Artikel zum Thema: "Leihmutterschaft "

Kinder ohne Vater: FDP fordert, künstliche Befruchtung auch für Alleinstehende zu fördern

Anlässlich eines Antrags der FDP-Fraktion zur staatlichen Förderung sogenannter „assistierter Reproduktion“ hat der Familienausschuss am 25. Juni Sachverständige zu einer öffentlichen Anhörung geladen. Ziel des FDP-Antrags ist es, die öffentliche Subvention künstlicher Befruchtungen auszuweiten.

Dem Antrag zufolge sollen die Altersgrenzen für Förderansprüche verschoben werden, sowohl nach unten (von 25 auf 20 Jahre) als auch noch oben, damit auch über 40-jährige Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch profitieren. Darüber hinaus soll die Förderung auch alleinstehenden Frauen mit Kinderwunsch gewährt werden.
Die meisten geladenen Sachverständigen sind Mediziner, die sogenannte „Kinderwunschzentren“ eng verbunden sind und oft selber künstliche Befruchtungen anbieten. Die Reproduktionsmedizin ist ein Geschäftszweig, der zu den lukrativsten für Mediziner überhaupt gehört. Trotzdem bot die Expertenanhörung einiges an Überraschungen. So geht die FDP-Forderung staatlicher Förderung „assistierter Reproduktion“ für Alleinstehende sogar einigen geladenen Reproduktionsmedizinern zu weit. Frau Dr. med. Ute Czeromin vermerkte bereits in ihrer Stellungnahme:

„Die Förderung von Alleinstehenden ist nur durch Verwendung von Spendersamen möglich. In der Geburtsurkunde des Kindes stünde „Vater unbekannt“, nach dem Samenspenderregistergesetz und der Änderung des § BGB kann der Samenspender auch nicht mehr als Vater anerkannt werden. Damit wird mit staatlicher Unterstützung
1. dafür gesorgt, dass dem Kind Unterhalt durch das Jugendamt zusteht,
2. wird das bekannte Verarmungsrisiko von Alleinerziehenden in Kauf genommen,
3. wird das „Kindeswohl“ eklatant vernachlässigt.
Kinder brauchen Eltern! Diese zwei Erwachsenen müssen nicht miteinander verheiratet sein, sie können gleichgeschlechtlich sein, aber es sollten zwei Erwachsene sein, die sich für das Wohl des Kindes verantwortlich fühlen. Meines Erachtens darf jeder Arzt entscheiden, ob er Alleinstehende reproduktionsmedizinisch behandelt, dieses aber auch noch staatlich zu fördern, finde ich nicht in Ordnung.“

Prof. Dr. med. Axel Bauer – in seiner Eigenschaft als Dozent der Medizinischen Fakultät der Universiät Heidelberg einer der wenigen unabhängigen Experten ohne wirtschaftlich oder politisch interessierte Lobbygruppe im Hintergrund – äußerte sich mit Abstand am kritischsten zum Vorstoß der FDP. Ausgangspunkt seiner Ausführungen bildete bereits der Zweifel, daß es sich bei unerfüllter Schwangerschaft tatsächlich um eine Krankheit handle, wie es die Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation festlegt. Die Gesellschaft könne mithin kein Interesse daran haben, das „Recht auf ein Kind“ durch öffentlich subventionierte Kinderwunschbehandlung politisch zu bestätigen. Er äußerte den Verdacht, daß es der FDP weniger um die Harmonisierung der uneinheitlichen Regelungen zur künstlichen Befruchtung zwischen den Bundesländern gehe, sondern vielmehr „um ein daran gekoppeltes biopolitisches Projekt zur fragmentarischen Vorwegnahme eines möglichen späteren Fortpflanzungsgesetzes.“

Der ebenfalls geladene Dr. med. Jürgen Krieg vom Kinderwunschzentrum Amberg plädierte daneben klar für eine Verknüpfung von öffentlicher Förderung und Ehestand. In seiner täglichen Praxis begegne er regelmäßig unverheirateten Paaren mit wahrnehmbarem Drang zur Beliebigkeit. Die Frage von Katja Suding (FDP), was er mit „Beliebigkeit“ meine, beantwortete er sehr konkret und engagiert, daß die Scheu von Nichtverheirateten vor Bindung einem tragfähigen Fundament entgegensteht, das für ein verantwortliches Leben für Familie und Kinder notwendig ist.

Ansonsten kamen die Eigeninteressen der Reproduktionsmediziner in ihrer Kritik an den Altersgrenzen klar heraus. Das Thema Leihmutterschaft wurde von Prof. Dr. Sigrid Graumann von der Evangelischen Hochschule Rheinland-Pfalz allerdings deutlich und kritisch angesprochen. Denn es ist offenkundig, dass der FDP-Antrag darauf hinaus laufen soll, mit der erweiterten Förderung für künstliche Befruchtung ein Einfallstor für die Legalisierung von Leihmutterschaft zu schaffen. Diese Forderung brachte die Partei bereits in ihr Wahlprogramm zur Bundestagswahl ein. Es ist Teil der FDP-Taktik, Schritt für Schritt das strenge Embryonenschutzgesetz aufzuweichen und von der Eizell- bis zur Embryospende alles an Reproduktionstechniken zu legalisieren, was heute technisch möglich ist. Graumann hob deshalb darauf ab, dass es kaum Leihmutterschaft aus Altruismus, sondern aus finanzieller Not (wie in Indien und der Ukraine) geben würde. Durch die Beteiligung Dritter stelle sich die ethische Bewertung deutlich anders dar als bei Lesbierinnen, die auf natürlichem Wege an Kinder kämen.

