Gender-Porno im Unterricht: Warum Eltern zu Recht empört sind

Viele Eltern sehen den Sexualkundeunterricht skeptisch. Insbesondere, wenn er bereits in der Grundschule beginnen soll und so manches Kind noch Jahre von der Geschlechtsreife entfernt ist. Für Sexualpädagogen und Lehrer kann die Sexualkunde hingegen nicht früh genug anfangen. Kinder hätten ein Recht auf Informationen zur Sexualität, so deren Begründung. Eine Reportage des Deutschlandsfunks enthüllt, warum sich Eltern zu Recht Sorgen machen.

Der Deutschlandfunk Kultur hat sich auf Spurensuche begeben. Er will ergründen, warum die Sexualkunde selbst nach 50 Jahren immer noch für teils heftige Kontroversen zwischen Eltern und Schulen sorgt. Vielleicht wollte die Redakteurin mit ihrem Beitrag zur Entspannung der verfahrenen Situation beitragen. Erreichen wird sie bei Eltern höchstens das Gegenteil.

Für unfreiwillige Komik sorgt schon die erste Szene im DLF Beitrag, für den die Redakteurin Katja Bigalke in Hamburg zwei öffentlich finanzierte Einrichtungen besucht hat, die mit dem Aufklärungsunterricht an Schulen betraut sind. Die erste Einrichtung bildet pro familia. Im Bereich Sexualaufklärung bieten einige pro familia-Einrichtungen laut Webseite Veranstaltungen für Schulkinder bereits ab der 4. Klasse an. Auch Fortbildungen für Lehrer sind möglich. Die laufen laut Bigalkes Reportage ungefähr so ab: Die Kursleiterin ruft die teilnehmenden Lehrer auf, Sexbegriffe zu nennen, die sie alle säuberlich auf das Bord schreibt. Es fallen Worte wie Penis, Vagina, Scheide, Schmuckkästchen und weitere. Die Pädagogen müssen sich auf paar Begriffe einigen, die den »Sexsalat« bilden sollen.

»Am Ende sind Penis, Scheide und Schmusibär umkringelt. Das Spiel „Sexsalat“ kann losgehen. Die Regeln sind denkbar einfach: Jeder bekommt der Reihe nach einen Begriff zugeteilt. Aus dem Stuhlkreis wird ein Stuhl entfernt. Der, der keinen hat, stellt sich in die Mitte und ruft einen Begriff.« Die Kursleiterin erklärt dazu:

»„Wenn ich rufe ‚Penis‘, müssen alle Penisse aufstehen und sich schnell einen neuen Platz suchen. Ich versuche derweil, einen frei gewordenen Platz zu finden.“ „So: Penis und Scheide.“«

Pädagogische Plumpheiten wie das Sexsalat-Spiel sind hier noch das Harmloseste. Schlimmer noch ist die Tatsache, daß der dumpf ererzierte Porno-Sexualkundeunterricht, so wie er in der DLF-Reportage beschrieben wird, die implizite Botschaft an das Kind transportiert, daß seine Scham, sich öffentlich vor dem Lehrer und der Klasse über sein Intimleben zu äußern, etwas Negatives ist, etwas, das es ablegen beziehungsweise überwinden muss, um in der Gruppe zu bestehen. Unverblümt spricht es ein 11 bis 12jähriger Schüler aus, nachdem er die Sex-Projektwoche an der Schule absolviert hat. Es sei spannend, aber erst ein bißchen eklig gewesen. Aber am Ende habe er es gemocht. Ein anderer freut sich, daß er, wenn er älter sei, alles über Sex und andere Sachen wüßte. Wunderbar, ein richtiger Experte, der Kleine! Jedem normalen Menschen stehen die Haare zu Berge, wenn er so etwas aus dem Mund eines Kindes hört.

Während die Lehrer die Regeln des Sexsalat-Spiels einstudieren, reden andere Sexualpädagogen in der Reportage Klartext. Eine von ihnen ist Beate Proll, Leiterin des Arbeitsbereichs Sexualerziehung und Gender am Hamburger Landesinstitut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung. Es gäbe eine Gruppe von Eltern, die »aus Unwissenheit Vorstellungen zur schulischen Sexualerziehung haben«, die laut Frau Proll »definitiv nicht zutreffen«. Frau Proll sieht die Konfrontation des Kindes mit Begriffen aus der Sexualwelt von Erwachsenen im Einklang mit dessen »psychosoziale[r] Entwicklung«. Eltern können sich, so impliziert ihre Rede, entspannt zurücklehnen und die Schule ruhig machen lassen. Pädagogen wie sie wüßten es doch am Ende besser.

Laut Bundesverfassungsgericht ist die Sexualerziehung eine gemeinsame Sache zwischen Eltern und Schule. Erstere haben das Erziehungsrecht inne, die Schule dagegen muss ihrem Bildungsauftrag genügen, gleichzeitig aber einen konstruktiven Dialog mit den Eltern pflegen, da es immer unterschiedliche moralische Vorstellungen gibt. Die Schule ist dabei zur Neutralität verpflichtet. Die Lehrer dürfen bei der Wissensvermittlung keine wie auch immer geartete Ideologie exekutieren.

Angesichts dieser durch das Bundesverfassungsgericht geschaffenen Rechtssituation sollte das Selbstverständnis aufhorchen lassen, das die Gender-Pädagogin Beate Proll gegenüber ihren Befugnissen hegt. Sie sieht nämlich lediglich eine Informationspflicht der Schule gegenüber den Eltern, bevor der Sexualkundeunterricht beginnt. Das könne sie »mit einem Brief machen oder auf dem Elternabend platzieren. Dann ist es aber nicht so, dass abgestimmt wird: Thema Familie ja, Regenbogen nein. Das natürlich nicht.“« Kein Wunder, daß die Proteste gegen einen Sexualkundeunterricht, der immer mehr zu einer Werbeveranstaltung für schwul-lesbisches Liebesleben gerät, landesweit zunehmen. Mit dem Sexualkundeunterricht haben die Schulen 1968 die Büchse der Pandora geöffnet. Nun haben sie ihre liebe Not damit. Mit den pädagogischen Ansichten, wie Beate Proll sie hegt, wird es aber nicht besser werden. Ganz im Gegenteil.

Unser tägliches Gender-Gaga gib uns heute: Wie die Gender-Ideologie die Gesellschaft vergiftet – Vier wahre Begebenheiten

Richtiges Gendern soll die Welt gerechter, lebenswerter, freier, bunter und toleranter machen. Glaubt man den Anhängern des kulturmarxistischen Menschheitsbeglückungsprogramms, erwartet uns das Paradies auf Erden. Dazu muss es nur gelingen, die Fesseln der omnipräsenten Geschlechtskategorien zu sprengen und endlich die Mann/Frau-Brille abzulegen, die unseren Alltag bestimmt. Auf dem Weg dorthin erwarten den Bürger jedoch allerlei skurrile Fallstricke. Die Redaktion der Initiative Familien-Schutz hat die jüngsten Begebenheiten des alltäglichen Gender-Gagas zusammengetragen.

