen und austragenden (das sollte dieselbe Person sein) Mutter zu sein, die eine grundlegende und unzertrennliche innere Beziehung zu ihrem Kind hat. Solch „gegebenen“ Bindungen zu behandeln, als gäbe es keine besondere Mutterbeziehung, bedeutet, die Verbindung von unseren eigenen Körpern, unserer Menschenwürde und unserer Familienrolle zu verkennen. Indem Mutterschaft so aufgespalten wird, tun wir unseren Kindern Unrecht, und ersetzten die einzigartige bedingungslose Botschaft der elterlichen Anerkennung – bewusst oder unbewusst – mit einer bedingungsstellenden Wahl eines Erwachsenen oder eines Vertrags (und im schlimmsten Fall) mit einem finanziellem Austausch gleich, der eigentlich nur einer Ware zukommen sollte.

FS: Pharmaunternehmen müssen auf den Beipackzetteln ihrer Medikamente detailliert über Nebenwirkungen Auskunft geben. In den Medien wird teilweise plakativ vor den Risiken jeder noch so kleinen Operation gewarnt. Nur für die „Kinderwunsch“Medizin scheint dieser Standard nicht zu gelten: Frauen, die zumeist aus wirtschaftlicher Not ihre Gebärmutter für eine fremde Eizelle zur Verfügung stellen, setzen sich enormen gesundheitlichen Gefährdungen aus. Warum wird dieser bedeutungsvolle Begleitumstand von Leihmutterschaft im öffentlichen Diskurs ausgeblendet?

AMC: Weil die Ideologie, die wir oben schon angesprochen haben, in unsere Kultur bereits eingeschlagen ist, und weil der Bereich Sexualität keinem anderen Bereich gleicht. Kommerzielle Interessen in Kombination mit den Auswirkungen von falschen Entscheidungen in diesem Intimbereich üben einen vergifteten und einflussreichen Druck auf Individuen und ganze Gesellschaften aus. Dazu kommt, dass durch die sensible Natur von sexuellen Themen viele Menschen sich nicht trauen, etwas dagegen zu sagen, obwohl sie sich der großen Wunden bewusst sind, die man Kindern, Müttern und Vätern antut.

FS: Im Windschatten der homosexuellen Emanzipierung scheint vor allem die Reproduktionsmedizin enorme „Fortschritte“ zu machen, besonders in ökonomischer Hinsicht: Der Zulauf für Kinderwunsch- und Leihmutterschaftskliniken vollzieht sich aktuell als eine Art wirtschaftlicher Nachgeburt der Homo-Ehe. Was könnten die Konsequenzen dieser Entwicklung sein, besonders vor dem Hintergrund, daß gleichzeitig – wie beispielsweise in Deutschland – die genetische Familie unter dem Beifall der Politik zunehmend unter Verdacht gestellt wird?

AMC: Wenn die (genetische) Familie die grundlegende Gruppe oder Einheit der Gesellschaft sein soll, dann bedeutet eine Entwertung dieser Einheit einen grundlegenden Schaden für die Gesellschaft. Frühe Befürworter der homosexuellen „Befreiung“ in meinem Land (siehe „The Gay Liberation Manifesto“ [„Das Schwulenbefreiungsmanifest“] betonten die Irrelevanz der Verschiedenheiten zwischen Männern und Frauen. Sie verlangten nach Abschaffung der verheirateten Familie und suchten nach „künstlichen Mütterleibern“ als ein Weg, die Schwangerschaft aus der Gesellschaft zu entfernen. Die verheiratete Familie steht im engen Bezug zum Rollenverständnis, was wir sind und was uns gegeben ist. Sie stellt den natürlichen Rahmen für ein Kind durch einen Akt der bedingungslosen Akzeptanz des eigenen Ehepartners dar, von dem auch ein Kind kommen kann. Solches Denken hat keinen Platz dort, wo autonome und isolierte Individuen ohne einen „telos“ [dt. „Lebensziel“] allen Werten voran stehen und wo nur die Wahl das Kriterium für Recht ist. Wir müssen uns mit dem Anfang der Idee der geschlechtsfreien Ehe beschäftigen, dem Aufkommen der Transgender-Ideologie usw. Einige der grundlegendsten Eigenschaften der Menschheit werden angegriffen. Und was wir sehen ist das Ende der Toleranz in diesem Bereich – mehr als in allen anderen – denn keine Kritik oder „Straftat in Gedanken“ wird geduldet, sodass denjenigen, die bei dieser „Brave New World“ nicht mitziehen wollen, kein Ausweg mehr offen bleibt.

„Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter“ – Schwul-lesbische Aufklärung dringt in Berliner Kitas vor

Queere Bildung“ gibt es jetzt auch für Kleinkinder. Nach dem Willen des Berliner Senats sollen nicht nur Schulkinder, sondern auch Kita-Kinder zum Thema Homo- und Transsexualität aufgeklärt werden. Damit stößt das Land Berlin am weitesten vor von allen Bundesländern, die die Verankerung des LGBTI*-Themas in staatlichen Einrichtungen fördern. Vollmundig wird immer wieder der Abbau von Diskriminierungen gegen eine Minderheit beschworen, tatsächlich geht es um den kompletten Umbau unserer Gesellschaft.

Unter Pädagogen kursiert eine neue Handreichung von der Berliner Regierung, die Kita-Kindern die sogenannte sexuelle und geschlechtliche Vielfalt näher bringen soll. Die Gender-Aufklärung für Klein- und Vorschulkinder wurde bereits 2009/10 unter dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit beschlossen, aber erst jetzt von der Koalitionsregierung aus SPD, Linken und Grünen vollständig umgesetzt.

Dafür wurde auf Regierungsbetreiben eine rund 140seitige Broschüre mit dem Titel „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“ erarbeitet. Diese will Kita-Erziehern ein Bewusstein für transgeschlechtliche Klein- und Vorschulkinder vermitteln, damit diese Kinder in ihrer Neigung „pädagogisch bestmöglich“ unterstützt werden können. Um transgeschlechtliche Kinder besser in die Kitas zu integrieren, ist es laut Autoren dieser Broschüre wichtig, dass auch heterosexuelle Kinder im Umgang mit andersgeschlechtlichen Kindern und Kindern von Homo-Paaren geschult werden. Dies soll durch Bilderbücher über Regenbogenfamilien und gemeinsamen Gesprächen zu verschiedenen sexuellen Orientierungen von den Kita-Erziehern erreicht werden. Nach dem Wunsch der Autoren ist es notwendig, dass die Kinder im Kita-Alltag mit der homo-bi-trans-Thematik über jederzeit zugängliches Anschauungsmaterial in Berührung kommen und sich darüber im Laufe der Zeit das Verständnis eines normalen Partner- und Familienlebens wie jedes andere auch herausbildet.

Transgeschlechtlichkeit unter Kindern ist ein künstlich aufgebauschtes Problem

Was ist eigentlich Transgeschlechtlichkeit bei Kleinkindern? Wie und wo kann man dies beobachten? Gibt es so etwas wirklich? In der Broschüre, S. 19, selbst findet man eine sehr weit gefaßte Definition: „Geschlechtsvariante Kinder sind Kinder, die sich in Bezug auf ihr biologisches Geschlecht, ihre Geschlechtsidentität oder ihr Rollenverhalten von der Mehrheit der anderen Mädchen und Jungen unterscheiden. Hier geht es also zum einen um intergeschlechtliche und transgeschlechtliche Kinder, aber auch um diejenigen, die als nicht geschlechtsrollenkonform wahrgenommen werden.“ Transgeschlechtlichkeit unter Kindern gibt es tatsächlich. Diese Kinder stehen hinsichtlich ihrer physischen Merkmale quasi auf der Grenze zwischen den Geschlechtern. Wobei die jeweils stärkere Neigung zu männlich oder weiblich genetisch mitgegeben ist. Meist entscheiden sich diese Kinder als Jugendliche für ein bestimmtes Geschlecht und leben danach. Ungefähr 0,05 Prozent der Bevölkerung sind transgeschlechtlich. 0,01413 Prozent der Bevölkerung, so schätzt der Verein trans-ident, durchlaufen ein Verfahren nach dem Transsexuellengesetz. Das ist – mit Verlaub – eine verschwindend geringe Prozentzahl.

Tatsächlich geht es hier um die Kinder, die phasenweise, je nach indivduellem Kognitions- und Entwicklungsstand verschiedene Verhaltensmuster zeigen, die man gemeinhin sowohl als mädchenhaft wie als jungentypisch verortet. Quasi also um beinahe alle Kinder, denn die Geschlechtergrenzen verlaufen bei ihnen noch sehr oft fließend. Ein Beispiel: ein dreijähriger Junge, der mit einer größeren Schwester aufwächst, wird irgendwann verlangen, ein rosa Kleid zu tragen oder sich die Nägel lackieren lassen. Kinder sehen so etwas undogmatisch, sie gehen unbedarft an solche Dinge heran, probieren mal das eine, verwerfen morgen wieder das andere. Trotzdem bleiben sie Junge beziehungsweise Mädchen. Die Erprobung verschiedener Verhaltensweisen hilft ihnen, mit fortschreitendem Alter ihr biologisch vorbestimmtes Geschlecht anzunehmen und sich darin zuhause zu fühlen. Die meisten Eltern erkennen diese Geschlechtserprobung bei Kindern instinktiv. Nicht umsonst ist der Satz: „Das ist nur eine Phase, das geht vorbei.“ unter Eltern legendär. Er dient beiden Seiten: Er beruhigt die Nerven der Eltern und bewirkt, dass sie der natürlichen Entwicklung ihrer Kinder ihren vorbestimmten Lauf lassen.

