Feministin versus Lebensschützerin: »Ein Fötus ist kein Mensch mit eigenem Lebensrecht!«

Lebensrechtler sagen, das Lebensrecht des ungeborenen Kindes muss geschützt werden, auch gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau. Der Fötus sei kein Mensch und hätte deshalb auch keine Rechte, halten Abtreibungsbefürworter dagegen. Ein Streitgespräch zeigt, dass Feminismus und Lebensschutz unversöhnlich zueinander verharren.

Irgendwann im Laufe der Frauenrechtsbewegung haben Feministinnen Müttern den Krieg erklärt. Die Mutterrolle sei rückständig, weil sie zwischen Kindern, Küche und Kirche das Patriarchat des bösen weißen Mannes aufrecht erhielte. Frauen, die sich schwängern lassen, begäben sich freiwillig in Abhängigkeit des Mannes und begingen deshalb Verrat an ihren feministischen Schwestern. Die Vordenkerin des Feminismus, Simone de Beauvoir, bezeichnete den Säugling an der Brust folgerichtig als Blutegel, die Frau als eine vom Mann unterdrückte Reproduktionsmaschine. Diese Aussagen liegen mehr als ein halbes Jahrhundert zurück, doch hat sich der Feminismus seither nicht nennenswert weiterentwickelt, schlimmer noch, er hat sich in der globalisierten genderfeministischen Variante sogar noch radikalisiert.

Eine Vertreterin davon ist die Journalistin Teresa Bücker, die sich für das Magazin Stern – erfreulicherweise, möchte man sagen – einer Diskussion mit der bekannten Lebensrechtlerin, Autorin und Journalistin Alexandra Maria Linder stellt. Beide Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Für Linder – der Zuschauer spürt es im Verlauf des Gesprächs – ist Abtreibung eine hochemotional besetzte Thematik, der sie mehr als 16 Jahre ihres Lebens gewidmet hat. Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht hat nach eigener Aussage viele Frauen mit Konfliktschwangerschaften beraten und auf ihrem Weg vor und nach Abtreibung begleitet. Sie selbst habe nach der Tötungsoperation noch keine Frau glücklich gesehen. Die seelische Tiefenproblematik, der Schmerz und die inneren Verwerfungen, die Abtreibung mit sich bringt, zeigen sich bei Frauen erst dann, wenn es zu spät ist. Die Klage der Patientinnen, so Linders impliziter Vorwurf an Abtreibungsbefürworterinnen wie Bücker, über die mangelnde Aufklärung der Beratungsstellen zu physischen wie psychischen Folgen des Abbruchs, werden einfach nicht hinreichend ernst genommen. Weil das Selbstbestimmungsrecht der Frau für Feministinnen über allen anderen Rechten, selbst dem primären Lebensrecht des ungeborenen Kindes steht, muß Abtreibung konsequenterweise zu einer Art Lifestyle-Konsumentscheidung verharmlost werden.

Mit einem simplen philosophischen Trick hält Teresa Bücker dagegen: Föten seien keine Menschen, deshalb besäßen sie auch nicht dieselben Rechte wie ein Kind nach der Geburt. Man kann, der Feministin zufolge, Föten nicht wie vollgültige Individuen, wie Staatsbürger behandeln. Von diesem Argument weicht Bücker im Verlauf der Diskussion keinen Zentimeter ab. Selbstverständlich nicht, denn es ist die Schlüsselposition von Abtreibungsbefürwortern: Daß Leben erst ab einem gewissen Stadium Rechte begründet. Wann denn das ungeborene Kind für sie ein Mensch sei, will die Lebensrechtlerin Linder von Frau Bücker wissen? Das sei schwierig zu beantworten, lautet deren ausweichende Antwort. Es ist offenbar eine Sache der Interpretation. Wie gut, daß radikale Feministinnen nicht über die rechtliche Auslegung des Gründungsmoments bürgerlicher Rechte bestimmen dürfen, denn dann wäre das Kind selbst nach seiner Geburt seines Lebens nicht sicher.

Einig sind sich die Kontrahentinnen wenigstens darin, daß die Gesellschaft kinder- und mütterfreundlicher werden müsse, um die Abtreibungsquote zu senken. Die Rahmenbedingungen für Familie müssen stimmen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Zur Zeit laufen jedoch die familienpolitischen Bestrebungen in eine völlig andere Richtung. Die Doppel- und Dreifachbelastung von Müttern zwischen Beruf, Familie und Alltag wird uns als erstrebenswerte Daseinsweise in den schönsten Farben gemalt. Gestresste Kinder, depressive Mütter, genervte Väter, die sich aus der Familienverantwortung zurückziehen, sind Folgen dieser Politik, die am allerwenigsten deren Hauptverantwortliche sehen wollen. Wer will zu dieser Zeit noch Kinder haben, in der eine sich Familienministerium nennende Behörde faktisch als verlängerter Arm der Wirtschaft agiert und Familien konsequent zur disponiblen Verfügungsmasse von Konzernen und Arbeitgebern herabwürdigt? Bis die Rahmenbedingungen stimmen, ist es also noch ein weiter Weg, den jährlich über 100.000 Ungeborene mit dem Leben bezahlen. Es braucht jetzt und nicht erst in zehn oder zwanzig Jahren gegenläufige Maßnahmen und genau die umzusetzen mahnt Linder an. Vorschläge der Lebensschutzbewegung gibt es viele und dazu gehört in erster Linie, Schwangeren mit Abtreibungswunsch den Weg zum Leben und zur Hoffnung aufzuzeigen. Viele Frauen bereuen die Abtreibung ihres Kindes. Aber wie viele bereuen es, ihr Kind zur Welt gebracht zu haben? Für sehr verzweifelte Frauen, beispielsweise schwangere Frauen durch Vergewaltigung, gäbe es die Alternative Adoption, schlägt Linder vor. Frauen, die dem Akt der Gewalt bewußt einen Akt der Liebe entgegen setzen, beschreibt die Lebensschützerin diesen bemerkenswerten Vorgang, den sie selbst in ihrer Praxis als Beraterin mehrmals erlebt habe.

