Artikel ursprünglich erschienen auf Freie Welt
Die Stadt Schwäbisch Hall hat für ihre 17 Kindertagesstätten ein Sexualkonzept eingeführt, das an die berüchtigten WHO-Leitlinien zur Sexualerziehung von Kindern angelehnt ist.
Die Stadt Schwäbisch Hall hat für ihre 17 Kindergärten ein eigenes Konzept zur Sexualpädagogik erstellt, das auf bundes- und landesrechtlichen Vorgaben basiert. Der verantwortliche Leiter betont, dass enge körperliche Kontakte in Kitas alltäglich sind und klare Regeln nötig seien. Doch in der katholischen Kita St. Johannes geht ein solches Papier noch weiter und weckt massive Bedenken. Es malt eine Fülle von Szenarien aus, die sinnlich oder sexuell aufgeladen wirken und den normalen Kita-Alltag in ein Minenfeld verwandeln. Statt die kindliche Entwicklung neutral und professionell zu begleiten, werden alltägliche Momente wie Berührungen oder Spiele plötzlich mit sexuellen Untertönen versehen – und Erziehern wird vorgeschrieben, wie sie damit umgehen sollen. Das hat nun auch erheblichen Widerstand von Eltern und Großeltern auf den Plan gerufen, die sich von der Entscheidung der Stadt überrollt und ihr Mitspracherecht verletzt sehen.
Lecken und Ausziehen als Kita-Normalität? Die verstörenden Details
Wie Nius berichtet, fordert das Konzept, dass Kinder ein positives Gefühl für ihren Körper entwickeln und ihre eigene sexuelle Identität entdecken sollen. In den ersten Jahren stehe das Verlangen nach Wärme, Zärtlichkeit und körperlicher Nähe im Vordergrund, heißt es. Kinder erkunden die Welt mit allen Sinnen – sie fassen an, greifen zu und stecken Dinge in den Mund, um sich und ihren Körper kennenzulernen. Bis zu diesem Punkt klingt alles harmlos, doch es wird schnell unangenehm, wenn es nahtlos zu Themen wie „Doktorspielen“ überleitet.
Hier wird empfohlen, Kinder nicht zu stören, wenn sie sich gegenseitig betrachten oder anfassen – selbst wenn sie sich dafür ausziehen. Eingreifen sollen Erzieher nur, wenn „Grenzen überschritten“ werden, wie wenn ein Kind „Nein“ sagt oder wenn jemand etwas in eine Körperöffnung eines anderen schiebt oder am Körper eines anderen Kindes „leckt“(!). Warum werden solche extremen Situationen überhaupt als so häufig dargestellt, dass sie so detailliert, beinahe lustvoll beschrieben werden? Statt die natürliche Unschuld der Kinder zu schützen, drängt dieses Programm Kinder sexuelle Projekten von Erwachsenen auf, die in diesem Alter vollkommen unangemessen sind. Der Aufschrei wächst, da das Konzept alltägliche Spielsituationen sexualisiert und die Grenzen der kindlichen Entwicklung ignoriert.
Intime Berührungen an Erziehern: Wer hat Interesse an solchen Themen?
Noch befremdlicher wird es beim Umgang mit Nähe zwischen Kindern und Erwachsenen. Wenn ein Kind die Brust einer Erzieherin berühren will, soll sie ruhig erklären, dass sie das nicht möchte, und zusammen eine andere Möglichkeit finden, das Kind zu beruhigen. Bei Küssen darf sie höchstens die Wange hinhalten. Die Frage drängt sich auf: Warum suggeriert das Konzept, dass Kleinkinder ständig Erzieherinnen intim anfassen oder küssen wollen? Solche Szenarien als alltäglich hinzustellen, schürt bei Eltern nur Misstrauen und Angst – und das zu Recht, wie ein betroffener Vater berichtet.