Das Menschenexperiment Gender-Umerziehung ist in Berlin am weitesten

Die Gender-Broschüre des Senats beginnt auf S. 13 mit dem Satz: „in vielen Kitas gibt es einen Murat, der gerne Prinzessin spielt (…) oder einen Ben, der nicht länger Sophie heißen möchte.“ Das mag sachlich korrekt sein. Aber daß diese Kinder nun nach Maßgabe der Gender-Staatsdoktrin einer quasi psychologischen Behandlung durch Kita-Erzieher bedürfen, die sie in ihrer noch am Anfang stehenden geschlechtlichen Entwicklung in eine bestimmte Richtung drängen sollen, ist keine „Bildung“ oder Aufklärung im engeren Sinne, sondern ein knallhartes Menschenexperiment mit ungewissem Ausgang. Vollzogen wird es an wehrlosen Kindern, denen man aufgrund ihres Alters jede noch so irrwitzige Ideologie in die kleinen Köpfe pumpen kann und sei es die, daß es in Wirklichkeit keinen eindeutigen Papa und keine eindeutige Mama gibt.

Wer Kindern so etwas erzählt, hat anderes im Sinn, als eine extrem kleine Minderheit wie transgeschlechtliche Menschen und gleichgeschlechtliche Elternpaare vor Diskriminierung zu bewahren. Sie dienen nur als Vehikel, um ein zutiefst menschenfeindliches, mütter- und familienverachtendes Programm von oben nach unten bis in die feinsten Verästelungen des öffentlichen und privaten Lebens zu verpflanzen. Die Kinder sind nur der Anfang, denn sie sollen später die Pioniere eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbaus sein.

Bestellen Sie unseren neuen Flyer „Gender-Sexualisierung an Schulen stoppen – Elternrecht schützen!“

Gender-Sexualaufklärung an Schulen und Kitas ist keine Bildung, sondern eine Erziehung zu einem Leben in wechselnden Partnerschaften ohne Verpflichtung, eine Erziehung zu Bindungs- und Eheunfähigkeit. Politiker, Gewerkschaften und schwul-lesbische Lobbygruppen treiben die Gender-Sexuallehre voran, um die Gesellschaft von Grund auf umzuformen. Der Erzfeind der Gender-Ideologen ist die auf natürlicher Zeugung beruhende Familie. Welche beunruhigenden Ziele verfolgt die Gender-Sexuallehre wirklich? Wie können Sie sich gegen diese staatlich betriebene Indoktrination von Kindern wehren? Im Faltblatt stellen wir die Antworten übersichtlich und präzise heraus. Bestellen Sie jetzt Ihre Wunschstückzahl an Faltblättern. Der Versand ist grundsätzlich kostenfrei, wir bitten jedoch um eine Spende zur Deckung unserer Kosten.

Die Risiken und Nebenwirkungen des käuflichen Kinderglücks

Wer nicht schwanger werden kann, durchläuft nicht selten ein Martyrium. Und scheut keine Kosten und Hürden. In der Folge drohen langwierige medizinische Eingriffe und körperliche Risiken. Kinderwunsch-Kliniken schweigen dazu und malen lieber das heile Bild einer mühelos zu erreichenden perfekten Familie.

Schwanger werden und ein gesundes Kind zur Welt bringen: Für die meisten Frauen in den westlichen Industrieländern geht dieser Wunsch ohne größere Schwierigkeiten in Erfüllung. Für andere Frauen bedeutet die Entscheidung, ein eigenes Kind zu bekommen, oft den Beginn einer langen, mit Rückschlägen und enttäuschten Hoffnungen durchsetzten Leidenszeit. Tritt die Schwangerschaft trotz unverhütetem, regelmässigen Sexualverkehr nach einem Jahr nicht ein, gilt die Frau beziehungsweise der Mann nach Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unfruchtbar, somit als Patient. Dies betrifft circa 15 bis 20 Prozent der Paare in Deutschland.