Bei diesen Worten verzieht Bücker sichtlich angewidert das Gesicht. Die praktischen Erfahrungen der Lebensschützerin in der Beratung konfliktschwangerer Frauen konfrontieren die Feministin offenkundig mit einem Zuviel an Realität. Man kann nur spekulieren, welche früheren Verletzungen Bücker als, Kind, als Frau und seit einigen Jahren selbst Mutter einer Tochter erfahren hat, um sich derartig vehement gegen die Vorstellung zu sperren, daß Leben selbst unter widrigsten Umständen als Geschenk empfunden werden kann. Auch dann, wenn man zuvor an das Glück und die Zuversicht, das es mit sich bringt, nicht glauben wollte oder konnte, weil Verzweiflung und panische Zukunftsängste den Blick auf das Wesentlichste – den sanften Auftrag, nicht nur Leben zu schaffen sondern es auch anzunehmen – verstellten. Entstandenes Leben ist kein philosophisch zu beseitigendes Problem. Ein Kind im Bauch der Mutter legt fest und ist in seiner Unwiderruflichkeit für manche Frau gewiß eine Bürde. Doch die Entscheidung schwanger zu werden, gilt eben auch dann, wenn frau sie nicht bewußt getroffen hat. Doch die Akzeptanz, selbst für die wenigen unvermeidlichen Tatsachen des Leben wie Schwangerschaft, Geburt, Tod wie auch die Prägungen durch das Geschlecht schwindet in unserer Gesellschaft in dem Maße wie die Anfälligkeit zunimmt für den extremen Individualismus und seiner falschen Beglückungsversprechen.

Geschlechtsverwirrung unter Minderjährigen: Jugendpsychiater warnt vor gefährlich zunehmendem Trend

Der Münchener Psychiater Alexander Korte ist besorgt wegen des rasant zunehmenden Transgender-Trends unter Kinder und Jugendlichen. Dieser werde durch Medien und Politik zusätzlich befeuert. Verantwortlich sei aber auch ein sich zunehmend durchsetzender Machbarkeitsgedanke bei Medizinern.

»Wir erleben einen regelrechten medialen Hype um das Thema«, konstatiert Alexander Korte, der sich als Oberarzt am Münchener Universitätsklinikum auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsidentitätsstörungen spezialisiert hat. Seit Jahren beobachte er einen enormen Zulauf von Patienten, vor allem in der frühen und mittleren Adoleszenz. Der Arzt hat sich in den letzten Monaten bereits mehrmals als mahnende Stimme in der Gender-Debatte hervorgetan, die zunehmend ideologisch geführt wird. Freie Welt berichtete hier.

Er erklärt diesen Anstieg von Patientenzahlen einerseits mit der besseren Aufklärungslage und einem höheren Problembewußtsein in der Bevölkerung für Geschlechtsrollen und damit zusammenhängenden Identitätskonflikten bei Jugendlichen. Andererseits spiele aber auch der sich zunehmend in der Medizin durchsetzende »Machbarkeitsgedanke« eine Rolle. Alexander Korte kritisiert eine Form von Fortschrittshybris. Die Tatsache, daß heute mittels moderner medizinischer Möglichkeiten eine Geschlechtsumwandlung möglich sei, führe zu der Auffassung, daß das medizinisch Machbare auch umgesetzt werden sollte. »Von großer Relevanz ist das Angebot neuer, allerdings umstrittener Behandlungsmethoden, insbesondere die vielfach beworbene Möglichkeit einer frühzeitigen pubertätsblockierenden und gegengeschlechtlichen Hormonbehandlung«, so Korte im Interview mit der Tagespost. Er konstatiert, daß unsere Gesellschaft es hierbei mit einem Phänomen einer »angebotsinduzierten Nachfragesteigerung« zu tun habe.

Korte beklagt in diesem Zusammenhang, daß der gesamte Diskurs um das Thema Gender inzwischen »komplett durchideologisiert« ist, was keineswegs im Sinne der Betroffenen sei. Scharf kritisiert er die Rolle der Politik. Die Haltung in der Genderfrage interpretieren Politiker inzwischen als weltanschauliche Positionierung: »Bisweilen gewinnt man den Eindruck, dass die Frage, ob man oder frau politisch rechts oder links steht, sich heutzutage primär anhand der persönlichen Positionierung in der Genderfrage entscheidet – genauer gesagt, anhand der eingenommenen Haltung gegenüber der queeren Theorie, der zufolge – vereinfacht gesagt – auch das biologische Geschlecht an sich als historisch diskursiv bedingte, reine Konstruktion verstanden werden soll.«

Tausende toter Frauen durch Abtreibung? Die Propaganda der Abtreibungslobby im Faktencheck

Wer Abtreibung verbieten will, spiele mit dem Leben der Frauen. So lautet die gängige Argumentation der Lebensschutzgegner. Denn ohne Zugang zu medizinischen Möglichkeiten, seien die verzweifelten Frauen gezwungen, bei Quacksalbern Hilfe zu suchen oder gar selbst an Hand an sich zu legen. Pro Jahr kämen deshalb 47.000 Frauen durch mißglückte Abtreibungen um. Doch stimmt diese Zahl überhaupt?