Die Auswirkungen der Gender-Ideologie sind inzwischen für jeden Bürger sichtbar, so man sich die Zeit nimmt hinzuschauen: Arbeitgeber lassen inzwischen jede Stellenausschreibung akribisch von Juristen auf die gesetzlich geforderte Gendergerechtigkeit prüfen, um Schadensersatzforderungen professioneller Abmahnfirmen zu vermeiden. Bekommt ein Paar sein erstes Kind, müssen sie sich fortan vor Behörden und staatlichen Einrichtungen mit der Frage auseinandersetzen, welcher von beiden sich für den Rest des Lebens als Elter I beziehungsweise als Elter II anreden lassen will. Derweil schwadronieren weibliche Ministerinnen von feministischer Außenpolitik, um der Menschheit den Weltfrieden zu bringen – obwohl allein schon der Arbeitsalltag in Firmen, deren Chefetagen mehrheitlich weiblich besetzt sind, tendentiell alles andere als friedfertig abläuft.

Angesichts der Absonderlichkeiten, die die– man muss es so nennen – Genderverblödung alltäglich weltweit produziert, gibt es keine Obergrenze. Alles ist möglich. Stoff für einen modernen Monty Python des Gender-Gagas gibt es genug. Nachfolgend stellen wir eine Auswahl der skurrilsten Begebenheiten der vergangenen Monate vor.

Seit nunmehr zwei Jahren foppt ein 22jähriger die Behörden. Als Polizistin verkleidet nimmt der eigentlich als Mann geborene Berliner regelmäßig an Einsätzen teil. Dort nimmt die Transfrau wie ein echter Vertreter der Staatsgewalt Personalien auf und saß sogar schon laut eigenen Angaben hinter dem Steuer eines Einsatzwagens. Der Berliner Polizei ist die ganze Geschichte peinlich. Laut Gesetz gilt Amtsanmaßung als Straftat, die bis zu zwei Jahre Freiheitsentzug kosten kann. Verschärft wird die Sache zusätzlich durch das gefüllte Vorstrafenregister der Pseudo-Polizistin. Doch seitdem die Berliner Polizei gendersensibel vorzugehen hat, traut sie sich nicht so richtig ran an die dreiste Transperson. Als eine Art queerer Münchhausen genießt sie nun Narrenfreiheit in Berlin.

Bleiben wir in der Hauptstadt, die mancher Bürger den Hauptslum an der Spree nennt. Dort klagt zur Zeit eine Frau gegen die Universität der Künste wegen Diskriminierung. Grund: Der Berliner Staats- und Domchor hat nach wohlwollender Prüfung die neunjährige Tochter der Klägerin nicht in seine Reihen aufnehmen wollen. Zuvor sang das Mädchen im Kinderchor der Komischen Oper Berlin und in der Domsingschule von Frankfurt am Main. Ambitionen für einen künstlerischen Werdegang scheinen – zumindest auf seiten der Mutter –reichlich vorhanden zu sein. Der nächste natürliche Schritt auf der Leiter zur klassisch ausgebildeten Sängerin kann da nur der hochberühmte, altehrwürdige Berliner Staatschor sein. Erste Zeugnisse seiner Gründung gehen bis auf das Jahr 1465 zurück. Dumm nur, daß es sich bei der Einrichtung seit jeher um einen reinen Knabenchor handelt, der nach Ansicht der Universität auch genau das bleiben soll. Das Berliner Verwaltungsgericht dachte anders und hat die Klage der Mutter angenommen.

Tragisch ging ein Fall akuten Genderwahns dagegen in Argentinien aus. Unbestätigten Meldungen zufolge nahm zur Jahreswende ein ebenso junger wie glühender Feminist an einem Marsch gegen Gewalt an Frauen teil. An einer Stelle der Demonstration wurden öffentlich Namen von Männern verlesen, die man bezichtigte, Verbrechen gegen Frauen begangen zu haben. Überraschenderweise befand sich auch der Name unseres feministischen Philanthropen auf dieser Liste und wurde der Menge bekannt gegeben. Binnen weniger Wochen sah sich der geschockte 18jährige in einem Pranger wie aus dem Mittelalter gefangen, was ihn in einen Zustand schwerer Verzweiflung stürzte. Seine besorgte Mutter fand heraus, daß keine Geringere als dessen Freundin den Sohn an die Meute verraten hatte. Obwohl die Freundin ihre Anschuldigungen als unbegründet zurückzog, gingen die Anfeindungen gegen das Verleumdnungsopfer unbeirrt weiter. Um dem Psychoterror zu entgehen, nahm sich der junge Mann schließlich das Leben.

Die USA sind das unbestrittene Mekka des weltumspannenden Genderkults. Von hier kommen entscheidende Impulse, die schon bald über den Ozean nach Deutschland schwappen werden. So hat die Universitäten von Oxford, Ohio jüngst ein Programm gegen toxische Männlichkeit (übers. toxic masculinity) ins Leben gerufen. Regelmäßig treffen sich dort interessierte Studenten, die das von notorischer Gewalt, Agressionen, von zuviel Bier und Testosteron vergiftete männliche Rollenmuster in Frage stellen und sich diskursiv davon reinigen wollen. Über vorgegebene Erlösungsriten erklimmen die Männer schließlich den Gipfel feministischer Katharsis. Zum »The good Men-Project« gehören unter anderem das gemeinsame Reden, Gruppenkuscheln und Kinogänge zu feministischen Filmen.

Regierung weitet Genderforschung massiv aus: Geschlechtersoziologie kassiert über 200 Millionen Fördergeld

Über 230 Millionen Euro Steuergelder sind in den vergangenen zwölf Jahren in die Genderforschung geflossen. Die Folge sind ein enormer Anstieg der Lehrstühle. Mittlerweile ist an nahezu jeder deutschen Universität die Genderdisziplin vertreten.

Für die Bundesregierung leisten »die Ergebnisse der Gender- bzw. Geschlechterforschung wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung gesellschaftlicher Fragestellungen«. Entsprechend gewichtig fällt ihre Antwort auf die kleine Anfrage der Grünen nach dem Stand der Genderförderung aus. Auf 39 Seiten listet das Bildungsministerium stolz Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Projekte mit sogenanntem Genderfokus auf, für die zwischen den Jahren 2007 und 2018 Beträge in insgesamt dreistelliger Millionenhöhe geflossen sind.

Mit circa 230 Millionen Euro an öffentlichen Subventionen hat die Genderforschung über die vergangenen zwölf Jahre einen beispiellosen Aufstieg gemacht. Die Projekte verteilen sich auf Bundes- wie auf Länderebene, mithin auf Universitäten und Fachhochschulen. Gefördert wird alles, was irgendwie einen »Genderfokus« aufweisen kann. Entsprechenden, an Hochschulen angesiedelte Forschungsprojekte flossen über die vergangenen zehn Jahre rund 110 Millionen Euro von der Deutschen Forschungemeinschaft (DFG) zu. Als einer der Hauptempfänger des Millionenregens entpuppt sich das Fach der Empirischen Sozialforschung, quasi die universitäre Dachorganisation der Geschlechterstudien. Angesichts der rund 230 öffentlich geförderten Projekte seit 2009 behauptet sich der DFG weiterhin als sichere Einkommensquelle für all jene Sozial-, Literatur-und Wirtschaftswissenschaftler, Historiker und Theologen, die im Titel ihres Forschungsprojekts mit einem der Schlüsselbegriffe aufwarten können: »Geschlechter«, »Gender«, »Frauen«, »Migration«, »Minderheit(en)«.