Ähnlich wie Graumann fragten und argumentierten auch die CDU-Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke und Sylvia Pantel kritisch-konservativ in diese Richtung. Interessanterweise ging der Einsatz vor allem der Grünen für Regenbogenfamilien in der stark medizinisch geprägten Fachdiskussion beinahe unter beziehungsweise kam in ihrer Perspektive nur sehr ungenügend zum Tragen.

Trotz aller fachkundigen Einwände spiegelt der Zeitpunkt des FDP-Antrags, dass jetzt eine Entwicklung in Gang gesetzt werden soll, die die Ergebnisse der in den letzten Jahrzehnten stark fortgeschrittenen Reproduktionsmedizin politisch zu implementieren versucht. Die FDP ist diejenige Partei, die ganz offen alle ethische Bedenken über Bord wirft, um das Recht auf ein Kind politisch durchzusetzen. Das Anliegen scheint den Liberalen so wichtig zu sein, daß sie sogar den Staat als Kuppler und zugleich als Vaterersatz für Alleinstehende bemühen wollen: erstens, als Finanzier einer Samenspende und zweitens als Ersatzvater, der für den Unterhaltsanspruch des Kindes nach der Geburt eintritt. Der bisher schicksalhafte Fall der Vaterentbehrung soll nach dem Willen der FDP planvoll und gewollt an die Entstehungs- und Lebensgeschichte des Kindes eingeschrieben werden. An die Stelle des Vaters tritt der Staat. Die absurde Forderung der  „Liberalen“ zeigt, wie der Machbarkeitswahn einer radikal individualistischen Gesellschaft geradewegs in den Kollektivismus mündet.

Die Risiken und Nebenwirkungen des käuflichen Kinderglücks

Wer nicht schwanger werden kann, durchläuft nicht selten ein Martyrium. Und scheut keine Kosten und Hürden. In der Folge drohen langwierige medizinische Eingriffe und körperliche Risiken. Kinderwunsch-Kliniken schweigen dazu und malen lieber das heile Bild einer mühelos zu erreichenden perfekten Familie.

Schwanger werden und ein gesundes Kind zur Welt bringen: Für die meisten Frauen in den westlichen Industrieländern geht dieser Wunsch ohne größere Schwierigkeiten in Erfüllung. Für andere Frauen bedeutet die Entscheidung, ein eigenes Kind zu bekommen, oft den Beginn einer langen, mit Rückschlägen und enttäuschten Hoffnungen durchsetzten Leidenszeit. Tritt die Schwangerschaft trotz unverhütetem, regelmässigen Sexualverkehr nach einem Jahr nicht ein, gilt die Frau beziehungsweise der Mann nach Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unfruchtbar, somit als Patient. Dies betrifft circa 15 bis 20 Prozent der Paare in Deutschland.

Unfruchtbarkeit gilt als Krankheit

Da Unfruchtbarkeit als Krankheit gilt, bürgt die Gemeinschaft der Krankenversicherten für die Behandlung. Nach einer gesetzlichen Regelung müssen die Krankenkassen den Eltern in spe mindestens die Hälfte der Therapiekosten erstatten, manche Kassen zahlen gar 100 Prozent. Standardmäßig werden die Behandlungskosten von maximal drei Versuchen künstlicher Befruchtung (Insemination) übernommen. Neben hohen Kosten – sie belaufen sich auf rund 1000 Euro pro Versuch – kommt eine nicht zu unterschätzende physische wie psychische Belastung auf die Paare zu. Besonders für die Frau bedeutet die lange Reihe medizinischer Eingriffe in den Körper ein Risiko. Unter anderem droht die erhöhte Gefahr von Schwangerschaftskomplikationen, einer krankhaften Veränderung des Allgemeinzustandes durch die parallele Einnahme von Hormonpräparaten, durch die operativen Eingriffe können sich Infektionen bilden. Das Risiko einer Frühgeburt ist erhöht. Und ein weiterer Begleitumstand tritt hinzu: Aus einer erfolgreichen Befruchtung kann sich eine Mehrlingsschwangerschaft entwickeln. Die Belastungsfähigkeit für die Bedürfnisse kleiner Kinder nimmt jedoch mit steigendem Alter der Eltern ab. Wer wie das durchschnittliche „Patienten“-Ehepaar 37 Jahre alt ist und voll im Berufsleben steht, kommt bei Zwillingen im Säuglingsalter schnell an seine physische Grenze.