Weltweit sei 47.000 Todesfällen bei Frauen auszugehen infolge einer unsachgemäß durchgeführten Behandlung. Doch diese Aussagen seien schlichtweg falsch. Das schreibt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) Maria Cornelia Kaminski unter Berufung auf Recherchen der Washington Post. Da die Daten schwierig zu erheben sind – Abtreibung ist in vielen Ländern illegal – greife die WHO auf Schätzungen zurück. Dafür werden vorhandene Datensätze zur Frauensterblichkeit mit Vergrößerungsfaktoren multipliziert, die von Land zu Land je nach Gesetzeslage variieren. Dieses fragwürdige Vorgehen sei bei der WHO üblich, so die Lebensschützerin. Auch die Aidsquoten werden auf auf ähnliche Weise erhoben. Obwohl die Basisdaten lediglich willkürlich hochgerechnet werden, gibt die WHO ihre Zahlen stets als sichere Schätzung heraus. Zahlen, auf die sich die Abtreibungslobby natürlich gerne beruft, um ihre Argumentation für die medizinische Kindstötung möglichst seriös zu untermauern.

Allein in den USA kostete das bis 1973 geltende Abtreibungsverbot tausenden Frauen das Leben, wird von Abtreibungslobbyisten wie dem Gesundheitsdienstleister Planned Parenthood immer wieder ins Feld geführt. Denn aus der angeblich hohen Sterblichkeitsquote läßt sich umso leichter die politische Forderung ableiten, die sogenannte »reproduktive Gesundheit« als exklusives Frauenrecht durchzusetzen. Gemeint ist damit der legale Zugang zur medizinischen Kindstötung, der von der eine Behandlung begehrenden Frau im Zweifel auch gegen das persönliche Gewissen des Arztes durchgesetzt werden kann. Diese Argumentationskette folgt übrigens auch das EU-Parlament, das dazu jährlich einen entsprechenden Beschluss vorlegt.

Einer näheren Prüfung hält diese außerordentlich hohe Quote angeblich 5000 toter Frauen allein in den USA nicht stand. Die Abtreibungslobby, schreibt Maria Kaminski, greife dafür auf Statistiken des amerikanischen Arztes und einflussreichen Abtreibungsbefürworters Frederick Taussig zurück. Diese seien jedoch erstens seit Jahrzehnten veraltet und basierten zweitens bereits zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung 1936 sehr wahrscheinlich auf einer fehlerhaften Hochrechnung.

So sei seit den 1930er Jahren die Mär von angeblich tausenden Frauenopfern durch Abtreibung mehrmals nach unten korrigiert worden. Dazu trage im besonderen Maße der Entwicklungssprung bei, den die Medizin seit Ende des zweiten Weltkriegs gemacht hat, schreibt Kaminski. Antibiotika-Gaben und die insgesamt verbesserte medizinische Versorgen führten dazu, daß Abtreibung gesundheitlich wesentlich weniger riskant für die Frauen wurde. Für das Jahr 1965 – acht Jahre bevor (!) die amerikanische Regierung Abtreibung legalisierte – gab das National Center for Health Statistics die Zahl der durch Abtreibung verstorbenen Frauen mit 235 an mit der Einschränkung, daß diese vermutlich nicht ganz korrekt sei, aber keinesfalls mehr als Tausend betrage.

235 zu angeblich 5000 Todesfällen, die Planned Parenthood und ihr deutscher Ableger pro familia bis heute verbreiten, ist schon ein gewaltiger Unterschied. Und er vergrößert sich sogar noch, wenn man die 1970er Jahre mit einrechnet: 1972 begann die amerikanische Regierungsbehörde, genauere Daten zur Abtreibung zu sammeln und stellte einen Rückgang um mehr als 70 Prozent der Todesfälle im Vergleich zur vergangenen Dekade fest. Demnach starben im Jahr 1972 64 Frauen infolge einer illegalen Abtreibung, aber immerhin auch 24 Frauen nach einem legal durch einen Arzt durchgeführten Abbruch. Dies geschah 1972, wohlgemerkt, als Abtreibung in den USA noch verboten war. Erst ein Jahr später führte das Urteil im legendären Prozeß Roe v. Wade zur Freigabe der Abtreibung durch den amerikanischen Kongreß. Seit 1972, so schließt Kaminski ihren Artikel, seien demnach insgesamt 473 Frauen an den Folgen einer legalen (!) Abtreibung gestorben – und 50 Millionen Kinder.

Gender-Porno im Unterricht: Warum Eltern zu Recht empört sind

Viele Eltern sehen den Sexualkundeunterricht skeptisch. Insbesondere, wenn er bereits in der Grundschule beginnen soll und so manches Kind noch Jahre von der Geschlechtsreife entfernt ist. Für Sexualpädagogen und Lehrer kann die Sexualkunde hingegen nicht früh genug anfangen. Kinder hätten ein Recht auf Informationen zur Sexualität, so deren Begründung. Eine Reportage des Deutschlandsfunks enthüllt, warum sich Eltern zu Recht Sorgen machen.

Der Deutschlandfunk Kultur hat sich auf Spurensuche begeben. Er will ergründen, warum die Sexualkunde selbst nach 50 Jahren immer noch für teils heftige Kontroversen zwischen Eltern und Schulen sorgt. Vielleicht wollte die Redakteurin mit ihrem Beitrag zur Entspannung der verfahrenen Situation beitragen. Erreichen wird sie bei Eltern höchstens das Gegenteil.