Die Kritik richtet sich beileibe nicht gegen die von der Bundesregierung aufgelisteten Forschungsvorhaben in ihrer Gesamtheit. Daß der Genderfokus durchaus wertvolle Erkenntnisgewinne birgt, wenn die unterschiedlichen Effekte von Medikamenten auf Männer und Frauen untersucht werden, liegt klar auf der Hand. Im Bereich der Geisteswissenschaften tauchen denn auch mehrere psychologische Forschungsvorhaben auf, die sich auf die Untersuchung von speziell auf Frauen wie Männer abgestimmte, teilweise medikamentös begleitete Therapieangebote konzentrieren. Auch im Bereich der Kulturwissenschaften gehört der historisch gefütterte Blick auf die unterschiedlichen weiblichen und männlichen Lebens- wie Erfahrungsräume zum normalen geisteswissenschaftlichen Diagnosewerkzeug. Welchen Erkenntnisgewinn jedoch Projekte bergen sollen, die Titel wie »Das Anna und ihr Hund. Weibliche Rufnamen im Neutrum«, »Rechtsextremismus und Gender« oder »Leib Christi – Gendersensible Rekonstruktion einer theologischen Metapher« tragen, dürfte sich eher dem allgemeinen Verständnis entziehen. Statt neuer Wissensräume zu öffnen, dürfte diesen Forschungsvorhaben wohl eher der Zweck des politischen Sekundierens und Zuarbeitens eingeschrieben sein. Ganz besonders fällt in diesem Zusammenhang ein mit rund 680.000 Euro gefördertes Projekt des Soziologen Stefan Hirschauer auf. Er widmete sich bis letztes Jahr der Frage, wie »Väter und Mütter entstehen?«, für die er eine »geschlechtliche (Ent)differenzierung pränataler Elternschaft« liefern wollte. Freie Welt berichtete hier.

Wo die politische Absicht liegt, verrät die glasklare Sprache des Geldes: Den Spitzenplatz der von der Bundesregierung direkt geförderten Projekte nimmt »Frauen an die Spitze« ein. Das mit 37,2 Millionen Euro subventionierte Vorhaben soll die »Beteiligung von Frauen im Wissenschaftssystem und in der Wirtschaft« steigern. Das ist auch geschehen.

Nach insgesamt acht Jahren Projektdauer, das wird auf den nächsten Seiten der Drucksache 19/11752 deutlich, ist aus dem ehemals dürftigen Bächlein an Professorinnen ein veritabler Strom geworden, ganz besonders im Bereich der Geschlechterstudien. Bei den Zahl der Professuren läßt sich hier ab dem Jahr 2000 ein Anstieg um weit mehr als das Dreifache verzeichnen. Die ehemals 60 Lehrstühle sind hier aktuell auf 217 angeschwollen, nicht eingerechnet die Vielzahl an Genderforschern, die sich in den ebenso vom Bund geförderten sogenannten Gender-Kompetenzeinrichtungen tummeln. Nahezu 100 Prozent dieser Stellen dürften von Frauen besetzt sein.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei dem den zur wissenschaftlichen Disziplin geadelten Gender Studies. Die deutschen Hochschulen sind quasi das geistige Bollwerk der querschnittsartig in den Geisteswissenschaften verankerten Gender Studies. Von hier kommen all jene Sozialkonstrukteure, die sich später als Gleichstellungsbeauftragte, als gendersensible Pädagogen, als Trans-, Queer- und LGBT-Experten und Berater für Inklusion und Diversität vom öffentlichen Dienst, von Gewerkschaftsetagen und mächtigen NGOs aufgesogen werden.

Noch fahren sie voll auf Erfolgskurs dank des geduldigen Steuerzahles: Gender Studies, so die Bundesregierung, sei mittlerweile aus dem Katalog der Kleinen Fächer entfernt worden, da es als »zu groß identifiziert« wurde. Das ehemalige Nischenfach Geschlechter- oder Genderstudien ist zur eigenständigen akademischen Disziplin aufgestiegen, die sich mittlerweile als Großes Fach an 31 Universitäten breit gemacht hat und insgesamt 217 Professuren umfasst. Die Zahl täuscht ein wenig. Denn dank allerlei, meistens an die Sozialwissenschaftlichen Institute angeschlossenen Unterfächer, dürften Gender Studies inzwischen an sämtlichen der insgesamt 106 deutschen Universitäten vertreten sein. Zum Vergleich: Das Fach Alte Sprachen ist im denselben Zeitraum auf 120 Professuren geschrumpft. Pharmazie kommt auf etwa 190 Professuren.

Schwul-lesbische Aufklärung an Kindern: Bundesländer erhöhen die Fördermittel

Zeitgleich haben die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern die Fördermittel für LSBTI-Verbände und queere Initiativen erheblich erhöht. Andere Bundesländer werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nachziehen. Die Konzentration der Politik auf die sogenannte Toleranzerziehung seiner Bürger, die laut Grundgesetz genuin Aufgabe der Familie, ist das stärkste Symptom einer seit Jahrzehnten ideologisch fehlgeleiteten Familien- und Sozialpolitik.

Kein anderer politischer Sektor enthüllt die ideologische Ausrichtung von Regierungen so deutlich wie deren Förderpolitik. Ob von Windkraftanlagen zersiebte Naturlandschaften oder durch Abgaben der Bürger angeschwollene Verwaltungsebenen des öffentlichen Diensts, ob ein aus allen Nähten platzender Bundestag oder die gigantischen Glas- und Betonpaläste der EU-Regierung – sie alle sind sichtbare Zeichen einer gefräßigen Polit-Elite, deren Hunger in dem Maß wächst wie sie ihn mit dem Geld der Bürger zu stillen sucht.

Nicht anders geht es auch in von Bund und Ländern betriebenen Förderung für soziale Arbeit zu. Kein anderer Bereich des gesellschaftspolitischen Lebens verzeichnet seit dem Asylansturm im Jahr 2015 derart hohe Zuwächse. Ein gigantischer neuer Markt hat sich hier aufgetan – mit dem Unterschied, dass darin keine marktwirtschaftlichen Gesetze walten, sondern allein der Grundsatz gilt, wer als erster an den vom Steuerzahler prall gefüllten Geldtöpfen sitzt.

Einen besonderen Schwerpunkt – auch dies erst nach dem deutschen Schicksalsjahr 2015 – nimmt die von der Bundesregierung angestoßene und von den Landesregierungen vorangetriebene Erziehung der Bürger zur »Toleranz und Akzeptanz« von Menschen homosexueller, trans-, bi-, ob mit oder ohne Gendersternchen versehenen Orientierungen ein. Mittlerweile haben sämtliche der 16 Landesregierungen ihren eigenen »Landesaktionsplan« zur Förderung der Regenbogen-Ideologie ins Leben gerufen.

Jedes Jahr fließt unter der Flagge jener Landesaktionspläne mehr Geld an LGBT-Vereine und queere Netzwerke. Offiziell sollen diese das Geld verwenden, homosexuelle Menschen zu beraten. Weniger bekannt ist, daß die Länder schwul-lesbischen Vereinen zusammen mit dem Steuergeld der Bürger eine Art Erziehungsauftrag erteilen, den sie, geht es nach der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgericht zum Schulgesetz, in dieser Form niemals bekommen dürften. Getarnt als »Bildungsnetzwerke« betreiben diese homosexuelle Aufklärung, nicht nur bei Kita- und Schulkindern, sondern auch in Behörden wie in privaten Firmen, bei Vereinen und Gewerkschaftsetagen unter dem Segen der Bildungs- und Sozialministerien. Allein das von CDU-Ministerpräsident Armin Laschet geführte Nordrhein-Westfalen hat seine Mittel für die »schwul-lesbische« Aufklärung laut Medienberichten auf 215.000 Euro verdoppelt. In Mecklenburg-Vorpommern erhöhte sich die Förderung für einen ähnlichen Zweck um 90.000 Euro auf insgesamt 170.000 Euro. Dafür scheint selbst in einem der ärmsten Bundesländer immer Geld da zu sein.