WHO-Richtlinien: Erwachsenenfantasien in Kinderköpfe gedrückt
Was hat ein Ort, in dem viele kleine Kinder auf engstem Raum zusammen spielen und der Begriff „Sexualität“ überhaupt miteinander zu tun? Schon bei diesen bemühten Sinnzusammenhängen stellen sich jedem normalen Menschen die Nackenhaare auf. Hinter den erschreckenderweise ganz offen als „Sexualkonzept“ betitelten Erziehungsleitlinien stecken die inzwischen schon berüchtigten Richtlinien der WHO zur Sexualerziehung von Kindern. Die Empfehlungen der WHO quellen über vor Annahmen, die das Verhalten von Erwachsenen einfach auf Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche übertragen.
So sollen schon Sechs- bis Neunjährige lernen, dass Sex in Filmen und Werbung auf vielfältige Weise gezeigt wird. Bei Zwölf- bis Fünfzehnjährigen geht es sogar darum, mit Pornografie klarzukommen und Verhütungsmittel richtig anzuwenden. Wo bleibt hier der Versuch, Kinder altersgerecht und verantwortungsvoll an Themen wie Nähe und Beziehungen heranzuführen? Stattdessen wirkt es, als würde man sie in eine Welt stoßen, für die sie noch gar nicht bereit sind.
Biologische Realität ignoriert: Kinder sind keine Mini-Erwachsenen
Kritische Experten wie der Verhaltenstherapeut Roman Göbeke machen klar, warum das problematisch ist: Es ist grundsätzlich falsch, die Aufmerksamkeit von Kleinkindern auf ihre Geschlechtsteile zu lenken. Es gibt einfach keinen Grund, in diesem Alter Lustempfindungen zu betonen oder zu fördern. Kinder in diesem Stadium haben noch keine körperlichen Veränderungen durchgemacht, die solche Themen sinnvoll machen würden – keine Hormone, die den Körper auf Erwachsenenlust vorbereiten, und keine inneren Prozesse, die helfen, das alles zu verarbeiten.
Im Klartext: Anders als bei Teenagern in der Pubertät oder Erwachsenen fehlen bei kleinen Kindern die biologischen Grundlagen, die eine Sexualisierung rechtfertigen könnten. Das gilt auch für ihre alltäglichen Erfahrungen in der Welt um sie herum – sie erkunden spielerisch, ohne dass man das gleich erotisch deuten muss. Stattdessen wird eine Haltung gefördert, die mit diesen Werten kollidiert und die natürliche Entwicklung der Kinder gefährdet.
Eltern im Dilemma: Akzeptieren oder das Kind abmelden
Der Widerstand breitet sich aus – nicht nur in der katholischen Kita, sondern auch in den städtischen Einrichtungen, die ein ähnliches Konzept übernehmen. Eltern berichten von Sitzungen, in denen sie erfuhren, dass Kinder sich komplett ausziehen und an ihren Geschlechtsteilen „Erkundungsspiele“ machen dürfen, ohne dass Eltern das verbieten können. Ein Vater fragte explizit, ob er im Namen seiner Tochter widersprechen dürfe – die Antwort: Nein. Wer nicht einverstanden ist, muss das Kind abmelden. Das ignoriert völlig das Recht der Eltern auf Mitsprache.
Erziehungsrecht der Eltern: Es gibt keine Neutralität bei der Werterziehung von Kindern
In einem offenen Brief an die Stadtverwaltung fordern Vertreter der Eltern, dass sie zumindest aus religiösen oder persönlichen Gründen bestimmte Praktiken ablehnen können. Sexualerziehung ist immer eine Frage von Werten – neutral ist das nie. Das primäre Recht zur Erziehung liegt bei den Eltern, besonders bei so sensiblen Themen wie Sexualität. Der Widerstand wächst. Es ist höchste Zeit, dass Städte und Einrichtungen das respektieren und nicht mutwillig und zerstörerisch in die natürliche Entwicklung von Kindern zum Schaden der gesamten Gesellschaft eingreifen.