Für unfreiwillige Komik sorgt schon die erste Szene im DLF Beitrag, für den die Redakteurin Katja Bigalke in Hamburg zwei öffentlich finanzierte Einrichtungen besucht hat, die mit dem Aufklärungsunterricht an Schulen betraut sind. Die erste Einrichtung bildet pro familia. Im Bereich Sexualaufklärung bieten einige pro familia-Einrichtungen laut Webseite Veranstaltungen für Schulkinder bereits ab der 4. Klasse an. Auch Fortbildungen für Lehrer sind möglich. Die laufen laut Bigalkes Reportage ungefähr so ab: Die Kursleiterin ruft die teilnehmenden Lehrer auf, Sexbegriffe zu nennen, die sie alle säuberlich auf das Bord schreibt. Es fallen Worte wie Penis, Vagina, Scheide, Schmuckkästchen und weitere. Die Pädagogen müssen sich auf paar Begriffe einigen, die den »Sexsalat« bilden sollen.

»Am Ende sind Penis, Scheide und Schmusibär umkringelt. Das Spiel „Sexsalat“ kann losgehen. Die Regeln sind denkbar einfach: Jeder bekommt der Reihe nach einen Begriff zugeteilt. Aus dem Stuhlkreis wird ein Stuhl entfernt. Der, der keinen hat, stellt sich in die Mitte und ruft einen Begriff.« Die Kursleiterin erklärt dazu:

»„Wenn ich rufe ‚Penis‘, müssen alle Penisse aufstehen und sich schnell einen neuen Platz suchen. Ich versuche derweil, einen frei gewordenen Platz zu finden.“ „So: Penis und Scheide.“«

Pädagogische Plumpheiten wie das Sexsalat-Spiel sind hier noch das Harmloseste. Schlimmer noch ist die Tatsache, daß der dumpf ererzierte Porno-Sexualkundeunterricht, so wie er in der DLF-Reportage beschrieben wird, die implizite Botschaft an das Kind transportiert, daß seine Scham, sich öffentlich vor dem Lehrer und der Klasse über sein Intimleben zu äußern, etwas Negatives ist, etwas, das es ablegen beziehungsweise überwinden muss, um in der Gruppe zu bestehen. Unverblümt spricht es ein 11 bis 12jähriger Schüler aus, nachdem er die Sex-Projektwoche an der Schule absolviert hat. Es sei spannend, aber erst ein bißchen eklig gewesen. Aber am Ende habe er es gemocht. Ein anderer freut sich, daß er, wenn er älter sei, alles über Sex und andere Sachen wüßte. Wunderbar, ein richtiger Experte, der Kleine! Jedem normalen Menschen stehen die Haare zu Berge, wenn er so etwas aus dem Mund eines Kindes hört.

Während die Lehrer die Regeln des Sexsalat-Spiels einstudieren, reden andere Sexualpädagogen in der Reportage Klartext. Eine von ihnen ist Beate Proll, Leiterin des Arbeitsbereichs Sexualerziehung und Gender am Hamburger Landesinstitut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung. Es gäbe eine Gruppe von Eltern, die »aus Unwissenheit Vorstellungen zur schulischen Sexualerziehung haben«, die laut Frau Proll »definitiv nicht zutreffen«. Frau Proll sieht die Konfrontation des Kindes mit Begriffen aus der Sexualwelt von Erwachsenen im Einklang mit dessen »psychosoziale[r] Entwicklung«. Eltern können sich, so impliziert ihre Rede, entspannt zurücklehnen und die Schule ruhig machen lassen. Pädagogen wie sie wüßten es doch am Ende besser.

Laut Bundesverfassungsgericht ist die Sexualerziehung eine gemeinsame Sache zwischen Eltern und Schule. Erstere haben das Erziehungsrecht inne, die Schule dagegen muss ihrem Bildungsauftrag genügen, gleichzeitig aber einen konstruktiven Dialog mit den Eltern pflegen, da es immer unterschiedliche moralische Vorstellungen gibt. Die Schule ist dabei zur Neutralität verpflichtet. Die Lehrer dürfen bei der Wissensvermittlung keine wie auch immer geartete Ideologie exekutieren.

Angesichts dieser durch das Bundesverfassungsgericht geschaffenen Rechtssituation sollte das Selbstverständnis aufhorchen lassen, das die Gender-Pädagogin Beate Proll gegenüber ihren Befugnissen hegt. Sie sieht nämlich lediglich eine Informationspflicht der Schule gegenüber den Eltern, bevor der Sexualkundeunterricht beginnt. Das könne sie »mit einem Brief machen oder auf dem Elternabend platzieren. Dann ist es aber nicht so, dass abgestimmt wird: Thema Familie ja, Regenbogen nein. Das natürlich nicht.“« Kein Wunder, daß die Proteste gegen einen Sexualkundeunterricht, der immer mehr zu einer Werbeveranstaltung für schwul-lesbisches Liebesleben gerät, landesweit zunehmen. Mit dem Sexualkundeunterricht haben die Schulen 1968 die Büchse der Pandora geöffnet. Nun haben sie ihre liebe Not damit. Mit den pädagogischen Ansichten, wie Beate Proll sie hegt, wird es aber nicht besser werden. Ganz im Gegenteil.

Unser tägliches Gender-Gaga gib uns heute: Wie die Gender-Ideologie die Gesellschaft vergiftet – Vier wahre Begebenheiten

Richtiges Gendern soll die Welt gerechter, lebenswerter, freier, bunter und toleranter machen. Glaubt man den Anhängern des kulturmarxistischen Menschheitsbeglückungsprogramms, erwartet uns das Paradies auf Erden. Dazu muss es nur gelingen, die Fesseln der omnipräsenten Geschlechtskategorien zu sprengen und endlich die Mann/Frau-Brille abzulegen, die unseren Alltag bestimmt. Auf dem Weg dorthin erwarten den Bürger jedoch allerlei skurrile Fallstricke. Die Redaktion der Initiative Familien-Schutz hat die jüngsten Begebenheiten des alltäglichen Gender-Gagas zusammengetragen.