Schlappe für die Gender-Lobby: Familienministerium verpaßt seinem »Regenbogenportal« eine inhaltliche Rasur

Im vergangenen Monat Mai berichtete die Initiative Familien-Schutz in einem Gastbeitrag über das Regenbogenportal der Bundesregierung. Das Internetportal, das sich selbst als »Wissensnetz zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt« präsentiert, ist in Wahrheit ein staatlich finanzierter Werbeauftritt der LGBT-Lobby. Nun hat das Bundesfamilienministerium still und leise die Seite stark überarbeiten und inhaltlich entschärfen lassen.

Der öffentliche Druck, der mit der Berichterstattung von Freie Welt seinen Anfang nahm, muss der Regierung zuviel gewesen sein. Jetzt rudert das Bundesfamilienministerium unter Führung Franziska Giffeys (SPD) zurück: Mit dem Ergebnis, daß auf dessen Gender-Propagandaseite www.regenbogenportal.de ganze Seiten eilig entfernt wurden. In anderen Fällen wurden verräterische Sätze durch Formulierungen ersetzt, die dem Ministerium konsensfähig mit der breiten Bevölkerung beziehungsweise weniger verfänglich erscheinen.

Auf Freie Welt berichtete die Initiative Familien-Schutz unter anderem über die Webseite »Jung und schwul, lesbisch, bi, pan, a, queer…«, die auf dem Regenbogenportal bis vor kurzem zu lesen war. Darin findet sich ein Verweis auf den Artikel »Sexuelle Vielfalt in der Schule anerkennen und unterstützen«. In diesem Artikel werden Lehrer aufgefordert, »LSB«-freundliches Verhalten zu fördern, indem sie »in Formularen auf geschlechtsneutrale Formulierungen achten und beispielsweise »Elternteil 1 und 2“ statt »Mutter und Vater« verwenden.« Die Familienministerin vollzog mit dieser Empfehlung den finalen Kotau vor der Gender-Lobby. Selbst in den Mainstream-Medien warf man der Ministerin vor, die Begriffe »Mutter und Vater« abschaffen und durch politisch-korrekten Gender-Funktionärssprech ersetzen zu wollen. Der Shitstorm gegen das Ministerium muss so gewaltig gewesen sein, daß es nun radikal durchgegriffen hat.Von dem Artikel »Sexuelle Vielfalt in der Schule anerkennen und unterstützen« wie von der Seite »Jung und schwul, lesbisch, bi, pan, a, queer…« finden sich keine Spur mehr auf dem Regenbogenportal.

Ein anderer Artikel, der über »Aktuelle Herausforderungen für Regenbogenfamilien« informiert, taucht jetzt auf dem Regenbogenportal in kompletter Überarbeitung wieder auf. In der ursprünglichen Version boten die Autoren eine seitenlange Klage über die »rechtliche und gesellschaftliche Ungleichbehandlung von homosexuellen (Eltern-)Paaren« auf, die einem »allgegenwärtigen Bewährungsdruck« ausgesetzt seien, um sich als »gleichwertige Familienform« zu beweisen. »Vorbehalte gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gerade im Kontext von Familie« würden sich besonders »hartnäckig« halten. Um die Vorurteile bei den Bürgern abzubauen, wünschen sich die Autoren unverblümt die flächendeckende Einführung einer allgegenwärtigen staatlichen Erziehung zur Gender-Akzeptanz von Kindesbeinen an: So gehörten Kinder- und Schulbücher, die »die Vielfalt von Liebes- und Lebensformen in Deutschland widerspiegeln, nach wie vor nicht zum Standardrepertoire« von Kindertagesstätten und Schulen. Folgt man den Impetus der Autoren, können Schulen als ein »Ort der Wertevermittlung« wirken und durch den Gebrauch genderfreundlicher Lehrmaterialen Normen in Bewegung bringen.

Für Familien stellt diese dreiste Forderung, Schulen zu Gender-Lehranstalten umzubauen, schlichtweg einen dreisten Anschlag auf die Erziehungsfreiheit dar. Auch für Juristen ist dieser unverfrorene Griff nach der Bildungshoheit durch LGBT-Lobbygruppen Grund genug einzuschreiten. Da die Kita- und Schulpolitik genuin Ländersache ist, würde das Bundesfamilienministerium mit ihrem Toleranz-Dirigismus einen klaren Verfassungsbruch begehen. Der Versuch der Regierung, die vom EU-Parlament und von einschlägigen Lobbygruppen geforderten Gender-Erziehung in Kitas und Schulen zu installieren, würde zu einem gewaltigen Beben in der föderalen Tektonik Deutschlands führen. Die Seite »Aktuelle Herausforderungen für Regenbogenfamilien« wurde in der Folge komplett gelöscht und durch ein harmloses Referat über die »Rechtlichen Herausforderungen für Regenbogenfamilien« ersetzt. Offenbar hat das Familienministerium die Brisanz seines eigenen Dokuments erkannt: Zumindest erscheint ihm die allgemeine Stimmungslage in Deutschland noch nicht reif genug, die von der EU und von Homo-Lobbygruppen herbei gesehnte Gender-Revolution gesellschaftspolitisch vollständig von oben nach durchzudrücken.

Staatlich geförderte Gender-Ideologie: Regenbogen-Projekte kassieren Millionen-Fördersummen

Unter Einsatz erheblicher Geldmittel fördert die Bundesregierung aktiv die Verfestigung der Gender-Ideologie in den Köpfen der Bürger. Zwischen den Jahren 2015 und 2018 wurden dabei Fördersummen von über 7,8 Millionen Euro an vornehmlich schwul-lesbische Verbände und Jugendvereine für eine Vielzahl von Regenbogen-Projekten ausgeschüttet.

Was und wer sich alles auf dem Gebiet der sexuellen Vielfaltspädagogik tummelt und von der Regierung großzügig für die sogenannte Toleranzerziehung der Bürger entlohnt wird, offenbarte sich jüngst in einer Kleinen Anfrage. Auf über 20 Seiten listet die Bundesregierung Einzelmaßnahmen und größere Projekte auf, mithilfe derer sich nicht wenige Vereine dank ihrer »Regenbogenkompetenz« inzwischen ein lukratives Geschäftsmodell auf Kosten des Steuerzahlers aufgebaut haben dürften. In der Förderperiode zwischen 2015 und 2018 kommen so Gesamtmittel von über 7,8 Millionen Euro für Gender-Erziehung zustande.

Die Ausschüttung der Geldmittel für die Regenbogen-Vereine erfolgte im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!«, das 2015 vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen wurde. Das Programm startete damals mit einem Budget von eher mageren 40,4 Millionen Euro. Diese Summe erhöhte sich schrittweise in einem erheblichen Umfang. 2017 bewilligte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags bereits ein Gesamtumfang von 104,5 Millionen Euro. In diesem Jahr strich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) die Rekordsumme von 115,5 Millionen Euro ein. Zum Vergleich: Dem 2011 von der damaligen Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ins Leben gerufene Bundesprogramm »Elternchance ist Kinderchance«, das die schulischen Chancen von Kindern bildungsferner Eltern verbessern helfen sollte, wurden Mittel von gerade mal 3 Millionen Euro jährlich bereitgestellt. Das Programm lief 2015 sang- und klanglos aus. Dagegen endlos weitergehen soll nach Giffeys Willen der staatliche Geldsegen im Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung, Homophobie, Rechtspopulismus usw. usf.: Im Mai diesen Jahres wurde das Bundesprogramm »Demokratie leben!« zur Freude der links-queer-grünen Aktivistenszene von der Regierung auf unbestimmte Zeit verlängert.

