Paris muss Strafe zahlen: Zu wenig Männer in Führungspositionen

Gleichstellung ist keine Einbahnstraße zur Privilegierung von Frauen. Da kennt die französische Regierung kein Pardon. Jetzt muss Paris Strafe zahlen, weil führende Posten in der Stadtverwaltung von zu wenigen Männern besetzt sind.

Elf Frauen und nur fünf Männer sitzen in der Führungsetage der Pariser Stadtverwaltung. Für diese gleichstellungspolitische Ungerechtigkeit wird die Stadt mit 90.000 Euro Geldbuße zur Kasse gebeten. Die Strafe geht auf ein Gesetz zurück, das große Städte verpflichtet, bei der Vergabe von Spitzenpositionen auf ein Geschlechterverhältnis von 40 Prozent Frauen zu 40 Prozent Männer zu achten.

Dieses Prinzip wurde bei den Ernennungen in der Pariser Stadtverwaltung im Jahr 2018 mißachtet, weshalb diese nun für ihre gleichstellungspolitische Sünde zur Kasse gebeten wird. Das mißfällt natürlich den mehrheitlich vertretenen Frauen in der Pariser Stadtregierung. Laut Medien sind mit 47 Prozent der leitenden Angestellten mehrheitlich Frauen in der Stadtverwaltung tätig.

Die Strafe sei »absurd« und »ungerecht« ereiferte sich die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Schließlich holt Paris mit der mehrheitlichen Ernennung von Frauen nur einen Rückstand auf und forderte dazu auf, Frauen in Führungspositionen weiterhin entschlossen zu fördern.

Schlag gegen die Gender-Lobby: Hohes englisches Gericht verbietet Pubertätsblocker

Kinder unter 16 Jahren sind nicht fähig, sachinformiert in eine Hormonblocker-Therapie einzuwilligen. In diesem als »historisch« bezeichneten Urteil entschied der Londoner High Court zugunsten einer jungen Frau. Als Jugendliche hatte sie sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und diesen Entschluss später bereut.


Es sei höchst unwahrscheinlich, daß ein Kind unter 13 Jahren einsichtsfähig genug ist, einer Behandlung mit Pubertätsblockern zuzustimmen, faßte Richterin Victoria Sharp das Urteil zusammen. Weiter sei es zweifelhaft, daß Kinder in einem Alter von 14 oder 15 die Langzeitrisiken und Folgen einer Behandlung mit Pubertätsblockern verstehen und richtig gewichten können. Mit diesem Urteil gaben Sharp und zwei weitere Richter den beiden jungen Frauen recht, die gegen ihre medikamentöse Geschlechtsumwandlung durch die Tavistock Klinik geklagt hatten. Die Klinik ist das einzige medizinisch-psychotherapeutische Zentrum des nationalen Gesundheitsdienstes (NHS), das sich der Behandlung von Gender Dysphorie (übers. Geschlechtsstörungen) widmet.

Von der Klinik forderten die Richter eine eingehendere psychologische Prüfung ihrer Fälle und eine regelmäßige Kontrolle durch ein Gericht. »Angesichts der langfristigen Konsequenzen der in diesem Fall in Rede stehenden klinischen Interventionen und der Tatsache, dass die Behandlung noch innovativ und experimentell ist, erkennen wir an, dass Ärzte die Patienten als Fälle betrachten, in denen die Genehmigung des Gerichts vor Beginn der Behandlung eingeholt werden sollte.«, führte Victoria Sharp in ihrem Richterspruch aus.

Mit Freude und Erleichterung nahmen Keira Bell und ihre 15jährige Mitklägerin, die auf der Warteliste der Tavistock Klinik steht, die Entscheidung der drei Richter des höchsten englischen Zivilgerichts zu Kenntnis. Keira Bell hatte mit 16 Jahren begonnen, Pubertätsblocker einzunehmen, um die natürliche Geschlechtsentwicklung zur Frau zu stoppen und eine Geschlechtsumwandlung einzuleiten. Es folgte eine Brustamputation. Die Hormontherapie habe ihr irreparable gesundheitliche Schäden zugefügt und sie vermutlich unfruchtbar gemacht, sagt die heute 23jährige. Sie habe als Jugendliche die Tragweite ihrer Entscheidung nicht überblicken können. (Freie Welt berichtete hier)

Das Urteil des High Court wird als richtungsweisend in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsstörung angesehen. Nach der Urteilsverkündung warnte Bells Anwalt vor dem Einfluss des Internets und der sozialen Medien auf Jugendliche. Gerade beim Thema Geschlechtsumwandlung und Transgender müsse es Sicherheitsvorkehrungen in der medialen Vermittlung geben, um Kinder zu schützen. Die Gruppe »Transgender Trend«, die sich für eine engmaschige und langfristige psychotherapeutische Begleitung von Kindern mit Geschlechtswechsel-Wunsch anstelle von medikamentöser Therapie einsetzt, ging noch einen Schritt weiter. In ihrer Stellungnahme schreiben die Aktivisten von einem desaströsen Urteil für die Tavistock Klinik und forderten die Regierung auf, den »Einfluss der Ideologie einzugrenzen«, die Bell und andere Kinder auf den Weg einer dauerhaften gesundheitlichen Schädigung geführt habe. Auf Basis dieses Urteils müsse die Regierung dafür sorgen, daß sämtliche Transgender-Broschüren und Transgender-Werbematerial aus Schulen und Sozialämtern entfernt werden, um Kinder zu schützen. Der Fall Keira Bells »wirft ein Licht auf das schlimmste und unverzeihlichste Ergebnis, das die Unterwanderung der Institutionen durch die Gender Lobby erbracht hat: das medizinische Experiment an gesunden Körpern von Kindern mit schwerwiegenden irreversiblen und lebenslangen Folgen.«