Die Auswirkungen der Gender-Ideologie sind inzwischen für jeden Bürger sichtbar, so man sich die Zeit nimmt hinzuschauen: Arbeitgeber lassen inzwischen jede Stellenausschreibung akribisch von Juristen auf die gesetzlich geforderte Gendergerechtigkeit prüfen, um Schadensersatzforderungen professioneller Abmahnfirmen zu vermeiden. Bekommt ein Paar sein erstes Kind, müssen sie sich fortan vor Behörden und staatlichen Einrichtungen mit der Frage auseinandersetzen, welcher von beiden sich für den Rest des Lebens als Elter I beziehungsweise als Elter II anreden lassen will. Derweil schwadronieren weibliche Ministerinnen von feministischer Außenpolitik, um der Menschheit den Weltfrieden zu bringen – obwohl allein schon der Arbeitsalltag in Firmen, deren Chefetagen mehrheitlich weiblich besetzt sind, tendentiell alles andere als friedfertig abläuft.

Angesichts der Absonderlichkeiten, die die– man muss es so nennen – Genderverblödung alltäglich weltweit produziert, gibt es keine Obergrenze. Alles ist möglich. Stoff für einen modernen Monty Python des Gender-Gagas gibt es genug. Nachfolgend stellen wir eine Auswahl der skurrilsten Begebenheiten der vergangenen Monate vor.

Seit nunmehr zwei Jahren foppt ein 22jähriger die Behörden. Als Polizistin verkleidet nimmt der eigentlich als Mann geborene Berliner regelmäßig an Einsätzen teil. Dort nimmt die Transfrau wie ein echter Vertreter der Staatsgewalt Personalien auf und saß sogar schon laut eigenen Angaben hinter dem Steuer eines Einsatzwagens. Der Berliner Polizei ist die ganze Geschichte peinlich. Laut Gesetz gilt Amtsanmaßung als Straftat, die bis zu zwei Jahre Freiheitsentzug kosten kann. Verschärft wird die Sache zusätzlich durch das gefüllte Vorstrafenregister der Pseudo-Polizistin. Doch seitdem die Berliner Polizei gendersensibel vorzugehen hat, traut sie sich nicht so richtig ran an die dreiste Transperson. Als eine Art queerer Münchhausen genießt sie nun Narrenfreiheit in Berlin.

Bleiben wir in der Hauptstadt, die mancher Bürger den Hauptslum an der Spree nennt. Dort klagt zur Zeit eine Frau gegen die Universität der Künste wegen Diskriminierung. Grund: Der Berliner Staats- und Domchor hat nach wohlwollender Prüfung die neunjährige Tochter der Klägerin nicht in seine Reihen aufnehmen wollen. Zuvor sang das Mädchen im Kinderchor der Komischen Oper Berlin und in der Domsingschule von Frankfurt am Main. Ambitionen für einen künstlerischen Werdegang scheinen – zumindest auf seiten der Mutter –reichlich vorhanden zu sein. Der nächste natürliche Schritt auf der Leiter zur klassisch ausgebildeten Sängerin kann da nur der hochberühmte, altehrwürdige Berliner Staatschor sein. Erste Zeugnisse seiner Gründung gehen bis auf das Jahr 1465 zurück. Dumm nur, daß es sich bei der Einrichtung seit jeher um einen reinen Knabenchor handelt, der nach Ansicht der Universität auch genau das bleiben soll. Das Berliner Verwaltungsgericht dachte anders und hat die Klage der Mutter angenommen.

Tragisch ging ein Fall akuten Genderwahns dagegen in Argentinien aus. Unbestätigten Meldungen zufolge nahm zur Jahreswende ein ebenso junger wie glühender Feminist an einem Marsch gegen Gewalt an Frauen teil. An einer Stelle der Demonstration wurden öffentlich Namen von Männern verlesen, die man bezichtigte, Verbrechen gegen Frauen begangen zu haben. Überraschenderweise befand sich auch der Name unseres feministischen Philanthropen auf dieser Liste und wurde der Menge bekannt gegeben. Binnen weniger Wochen sah sich der geschockte 18jährige in einem Pranger wie aus dem Mittelalter gefangen, was ihn in einen Zustand schwerer Verzweiflung stürzte. Seine besorgte Mutter fand heraus, daß keine Geringere als dessen Freundin den Sohn an die Meute verraten hatte. Obwohl die Freundin ihre Anschuldigungen als unbegründet zurückzog, gingen die Anfeindungen gegen das Verleumdnungsopfer unbeirrt weiter. Um dem Psychoterror zu entgehen, nahm sich der junge Mann schließlich das Leben.

Die USA sind das unbestrittene Mekka des weltumspannenden Genderkults. Von hier kommen entscheidende Impulse, die schon bald über den Ozean nach Deutschland schwappen werden. So hat die Universitäten von Oxford, Ohio jüngst ein Programm gegen toxische Männlichkeit (übers. toxic masculinity) ins Leben gerufen. Regelmäßig treffen sich dort interessierte Studenten, die das von notorischer Gewalt, Agressionen, von zuviel Bier und Testosteron vergiftete männliche Rollenmuster in Frage stellen und sich diskursiv davon reinigen wollen. Über vorgegebene Erlösungsriten erklimmen die Männer schließlich den Gipfel feministischer Katharsis. Zum »The good Men-Project« gehören unter anderem das gemeinsame Reden, Gruppenkuscheln und Kinogänge zu feministischen Filmen.