Unfruchtbarkeit gilt als Krankheit

Da Unfruchtbarkeit als Krankheit gilt, bürgt die Gemeinschaft der Krankenversicherten für die Behandlung. Nach einer gesetzlichen Regelung müssen die Krankenkassen den Eltern in spe mindestens die Hälfte der Therapiekosten erstatten, manche Kassen zahlen gar 100 Prozent. Standardmäßig werden die Behandlungskosten von maximal drei Versuchen künstlicher Befruchtung (Insemination) übernommen. Neben hohen Kosten – sie belaufen sich auf rund 1000 Euro pro Versuch – kommt eine nicht zu unterschätzende physische wie psychische Belastung auf die Paare zu. Besonders für die Frau bedeutet die lange Reihe medizinischer Eingriffe in den Körper ein Risiko. Unter anderem droht die erhöhte Gefahr von Schwangerschaftskomplikationen, einer krankhaften Veränderung des Allgemeinzustandes durch die parallele Einnahme von Hormonpräparaten, durch die operativen Eingriffe können sich Infektionen bilden. Das Risiko einer Frühgeburt ist erhöht. Und ein weiterer Begleitumstand tritt hinzu: Aus einer erfolgreichen Befruchtung kann sich eine Mehrlingsschwangerschaft entwickeln. Die Belastungsfähigkeit für die Bedürfnisse kleiner Kinder nimmt jedoch mit steigendem Alter der Eltern ab. Wer wie das durchschnittliche „Patienten“-Ehepaar 37 Jahre alt ist und voll im Berufsleben steht, kommt bei Zwillingen im Säuglingsalter schnell an seine physische Grenze.

Enttäuschte Hoffnungen entstehen aus gewollter Täuschung

Den Hochglanz-Webseiten der Kinderwunschzentren ist all dies höchstens eine Randnotiz wert. Hier wird dem Wunschtraum der perfekten, mühelos zu erreichenden glücklichen Familie breiter Raum in Wort und Bild gegeben, die Schattenseiten blenden die Kliniken gerne aus. So liegt die Erfolgsquote einer erfolgreichen Befruchtung zwischen 30 und 40 Prozent. Wie hoch muss die Resignation sein, wenn sich das Kind einfach nicht einstellen will und die Privatkasse leergeräumt ist? Manche Paare versuchen es weiter und weiter. Reproduktionsmediziner, Pharmakonzerne und Fertilitätskliniken profitieren von der Hoffnung Kind, und das umso mehr, je länger diese Hoffnung unerfüllt bleibt. Schon 2007, als medizintechnische Möglichkeiten wie das Einfrieren der Eizelle und die Embryonenverpflanzung noch nicht für Patienten zugänglich waren, konstatierte die Wirtschaftswoche, dass sich die Reproduktionsmedizin rasend schnell von einer krankheitsbedingten Heilung zu einer konsumorientierten Dienstleistung gewandelt habe. Den Frauen wird suggeriert, sie könnten jederzeit mit Leichtigkeit schwanger werden. Zur Not hilft eben der Arzt weiter. Zusammen betreiben Medikamentenhersteller und Kinderwunschkliniken, auch Ärzte, damit eine systematische Desinformation der Patienten, die dies im günstigsten Fall mit dem Sterben einer Hoffnung, im schlechtesten Fall mit ihrer Gesundheit bezahlen. Doch auch die Frauen können oft nicht loslassen und sich mit ihrem natürlich bedingten Schicksal Kinderlosigkeit abfinden. Der klassische Fall ist die gutverdienende, partnerlose Akademikerin, die mit Ende 30 feststellt, ohne Kind eine unwiederbringliche Lebenschance zu verpassen und glaubt, sich die Schwangerschaft kaufen zu müssen. In einer konsumzentrierten Gesellschaft wie der unsrigen wird sie den Arzt treffen, der ihr bei diesem Wunsch gerne behilflich sein wird.