Sven von Storch im Interview: „Kinderrechte atmen den Geist sozialistischer Volkserziehung“


Sven von Storch

Initiative Familien-Schutz (FS): Herr von Storch, um die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ist es recht still geworden…

Sven von Storch: Die Stille täuscht. Hinter den Kulissen herrscht reges Treiben um die Kinderrechte. Die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht drängt mächtig vorwärts. Sie will die Aufnahme der Kinderrechte im Grundgesetz unbedingt schnellstmöglich erreichen. Bislang ist das Gesetz – das faktisch die Abschaffung der Elternrechte bedeutet – am Widerstand der CDU/ CSU gescheitert.

FS: Sie sagen „bislang“. Gibt es Hinweise, daß sich die CDU/ CSU es sich bald anders überlegen könnte?

Sven von Storch: Die Merkel-CDU ist berüchtigt dafür, Positionen in dem Moment zu räumen, wenn sie das Durchregieren erschweren, dem Koalitionsfrieden abträglich sind oder wenn die Stimmung der Bevölkerung die CDU-Position vermeintlich nicht stützt.

Bezüglich der Kinderrechte rumort es unter den CDU/ CSU-Abgeordneten. Der anfängliche Widerstand gegen Kinderrechte unter ihnen bröckelt. Um Kinderrechte zu verabschieden, braucht es eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag. Es könnte durchaus passieren, daß das Merkel-Kabinett den lang schwelenden Streit um die Kinderrechte in der GroKO einfach per Kampfabstimmung beendet.

FS: Wo liegt die Gefahr, sollten Kinderrechte tatsächlich ins Grundgesetz aufgenommen werden?

Sven von Storch: Zunächst einmal: „Kinderrechte“ ist ein staatlicher Framing-Begriff. Ich benutze ihn nur, weil jeder sofort weiß, was damit gemeint ist. Aber in Wahrheit sind „Kinderrechte“ ein Tarnbegriff, ähnlich wie „reproduktive Gesundheit“, „sexuelle Vielfalt“, „Gleichstellung der Geschlechter“ oder das „Antidiskriminierungsgesetz“. Kinderrechte geben Kindern keine Rechte, sie schützen kein einziges Kind vor psychischer oder physischer Gewalt. Kinderrechte wirken sich vielmehr autonomievernichtend aus. Sie schaffen ein Konkurrenzrecht zum Elternrecht, das sich – in den falschen Händen – zum absoluten Willkürrecht von Jugendämtern und anderen öffentlichen kindernahen Behörden und Einrichtungen auswirkt und Eltern quasi unter die Totalüberwachung des Staates stellt. Ein Kinderrechte-Gesetz bewirkt also genau das Gegenteil von dem, als man ihm wegen der gefälligen Bezeichnung zuschreiben würde.

Das Gesetz ist typisch für die extreme Linksverschiebung der Esken/ Borjans-SPD, die Geschmack am unausrottbaren sozialistischen Geist totalitärer Volkserziehung und Bevormundung gefunden hat. Das muss man klar benennen und sich mit aller Konsequenz entgegenstemmen. Solange sich die CDU noch CDU nennt, erwarte ich das von ihr.

FS: Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Der Familienschutz-Kalender 2021: Jetzt bestellen und verschenken

Die Familie, so wie sie natürlicherweise ist, steht unter dem Dauerbeschuss der Medien. Männer werden nicht mehr als männlich, Frauen nicht mehr als weiblich dargestellt. Die Familie wird als „soziales Konstrukt“ beschrieben. Es soll gleichgültig sein, ob ein Kind mit Vater und Mutter aufwächst, ob es nur eine Mutter hat oder zwei oder mehr als drei oder vier Eltern jeden Geschlechts. Familie wie aus einem Legobaukasten. Die Dauerpropaganda von sexueller Vielfalt ist inzwischen sogar in den Kinderzimmern angekommen.

Wir wollen zeigen, was echte Familien sind. Wir zeigen, was Väter und Mütter ausmacht. Wir zeigen, daß die Entscheidung, Eltern zu werden dem Wunsch nach einem gelingenden Leben entspricht. Wir trotzen dem Bildersturm der linken Massenmedien.

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Nicht die Massenmedien und die Politik bestimmen darüber, wie Familien zu leben haben, sondern wir selbst. Nutzen wir die Macht der Bilder für die Familie. Geben wir echten Vätern, Müttern, Großeltern und Kindern ein Gesicht.

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Grundstein für eine starke Nation: Ungarns erfolgreiche Familienpolitik ist ein Solitär in Europa

Die Ungarn lieben Kinder. Deshalb hat die ungarische Regierung das bipolare Geschlecht von Eltern sogar unter den Schutz ihrer Verfassung gestellt: Mutter ist eine Frau, der Vater ein Mann. Für die EU-Bürokratie indessen ist die Besinnung Ungarns auf das christliche Familienethos ein Affront. Derweil hyperventilieren erwartungsgemäß die linken Massenmedien.