Regierung weitet Genderforschung massiv aus: Geschlechtersoziologie kassiert über 200 Millionen Fördergeld

Über 230 Millionen Euro Steuergelder sind in den vergangenen zwölf Jahren in die Genderforschung geflossen. Die Folge sind ein enormer Anstieg der Lehrstühle. Mittlerweile ist an nahezu jeder deutschen Universität die Genderdisziplin vertreten.

Für die Bundesregierung leisten »die Ergebnisse der Gender- bzw. Geschlechterforschung wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung gesellschaftlicher Fragestellungen«. Entsprechend gewichtig fällt ihre Antwort auf die kleine Anfrage der Grünen nach dem Stand der Genderförderung aus. Auf 39 Seiten listet das Bildungsministerium stolz Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Projekte mit sogenanntem Genderfokus auf, für die zwischen den Jahren 2007 und 2018 Beträge in insgesamt dreistelliger Millionenhöhe geflossen sind.

Mit circa 230 Millionen Euro an öffentlichen Subventionen hat die Genderforschung über die vergangenen zwölf Jahre einen beispiellosen Aufstieg gemacht. Die Projekte verteilen sich auf Bundes- wie auf Länderebene, mithin auf Universitäten und Fachhochschulen. Gefördert wird alles, was irgendwie einen »Genderfokus« aufweisen kann. Entsprechenden, an Hochschulen angesiedelte Forschungsprojekte flossen über die vergangenen zehn Jahre rund 110 Millionen Euro von der Deutschen Forschungemeinschaft (DFG) zu. Als einer der Hauptempfänger des Millionenregens entpuppt sich das Fach der Empirischen Sozialforschung, quasi die universitäre Dachorganisation der Geschlechterstudien. Angesichts der rund 230 öffentlich geförderten Projekte seit 2009 behauptet sich der DFG weiterhin als sichere Einkommensquelle für all jene Sozial-, Literatur-und Wirtschaftswissenschaftler, Historiker und Theologen, die im Titel ihres Forschungsprojekts mit einem der Schlüsselbegriffe aufwarten können: »Geschlechter«, »Gender«, »Frauen«, »Migration«, »Minderheit(en)«.

Die Kritik richtet sich beileibe nicht gegen die von der Bundesregierung aufgelisteten Forschungsvorhaben in ihrer Gesamtheit. Daß der Genderfokus durchaus wertvolle Erkenntnisgewinne birgt, wenn die unterschiedlichen Effekte von Medikamenten auf Männer und Frauen untersucht werden, liegt klar auf der Hand. Im Bereich der Geisteswissenschaften tauchen denn auch mehrere psychologische Forschungsvorhaben auf, die sich auf die Untersuchung von speziell auf Frauen wie Männer abgestimmte, teilweise medikamentös begleitete Therapieangebote konzentrieren. Auch im Bereich der Kulturwissenschaften gehört der historisch gefütterte Blick auf die unterschiedlichen weiblichen und männlichen Lebens- wie Erfahrungsräume zum normalen geisteswissenschaftlichen Diagnosewerkzeug. Welchen Erkenntnisgewinn jedoch Projekte bergen sollen, die Titel wie »Das Anna und ihr Hund. Weibliche Rufnamen im Neutrum«, »Rechtsextremismus und Gender« oder »Leib Christi – Gendersensible Rekonstruktion einer theologischen Metapher« tragen, dürfte sich eher dem allgemeinen Verständnis entziehen. Statt neuer Wissensräume zu öffnen, dürfte diesen Forschungsvorhaben wohl eher der Zweck des politischen Sekundierens und Zuarbeitens eingeschrieben sein. Ganz besonders fällt in diesem Zusammenhang ein mit rund 680.000 Euro gefördertes Projekt des Soziologen Stefan Hirschauer auf. Er widmete sich bis letztes Jahr der Frage, wie »Väter und Mütter entstehen?«, für die er eine »geschlechtliche (Ent)differenzierung pränataler Elternschaft« liefern wollte. Freie Welt berichtete hier.

Wo die politische Absicht liegt, verrät die glasklare Sprache des Geldes: Den Spitzenplatz der von der Bundesregierung direkt geförderten Projekte nimmt »Frauen an die Spitze« ein. Das mit 37,2 Millionen Euro subventionierte Vorhaben soll die »Beteiligung von Frauen im Wissenschaftssystem und in der Wirtschaft« steigern. Das ist auch geschehen.

Nach insgesamt acht Jahren Projektdauer, das wird auf den nächsten Seiten der Drucksache 19/11752 deutlich, ist aus dem ehemals dürftigen Bächlein an Professorinnen ein veritabler Strom geworden, ganz besonders im Bereich der Geschlechterstudien. Bei den Zahl der Professuren läßt sich hier ab dem Jahr 2000 ein Anstieg um weit mehr als das Dreifache verzeichnen. Die ehemals 60 Lehrstühle sind hier aktuell auf 217 angeschwollen, nicht eingerechnet die Vielzahl an Genderforschern, die sich in den ebenso vom Bund geförderten sogenannten Gender-Kompetenzeinrichtungen tummeln. Nahezu 100 Prozent dieser Stellen dürften von Frauen besetzt sein.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei dem den zur wissenschaftlichen Disziplin geadelten Gender Studies. Die deutschen Hochschulen sind quasi das geistige Bollwerk der querschnittsartig in den Geisteswissenschaften verankerten Gender Studies. Von hier kommen all jene Sozialkonstrukteure, die sich später als Gleichstellungsbeauftragte, als gendersensible Pädagogen, als Trans-, Queer- und LGBT-Experten und Berater für Inklusion und Diversität vom öffentlichen Dienst, von Gewerkschaftsetagen und mächtigen NGOs aufgesogen werden.