Profitgier und Skrupellosigkeit dominieren im hart umkämpften medizinischen Reproduktionsmarkt

Seitdem 1978 in Großbritannien mit Louise Joy Brown das erste Retortenbaby geboren wurde, witterten Pharmakonzerne, Vermittlungsagenturen und Kliniken das große Geschäft. Die Möglichkeiten, in assistierten Befruchtungsverfahren Eltern zu werden, wurden ständig weiter entwickelt. Der Traum vom eigenen Kind ist längst zum Geschäft geworden, in dem jährlich Milliarden umgesetzt werden. Damit der Geldstrom auch in Deutschland endlich ungehindert fließen kann, müssen allerdings noch einige Gesetze aus dem Weg geräumt werden. Und zwar jene, die an erster Stelle dem Schutz der ungeborenen Kinder dienen. Abseits der ethischen Dimension wird nun auch in Deutschland die Legalisierung von Leihmutterschaft und Gentests an Embryonen diskutiert. Noch verhindert dies das strenge Embryonenschutzgesetz. Durch die emsige Lobbyarbeit von Pharmakonzernen und Reproduktionsmedizinern wurden bereits rechtliche Schlupflöcher geschaffen: Denn jedes Paar, das sich auf illegalem Weg ein Kind beschafft, kann im Einzelfall klagen und bekommt zuweilen sogar recht.

Geltende Gesetze sind im Dauerfeuer der emsigen Lobbyarbeit längst porös

Aktuell kursiert ein Arbeitspapier eines 16köpfigen wissenschaftlichen Gremiums, das eine weitreichende Lockerung des Embryonenschutzgesetzes fordert. Dazu sollte man wissen: Sieben seiner Vertreter sind selbst Reproduktionsmediziner. Drei Mediziner sitzen in Fertilitätskliniken. Diese Ärzte profitieren also unmittelbar finanziell von der geforderten Gesetzesreform. Sie verpacken es nur etwas freundlicher im weißen Kittel der Wissenschaft.

Die Politik reagiert offenherzig. Die Änderung des Abstammungsrechts in einen Gummiparagraphen, der sich einen Teufel um das Kindeswohl schert, wird aktuell diskutiert. Das streng kontrollierte Verfahren der Embryonenselektion (PID) ist längst löchrig. In den aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen forderte Parteichef Lindner bereits, Gentests an Embryonen zu erlauben. Damit erweist sich wieder einmal die FDP als besonders anfällig für Gesetzesreformen in der ethischen Grauzone. Es ist klar, dass eine solche Partei an der Spitze des Familienministeriums nichts verloren hat. Mit uns können Sie sich dagegen wehren und den Gelben die rote Karte zeigen: Nehmen Sie teil an unserer Kampagne „Gegen die Einführung der Leihmutterschaft in Deutschland“ und versenden Sie diese Petition an ausgewählte Abgeordneten.

Was Sie noch tun können

Versenden Sie diesen Artikel an Freunde und Bekannte. Die unselige Verquickung von knallhartem finanziellen Interesse mit dem scheinbaren Anspruch von Wissenschaftlichkeit wie in der Reproduktionsmedizin muss schonungslos offen gelegt werden. Fällt das Embryonenschutzgesetz wäre das ein schwarzer Tag für die Rechte von (ungeborenen) Kindern. Wie schizophren muss eine Politik sein, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufnehmen will, das Wohl, die körperliche und seelische Unversehrtheit der Ungeborenen aber gleichzeitig mit Füßen tritt?

FDP fordert legale Leihmutterschaft für Deutschland – Der Dammbruch ist vollzogen. Petition jetzt unterzeichnen!

Eine Frau bietet gegen Geld ihre Gebärmutter an, um ein Kind für Fremde auszutragen. Diese unappetitliche Wahrheit steht hinter der „Dienstleistung“ der sogenannten Leihmutterschaft. Dank moderner Reproduktionsmedizin hat sie sich zu einem äußerst lukrativen Geschäftszweig entwickelt. Die Klientel besteht zumeist aus gutbetuchten Bewohnern der westlichen Welt, die entweder selbst kein Kind zeugen können oder die dem eigenen Körper die physische Belastung einer Schwangerschaft nicht zumuten wollen, wie einige bekannt gewordene Fälle der Hollywood-Prominenz offenbarten. Was genau geht dabei genau? Einer fertilen Frau werden die zuvor im Labor befruchteten Eizellen der Wunschmutter bzw. der „Auftraggeberin“ in die Gebärmutter eingesetzt. Wird die Leihmutter daraufhin schwanger, werden sie und ihr ungeborenes Kind automatisch Gegenstand eines (Kauf-)Vertrags. Am Ende steht die erhoffte erfolgreiche Leistungserbringung der Auftragnehmerin, die Geburt. In nahezu allen Fällen ist als Mittler eine Leihmutter-Agentur zwischengeschaltet, die alles Vertragliche und Medizinische regelt und den größten Teil der Prämie einstreicht.