Enttäuschte Hoffnungen entstehen aus gewollter Täuschung

Den Hochglanz-Webseiten der Kinderwunschzentren ist all dies höchstens eine Randnotiz wert. Hier wird dem Wunschtraum der perfekten, mühelos zu erreichenden glücklichen Familie breiter Raum in Wort und Bild gegeben, die Schattenseiten blenden die Kliniken gerne aus. So liegt die Erfolgsquote einer erfolgreichen Befruchtung zwischen 30 und 40 Prozent. Wie hoch muss die Resignation sein, wenn sich das Kind einfach nicht einstellen will und die Privatkasse leergeräumt ist? Manche Paare versuchen es weiter und weiter. Reproduktionsmediziner, Pharmakonzerne und Fertilitätskliniken profitieren von der Hoffnung Kind, und das umso mehr, je länger diese Hoffnung unerfüllt bleibt. Schon 2007, als medizintechnische Möglichkeiten wie das Einfrieren der Eizelle und die Embryonenverpflanzung noch nicht für Patienten zugänglich waren, konstatierte die Wirtschaftswoche, dass sich die Reproduktionsmedizin rasend schnell von einer krankheitsbedingten Heilung zu einer konsumorientierten Dienstleistung gewandelt habe. Den Frauen wird suggeriert, sie könnten jederzeit mit Leichtigkeit schwanger werden. Zur Not hilft eben der Arzt weiter. Zusammen betreiben Medikamentenhersteller und Kinderwunschkliniken, auch Ärzte, damit eine systematische Desinformation der Patienten, die dies im günstigsten Fall mit dem Sterben einer Hoffnung, im schlechtesten Fall mit ihrer Gesundheit bezahlen. Doch auch die Frauen können oft nicht loslassen und sich mit ihrem natürlich bedingten Schicksal Kinderlosigkeit abfinden. Der klassische Fall ist die gutverdienende, partnerlose Akademikerin, die mit Ende 30 feststellt, ohne Kind eine unwiederbringliche Lebenschance zu verpassen und glaubt, sich die Schwangerschaft kaufen zu müssen. In einer konsumzentrierten Gesellschaft wie der unsrigen wird sie den Arzt treffen, der ihr bei diesem Wunsch gerne behilflich sein wird.

Profitgier und Skrupellosigkeit dominieren im hart umkämpften medizinischen Reproduktionsmarkt

Seitdem 1978 in Großbritannien mit Louise Joy Brown das erste Retortenbaby geboren wurde, witterten Pharmakonzerne, Vermittlungsagenturen und Kliniken das große Geschäft. Die Möglichkeiten, in assistierten Befruchtungsverfahren Eltern zu werden, wurden ständig weiter entwickelt. Der Traum vom eigenen Kind ist längst zum Geschäft geworden, in dem jährlich Milliarden umgesetzt werden. Damit der Geldstrom auch in Deutschland endlich ungehindert fließen kann, müssen allerdings noch einige Gesetze aus dem Weg geräumt werden. Und zwar jene, die an erster Stelle dem Schutz der ungeborenen Kinder dienen. Abseits der ethischen Dimension wird nun auch in Deutschland die Legalisierung von Leihmutterschaft und Gentests an Embryonen diskutiert. Noch verhindert dies das strenge Embryonenschutzgesetz. Durch die emsige Lobbyarbeit von Pharmakonzernen und Reproduktionsmedizinern wurden bereits rechtliche Schlupflöcher geschaffen: Denn jedes Paar, das sich auf illegalem Weg ein Kind beschafft, kann im Einzelfall klagen und bekommt zuweilen sogar recht.

Geltende Gesetze sind im Dauerfeuer der emsigen Lobbyarbeit längst porös

Aktuell kursiert ein Arbeitspapier eines 16köpfigen wissenschaftlichen Gremiums, das eine weitreichende Lockerung des Embryonenschutzgesetzes fordert. Dazu sollte man wissen: Sieben seiner Vertreter sind selbst Reproduktionsmediziner. Drei Mediziner sitzen in Fertilitätskliniken. Diese Ärzte profitieren also unmittelbar finanziell von der geforderten Gesetzesreform. Sie verpacken es nur etwas freundlicher im weißen Kittel der Wissenschaft.

Die Politik reagiert offenherzig. Die Änderung des Abstammungsrechts in einen Gummiparagraphen, der sich einen Teufel um das Kindeswohl schert, wird aktuell diskutiert. Das streng kontrollierte Verfahren der Embryonenselektion (PID) ist längst löchrig. In den aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen forderte Parteichef Lindner bereits, Gentests an Embryonen zu erlauben. Damit erweist sich wieder einmal die FDP als besonders anfällig für Gesetzesreformen in der ethischen Grauzone. Es ist klar, dass eine solche Partei an der Spitze des Familienministeriums nichts verloren hat. Mit uns können Sie sich dagegen wehren und den Gelben die rote Karte zeigen: Nehmen Sie teil an unserer Kampagne „Gegen die Einführung der Leihmutterschaft in Deutschland“ und versenden Sie diese Petition an ausgewählte Abgeordneten.

Was Sie noch tun können

Versenden Sie diesen Artikel an Freunde und Bekannte. Die unselige Verquickung von knallhartem finanziellen Interesse mit dem scheinbaren Anspruch von Wissenschaftlichkeit wie in der Reproduktionsmedizin muss schonungslos offen gelegt werden. Fällt das Embryonenschutzgesetz wäre das ein schwarzer Tag für die Rechte von (ungeborenen) Kindern. Wie schizophren muss eine Politik sein, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufnehmen will, das Wohl, die körperliche und seelische Unversehrtheit der Ungeborenen aber gleichzeitig mit Füßen tritt?

Keine Gender-Partei ins Familienministerium!