Noch fahren sie voll auf Erfolgskurs dank des geduldigen Steuerzahles: Gender Studies, so die Bundesregierung, sei mittlerweile aus dem Katalog der Kleinen Fächer entfernt worden, da es als »zu groß identifiziert« wurde. Das ehemalige Nischenfach Geschlechter- oder Genderstudien ist zur eigenständigen akademischen Disziplin aufgestiegen, die sich mittlerweile als Großes Fach an 31 Universitäten breit gemacht hat und insgesamt 217 Professuren umfasst. Die Zahl täuscht ein wenig. Denn dank allerlei, meistens an die Sozialwissenschaftlichen Institute angeschlossenen Unterfächer, dürften Gender Studies inzwischen an sämtlichen der insgesamt 106 deutschen Universitäten vertreten sein. Zum Vergleich: Das Fach Alte Sprachen ist im denselben Zeitraum auf 120 Professuren geschrumpft. Pharmazie kommt auf etwa 190 Professuren.

Schwul-lesbische Aufklärung an Kindern: Bundesländer erhöhen die Fördermittel

Zeitgleich haben die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern die Fördermittel für LSBTI-Verbände und queere Initiativen erheblich erhöht. Andere Bundesländer werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nachziehen. Die Konzentration der Politik auf die sogenannte Toleranzerziehung seiner Bürger, die laut Grundgesetz genuin Aufgabe der Familie, ist das stärkste Symptom einer seit Jahrzehnten ideologisch fehlgeleiteten Familien- und Sozialpolitik.

Kein anderer politischer Sektor enthüllt die ideologische Ausrichtung von Regierungen so deutlich wie deren Förderpolitik. Ob von Windkraftanlagen zersiebte Naturlandschaften oder durch Abgaben der Bürger angeschwollene Verwaltungsebenen des öffentlichen Diensts, ob ein aus allen Nähten platzender Bundestag oder die gigantischen Glas- und Betonpaläste der EU-Regierung – sie alle sind sichtbare Zeichen einer gefräßigen Polit-Elite, deren Hunger in dem Maß wächst wie sie ihn mit dem Geld der Bürger zu stillen sucht.

Nicht anders geht es auch in von Bund und Ländern betriebenen Förderung für soziale Arbeit zu. Kein anderer Bereich des gesellschaftspolitischen Lebens verzeichnet seit dem Asylansturm im Jahr 2015 derart hohe Zuwächse. Ein gigantischer neuer Markt hat sich hier aufgetan – mit dem Unterschied, dass darin keine marktwirtschaftlichen Gesetze walten, sondern allein der Grundsatz gilt, wer als erster an den vom Steuerzahler prall gefüllten Geldtöpfen sitzt.

Einen besonderen Schwerpunkt – auch dies erst nach dem deutschen Schicksalsjahr 2015 – nimmt die von der Bundesregierung angestoßene und von den Landesregierungen vorangetriebene Erziehung der Bürger zur »Toleranz und Akzeptanz« von Menschen homosexueller, trans-, bi-, ob mit oder ohne Gendersternchen versehenen Orientierungen ein. Mittlerweile haben sämtliche der 16 Landesregierungen ihren eigenen »Landesaktionsplan« zur Förderung der Regenbogen-Ideologie ins Leben gerufen.

Jedes Jahr fließt unter der Flagge jener Landesaktionspläne mehr Geld an LGBT-Vereine und queere Netzwerke. Offiziell sollen diese das Geld verwenden, homosexuelle Menschen zu beraten. Weniger bekannt ist, daß die Länder schwul-lesbischen Vereinen zusammen mit dem Steuergeld der Bürger eine Art Erziehungsauftrag erteilen, den sie, geht es nach der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgericht zum Schulgesetz, in dieser Form niemals bekommen dürften. Getarnt als »Bildungsnetzwerke« betreiben diese homosexuelle Aufklärung, nicht nur bei Kita- und Schulkindern, sondern auch in Behörden wie in privaten Firmen, bei Vereinen und Gewerkschaftsetagen unter dem Segen der Bildungs- und Sozialministerien. Allein das von CDU-Ministerpräsident Armin Laschet geführte Nordrhein-Westfalen hat seine Mittel für die »schwul-lesbische« Aufklärung laut Medienberichten auf 215.000 Euro verdoppelt. In Mecklenburg-Vorpommern erhöhte sich die Förderung für einen ähnlichen Zweck um 90.000 Euro auf insgesamt 170.000 Euro. Dafür scheint selbst in einem der ärmsten Bundesländer immer Geld da zu sein.

Schlappe für die Gender-Lobby: Familienministerium verpaßt seinem »Regenbogenportal« eine inhaltliche Rasur

Im vergangenen Monat Mai berichtete die Initiative Familien-Schutz in einem Gastbeitrag über das Regenbogenportal der Bundesregierung. Das Internetportal, das sich selbst als »Wissensnetz zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt« präsentiert, ist in Wahrheit ein staatlich finanzierter Werbeauftritt der LGBT-Lobby. Nun hat das Bundesfamilienministerium still und leise die Seite stark überarbeiten und inhaltlich entschärfen lassen.

Der öffentliche Druck, der mit der Berichterstattung von Freie Welt seinen Anfang nahm, muss der Regierung zuviel gewesen sein. Jetzt rudert das Bundesfamilienministerium unter Führung Franziska Giffeys (SPD) zurück: Mit dem Ergebnis, daß auf dessen Gender-Propagandaseite www.regenbogenportal.de ganze Seiten eilig entfernt wurden. In anderen Fällen wurden verräterische Sätze durch Formulierungen ersetzt, die dem Ministerium konsensfähig mit der breiten Bevölkerung beziehungsweise weniger verfänglich erscheinen.