Größter Absahner im Zusammenhang der staatlichen Aufklärungsarbeit gegen Homophobie ist die Bundesvereinigung Trans* e.V., die sich für die »Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger« über satte 980.237 Euro für den Zeitraum 2015 bis 2018 freuen konnte. Auf Platz 2 folgt der Lesben- und Schwulenverband Deutschlands e.V. (LSVD). Er kassierte für den gleichen Vorgang rund 537.000 Euro. Hinzu kommen Mittel in Höhe von rund 350.000 Euro für die Entwicklung des Modellprojekts »Beratungskompetenz zu Regenbogenfamilien«. Insgesamt belaufen sich die vom Bund bewilligten Mittel für den LSVD in der vergangenen Förderperiode auf 887.000 Euro. Als Verein kann man davon schon ein paar größere Rechnungen bezahlen.

Auf dem Fuße folgt die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V.. Sie erhielt ganze 708.000 Euro von der dankbaren Regierung für ein Projekt, in dem sie die »sexuelle Orientierung« ihrer Klientel »kultursensibel« zu ergründen half. Knapp dahinter liegt der Verein Archiv der Jugendkulturen, der für sein »Diversity Box« Projekt den stolzen Förderbetrag von über 697.000 Euro erhielt. Damit finanzierte der Verein »medienpädagogische Workshops« mit Jugendlichen, um sie bei der kreativen Erstellung von Postkarten, Fotostrecken und Filmchen über queeres Leben anzuleiten.

Zu den großen Summen gesellen sich insgesamt 219 Einzelmaßnahmen kleinerer Vereine und Initiativen, die durchschnittlich einen niedrigen vier bis fünfstelligen Förderbetrag erzielten. Für Interessierte lohnt sich der Blick auf die Titel, die unbeabsichtigt teilweise kaum an Skurrilität zu überbieten sind. Eine Kostprobe: Eine Kölner Gesamtschule glänzt zum Beispiel mit dem Projekt: »Und wann hast du dich entschieden, hetero zu sein.«, das dem Ministerium 1700 Euro wert war. Für das Projekt mit dem für Laien schwer begreiflichen Titel »Queertreiber auf der Altmühl« vom Verein Fliederlich e.V. ließ Giffey eher magere 500 Euro springen. Für eine queere Bootsfahrt ist es trotzdem ein nettes Sümmchen. Etwas mehr erhielt schon der Stadtjugendausschuss Karlsruhe. 2300 Euro kassierte er für seine »Gay Awareness Flyeraktion«. Mit »Queer und Hörgeschädigt« sowie »Diversity im Bogensport« entdeckten zwei Vereine in der Tat drängende Alltagsprobleme, für die sie rund 1600 beziehungsweise knapp 2400 Euro erhielten. Dabei scheint das Motto zu gelten, je alberner ein Titel, desto höher sind seine Aussichten auf Fördererfolg. Das Projekt »Goslar goes HomOriental« bekam 3500 Euro, ein Theaterprojekt mit dem Namen »Homologie« bereits 3700 und ein echter Brüller mit dem Titel »Gay mir weg!« war der Regierung fast 4000 Euro wert.

Was ist ein Sadist? Ist Prostitution gut?: Ein Schul-Übungsheft führt Zehnjährige in die Porno-Welt ein


Übungsheft „Lernwerkstatt: Sexuelle
Vielfalt“, Kohl-Verlag 2015
Quelle: Initiative Familien-Schutz

Eine Publikation des Kerpener Kohl-Verlags zeigt beispielhaft, wie leicht das Vertrauen zwischen Eltern und Schulen gestört werden kann, wenn Lehrer ihre Schüler zu »sexueller Vielfalt« aufklären wollen. Das im Jahr 2015 erschienene Übungsheft sollen schon Kinder ab zehn Jahren bearbeiten.

In einem Interview kritisiert der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, scharf die schleichende Ideologisierung der Schulen durch Gender Mainstreaming. Er glaube nicht, daß man dadurch eine größere Akzeptanz sexueller Vielfalt erreiche. »Problematisch wird es, wenn sich Ideologie breit macht.«, führt Meidinger weiter aus.

Dabei gehe die Initiative für Gender-Maßnahmen an Schulen und Kindergärten in der Regel nicht von den Eltern aus, auch nicht von Lehrkräften und Schulleitungen. Diese würden vielmehr »von außen, von verantwortlichen Politikern und entsprechend politisch positionierten Kommunen und Schulträgern in die Schulen hineingetragen.« Meidinger äußert Befremden darüber, denn besonders die Geschlechter- und Sexualerziehung sei ein sehr sensibler Bereich, »in dem Elternhaus und Schule besonders eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten sollten.« Was er unter anderem meint, zeigt beispielhaft ein Übungsheft eines rheinländischen Verlags für Schulmaterialien.

Trotz seiner unscheinbaren Aufmachung trägt das Übungsheft der Schulbuchautorin Gabriela Rosenwald mit dem Titel »Lernwerkstatt: Sexuelle Vielfalt« jede Menge Sprengstoff in sich. Die generelle Stoßrichtung seines Inhalts ist eindeutig: Die Vielfalt der Geschlechter ist wunderbar und wird den Schülern als unzweifelhafter Fakt präsentiert (»Es lebe die Vielfalt!«) mit dem Ziel, daß die Schüler sich am Ende der Übungen zur Akzeptanz aller möglichen, auch äußerst randständigen sexuellen Vorlieben wie Fetischismus und Sadismus bekennen. Dazu sollen die Schüler – empfohlen wird das Übungsheft ab der 5. Jahrgangsstufe, das heißt, für Kinder ab zehn Jahren – Fragen beantworten, mit denen sie selbst intimste Auffassungen über Sexualität preisgeben müssen.

Jedem Begriff aus der Sexualpraxis von Erwachsenen (!) wie unter anderem »bisexuell«, »Transsexualität«, »Transvestismus«, »Dragkings und Dragqueens«, »Sadomasochismus«, »Fetischismus«, »Pädophilie«, »nymphoman« und »Prostitution« wird ein erklärender Text vorangestellt, dann soll das mindestens zehnjährige Kind mit eigenen Worten schriftlich erklären, was dieselben Begriffe bedeuten inklusive die mehr als verstörende Wirklichkeit, die sie transportieren. »Was ist ein Sadist?«, »Was ist ein Masochist?« werden die Grundschulkinder gefragt. Oder sie werden aufgefordert, Begriffe wie »sexuelle Gewalt«, »sexuelle Misshandlung« und »Inzest« in ihren »eigenen Worten« schriftlich auszuführen. Auf einer Seite sind Bilder von leeren geschlechtslosen Gesichtern ohne Haar gedruckt, dazu die Aufgabe, sich »als Maskenbildner« zu versuchen und eine Frau »als Dragking« beziehungsweise einen Mann als »Dragqueen« zu gestalten. Zeichenunterricht der besonders perversen Art, könnte man sagen. Man sieht die Mädchen schon eifrig nach den bunten Stiften in ihren Einhorn-Federmäppchen greifen.