Mit Judith Varga hat die ungarische Regierung ein Juwel an die Spitze des Justizministeriums berufen. Die wortgewandte Anwältin gilt als äußerst kompetent. Die deutsche Sprache beherrscht sie fließend seit ihrem Gastaufenthalt an der Fachhochschule Nürtingen im Rahmen des Erasmus-Programms. Die verbalen Attacken von Journalisten und EU-Politikern pariert die attraktive 40jährige eloquent und in wohltuender sprachlicher Präzision ohne in die wolkigen Tarnbegriffe auszuweichen, die ihren westlichen Kollegen inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Judith Varga hat den Gesetzentwurf eingebracht, der dem gebundenen Geschlecht von Mutter und Vater zukünftig Verfassungsrang einräumt. Der Verfassungsänderung soll eine Reform folgen, die die Adoption von Kindern künftig ausschließlich verheirateten Paaren vorbehält. »Alle Menschen werden von einer Mutter geboren, die eine Frau ist, und haben einen Vater, der ein Mann ist«, begründet die verheiratete Mutter dreier Kinder ihr Gesetz. »Wir leben in einer seltsamen Welt, wenn man dafür kritisiert werden kann, das Offensichtliche festzustellen.«, schiebt Varga hinterher.

In der Tat überschlagen sich die Massenmedien mit maßlosen Invektiven für die ungarische Familienpolitik im Allgemeinen und für Vargas Verfassungsergänzung im besonderen. Von »queerfeindlicher Verfassungsänderung« schreibt die ZEIT, »LGBT-Diskriminierung« raunt die Tagesschau online. Die Orban-Regierung wolle die Rechte von Homosexuellen einschränken, giftet die Süddeutsche Zeitung. Varga hält dagegen: Ungarn erkenne eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften an, die Verfassungsänderung ändere daran nichts.

Seit 2018 hat Orbans Kabinett eine Reihe von ehe- und familienfördernden Maßnahmen eingeführt, die in der EU einmalig sind. Eltern profitieren von günstigen Krediten, sie erhalten eine bezahlte dreijährige Elternzeit nach der Geburt ihres Kindes, der Staat bezuschusst große Familienautos, auch bei der Vergabe von Wohnraum werden Familien priorisiert. Erste Erfolge zeigen sich: die Scheidungsquote ist gesunken, die Ungarn heiraten öfter, die Abtreibungsquote ist um ein Drittel gefallen. In Ungarn geht es den Familien gut. Die unbestrittenen Erfolge von Orbans Familienpolitik sind für die Propaganda der Soros-EU, für die nationalen Parlamenten und die Medien natürlich gefährlich. Denn für die linken Menschheitsbeglücker sind Geschlecht, Ehe und Familie lediglich soziale Zuschreibungen, die sich irgendwann im großen Schmelztiegel »sexuelle Vielfalt« auflösen werden. Angesichts der familienpolitisch erfreulichen Entwicklungen im Herzen Europas könnten sie in Erklärungsnöte geraten, warum solche Maßnahmen nicht zum Vorbild in anderen Ländern genommen werden. Da ist es doch besser, gleich den wirksamsten Denunziationsbegriff zu wählen, den der Schaukasten der politischen Auseinandersetzung zu bieten hat. Ungarns Familienpolitik sei Nazi-Politik, giftete ein schwedischer Minister erwartungsgemäß.

In einem Interview mit Welt online führt Varga ihre Argumente in bewundernswerter Deutlichkeit aus. Ungarn wolle sich seine christlichen Wurzeln bewahren, die Ehe zwischen Mann und Frau erhalten. Ungarn akzeptiere die ideologische Erpressung der EU nicht, die mithilfe der Sanktionsdrohung dem Land politische Positionen aufzwinge. Ungarn wolle gerade keine multikulturelle Gesellschaft und lasse sich das von der EU auch nicht aufpressen. Die Verordnungen der EU sind Varga zu schwammig formuliert, ihr Interpretationsspielraum zu weit. Deshalb erfüllen die daraus abgeleiteten Verträge für Varga nicht das Kriterium der Rechtssicherheit.

Ungarns Familienpolitik ist ein funkelnder Solitär, der sich in seiner lebensbejahenden Wirkung als richtungsweisender Hoffnungsstrahl für Europa erweisen könnte. Doch dafür muss der politische Wille da sein. Das kleine Ungarn beweist ihn – selbstbewußt und unbeugsam.

Jetzt noch die Frauenquote: Die Grünisierung der CSU schreitet voran

In Sachen politischer Wendigkeit hat Markus Söder viel von seinem Vorgänger Horst Seehofer gelernt. Von seinen markigen Sprüchen in der Asylkrise ist nicht mehr viel geblieben. Im Schielen auf den Kanzlerposten ist der bayerische Ministerpräsident in die Rolle des umweltbewußten Frauenverstehers geschlüpft.