Der argumentative Graben zwischen rechts und links war nie so tief wie heute. Er zieht sich durch die gesamte Republik, durch Büros und Kantinen, durch Kollegen- und Freundeskreise, er stört und zerstört Liebesbeziehungen, er entfremdet ganze Familien voneinander. Nur im Parlament, unter den Fraktionen von rechts bis links, ist nichts davon zu spüren. Dort herrscht gähnend langweilige Einmütigkeit in den Schicksalsfragen dieses Landes, eine Einhelligkeit, die angesichts der tiefen Gespaltenheit des zu weiten Teilen wütenden Souveräns umso unheimlicher wirkt. Aber auch das ist wahr: Seit der Flüchtlingskrise 2015 hat diese Republik eine beispiellose Politisierung ihrer Bürger erlebt. Und eine beispiellose Mobilisierung: 1,5 Millionen bisherige Nichtwähler warfen ihre Wahleinladung dieses Jahr nicht sofort in den Papierkorb, sondern ihr Votum in die Wahlurne. Das ist ein Anstieg der Wahlbeteiligung um 4,6 Prozent. Man muss nicht lange nach dem Grund suchen. Er sitzt zur Zeit als drittstärkste Fraktion im Bundestag.

In den Augen von Eltern kann es „Mutti“ nicht

Gerade in den christlich geprägten, konservativen, traditionell lebenden Kreisen sind die Wähler der Merkel-CDU in Scharen davon gelaufen. Es ist diese bürgerliche Schicht, die am häufigsten Kinder erzieht, in der die Kinderzahl pro Elternpaar überhaupt am höchsten ist. Diese Menschen sehen ihr Leben eben nicht nur als zeitliche Ressource absoluter Ich-Verwirklichung, sondern sie begreifen es im generativen Zusammenhang für einen Zeitraum von mindestens mehreren Jahrzehnten. Es sind Menschen, denen die Einhaltung von Recht und Gesetz besonders wichtig ist. Es sind Menschen, die aus Sorge um die Zukunft ihrer Kinder an langfristiger Stabilität und Sicherheit interessiert sein müssen. Was mögen diese Väter und Mütter denken über eine Kanzlerin, die ein – vorsichtig ausgedrückt – flexibles Verhältnis zum Grundgesetz besitzt, über eine Kanzlerin, bei der man nie sicher sein kann, welche Halbwertzeit ihre stets als „grundsätzlich“ ausgegebene Haltung hat – Jahre oder nur Tage? Was müssen sie für einen Eindruck bekommen, wenn ihre Stammpartei, die jahrzehntelang den Wert häuslicher Erziehung verteidigt hat, plötzlich Müttern das Erziehungsgeld streicht und ihnen stattdessen staatliche Kleinkindbetreuung nach sozialistischem Muster als „modernes“ Nonplusultra aufzwingt? Und was halten konservative, konfessionsgebundene, verheiratete Eltern von sich „christdemokratisch“ nennenden Politikern, die widerspruchsfrei grüne Gender-Pädagogen dulden, die Kindern in Kitas und Schulen die Pseudowissenschaft der sogenannten sexuellen Vielfalt nahe zu bringen suchen?

Christen sehen in der CDU/ CSU keine Heimat mehr

Unter Kirchenmitgliedern haben die Unionsparteien herbe Verluste eingefahren. 8 Prozent der katholisch und sogar 9 Prozent der evangelisch gebundenen Christen sind als Wähler der CDU/CSU von Bord gegangen. Dies stellt nach einem Medienbericht der Zeitschrift Idea eine Wahltagsbefragung der Forschungsgruppe Wahlen fest. Viel zu dieser inneren Abkehr dürfte der 26. Juni 2017, fast exakt drei Monate vor der Bundestagswahl, beigetragen haben. Da verkündete Angela Merkel, das Parlament über die Zukunft der grundgesetzlich geschützten Ehe abstimmen lassen zu wollen. Mit anderen Worten: Über eine Frage von großer gesellschaftlicher Symbolkraft, dem eine jahrzehntelange Debatte bis selbst zum Bundesverfassungsgericht vorausgegangen war, entschied Frau Merkel binnen Sekunden in einer Talkshow der Zeitschrift „Brigitte“ aus der Verlagsgruppe ihrer Freundin Liz Mohn. Die große Auseinandersetzung, die sich zwischen Grünen, Linken und den Unionsparteien hätte anschließen müssen, blieb aus, der Bundestag gab die „Ehe für alle“ frei. Frau Merkel kennt ihren Arbeitsplatz eben am besten.

Wenn nichts mehr da ist, kann auch nichts mehr verkauft werden

Aussetzung der Wehrpflicht, der Umbau der EU zu einer Haftungsunion, Energieerzeugung nach planwirtschaftlichem Prinzip, eine durchgegenderte öffentliche Verwaltung und Bildungspolitik, Einführung der Ehe für alle, Krippenausbau mit Zielmarke 100 Prozent Betreuungsquote und gleichzeitig faktischer Erwerbszwang für Mütter – es verschlägt einem dem Atem, wie es Angela Merkel innerhalb weniger Jahre geschafft hat, den Setzkasten christdemokratischer Politik innerhalb weniger Jahre komplett auszutauschen. Die CDU hat ihr christliches, marktwirtschaftlich geprägtes politisches Herzstück der Beliebigkeit preisgegeben. Ein gutes Produkt braucht jedoch einen unverwechselbaren Kern, um langfristig Kunden zu binden. Das gilt für jede gute Automarke ebenso wie für Parteien. So ergeht es den ehemals großen Volksparteien nach ihrem politischen Räumungsverkauf wie dem DDR-Konsumgeschäft: Als die Schaufenster-Auslagen in der sozialistischen Mangelwirtschaft leer blieben, hängte man Propaganda-Plakate hinein.

Jetzt: Kurswechsel in der Familienpolitik!