Das Recht eines Kindes, seine Eltern zu kennen, wird zur Farce

Nach der Geburt werden die Auftraggeber der Leihmutter rechtlich zu den Eltern des Kindes. Das Kind ist zwar genetisch mit wenigstens einem Elternteil verwandt, nicht aber biologisch. Dies ist jedoch nicht zwingend der Fall. Genetisch kann es auch von einer völlig fremden Person abstammen, wenn beispielsweise eine anonym gespendete Eizelle im Körper der Leihmutter verpflanzt wurde. Oder die Eizelle zuvor mit dem gespendetem Samen eines Unbekannten befruchtet wurde. Das Kind hat dann nicht mehr zwei, sondern drei oder gar vier Mütter. Inklusive zwei bis drei Väter. Man muß kein Jurist sein, um zu ahnen, daß sich aus diesem „Zeugungschaos“ eine Vielzahl abstammungs- und unterhaltsrechtlicher Folgeprobleme ergeben. Man muß auch kein Psychotherapeut sein, um zu ahnen, was es für ein Kind bedeutet, das seinen Ursprung einem kalten, technisierten Verfahren verdankt, bei dem ein Teil seiner Wurzeln irgendwo zwischen Petrischale und Mikroskop verloren gegangen ist.

Diese recht eindeutige Rechtssituation will die FDP nun kippen. Maßgeblich betrieben soll das Projekt Leihmutterschaft der Vorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Michael Kauch. Der Satz: „Eizellspenden und nichtkommerzielle Leihmutterschaft sollten auch in Deutschland unter Auflagen erlaubt werden.“ ist sowohl im aktuellen Wahlprogramm seiner Partei zu lesen – wie auch in einem Entwurfspapier des LiSL zum Abstammungsrecht. Der 50jährige Michael Kauch ist selbst homosexuell und mithilfe eines lesbischen Paares im Jahr 2013 Vater einer Tochter geworden. Es dürfte bei dem Vorstoß, Gebärmutter-Leasing freizugeben, auch sehr viel persönliche Motivation im Spiel gewesen sein.

Freier Handel für alles – Störfaktor Ethik

Nichtkommerzielle Leihmutterschaft heißt im Grunde nichts anderes als Leihmutterschaft ja, aber es soll bitte schön kein Geschäft daraus werden. Ein frommer Wunsch im deutschen Schwarzarbeiter-Hochland. Die wenigsten Frauen werden aus rein samaritischen Motiven für andere ein Kind austragen. Genauso ist wohl kaum zu anzunehmen, daß sich findige Agenturen in Deutschland das äußerst lukrative Geschäft mit dem Muttertraum entgehen lassen werden. Es wird nur in einen wirtschaftlichen Schattenbereich wandern, wo gesetzliche Regelungen zum Schutz der Frauen nicht hinreichen.

Es ist etwas anderes, ob man Cannabis freigeben will (wie von der FDP auch gefordert) oder eine andere Form der Frauenprostitution. Leihmutterschaft ist Prostitution. Vielleicht moderner als das wohlbekannte älteste Gewerbe der Welt. Doch die Essenz bleibt: Eine Frau bietet ihren Körper für Geld als Dienstleistung an. Und das Kind? Wird zum Objekt eines Vertrages, ein bloßer Handelsgegenstand. Kein Problem für die FDP. Freiheit dem Turbo-Individualismus, die Moral kommt später. Oder gar nicht. So weit wie die FDP jetzt traut sich nicht einmal die Gender-Oberlehrerpartei der Grünen.

Das Versteckspiel der FDP darf nicht aufgehen – Jetzt öffentlich protestieren!

Leihmutterschaft-Legalisierung wird allein von der FDP bedient. Obwohl jedes abweichende Novum im Wahl-Konkurrenzkampf der Parteien mit medialem Theaterdonner beworben wird, jede Partei sich um ihr Alleinstellungsmerkmal redlich bemüht, bleibt es auffällig still um diesen Programmpunkt. Sollen davon nicht allzuviele Bürger erfahren? Sollen sie lieber nicht so genau wissen, was sie mitunterzeichnen, wenn sie am Wahltag ihr Kreuz bei den Gelben machen? Vieles sieht danach aus. Umso wichtiger ist es, daß andere darauf aufmerksam machen. Umso wichtiger ist es, daß unsere Kampagne „NEIN zur Leihmutterschaft“ möglichst große Verbreitung findet. Unterzeichnen Sie am besten noch heute unsere Petition an die Abgeordneten. Verschicken Sie den Link an Freunde und Bekannte. Mit dem Vorstoß der FDP, Leihmutterschaft zu legalisieren, findet gerade der geistige Dammbruch im politischen Diskurs statt, vor dem auch die Initiative Familien-Schutz immer wieder hingewiesen und gewarnt hat. Es zeigt, wie wenig Respekt die politische Elite vor dem Leben und vor der Würde von Mutter und Kind noch hat. Alle Gesetze zum Schutz des Lebens sind (noch) in Kraft. Doch sie müssen offenbar selbst vor dem politischen Zugriff geschützt werden. Helfen Sie mit ihrem Beitrag. Werden Sie zum Unterstützer unserer Kampagne „NEIN zur Leihmutterschaft“. Danke herzlich.