Innig herzt er einen Baum, er rettet Bienen vor dem sicheren Sterben, er gibt den Frauenversteher. Seit Beginn des Jahres 2020 kann der Bürger eine politische Metamorphose des bayerischen Ministerpräsidenten beobachten, die selbst die Wendigkeit von dessen Amtsvorgänger Horst Seehofer in den Schatten stellt.

Der Sheriff aus dem Süden, der noch 2018 markig forderte, den »Asyltourismus« zu beenden, ist verschwunden; nicht ganz zumindest, denn in der Corona-Pandemie verstand es Söder hervorragend, die Law and Order-Attitüde bruchlos auf einen neuen Gegner zu übertragen. Nun waren es die Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker, denen er mit immer schärferen Maßnahmen drohte und die Menschen aufforderte, nicht nur sozial, sondern »auch geistig Abstand« zu Andersdenkenden zu halten. Den Protestzüglern in Berlin und Leipzig unterstellt Söder einen »sektenähnlichen Charakter« mit »Weltverschwörungsargumenten«, die »auch gegen den Klimawandel angeführt werden«. Das näher zu untersuchen, sieht er als »Aufgabe der Sicherheitsbehörden«. Corona-Leugner, wie sie in beunruhigend einhelliger Verkürzung in den Massenmedien dargestellt werden, sind jetzt also auch Klimaleugner. Selten offenbart uns ein Spitzenpolitiker seine Weltanschauung von der Simplizität eines Holz-Legespiels für Kleinkinder in derartiger Freimütigkeit. Irgendwie findet bei Söder eben alles zu seinem Platz.

Jetzt also auch die Frauenquote. Weil seine Chefin, Dr. Merkel, das Schiff CDU für die nächste Legislaturperiode bereits mit grünen Segeln ausgestattet hat, will der politisch modebewußte Kronprinz aus dem Süden nicht nachstehen und probiert schon mal das eine oder andere Mäntelchen von der ökofeministischen Kleiderstange an. Aktuell ist es die Quotenfrau in DAX-Vorständen, der Söder auf einmal viel abgewinnen kann. »Ich bin für die Frauenquote«, erklärte er der ZEIT. Schließlich gäbe es genauso viele hochqualifizierte Frauen wie hochqualifizierte Männer in unserem Land. Blickt man durch die Fraktionsreihen seiner Partei mit den allenfalls handverlesenen Frauen versteht man beinahe, was Söder meinen könnte.

Grünes Gender-Gesetz: Jugendpsychiater sieht Kindeswohl in Gefahr

Ab 14 Jahren soll jeder sein eingetragenes Geschlecht beliebig ändern dürfen. Das wollen die Grünen per Gesetz durchsetzen. In der Expertenanhörung im Bundestag warnt der Jugendpsychiater Dr. Korte vor verheerenden Konsequenzen für die Schutzrechte von Kindern und Frauen.

1981 hat der Gesetzgeber den Wechsel des eingetragenen Geschlechts möglich gemacht für Personen, die ihre Geschlechtsidentität als abweichend von ihrem biologischen Geschlecht empfinden. Dieses aus ihrer Sicht veraltete Transsexuellengesetz wollen Bündnis 90/ Die Grünen kippen. Insbesondere die an den Geschlechtswechsel geknüpfte medizinische Begutachtungspflicht ist der Partei ein Dorn im Auge. Diese soll abgeschafft werden. Stattdessen soll der Gesetzgeber den Eintrag des Geschlechts in das Personenstandsregister allein von der individuellen Wahl und der Willensbekundung der einzutragenden Person abhängig machen.

In der entsprechenden Expertenrunde im Bundestag wandte sich der geladene Jugendpsychiater Dr. Alexander Korte strikt gegen den Gesetzesantrag der Grünen. Ein Gesetz, das bereits 14jährigen Kindern pauschal die freie Wahl des Geschlechts eröffnet, verkennt die Realität der komplexen, individuell ablaufenden psychosexuellen Entwicklung von Kindern. Jungen und Mädchen mit Transitionswunsch, das heißt, die einen Übertritt zum anderen Geschlecht wünschen, bedürfen einer eingehenden, manchmal Jahre dauernden psychotherapeutischen Behandlung, um herauszufinden, wie stabil dieser Wunsch ist beziehungsweise, wann diese Kinder entwicklungspsychologisch in der Lage sind, diese irreversible, lebensverändernde Entscheidung in all ihren Konsequenzen rational zu überblicken und diese Entscheidung einsichts- und einwilligungsfähig zu treffen. Für diese Entscheidung sei eben nicht das kalendarische Alter ausschlaggebend, sondern der jeweilige, individuell verschiedene Entwicklungsstand.

Durch die pauschale Anwendung eines Erwachsenenrechts – auf ein autonomes, selbstbestimmtes Leben – trete die Schutzwürdigkeit des Kinder in den Hintergrund, warnte Korte die beisitzenden Vertreter der Parteien und die geladenen Experten eindringlich. Die Einführung einer »problematischen Beliebigkeit« in der offiziellen geschlechtlichen Zuordnung schaffe verwirrende gesellschaftliche und rechtliche Konsequenzen. Ein solcher Komplex berücksichtige zudem nicht den Rechtsanspruch von Frauen und Kindern auf männerexklusive Schutzräume. Biologische Männer könnten sich mit einem einklagbaren Recht auf den rechtlichen Status Frau den Weg in Frauenhäuser, in den Frauensport und in Frauenhäuser ebnen. Indem einem sogenannten Persönlichkeitsrecht auf die Wahl des Geschlechts stattgegeben wird, werden fundamentale Persönlichkeitsrechte wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung von biologischen Frauen und Kindern bedenkenlos geopfert.