Die Koalitionsverhandlungen unter dem Vorsitz von Angela Merkel sind in vollem Gange. Noch ringt die Kanzlerin mit dem sich wieder einmal widerständig gebenden CSU-Chef Horst Seehofer um die Ja-Stimmen seiner Fraktion für ihre vierte Amtszeit. Dafür geht Angela Merkel jede Koalition ein, sei sie auch noch so instabil wie das „Fluch der Karibik“-Bündnis aus FDP, Grüne und CDU/ CSU. Die Gender-Pädagogenpartei um die sich ausgesprochen homosexuellenfreundlich gebende Katrin Göring-Eckardt dürfte bereits mit dem Familienressort als ministerialen Tummelplatz für ihre Regenbogen-Ideologie liebäugeln. Neben der FDP, die für interessierte Kunden die Zulassung der Leihmutterschaft in ihrem Wahlprogramm versteckt hat, erheben zwei unverhohlen familienfeindliche Parteien Anwärterschaft auf das Bundesfamilienministerium. Wer glaubt, es könne nach Renate Schmidt, Ursula von der Leyen und Manuela Schwesig nicht mehr schlimmer werden, wird sich spätestens dann getäuscht sehen, wenn per Dekret alle bundesdeutschen Schulen auf die verfassungswidrige Lehre der sexuellen Vielfalt verpflichtet werden.

Das darf auf keinen Fall geschehen. Deshalb muß von uns Bürgern jetzt ein Warnsignal an die Fraktionen im Bundestag, insbesondere an die CDU ausgehen. Das Familienministerium darf nicht in die Hände der Grünen oder der FDP fallen. Die Bürger erwarten, dass die permanente Gängelei des grünen Nanny-Regimes endlich aufhört. Sie haben die links-ideologischen Gender-Experimente satt. Sie wollen bürgerliche Politik für freie Bürger. So haben sie auch gewählt am historischen Wahlsonntag am 24. September. Jetzt ist die Politik daran zu liefern. Jetzt müssen die Parteien jedweder Coleur zeigen, dass sie den Bürgerwillen endlich begriffen haben. Beteiligen Sie sich deshalb mit Ihrer Petition an unserer Kampagne: Kurswechsel in der Familienpolitik jetzt! Keine Gender-Partei ins Familienministerium. Unterzeichnen Sie bitte zahlreich.

Die Parteien haben die Familie aufgegeben – Unsere Auswertung der Wahlprogramme

Wer seine Wahlentscheidung von der Familienpolitik abhängig macht, sollte den medial vielbeworbenen Wahl-O-Mat besser meiden. Die Lebensrealität von rund 70 Prozent der deutschen Bundesbürger bleibt in den 38 Fragen des virtuellen „Informationsangebots“ zu den Parteiprogrammen konsequent unterbelichtet. Die Linie, Themen rund um die Familie zu marginalisieren, schreibt sich folgerichtig bis in die einzelnen Wahlprogramme von CDU/ CSU, Linke, Liberalen und Grünen fort.

Eine ausführliche Darstellung der einzelnen Partei-Wahlprogramme zum lesen und herunterladen gibt es hier

Wer über Familien-Leben entscheidet, bestimmt die Zukunft

Die einheitliche Frontstellung der etablierten Parteien gegen die Familie ist eine bedrohliche Entwicklung, die für die Liberalen und Grünen offensichtlich noch lange nicht abgeschlossen ist. Auch wenn sich die CDU/ CSU in Sachen Elternpolitik relativ handzahm gibt, wirkt sie damit unglaubwürdig, hat die Partei doch in der Vergangenheit oft genug ihre beeindruckende Fähigkeit bewiesen, im Drehmoment des Zeitgeists rechtzeitig „umzufallen“.

Familie ist Zukunft. Über die Zukunft der Familie wird in wenigen Wochen entschieden. Kaum ein Bürger wird wissen, wie weit die feindseligen Reflexe einiger Parteien gegen eine Lebensform reichen, die von der Mehrheit schon immer und immer noch als das Erstrebenswerteste überhaupt gesehen wird. Wer die Lebensleistung von Müttern und Vätern herabwürdigt, ja nicht mehr weit davon entfernt ist, sie unter Naziverdacht zu stellen wie die Grünen, der hat nicht vor, die Lebensrealität der Bürger zu akzpetieren, sondern will sie diskreditieren. Umso wichtiger ist es, möglichst viele Wähler über die wahren Absichten hinter dem vollmundigem Wortgeklingel von Grün, Gelb, Rot und inzwischen auch Schwarz aufzuklären. Lesen Sie in unserem neuen Flyer „Familie jetzt schützen“ über die Hintergründe der Familienvernichtungspolitik. Bestellen Sie 10, 50, 100 oder … Exemplare gleich hier und verteilen Sie sie in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Eine PDF-Version zum Verschicken per Mail und Ausdrucken finden Sie hier.