Sind kinderlose Singles behindert?

Eine neue WHO-Richtlinie mit absurden Konsequenzen

161027-storchDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) will den Begriff der Unfruchtbarkeit neu definieren. Das berichten verschiedene Medien hier oder hier, und es ist keine Satire: Personen ohne geeignete Sexualpartner und mit unerfülltem Kinderwunsch sollen künftig nicht nur als unfruchtbar, sondern obendrein als behindert (»disabled«) gelten: Kinderlosigkeit als Behinderung? Den Kinderlosen soll dieser neue Status ein Recht auf künstliche Befruchtung verschaffen. Fortpflanzung soll prinzipiell ohne elterliche Paarbeziehung möglich werden. Die Folge wäre, dass die neue Richtlinie weltweit das Ansehen von Ehe und Familie bedrohen würde. Weiterlesen →

Kinderfeindliche Propaganda

Wie mit unreifen Eltern Stimmung gegen die Familie gemacht wird

160804»Familie« scheint der Name einer Zumutung zu sein, die uns unglücklich macht: Die Propaganda gegen die Familie wird täglich aggressiver. Das Leben mit Kindern war objektiv noch nie so leicht wie heute, denn in der Regel stellt es kein Problem dar, für Nahrung, Kleidung, Wohnung und medizinische Behandlung zu sorgen. Trotzdem nehmen die Schwierigkeiten anscheinend überhand. Die Familie wird als Gefahr für unsere Persönlichkeit, Individualität und Selbstverwirklichung vorgeführt. Nur so entsteht die nötige Fallhöhe für abschreckende Nachrichten. Man kritisiert die Familie einfach aus der Sicht von anspruchsvollen Singles. Damit wird das Wesen der Familie von vornherein verfehlt. Angeblich zwanzig Prozent aller Eltern würden nicht noch einmal Kinder bekommen wollen, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten, meldete jetzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zwanzig Prozent!?

Das klingt kurz gesagt grausam. Wie tief muss eine Gesellschaft sinken, die sich – zu zwanzig Prozent!? – nicht mehr an ihren Kindern freuen kann? Oder aber: Wie wurden eigentlich die Fragen formuliert, die zu einem derart erschreckenden Ergebnis führten? Und sollte das Ergebnis tatsächlich eine reale Grundlage haben – welche Interessen führen dazu, dass es veröffentlicht wird? Zur Schreckensmeldung kann diese neue Variante von »Regretting Motherhood« jedenfalls nur werden, weil man berufliches und persönliches Befinden über das Wohl der Familie stellt: »60 Prozent der Eltern, die sich nicht noch einmal für Kinder entscheiden würden, glauben demnach, ihr beruflicher Aufstieg wäre ohne Kinder besser verlaufen.« Mag sein, aber ohne Kinder hätten sie jetzt keine Nachfahren. Es kommt noch schlimmer: »Für etwa die Hälfte der befragten Mütter und Väter (52 Prozent) geht die Elternschaft zumindest manchmal mit einer Einschränkung der persönlichen Entfaltung einher.« Tatsächlich!?

Die Propaganda beruft sich auf Eltern, die es empört, für ihre Kinder zurückzutreten. Und die israelische Soziologin, die ohne große Resonanz in ihrem Heimatland das Phänomen der bereuten Mutterschaft erkundet hat, will selbst keine Kinder und fand prompt ganze 23 Frauen, die ihr sagten, was sie hören wollte. Ihre kleine Selbstermunterung zur Kinderlosigkeit (oder wie soll man das nennen?) wird international als »Studie« herumgereicht … Eltern, die ihre Elternschaft bereuen, können, mit Verlaub, nur Eltern sein, die selber noch nicht erwachsen sind. Die nicht wissen, dass es in der Familie um Liebe geht und nicht um Erfolg. Um Fürsorge und nicht um Karriere. Um Geben und nicht um Nehmen.