Verstümmelte Kinder, verzweifelte Eltern: Die dunkle Seite der Transgender-Mode

Die Grünen wollen erreichen, daß Kinder ab 14 Jahren ihr eingetragenes Geschlecht frei wählen dürfen. Die selbstbestimmte Wahl des persönlichen Geschlechts soll eine neue Form der Freiheit eröffnen. Tatsächlich ist der radikale Individualismus ein Weg in den Abgrund, der Leid und Zerstörung in die Familien bringen wird.

Anfang November wird im Bundestag über ein Gesetz der Grünen verhandelt, das – sollte es tatsächlich angenommen werden – mittelfristig ein schauriges Szenario für die Familien in Deutschland bereithält. Stellen Sie sich vor, Ihre 16jährige Tochter geht morgens zur Schule und kommt abends als Junge zurück. Sie möchte nicht mehr Julia, sondern Felix genannt werden, in ihrem neuen Personalausweis ist ihr Geschlecht bereits als männlich vermerkt. Als Eltern reagieren Sie verhalten auf den Wunsch Ihres Kindes. Sie sind besorgt um seine Gesundheit, seine Zukunft.

Julia schaut sich Transgender-Stars auf youtube an, kleidet sich wie sie, spricht wie sie und rutscht immer weiter in die Szene ab. Sie geht zu einem queeren Verein und läßt sich dort beraten. Damit ihr die Krankenkasse die Geschlechtsumwandlung finanziert, konsultiert sie Ärzte und Psychologen. Durch den Verein weiß sie genau, was sie den Medizinern erzählen muss, damit sie die notwendigen Gutachten für die Krankenkasse bekommt. Als Eltern können sie nur noch hilflos zusehen, wie Ihr Kind immer tiefer in den Abgrund gezogen wird. Sie können es ihm nicht verbieten, denn durch die Kinderrechte, die Julia die körperliche Selbstbestimmung garantieren, riskieren Sie, das Sorgerecht an den Staat zu verlieren, wenn Sie intervenieren. Die Atmosphäre zuhause spannt sich immer mehr an. Julia zieht zu ihren neuen Freunden in eine WG. Nach ein paar Monaten bekommen Sie ein Foto von Julia zugespielt: Sie liegt in einem Krankenhausbett, ihre Brüste sind amputiert, im Gesicht ein Bartschatten, auf dem Nachttisch stapeln sich Medikamente. Julia/ Felix sieht weder wie eine Frau noch wie ein Mann aus, sondern wie irgendetwas dazwischen. Ihnen bleibt nichts anderes, als sich erschüttert in das Unabänderliche zu wenden.

Hinter dem »Selbstbestimmungsgesetz« genanntem Gender-Umbauplan der Grünen, verbirgt sich ein radikaler Kulturbruch, dessen toxische Wirkung sich nicht sofort, aber schleichend aus den Familien hinaus in die Gesellschaft verlagert. So wie Julias Eltern könnte es bald vielen Eltern gehen, denn aus der anfänglichen Transgender-Mode, wie sie hauptsächlich von den sozialen Netzwerken und den Massenmedien transportiert wird und wie sie der Münchener Kinderpsychiater Alexander Korte bereits für seine Praxis erkennt, kann sich in Windeseile ein Flächenbrand entwickeln.

Studien zeigen, daß nahezu alle Fälle der Kinder, die Pubertätsblocker einnehmen, um die natürliche, gesunde Geschlechtsentwicklung aufzuhalten, irgendwann auch den ganzen Weg nehmen – bis zur operativen Kastration. Für ein vermeintliches Glück, für vermeintlich mehr Zufriedenheit mit sich und ihrem Leben lassen sie sich ihren Körper und mithin ihre Zukunft verstümmeln. Eine operative Geschlechtsumwandlung ist unwiderruflich. Doch die Entscheidung für das Unwiderrufliche treffen die Kinder und Jugendlichen in einem höchst sensiblen Alter, in dem noch alles im Fluß ist, in dem sich ihr Gehirn nachweislich umbaut und die Persönlichkeitsentwicklung unabgeschlossen ist. Genau hier liegt die skrupellose Unbedingtheit, mit der Anhänger und Aktivisten der Transgender-Ideologie ihre minderjährigen Opfer zu einem Schritt verführen, den sie selbst bereits gegangen sind. Der Schmerz erträgt sich leichter, wenn man viele Gesinnungsgenossen an seiner Seite hat. Aber der Schmerz bleibt. Das sagt die enorm hohe Suizidquote unter Transsexuellen, die noch einmal steigt, wenn sie den finalen Schritt – die Geschlechtsumwandlung – vollzogen haben. Für ihren Traum vom anderen Geschlechtsleben bezahlen sie mit Einsamkeit, weil die Partnersuche enorm schwierig ist, sie bezahlen mit ihrer Gesundheit, weil sie ihre widerstrebende Physis mit Hormonen und Medikamenten lebenslang überlisten müssen.