Die Verkündigung der LSBTIQ*Rechte steht direkt vor der Elterndiskriminierung

Bei den Grünen ist die Ver-Genderung von Familie erwartungsemäß besonders weit fortgeschritten. Dies zeigt sich schon an der Gewichtung der Thematik. Während den einzelnen Rechten der LSBTIQ*-Menschen ein eigenes ausführliches Kapitel gewidmet wird, sucht man familienpolitische Themen zunächst vergebens. Fündig wird der aufmerksame Leser erst im Unterkapitel mit dem bezeichnenden Titel: „Für faire und gerechte Löhne“. Familie wird darin zum bloßen Instrument von Arbeitsmarktpolitik heruntergeschrieben. Familienfördernde Maßnahmen wie das Ehegattensplitting sind selbstverständlich ein Werk des Teufels und gehören abgeschafft. Wer noch in der Hausfrauenehe lebt, gilt den grünen Ideologen als höchst verdächtig. Der Wunsch, sich die Familien- und Berufsarbeit traditionell zu teilen, kann demzufolge nur frauenfeindlich oder gar rechtspopulistisch motiviert sein.

Kinder kommen mit der Behördenpost

Die FDP gibt sich in ihrem Programm sogar noch gender-näher als die Grünen. Neben dem Vorschlag, Leihmutterschaft zu legalisieren, findet sich im Programm der Liberalen der gesamte Forderungskatalog der schwul-lesbischen Emanzipationsbewegung. Das „überholte Blutspende-Verbot für homo- und bisexuelle Männer“ soll nach dem Willen der Liberalen abgeschafft werden. Als rückständig gilt der FDP offenbar auch das natürliche Zustandekommen von Elternschaft durch Zeugung. Entsprechende Verträge „vor der Empfängnis“ sollen das Abstammungsrecht aushebeln, um für Homosexuelle die rechtliche Elternschaft zu automatisieren. Als Mutter- oder Vaterbewerber braucht man nur noch eine amtliche „Elternschaftsvereinbarung“ zu unterzeichnen, um das Recht am Kind zu bekommen.

Marxismus gendergerecht aufbereitet

Traditionsgemäß schlägt das Herz der SED-Nachfolgepartei für eine sogenannte „emanzipatorische Familienpolitik“ mit maximaler Beschäftigungsquote von Frauen, die in der beruflichen Befreiung möglichst vergessen sollen, auch Mütter zu sein oder sein zu wollen. Familienpolitische Maßnahmen werden der Arbeitsmarktpolitik untergeordnet. Natürlich wird auch im Programm der Linken das sattsam bekannte Lied der Gender-Ideologie angestimmt mit detailgetreuer Ausleuchtung jeder denkbaren Alltagsdiskriminierung der schwul-lesbischen-inter-trans-Community.

Familie ist der CDU/ CSU irgendwie peinlich

Die CDU/ CSU gibt sich in ihrem mageren Programm betont siegesgewiß. Mißstände in der Familienpolitik gibt es – wie auch in anderen Politikfeldern – selbstverständlich nicht, man würde sich als Regierungspartei ja selbst diskreditieren. Nachdem man die Ehe im Regenbogendunst aufgelöst hat, kann man getrost deren besondere Schutzbedürftigkeit behaupten. Moderne Eltern haben sich gefälligst ausschließlich Kita-Plätze zu wünschen, um dem Staat doppelt nützlich zu sein: als Steuerzahler und kostenlose Erzieher der kommenden Steuerzahler. Das Thema Betreuungsgeld wird sang- und klanglos verabschiedet. Potentielle Wählerstimmen versucht man lieber mit einer in Aussicht gestellten Erhöhung des Kindergelds zu erkaufen.

AfD: Der Familie verpflichtet

Lediglich die AfD fordert konsequent eine wertschätzende Willkommenskultur für Eltern und Kinder. Die Ehe für alle wird klar abgelehnt, dagegen deutlich mehr Anerkennung für Vollzeitmütter angemahnt. Gender-Mainstreaming und die Frühsexualisierung von Kindern an Schulen und Kitas sollen nach dem Willen der AfD beendet werden. Auch die laxe Praxis der Abtreibung in Deutschland wird kritisiert.

Eine ausführliche Darstellung der einzelnen Partei-Wahlprogramme zum lesen und herunterladen gibt es hier.

Nachfolgend die ausführlichen Partei-Wahlprogramme als pdf

SPD

Bündnis 90/ Die Grünen

CDU/ CSU

FDP

Die Linke

AfD

FDP fordert legale Leihmutterschaft für Deutschland – Der Dammbruch ist vollzogen. Petition jetzt unterzeichnen!

Eine Frau bietet gegen Geld ihre Gebärmutter an, um ein Kind für Fremde auszutragen. Diese unappetitliche Wahrheit steht hinter der „Dienstleistung“ der sogenannten Leihmutterschaft. Dank moderner Reproduktionsmedizin hat sie sich zu einem äußerst lukrativen Geschäftszweig entwickelt. Die Klientel besteht zumeist aus gutbetuchten Bewohnern der westlichen Welt, die entweder selbst kein Kind zeugen können oder die dem eigenen Körper die physische Belastung einer Schwangerschaft nicht zumuten wollen, wie einige bekannt gewordene Fälle der Hollywood-Prominenz offenbarten. Was genau geht dabei genau? Einer fertilen Frau werden die zuvor im Labor befruchteten Eizellen der Wunschmutter bzw. der „Auftraggeberin“ in die Gebärmutter eingesetzt. Wird die Leihmutter daraufhin schwanger, werden sie und ihr ungeborenes Kind automatisch Gegenstand eines (Kauf-)Vertrags. Am Ende steht die erhoffte erfolgreiche Leistungserbringung der Auftragnehmerin, die Geburt. In nahezu allen Fällen ist als Mittler eine Leihmutter-Agentur zwischengeschaltet, die alles Vertragliche und Medizinische regelt und den größten Teil der Prämie einstreicht.