Gender-Gaga statt Lutherbibel: Mit seinem Programm gibt sich der Kirchentag der Lächerlichkeit preis

Welche Blüten die Gender-Ideologie treiben kann, wenn sie in der Institution Kirche auf frischen Boden stößt, beweist jedes Mal der alle zwei Jahre stattfindende evangelische Kirchentag. Statt Lutherbibel und Liturgie werden den Besuchern Regenbogen-Propaganda, grüne Weltrettungsphantasien und die »Bibel in gerechter Sprache« serviert. Dieses Jahr war die Christenversammlung denn auch ein wahres Festival für »sexuelle Vielfalt und Toleranz«.

Fast scheint es, als seien die wechselnden Kirchentagspräsidenten stillschweigend in einen Überbietungswettbewerb eingetreten. Wer auf seiner Veranstaltung die meisten Gender-Punkte erreicht, hat gewonnen. Der diesjährliche evangelische Kirchentag unter der so infantil wie nichtssagenden Losung „Was für ein Vertrauen“ markiert gewiß einen negativen Rekord auf der ideologischen Abwärtsspirale, die sich mit dem Fall der Mauer und der damit auch in der Kirche in Gang gesetzten Liberalisierungswelle in ihren Reihen aufgetan hat.

»Schwul, lesbisch – na und? Mit der Bibel gegen Homophobie«, »Ist dein lesbisch/ schwul mein queer? Dialog der Generationen«, »Lesben* schreiben Kirchengeschichte«, »Geflüchtete Lesben – eine Sensibilisierung«, »Es ist noch Platz unterm Regenbogen, Mitmachgottesdienst für Kleine und Große«, »Hilfe, mein Kind ist queer«, »Coming out für Mädchen* und junge Frauen*«. Wer sich dieses Veranstaltungsprogramm näher anschaut, könnte glauben, sich versehentlich zum Jahrestreffen radikaler Gender-Feministen verirrt zu haben statt zur größten deutschen Christenversammlung. Den einsamen Höhepunkt der verzweifelt-lächerlichen Anbiederung der Kirche an den Regenbogen-Zeitgeist markiert ein Workshop fürs »Vulven malen«. Dazu twitterte der Veranstalter zu allem Überfluss ein bewegtes Bild, das eine Gruppe rosa-roter, zuckender weiblicher Genitalien zeigt. Dazu der Text: »Apropos Hashtag #Hoden: Beim Kirchentag gibt’s den Workshop „Vulven malen“«.

Vor kurzem veröffentlichte der Vatikan ein Positionspapier an die Bistümer und katholischen Erziehungsanstalten, in dem er ausdrücklich vor der Gender-Ideologie warnte (Freie Welt berichete). Der Glaube an die menschliche Potenz,Körper und Geist nach Belieben formen zu können ungeachtet seiner natürlichen Bestimmung, ist für den Vatikan ein gefährlicher Irrweg. Konsequent zu Ende gegangen wird er die Familie und damit wesentliche Grundfeste von Kirche, Staat und Gesellschaft zerstören. Dieser Einwand und deutliche Kritik von qualifizierte Seite fechten hohe evangelische Repräsentanten nicht an. Das Weltbild der bunten, vielfältigen Toleranzgesellschaft, in der sich fest etablierte Zeitgeist-Surfer wie Heinrich Bedford-Strohm und Margot Käßmann zuhause fühlen, will von unbequemen Nuancierungen nichts wissen. Da stört das Wort aus der Lutherbibel nur.

Interview mit Gender Kritiker Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Kutschera: „Das Strafverfahren gegen mich ist eine Art Bücherverbrennung 2019“

Quelle: Sammlung U. Kutschera

Am 5. Juli 2017 veröffentlichte das österreichische Online-Portal kath.net ein Interview mit dem Evolutionsbiologen Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Kutschera. Unter dem Titel „Ehe für alle? Diese widersinnige Entscheidung überrascht mich nicht“ sprach sich der Naturwissenschaftler gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare aus. Daraufhin sah sich Kutschera einer negativen Medienkampagne gegen ihn ausgesetzt. Es folgte eine Anzeige wegen „Volksverhetzung“ und „Beleidigung“. Im nachfolgenden Gespräch mit der Initiative Familien-Schutz bezieht Deutschlands profiliertester Gender-Kritiker Stellung zu den Anwürfen.

Initiative Familien-Schutz: Vor etwa zwei Jahren haben Sie in einem Interview mit dem Medienportal kath.net das Recht auf Kindes-Adoption für Homosexuelle aus biologischer Sicht in deutlichen Worten kritisiert. Deshalb wirft Ihnen die Staatsanwaltschaft Kassel unter anderem „Volksverhetzung“ vor. Kürzlich mussten Sie sich vor dem dortigen Amtsgericht verantworten. Wie ist der Stand der Dinge im Verfahren gegen Sie?

Prof. Kutschera: Wie aus zahlreichen Berichten der Einheits-Medien hervorgeht (z. B. Spiegel Online, FAZ, Bild.de, usw.), wurde mir unterstellt, ich hätte „Homosexuellen eine grundsätzliche Neigung zum sexuellen Missbrauch von Kindern“ vorgeworfen. Meine befürchtete Prophezeiung war eine „staatlich geförderte Pädophilie“. Der Begriff „sexueller Kindesmissbrauch“ kommt jedoch im kritisierten kath.net-Interview nicht vor. Das Wort „Pädophilie“ habe ich nach dem US-Psychologen John Money (1921–2006) als „übersteigerte Elternliebe“ definiert, was immer das bedeuten mag. Deshalb ist der Hauptvorwurf gegen mich haltlos. Symbolisch gesprochen: Den Mord, der mir vorgeworfen wird, habe ich nicht begangen.

In später veröffentlichten Kommentaren, sowie in meiner evolutionsbiologischen Monographie Das Gender-Paradoxon habe ich allerdings die allgemeine Pädophilie angesprochen, das heißt die erotische Anziehung von Männern zu Jugendlichen bzw. Kindern unter 16 Jahren. Diese wurde von mir in Bezug zum „Schwule-Herren-Adoptionsrecht“ diskutiert. Alles unter Verweis auf entsprechende Fachliteratur. Diese Nachfolge-Beiträge waren aber nicht Gegenstand der Anklage. Aktuell ist das Strafverfahren ausgesetzt.

Familien-Schutz: Anfang 2018 ist Ihr oben angesprochenes Buch „Das Gender-Paradoxon“ in einer erweiterten 2. Auflage erschienen. Es gilt als Grundlagenwerk wissenschaftlich fundierter Kritik an Gender Mainstreaming. Passagen dieser umstrittenen Monographie wurden nun auch im Strafverfahren gegen Sie relevant. Was sagen Sie dazu?

Prof. Kutschera: Das Fachbuch war bereits beim Erscheinen der Erstauflage 2016 das meist gehasste Druckwerk der „Frau-gleich-Mann-Gläubigen“. Insbesondere deshalb, weil ich dort die sozialkonstruktivistische Gender-Irrlehre auf die Theorien und praktischen Baby-/Kleinkind-Misshandlungen von John Money zurückgeführt habe. Die beanstandeten Interview-Begriffe „Kindesmissbrauch“ und „Horror Kinderschänder-Szenario“ beziehen sich auf jene verwerflichen pseudo-medizinischen Aktionen von Money. Diese habe ich in meinem Buch, gestützt auf bisher nicht ausgewertetes Material, im Detail dargelegt. Besonders erschütternd in diesem Zusammenhang ist der „Money‘sche Fall“ David Reimer. Dieser Junge war das erste, weltweit bekannte Opfer einer tragisch missglückten operativen Kastration mit geplanter Geschlechtsumwandlung.