Daneben stehen die Eltern, die verdammt sind, der Selbstverstümmelung ihres Kindes hilflos zuzuschauen. So wie die Amerikanerin Elaine Davidson, die erst durch ein Foto aus den sozialen Medien von der Geschlechtsumwandlung ihrer Tochter erfuhr. Das Bild zeigt ihr Kind mit blutigen Bandagen über einem schrecklich zugerichteten Brustkorb, dem man kurz zuvor beide Brüste abgenommen hatte. Wenige Gespräch mit einem Sozialarbeiter hatten genügt, so Davidson, damit sich ihre leicht autistische Tochter unter das Skalpell legte. Seitdem engagiert sie sich in einem Verein, der sich dem Lebensschutz verschrieben hat.

Das, was die Grünen in ihrem sogenannten „Selbstbestimmungsgesetz“ zusammengemischt haben, ist nichts anderes als ein Kulturbruch, dessen toxische Wirkung für die Gesellschaft sich zuerst in den Familien und später für die gesamte Gesellschaft zeigen wird. Wer das biologische Geschlecht radikal in die Verfügung des Menschen stellen und zum bloßen Verwaltungsakt herabsinken läßt, legt die Axt an die gesunde Identitätsentwicklung der Kinder, an die erzieherische Autonomie der Familien und an die Regenerationsfähigkeit dieser Gesellschaft.

Machbarkeitsglaube und Gender-Wahn: Einmal im Jahr soll jeder ein anderes Geschlecht annehmen können

Nach dem Transsexuellengesetz und dem Gesetz zur „Dritten Option“ wollen die Grünen in Phase Zwei des Gender-Staats eintreten: Demnach soll sich jeder Bürger sein Geschlecht selbst aussuchen dürfen und zwar einmal pro Jahr.

Seit 1981 gestattet der Gesetzgeber Transsexuellen, also Menschen, deren Geschlechtsempfinden nicht mit ihren biologischen Geschlecht übereinstimmt, einen anderen Vornamen anzunehmen. Praktisch bedeutet es, Daniel darf sich den Namen Daniela im Personalausweis eintragen lassen, wenn er sich wie eine Frau fühlt. Damit dieses Recht keine Wildwüchse treibt, wurde zur Beurteilung ein objektives Kriterium eingeführt: jeder Transsexuelle muss zuvor ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorlegen, das die von der Norm abweichende Geschlechtsempfindung zweifelsfrei nachweist.

Genau diese Hürde wollen Bündnis 90/ Die Grünen mit einem neuen Gesetz kippen. Die aktuelle Rechtslage, so die Partei, strotze vor Schikanen gegenüber Menschen, die »selber und frei von Diskriminierung über ihr Geschlecht bestimmen möchten«. Das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz soll es nach Ansicht der Grünen richten. Schließlich gehört auch die Verfügung über dessen Biologie zur Freiheit des Menschen, in der er sich frei von »irgendwelchen Ordnungsvorstellungen über Geschlechter« bewegen können soll.

Daraus leiten die grünen Vorkämpfer der totalen Transgender-Kultur folgende Forderungen ab: Durch den einfachen Gang zum Standesamt darf jeder Bürger sein eingetragenes Geschlecht in sein Wunschgeschlecht ändern lassen. Alle zwölf Monate ist so ein Geschlechtswechsel möglich. Ohne Zustimmung der Eltern ist die Umtragung des Geschlechts für Kinder ab 14 Jahren möglich. Davor entscheidet bei Widerspruch der Eltern ein Familiengericht. Wer absichtlich oder unabsichtlich eine Person mit dem falschen Personalpronomen anspricht, kann mit einer Geldstrafe bis zu 2500 Euro belangt werden.

Die öffentliche Anhörung des grünen Gesetzesvorschlags soll Anfang November im Deutschen Bundestag stattfinden.

Gabriele Kuby im FS-Interview: „Familie ist die Urzelle des Widerstands gegen staatliche Übermacht“

Gabriele Kuby ist Soziologin, Buchautorin und internationale Vortragsrednerin. Ihr Buch „Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“ wurde in vierzehn Sprachen übersetzt. Mit ihrem aktuellen Buch „Die verlassene Generation“ zeigt die Autorin eindringlich, wie destruktiv sich die gesellschaftspolitische Ignoranz gegenüber den natürlichen Bedürfnissen der nachwachsenden Generation auswirkt. Papst em. Benedikt XVI. nennt Gabriele Kuby „Eine tapfere Kämpferin gegen die Ideologien, die letztlich auf eine Zerstörung des Menschen hinauslaufen“. Gabriele Kuby ist Mutter von drei Kindern.

Initiative Familien-Schutz (FS): Frau Kuby, Sie haben Ihr aktuelles Buch „Die verlassene Generation“ genannt. Wen meinen Sie damit?

Gabriele Kuby: Die Generation der Kinder und Jugendlichen. Diese junge Generation wird bald erwachsen sein. Schon jetzt werden sie von Menschen erzogen, von denen viele zu den Opfern der sexuellen Revolution gehören und dadurch tiefe seelische Wunden haben. Nun soll die nachwachsende Generation nicht nur die Renten des demographischen Wasserkopfes bezahlen, sie soll auch die Demokratie tragen. Um es mit dem Wort des Verfassungsrichters Böckenförde zu sagen: Die Demokratie lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann. Wenn wir die junge Generation krank machen, dann zerstören wir diese Voraussetzungen. Ich beschreibe in zwölf Kapiteln, was wir tun, das Kinder krank macht.