Das Recht eines Kindes, seine Eltern zu kennen, wird zur Farce

Nach der Geburt werden die Auftraggeber der Leihmutter rechtlich zu den Eltern des Kindes. Das Kind ist zwar genetisch mit wenigstens einem Elternteil verwandt, nicht aber biologisch. Dies ist jedoch nicht zwingend der Fall. Genetisch kann es auch von einer völlig fremden Person abstammen, wenn beispielsweise eine anonym gespendete Eizelle im Körper der Leihmutter verpflanzt wurde. Oder die Eizelle zuvor mit dem gespendetem Samen eines Unbekannten befruchtet wurde. Das Kind hat dann nicht mehr zwei, sondern drei oder gar vier Mütter. Inklusive zwei bis drei Väter. Man muß kein Jurist sein, um zu ahnen, daß sich aus diesem „Zeugungschaos“ eine Vielzahl abstammungs- und unterhaltsrechtlicher Folgeprobleme ergeben. Man muß auch kein Psychotherapeut sein, um zu ahnen, was es für ein Kind bedeutet, das seinen Ursprung einem kalten, technisierten Verfahren verdankt, bei dem ein Teil seiner Wurzeln irgendwo zwischen Petrischale und Mikroskop verloren gegangen ist.

Diese recht eindeutige Rechtssituation will die FDP nun kippen. Maßgeblich betrieben soll das Projekt Leihmutterschaft der Vorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Michael Kauch. Der Satz: „Eizellspenden und nichtkommerzielle Leihmutterschaft sollten auch in Deutschland unter Auflagen erlaubt werden.“ ist sowohl im aktuellen Wahlprogramm seiner Partei zu lesen – wie auch in einem Entwurfspapier des LiSL zum Abstammungsrecht. Der 50jährige Michael Kauch ist selbst homosexuell und mithilfe eines lesbischen Paares im Jahr 2013 Vater einer Tochter geworden. Es dürfte bei dem Vorstoß, Gebärmutter-Leasing freizugeben, auch sehr viel persönliche Motivation im Spiel gewesen sein.

Freier Handel für alles – Störfaktor Ethik

Nichtkommerzielle Leihmutterschaft heißt im Grunde nichts anderes als Leihmutterschaft ja, aber es soll bitte schön kein Geschäft daraus werden. Ein frommer Wunsch im deutschen Schwarzarbeiter-Hochland. Die wenigsten Frauen werden aus rein samaritischen Motiven für andere ein Kind austragen. Genauso ist wohl kaum zu anzunehmen, daß sich findige Agenturen in Deutschland das äußerst lukrative Geschäft mit dem Muttertraum entgehen lassen werden. Es wird nur in einen wirtschaftlichen Schattenbereich wandern, wo gesetzliche Regelungen zum Schutz der Frauen nicht hinreichen.

Es ist etwas anderes, ob man Cannabis freigeben will (wie von der FDP auch gefordert) oder eine andere Form der Frauenprostitution. Leihmutterschaft ist Prostitution. Vielleicht moderner als das wohlbekannte älteste Gewerbe der Welt. Doch die Essenz bleibt: Eine Frau bietet ihren Körper für Geld als Dienstleistung an. Und das Kind? Wird zum Objekt eines Vertrages, ein bloßer Handelsgegenstand. Kein Problem für die FDP. Freiheit dem Turbo-Individualismus, die Moral kommt später. Oder gar nicht. So weit wie die FDP jetzt traut sich nicht einmal die Gender-Oberlehrerpartei der Grünen.

Das Versteckspiel der FDP darf nicht aufgehen – Jetzt öffentlich protestieren!

Leihmutterschaft-Legalisierung wird allein von der FDP bedient. Obwohl jedes abweichende Novum im Wahl-Konkurrenzkampf der Parteien mit medialem Theaterdonner beworben wird, jede Partei sich um ihr Alleinstellungsmerkmal redlich bemüht, bleibt es auffällig still um diesen Programmpunkt. Sollen davon nicht allzuviele Bürger erfahren? Sollen sie lieber nicht so genau wissen, was sie mitunterzeichnen, wenn sie am Wahltag ihr Kreuz bei den Gelben machen? Vieles sieht danach aus. Umso wichtiger ist es, daß andere darauf aufmerksam machen. Umso wichtiger ist es, daß unsere Kampagne „NEIN zur Leihmutterschaft“ möglichst große Verbreitung findet. Unterzeichnen Sie am besten noch heute unsere Petition an die Abgeordneten. Verschicken Sie den Link an Freunde und Bekannte. Mit dem Vorstoß der FDP, Leihmutterschaft zu legalisieren, findet gerade der geistige Dammbruch im politischen Diskurs statt, vor dem auch die Initiative Familien-Schutz immer wieder hingewiesen und gewarnt hat. Es zeigt, wie wenig Respekt die politische Elite vor dem Leben und vor der Würde von Mutter und Kind noch hat. Alle Gesetze zum Schutz des Lebens sind (noch) in Kraft. Doch sie müssen offenbar selbst vor dem politischen Zugriff geschützt werden. Helfen Sie mit ihrem Beitrag. Werden Sie zum Unterstützer unserer Kampagne „NEIN zur Leihmutterschaft“. Danke herzlich.