Da das zur Strafsache erklärte „Interview 2017“ in nahezu allen Sätzen auf Moneys Gender-Ideologie Bezug nimmt – einschließlich der von ihm eingeführten und exemplarisch vollzogenen Kleinkinder-Frühsexualisierung – interpretiere ich das Kasseler Gerichtsverfahren als eine Art „Bücherverbrennung 2019“. Das hat nicht einmal der Volkswirt und Sachbuchautor Dr. Thilo Sarrazin erreicht: Aufgrund einerquellengestützten Tatsachen-Monographie vor Gericht gestellt zu werden!

Familien-Schutz: Gender-Professuren an Universitäten, schwul-lesbischer Aufklärungsunterricht, Millionen-Subventionen für Gender-Projekte: Das ist inzwischen für die Bundesregierung im Rahmen der Gleichstellungs-Programme selbstverständlich. Wie bewerten Sie das?

Prof. Kutschera: Würde man an deutschen Universitäten Professuren für Biblische Bio-Menschenkunde, Wasser-Gedächtnislehre oder Erdstrahlen-Forschung einrichten, so wären der Kreationismus, die Homöopathie oder die Wünschelruten-Gängerei noch immer keine Wissenschaften. Nur was objektiv, unabhängig vom Glaubenden, existiert, kann nach naturwissenschaftlichen Prinzipien erforscht werden. Kinder können spätestens ab dem 2. Lebensjahr mit nahezu 99 %-iger Treffsicherheit Jungen/Mädchen (bzw. Männer/Frauen) voneinander unterscheiden. Der evolutionär herausgebildete Sexual-Dimorphismus ist im Genom und in unseren Körpermerkmalen verankert.

Zwingt man kleine Kinder dazu, das was sie sehen, als „soziales Konstrukt“ zu missdeuten, verunsichert man die Heranwachsenden auf verwerfliche Art und Weise. Diese von John Money initiierte Geschlechter-Propaganda habe ich im „Gender-Paradoxon“ ausführlich thematisiert und als geistige Vergewaltigung Schutzbefohlener gekennzeichnet. Diese Moneyistische Gehirnwäsche ist schlimmer als eine Vermittlung des antiquierten Erdscheiben-Glaubens: Kinder sehen, ob sie männliche bzw. weibliche Personen vor sich haben, können aber nicht erkennen, ob wir auf einer Scheibe oder auf einer Kugel leben. Daher müssen wir weiterhin gemeinsam die widernatürliche Gender (bzw. Erdscheiben)-Pseudoreligion verbal attackieren und inhaltlich als Fiktion entlarven. Der Mediziner Prof. Hans Sachs hat sich 2018 in diesem Sinne geäußert. Seine Ausführungen seien hier ausdrücklich als Leseempfehlung vermerkt.

Familien-Schutz: Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, sogenannte Konversionstherapien für Homosexuelle verbieten zu wollen. Wie bewerten Sie diesen Vorstoß als Biologe?

Prof. Kutschera: Als studierter Nebenfach-Musikwissenschaftler und Produzent neoklassischer Piano-Synthesizer-Werke verehre ich seit meiner Jugend den russischen Komponisten Peter Tschaikowsky (1840–1893). Tschaikowsky war ein geborener Homoerotiker. Er wollte sich diese bei ihm vorgeburtlich-embryonal festgelegte gleichgeschlechtliche Veranlagung durch Heirat mit einer seiner Verehrerinnen „aberziehen“. Dieses im „Homosex-Kapitel“ meines Gender-Buchs ausführlich dargelegte „Peter & Antonia“-Experiment ist aber kläglich gescheitert: der sensible Komponist wurde nicht zu einem Frauen-Liebhaber „konvertiert“, sondern beging einen Selbstmordversuch.

Daher hat der deutsche Gesundheitsminister Recht. Er sagt exakt das aus, was in meinem „Gender-Buch“ – in anderen Worten – nachlesbar ist: „Homosexuelle müssen vor Pathologisierung, Stigmatisierung und Leid geschützt werden.“ Auch Komponisten, Naturwissenschaftler und Künstler waren (bzw. sind) manchmal geborene Homoerotiker, die sich, wie all die anderen erotisch invers veranlagten Menschen, ihr Schicksal nicht ausgewählt haben – und damit ihre Unfähigkeit zur natürlichen sexuellen Reproduktion und daher Kinderlosigkeit. Aus diesem Grund sind nahezu alle Versionen sogenannter „Umpolungs-Therapien“ zum Scheitern verurteilt, zumindest in den meisten Fällen, denn Ausnahmen gibt es immer in der Biologie.

Familien-Schutz: Das Bundesfamilienministerium hat kürzlich die Internetseite www.regenbogenportal.de ins Leben gerufen. Dort soll zum Beispiel Vorschulkindern über Gespräche die Homo-Lebensweise vermittelt werden. Wie bewerten Sie als Evolutionsforscher und international ausgewiesener Biowissenschaftler diese Agenda?

Prof. Kutschera: Die Annahme, dass es von der Hetero- bis zur Homoveranlagung Zwischenstufen gibt wie auf einem Geschlechter-Regenbogen, ist als Irrglaube entschlüsselt. In meinem Buch lege ich das ausführlich dar. Dieser vermeintliche „Gender-Regenbogen“, auch bekannt als „Hirschfeld-Leiter“ bzw. „Kinsey-Stufenskala“, konnte definitiv widerlegt werden. Ebenso ist es unakzeptabel, Kinder mit Problemen erwachsener Menschen zu konfrontieren. Bis zum Jahr 1800 – in etwa dem Beginn der modernen Biologie – glaubten Erzieher, Kinder wären „kleine Erwachsene“. Diese naiven Vor-Darwin’schen Vorstellungen sind lange widerlegt. Die Kindheit ist ein separater Entwicklungsabschnitt.

Da Kinder vorpubertäre Menschen sind und keine Sexualzellen (das heißt Eier bzw. Spermien) bilden können, kann es auch keine „kindliche Sexualität“ geben. Die betreffenden Politiker glauben an eine veraltete Freud’sche Hypothese und verweigern offensichtlich jegliche Belehrung durch moderne, molekularbiologisch geschulte Fachleute. Ich bewerte diese „Vergenderung“ unserer Kinder nicht nur als verwerfliche Moneyistische Indoktrination, sondern auch als Armutszeugnis für den „Wissenschaftsstandort Deutschland“. Nur Aufklärung über Fachpublikationen kann hier weiterhelfen. Das Werk des Diplom-Biologen Matthias Rahrbach „Warum Frauen eben doch nicht benachteiligt sind“ sei an dieser Stelle als vertiefende Lektüre ausdrücklich empfohlen.

Familien-Schutz: Muss man als ausgewiesener Gender-Skeptiker wie Sie nicht manchmal verzweifeln angesichts der Bedrohung der Wissenschaftsfreiheit? Dieses Übergewicht an „Regenbogen-Propaganda“ ist doch erschütternd!