FS: Was genau tun wir unseren Kindern an?

Gabriele Kuby: Es beginnt damit, dass die durchschnittliche Frau eineinhalb Jahrzehnte lang verhütet. Verhütung ist in unserer Gesellschaft selbstverständlich. Uns ist nicht bewusst, dass dadurch eine Geisteshaltung entsteht, die das Kind der menschlichen Willkür ausliefert, anstatt es als Geschenk Gottes zu begreifen, über dessen Leben wir nicht verfügen können, dem wir vielmehr zu dienen haben. Tritt der GAU trotzdem ein und eine Frau wird ungewollt schwanger, dann erlaubt ihr das Gesetz, es umzubringen. Heute fordern linke Parteien ein “Menschenrecht auf Abtreibung“.

Abtreibung ist ein Absturz der modernen Welt in die Barbarei, die als „Freiheit“ verkauft wird.

Selbst Personen des öffentlichen Lebens, die sich Katholiken nennen und sogenannten katholischen Vereinen vorstehen, unterstützen Abtreibungsorganisationen. Ich beschreibe in meinem Buch die Methoden der Abtreibung. Mich selbst erfasst immer wieder Grauen, wenn ich das lese. Es ist ein Absturz der modernen Welt in die Barbarei, die als „Freiheit“ verkauft wird.

FS: Sogenannte Frauenrechte werden dabei in beide Richtungen überdehnt: Einerseits soll die Frau ein Recht haben, ihr ungeborenes Kind zu töten, andererseits soll mit der Entwicklung der modernen Reproduktionsmedizin das „Recht auf ein Kind“ etabliert werden.

Gabriele Kuby: In der Tat. Frauen wird die Entscheidung für die Abtreibung erleichtert, indem man ihnen suggeriert, es handele sich dabei nur um einen „Zellhaufen“, der entfernt werde. Paare, die sich ein Kind wünschen, würden dagegen niemals von „Zellhaufen“ sprechen. Der unerfüllte Kinderwunsch kann jedoch zu einer anderen Art von Hybris führen: Wir produzieren das Kind, kaufen den genetischen Rohstoff, Samen und/oder Eizelle, und mieten den Bauch einer fremden Frau, um es auszutragen. Das Kind wird um seine natürliche Abstammung betrogen, weil Erwachsene meinen, sie hätten ein „Recht auf ein Kind“. Dieses Recht gibt es nicht, vielmehr hat das Kind ein Recht auf seine biologischen Eltern. Die Internetseiten der Reproduktionskliniken zeigen strahlende Eltern mit dem „Baby take home“ auf dem Arm. Die Qualen, die Frauen durchleben bei den Hormonbehandlungen, die Tötung von rund zwanzig Embryonen um vielleicht ein Kind zu zeugen, die Sklaverei der ausgebeuteten Leihmütter, die riesige Versagerquote von 80%, die gesundheitlichen Risiken der künstlich produzierten Kinder – davon redet niemand.

FS: Sagen wir, das Kind hat die Schwangerschaft seiner Mutter überlebt. Ihm ist sogar das große Glück beschieden, bei seinen leiblichen Eltern aufzuwachsen. Wie geht es weiter?

Gabriele Kuby: Hat es ein Kind geschafft, das Licht der Welt zu erblicken, dann soll es so schnell wie möglich von der Mutter weggerissen und der kollektive Fremdbetreuung ausgeliefert werden. UNICEF macht die Dichte der Kinderkrippen zum Maßstab für „Kinderfreundlichkeit“ eines Landes – welcher Zynismus! Frau von der Leyen hat dem Land das kommunistische Modell der kollektiven Aufzucht von Kleinkindern verpasst mit dem Slogan: Kinder brauchen Bildung.Was Kinder wirklich brauchen, ist zuallererst Bindung, nicht Bildung! Die psychologischen Untersuchungen sind eindeutig: Kinder können lebenslang geschädigt werden, wenn sie zu früh und zu lang in eine Krippe mit zu wenigen, häufig wechselnden Betreuerinnen kommen.

Die staatlich verordnete Sexualisierung der Kinder beginnt bereits im Kindergarten mit Kuschelecken für Doktorspiele.

Mit drei Jahren beginnt der Kindergarten, aber dieser Garten ist kein geschützter Raum mehr, in dem die Anlagen der Kinder spielerisch entfaltet werden. Die staatlich verordnete Sexualisierung der Kinder beginnt bereits hier. Sie bekommen Kuschelecken für „Doktorspiele“, denn das Kind hat angeblich „ein Recht auf Sexualität“. Diese ideologische Erfindung von Wilhelm Reich zum Zwecke der Zerstörung der Familie wurde vom homosexuellen Kinderschänder Helmut Kentler und seinem Zögling Uwe Sielert zum Credo der Sexualpädagogik gemacht. Nun dient der schulische Sexualunterricht dazu, Kinder in hedonistische Sexualpraktiken einzuführen und zur Akzeptanz des LSBTIQ-Lebensstils zu erziehen, denn dieser gehört zu den „europäischen Werten“.