Wer bringt es übers Herz, im Angesicht eines heranwachsenden Kindes berufliche oder sonstige Nachteile gegen dieses zarte Wesen aufzurechnen und sich zu wünschen, es wäre zum eigenen »Vorteil« nie geboren worden? Konsequent gedacht, würde daraus ein Recht auf Spätabtreibung, vulgo Kindstötung erwachsen; gefordert wurde es schon. Was die grausamste Haltung ist, die man einem Menschen gegenüber einnehmen kann. Erst recht gegenüber dem eigenen Kind. Wenn es nun heißt, diese bereuenden Eltern liebten ihre Kinder »trotzdem«, dann wüsste man gern, um was für eine »Reue« sich handeln soll – oder warum diese »Reue« mehr sein sollte als ein antifamilienpolitischer Propagandatrick.

Eine Umfrage, die die Reue nach den 100.000 jährlichen Abtreibungen allein in Deutschland erfasste, würde keine vergleichbare Aufmerksamkeit erfahren. Diese sehr viel häufigere Form der Reue kann es nach offizieller Lesart gar nicht geben, weil »Abtreibung« gleichbedeutend mit Freiheit und Selbstbestimmung sein muss. Also mit einer willkürlichen wertmäßigen Festlegung, die der Lebenserfahrung Hohn spricht. Lieber beschäftigt man sich also mit der – realiter kaum vorkommenden – Reue angesichts geborener Kinder. Die Gegenfrage, wie viele Eltern es nicht bereuen, Kinder zu haben, hätte logischerweise ein Ergebnis von mindestens achtzig Prozent generiert. Genau das sollte nicht passieren. Das Geschenk namens Familie soll vergiftet werden. Ganz prinzipiell. Widerstand und Widerspruch sind also nötiger denn je. Die Initiative Familien-Schutz sorgt dafür.

(Eine pikante Fußnote zur einigermaßen widersprüchlichen Familienpolitik steuerte in diesen Tagen übrigens die EU-Kommission bei, die einen erweiterten Familienbegriff auf Asylbewerber anwenden und damit den Nachzug von Großfamilien ermöglichen will – nicht nur den von Ehepartnern und minderjährigen Kindern, sondern auch von Geschwistern und von Familienangehörigen, die »unterwegs« dazugekommen sind. Das geht nun sogar CDU und SPD zu weit, weil es vor allem Deutschland unter noch größeren Migrationsdruck setzen würde. Die Zahl der Zuzugsberechtigten würde sich vervielfachen, während unsere eigenen Familien es politisch und wirtschaftlich immer schwerer haben.)

Beitragsbild: flickr.com/x1klima (Friedhof Engesohde, Hannover)

Familienbischof Küng betont Wichtigkeit von Ehe und Familie

Foto www.dsp.at/bischof

Foto www.dsp.at/bischof

Familienbischof Küng äußert sich sehr positiv zu der neuen EU-Initiative Vater, Mutter, Kind am Internationalen Tag der Familie: „Dies ist ein aktives demokratiepolitisches Signal und betont die Wichtigkeit der Ehe und der Familie als unverzichtbares Gut der Gesellschaft und als Brücke in die Zukunft“. Familien, ob Groß- oder Kleinfamilien, würden das Heute und Morgen in unserer Gesellschaft grundlegen. Gerade bei jungen Leuten gäbe es eine Sehnsucht nach tragfähigen und beständigen Beziehungen.

Der Bischof erinnerte an die Ausführungen zur Familie von Papst Franziskus im jüngsten Synoden-schreiben. Familien seien demnach die ersten Orte der Erfahrung von Liebe, der Sozialisation, und gewährleisten den Fortbestand unserer Gesellschaft. Die Familien hätten das Recht, vom Staat eine angemessene Familienpolitik auf juristischem, wirtschaftlichem, sozialem und steuerrechtlichem Gebiet erwarten zu können. Die ganzheitliche Erziehung der Kinder sei erstrangiges und unersetzliches Recht der Eltern, niemand dürfe den Anspruch erheben, es ihnen zu nehmen. Eltern seien auch die ersten Glaubenslehrer ihrer Kinder. Eltern investierten viel Zeit, Kraft und Geld in ihre Kinder, was später auch Gesellschaft und Wirtschaft zugute komme. Die Förderung von Ehe und Familie sei ein grundlegendes gesamtgesellschaftliches Interesse, so Küng abschließend. (Quelle DSP)

Zur Unterstützung der Initiative haben wir eine eigene Homepage eingerichtet. Bitte unterschreiben Sie zahlreich und weisen Sie Freunde, Bekannte und Verwandte auf die Petition hin. Gerne senden wir Ihnen auch Listen zu, mit denen Sie handschriftliche Unterschriften sammeln können: kontakt@familien-schutz.de