Prof. Kutschera: Es handelt sich hier in der Tat um einen „Kampf von David gegen Goliath“. Der Journalist und Filmproduzent Holger Douglas vergleicht demgemäß in einer klugen Analyse der „Strafsache Kutschera“ meine Gerichtsverhandlung mit dem Fall „Galileo Galilei – katholische Kirche“. Wie Douglas korrekt anmerkt, geht es in meiner „Strafsache“ um die Frage, ob eine naturwissenschaftliche Aussage im Rahmen der Meinungs- bzw. Wissenschaftsfreiheit gegenüber der Gender-Ideologie geäußert werden darf.

Die Wissenschaftsfreiheit erlaubt es aber glücklicherweise noch immer, Forschungsergebnisse, die als politisch nicht korrekt bewertet werden, darzulegen. Der Verleger Dr. Wilhelm Hopf hat vor wenigen Wochen eine ausgezeichnete Monographie mit dem Titel „Die Freiheit der Wissenschaft und ihre Feinde“ herausgegeben mit einem Vorwort des Präsidenten des Deutschen Hochschulverbands, Prof. Dr. Bernhard Kempen. Dort sind zahlreiche Fälle bezüglich einer Unterwanderung/Unterdrückung der Wissenschaftsfreiheit zusammengetragen. Es ist unglaublich, was inzwischen in unserem Land vor sich geht: Gewisse „schlagende Studentenverbindungen“ wie zum Beispiel AstA maßen sich an, den Uni-Professoren vorzuschreiben, was sie lehrend dürfen! Man könnte in der Tat verzweifeln, aber die „politische Correctness“ und Regenbogen-Fiktionen werden irgendwann einmal von der wissenschaftlichen Wahrheit eingeholt und dann in der Versenkung verschwinden.

Familien-Schutz: Wie werden Sie mit dieser öffentlichen Diffamierungskampagne gegen Ihre Person fertig? Werden Sie resignieren?

Prof. Kutschera: Da ich mich seit meiner Rückkehr aus den USA 1988 kritisch mit Pseudowissenschaften wie Kreationismus, Homöopathie und der Klimawandel-Hysterie auseinandersetze und mir seit Jahren vorwerfen lassen muss, „undiplomatisch – politisch inkorrekte Argumente“ einzubringen, bin ich inzwischen entsprechend abgehärtet. Nach dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“, werde ich aber meine Agenda der Vernunft und Aufklärung fortführen. Seit der Kasseler Gerichtsverhandlung gehen bei mir aus Deutschland, der Schweiz, Polen, Russland usw. viele positive Kommentare ein mit dem Tenor: „Sie vertreten eine schweigende Minderheit“. Das muntert mich auf und gibt mir Zuversicht.

Familien-Schutz: Man liest immer wieder, Sie wären homofeindlich und ein Instrument der Rechtspopulisten. In der Bild-Zeitung wurden Sie kürzlich als „Professor Dr. Schwulenhass“ tituliert. Was ist Ihre politische Position?

Prof. Kutschera: Seit meiner frühen Jugend interessiere ich mich für Naturwissenschaften und klassische Musik – für Politik war da kaum Platz. Der Vorwurf, ein „homophober Professor“ zu sein, ist in Anbetracht meiner Verehrung von Peter Tschaikowsky nicht haltbar. Mit dem „rechts-links-oben-unten-Denken“ kann ich nichts anfangen. Ich bin ein parteiloser, konservativ-progressiver Selbstdenker, im Grunde somit ein unpolitischer, international tätiger Scientist. Die Frage, ob meine aus Fakten abgeleiteten selbstkritischen Schlussfolgerungen mit irgendwelchen politischen Programmen übereinstimmen, ist mir gleichgültig.

Berührungsängste mit der Deutschen Alternativpartei (AfD) habe ich allerdings nicht. Diese Vereinigung von Oppositionspolitikern vertritt in etwa jene Positionen, wie sie vor 25 Jahren von den „Christdemokraten“ propagiert wurden. War die CDU jemals eine rechtspopulistische Partei? Diese Frage mögen mir meine Kritiker, auf Sachargumente gestützt, beantworten.

Familien-Schutz: Prof. Kutschera, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Literatur und Weblink:

Kutschera, U. (2018) Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen. 2. Auflage. LIT-Verlag, Berlin.

Kutschera, U. (2015) Evolutionsbiologie. Ursprung und Stammesentwicklung der Organismen. 4. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

Rahrbach, M. (2016) Warum Frauen eben doch nicht benachteiligt sind: Eine Abrechnung mit dem männerfeindlichen Radikalfeminismus. Verlag Natur und Gesellschaft, Olpe.

Hopf, W. (2019) Die Freiheit der Wissenschaft und ihre ‚Feinde‘. Vorwort Bernhard Kempen. 13 Thesen zur Wissenschaftsfreiheit: Friedhelm Hufen. LIT-Verlag, Berlin.

Internetadressen

Arbeitskreis Evolutionsbiologie: www.evolutionsbiologen.de

Twitter U. Kutschera: https://twitter.com/EvoUKut

Steuermillionen für Gender-Projekte mit unaussprechlichen Titeln

Nicht nur in Deutschland, auch im Ausland fördert die Bundesregierung nach Kräften die Gender-Ideologie. Alle Zusammenschlüsse, die irgendetwas mit »Gender«, »Frauen« und »LGBTI« im Titel aufführen, werden vom Auswärtigen Amt großzügig mit dem Geld des deutschen Steuermichels bedacht.

Dabei steigen die ausgezahlten Summen von Jahr zu Jahr an. Allein 2017 schüttete die Bundesregierung über 2,2 Millionen für Gender-Projekte in der ganzen Welt aus (FW berichtete). Weil niemand so genau hinguckt, mehren sich im gleichen Atemzug die förderungswürdigen Gender-Projekte. Wie sich im Rahmen einer kleinen Anfrage herausstellte, sind die Vorhaben oft ebenso intransparent wie ihr Titel konfus ist. Welcher normale Bürger kann schon etwas anfangen mit kaum aussprechbaren Projekten wie das zur »Umsetzung von gemeindebasierten genderbewussten Aktionsplänen zur Anpassung an den Klimawandel in 10 Distrikten« in Bangladesch oder eines, das sich der »Fortbildung zur Genderorientierung und Empowerment von jungen Menschen zur nachhaltigen Friedensförderung in Nepal« widmet?

Auch die »Qualifizierung von Basisfrauenorganisationen und Genderorientierung von Entwicklungs-NGO´s« und die »Förderung der Berücksichtigung der Rechte von LGBTI u.a. in Lehrerfortbildungen, in Peer Education Programmen und in der Schulgesundheitspolitik« sind Projekte, die dem Steuerzahler gewiß am Herzen liegen. Insbesondere vor dem Hintergrund, daß auch hierzulande die Sensibilisierung von Lehrern für die besondere Rechtssituation der queeren Minderheit ein weitgehend unabgeschlossenes Unterfangen ist, das dringend weiterer finanzieller Maßnahmen seitens der Bundesregierung bedarf. Als ob man »Toleranz und Respekt« kaufen könnte.

Kurioserweise findet sich in manchen Titel die Aneinanderreihung von Begriffen, denen man oberflächlich keine inhaltliche Verwandtschaft zugetraut hätte, so zum Beispiel, wenn die Bundesregierung Maßnahmen zum »Mainstreaming von HIV und Aids, TBC und Gender« fördert. Heißt das, Gender wird von der Bundesregierung als eine sich epidemisch ausbreitende Krankheit betrachtet wie die Infektionsleiden Aids und TBC? Das wäre immerhin ein Fortschritt.