FS: Auch die schützende Hülle des Kindes, die Familie, kann zerbrechen.

Gabriele Kuby: Wenn die Eltern sich scheiden lassen, ja. Damit befasse ich mich im letzten Kapitel meines Buchs. Es hat den zugespitzten Titel „Das unblutige Kinderopfer“. Scheidung ist für jedes Kind traumatisch und führt zu Verwerfungen des Lebensweges. Die Kinder müssen die Zeche zahlen für den Verlust der Erkenntnis, das Liebe früher oder später Opfer verlangt. Die Leiden der Kinder werden tabuisiert. Es zählen nur die emotionalen und sexuellen Bedürfnisse der Erwachsenen.

FS: Sie malen ein sehr düsteres Bild. Wer kann uns noch ein Vorbild sein? Wo ist der Hoffnungsschimmer?

Gabriele Kuby: Die vielen Eltern, die mit Ihren Kindern verantwortungsvoll und liebevoll umgehen, sie nicht in die Krippe stecken, sie vor Sexualisierung und Pornografie bewahren wollen, für die Scheidung keine Option ist.

Die Bevölkerung muss reduziert werden, deswegen brauchen wir Verhütung, Abtreibung, Sexualisierung und Förderung des LSBTIQ-Lebensstils.

Aber sie werden durch die Politik zunehmend daran gehindert, ihre Kinder nach ihren Wertvorstellungen zu erziehen. Der von Soros-Aktivisten unterwanderte Europäische Gerichtshof lässt nicht zu, dass Kinder vom Sexualunterricht befreit werden; er lässt nicht zu, dass verantwortungsvolle, opferbereite Eltern in Deutschland Homeschooling machen. 2021 will Präsident Macron auch in Frankreich das Homeschooling verbieten. Dass die im Corona-Lockdown erzwungene Beschulung durch Eltern daran etwas ändern wird, ist höchst unwahrscheinlich.


Totalitäre Systeme dulden keine Nischen. Es darf keine Stimme geben, die sagt, „der Kaiser ist nackt“. Das Hinterhältige des gegenwärtigen Kulturmarxismus ist, dass er sich in den Schafspelz von Freiheit, Demokratie und Menschenrechte hüllt und deswegen von den meisten nicht erkannt wird.

FS: Woher, glauben Sie, kommt der beinahe schon manisch zu nennende Wille der globalenpolitischen Eliten, die Familie dieser zerstörerischen Transformation zu unterwerfen?

Gabriele Kuby: Ich beschreibe das Offensichtliche und befasse mich nicht mit Spekulation. Die globalen Eliten, die Internetriesen, die UN und EU, die linken Parteien, die Leitmedien, die globalen Unternehmen, die Milliarden-Stiftungen sind sich einig: Die Bevölkerung muss reduziert werden, deswegen brauchen wir Verhütung, Abtreibung, Sexualisierung und Förderung des LSBTIQ-Lebensstils. Das alles schafft entwurzelte, manipulierbare, zum Widerstand unfähige Massen.

Totalitäre Systeme dulden keine Nischen: Eltern werden durch die Politik zunehmend daran gehindert, ihre Kinder nach ihren Wertvorstellungen zu erziehen.

Die Familie ist die Urzelle des Widerstands gegen die staatliche Übermacht, deswegen soll sie zerschlagen werden. Ich halte das Führungspersonal der Eliten für intelligent und glaube nicht, dass es sich dabei um unerwünschte Nebenwirkungen handelt.

FS: Gegen den totalen ideologischen Zugriff besitzt die Familie immerhin noch eine starke Schutzhülle: ihre durch die Verfassung gesicherte erzieherische Autonomie. Ein Staat, der die „Hoheit über die Kinderbetten“ erlangen will, müsste also zunächst das Elternrecht aushebeln.

Gabriele Kuby: Seit Jahren versucht die Linke, Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen, obwohl Rechtsexperten einhellig sagen, die Rechte der Kinder sind durch das Grundgesetz geschützt, es bedarf keiner Ergänzung. Warum der nicht nachlassende Furor der Linken, Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen? Weil damit die Kinder aus der schützenden Obhut der Eltern herausgebrochen und gegen sie in Stellung gebracht werden können. Ganz konkret haben wir diese Konflikte jetzt in den Familien mit dem Thema „Geschlechtsdysphorie“. Es ist unter jungen Mädchen der Hype erzeugt worden, dass ein Geschlechtswechsel ihre Probleme lösen würde, was eine Lüge ist. Eltern, die ihre Kinder vor dieser Selbstzerstörung bewahren möchten, haben es schon jetzt sehr schwer. Wenn in naher Zukunft Sonderrechte für Kinder Verfassungsrang erhalten, wäre den Eltern die rechtliche Basis entzogen.

FS: Wenn Sie allen jungen Frauen und Müttern in Deutschland eine Botschaft geben könnten, welche wäre das?

Gabriele Kuby: Frauen und Mütter, macht die Männer stark, damit sie gute Ehemänner und gute Väter sein können.

Frau Kuby, die Initiative Familien-Schutz dankt Ihnen für das Gespräch.

Der Familien-Schutz Buchtip:
Gabriele Kuby. Die verlassene Generation. fe-medienverlag 2020.

368 Seiten. 17,80 €