Frauen sind keine Gebärmaschinen

Aber die Leihmutterschaft macht sie dazu.
Deren Legalisierung steht auch in Europa bevor

160623 FS groß

(al) Wo der Feminismus recht hat, hat er recht: Frauen sind keine Gebärmaschinen. Im Kampf um die Abtreibung sollte dieses Argument allerdings die Gebärfähigkeit als solche verächtlich machen. Jetzt, da es bei der Leihmutterschaft weltweit und im Vollsinn des Wortes um die fabrikmäßige Instrumentalisierung von Frauen geht – was sagen da die Feministen Weiterlesen →

Ausbeutung statt Mutterschutz

Das neue Gesetz aus dem Hause Schwesig macht Schluss mit den eindeutigen Regelungen der Vergangenheit

160519 schwanger(al) Der Mutterschutz soll »flexibilisiert« werden. Am 4. Mai hat das Bundeskabinett den entsprechenden, von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgelegten Gesetzentwurf gebilligt. Flexibilisierung kann natürlich nur eines bedeuten: die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf, d.h. Abstriche beim Mutterschutz zugunsten der Berufstätigkeit, d.h. größere Belastungen und Gefahren für die Ungeborenen. Da das bislang geltende Gesetz von 1952 stammt, kann es natürlich nur veraltet sein, denn heute soll mehr und länger und vor allem genderkompatibel gearbeitet werden. Weiterlesen →

Ohne Grenzen bleiben wir allein

Vor 900 Zuhörern sammelte ein Symposium der »Demo für alle« in Stuttgart wissenschaftliche Fakten und Argumente gegen Gender Mainstreaming und Frühsexualisierung. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Konzept ist nicht zu halten. Der folgende Bericht von Andreas Lombard erscheint zuerst auf freiewelt.net

Dreierlei hat das Symposium  gezeigt. Erstens: Stuttgart mausert sich zur Hochburg des Widerstands gegen Gender. Zweitens: Dieser Widerstand wächst. Drittens: Die Gender-Lobby ist nicht in der Lage, ihre Anhänger zu mobilisieren – wenn sie denn überhaupt welche hat. Eigentlich hatten die Veranstalter statt der durchweg genderkritischen Tagung einen fairen Austausch mit der Gegenseite geplant. Dass es dazu nicht kam, war den zwar eingeladenen, aber nicht erschienenen Gender-Vordenkern zuzuschreiben, von denen der Kieler Pädagoge Uwe Sielert es sich nicht nehmen ließ, dem zweifellos kurzfristig anberaumten Symposium seine Wissenschaftlichkeit abzusprechen. Bei Gender hört offenbar nicht nur der Spaß auf, sondern auch die Kollegialität. Ein Gender-Vertreter diskutiert nicht. Insofern war es nicht verwunderlich, dass sich sogar die Geschäftsleitung der Liederhalle gegen vielfältige Ansinnen hatte wehren müssen, den Mietvertrag mit den Veranstaltern zu kündigen.

Die beliebtestes Lebensform heißt Familie

Auch zwei Demonstrationen gegen das Symposium wurden angekündigt. Zu sehen war vor dem Tagungsgebäude am grauen Samstagmorgen aber nur ein mitleiderregendes Häuflein versprengter Protestler. Irgendjemand drückte einigen Teilnehmern eine zur vermeintlich offiziellen Tagungsbroschüre umfrisierte Publikation über sexuelle Vielfalt aus dem Hause der baden-württembergischen Familienministerin Katrin Altpeter in die Hand, die ebenfalls eingeladen worden war, aber nicht erschien. Schlappe Aktivisten empörten sich via Facebook darüber, dass schon früh um halb neun Einlass war. Verständlich ist das, denn es wird vermutlich immer anstrengender, für Gender zu sein, je mehr sich diese Ideologie auf die »heteronormative« Liebe von Mann und Frau und auf die natürliche Familiengründung einschießt – auf jenes »Lebensmodell«, das die breite Mehrheit aller Menschen nach wie vor als den Inbegriff irdischen Glücks oder wenigstens seines wahrscheinlichsten Hortes ansieht. Der teure Unsinn staatlicher Umerziehung kommt noch dazu: Der Berliner Senat gibt 800.000 Euro Steuergeld allein dafür aus, das Studentenwerk in »Studierendenwerk« umzubenennen (nachzulesen hier).

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Im Teufelskreis staatlicher Maßnahmen

Ministerin Schwesig will künstliche Befruchtung jetzt auch bei unverheirateten Paaren fördern

160114 Kind

Foto: flickr.com/Thomas sauzedde

(al) Gender Mainstreaming bedeutet leider nicht nur »Bildungspläne« und schulische Frühsexualisierung. Deshalb hier ein Ausflug in die assistierte Reproduktion: Familienministerin Schwesig, selbst hochschwanger,  will die künstliche Befruchtung neuerdings auch bei unverheirateten Paaren fördern. Der Kinderwunsch dürfe nicht am Geld scheitern, sagt sie – eine richtige Haltung, aber an der falschen Stelle. Weiterlesen →

EU-Parlament verurteilt Leihmutterschaft

Mit ungewöhnlich klaren Worten hat das Europäische Parlament in einem kurz vor Weihnachten angenommenen, jetzt veröffentlichten Bericht die Praxis der »Leihmutterschaft« unmissverständlich verurteilt. Durchgesetzt hat diesen Ansatz eine fraktionsübergreifende, konservative Mehrheit – mit angeführt von Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei und Mitglied der christdemokratischen ECPM. Weiterlesen →