Auf Freie Welt berichtete die Initiative Familien-Schutz unter anderem über die Webseite »Jung und schwul, lesbisch, bi, pan, a, queer…«, die auf dem Regenbogenportal bis vor kurzem zu lesen war. Darin findet sich ein Verweis auf den Artikel »Sexuelle Vielfalt in der Schule anerkennen und unterstützen«. In diesem Artikel werden Lehrer aufgefordert, »LSB«-freundliches Verhalten zu fördern, indem sie »in Formularen auf geschlechtsneutrale Formulierungen achten und beispielsweise »Elternteil 1 und 2“ statt »Mutter und Vater« verwenden.« Die Familienministerin vollzog mit dieser Empfehlung den finalen Kotau vor der Gender-Lobby. Selbst in den Mainstream-Medien warf man der Ministerin vor, die Begriffe »Mutter und Vater« abschaffen und durch politisch-korrekten Gender-Funktionärssprech ersetzen zu wollen. Der Shitstorm gegen das Ministerium muss so gewaltig gewesen sein, daß es nun radikal durchgegriffen hat.Von dem Artikel »Sexuelle Vielfalt in der Schule anerkennen und unterstützen« wie von der Seite »Jung und schwul, lesbisch, bi, pan, a, queer…« finden sich keine Spur mehr auf dem Regenbogenportal.

Ein anderer Artikel, der über »Aktuelle Herausforderungen für Regenbogenfamilien« informiert, taucht jetzt auf dem Regenbogenportal in kompletter Überarbeitung wieder auf. In der ursprünglichen Version boten die Autoren eine seitenlange Klage über die »rechtliche und gesellschaftliche Ungleichbehandlung von homosexuellen (Eltern-)Paaren« auf, die einem »allgegenwärtigen Bewährungsdruck« ausgesetzt seien, um sich als »gleichwertige Familienform« zu beweisen. »Vorbehalte gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gerade im Kontext von Familie« würden sich besonders »hartnäckig« halten. Um die Vorurteile bei den Bürgern abzubauen, wünschen sich die Autoren unverblümt die flächendeckende Einführung einer allgegenwärtigen staatlichen Erziehung zur Gender-Akzeptanz von Kindesbeinen an: So gehörten Kinder- und Schulbücher, die »die Vielfalt von Liebes- und Lebensformen in Deutschland widerspiegeln, nach wie vor nicht zum Standardrepertoire« von Kindertagesstätten und Schulen. Folgt man den Impetus der Autoren, können Schulen als ein »Ort der Wertevermittlung« wirken und durch den Gebrauch genderfreundlicher Lehrmaterialen Normen in Bewegung bringen.

Für Familien stellt diese dreiste Forderung, Schulen zu Gender-Lehranstalten umzubauen, schlichtweg einen dreisten Anschlag auf die Erziehungsfreiheit dar. Auch für Juristen ist dieser unverfrorene Griff nach der Bildungshoheit durch LGBT-Lobbygruppen Grund genug einzuschreiten. Da die Kita- und Schulpolitik genuin Ländersache ist, würde das Bundesfamilienministerium mit ihrem Toleranz-Dirigismus einen klaren Verfassungsbruch begehen. Der Versuch der Regierung, die vom EU-Parlament und von einschlägigen Lobbygruppen geforderten Gender-Erziehung in Kitas und Schulen zu installieren, würde zu einem gewaltigen Beben in der föderalen Tektonik Deutschlands führen. Die Seite »Aktuelle Herausforderungen für Regenbogenfamilien« wurde in der Folge komplett gelöscht und durch ein harmloses Referat über die »Rechtlichen Herausforderungen für Regenbogenfamilien« ersetzt. Offenbar hat das Familienministerium die Brisanz seines eigenen Dokuments erkannt: Zumindest erscheint ihm die allgemeine Stimmungslage in Deutschland noch nicht reif genug, die von der EU und von Homo-Lobbygruppen herbei gesehnte Gender-Revolution gesellschaftspolitisch vollständig von oben nach durchzudrücken.

Staatlich geförderte Gender-Ideologie: Regenbogen-Projekte kassieren Millionen-Fördersummen

Unter Einsatz erheblicher Geldmittel fördert die Bundesregierung aktiv die Verfestigung der Gender-Ideologie in den Köpfen der Bürger. Zwischen den Jahren 2015 und 2018 wurden dabei Fördersummen von über 7,8 Millionen Euro an vornehmlich schwul-lesbische Verbände und Jugendvereine für eine Vielzahl von Regenbogen-Projekten ausgeschüttet.

Was und wer sich alles auf dem Gebiet der sexuellen Vielfaltspädagogik tummelt und von der Regierung großzügig für die sogenannte Toleranzerziehung der Bürger entlohnt wird, offenbarte sich jüngst in einer Kleinen Anfrage. Auf über 20 Seiten listet die Bundesregierung Einzelmaßnahmen und größere Projekte auf, mithilfe derer sich nicht wenige Vereine dank ihrer »Regenbogenkompetenz« inzwischen ein lukratives Geschäftsmodell auf Kosten des Steuerzahlers aufgebaut haben dürften. In der Förderperiode zwischen 2015 und 2018 kommen so Gesamtmittel von über 7,8 Millionen Euro für Gender-Erziehung zustande.

Die Ausschüttung der Geldmittel für die Regenbogen-Vereine erfolgte im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!«, das 2015 vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen wurde. Das Programm startete damals mit einem Budget von eher mageren 40,4 Millionen Euro. Diese Summe erhöhte sich schrittweise in einem erheblichen Umfang. 2017 bewilligte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags bereits ein Gesamtumfang von 104,5 Millionen Euro. In diesem Jahr strich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) die Rekordsumme von 115,5 Millionen Euro ein. Zum Vergleich: Dem 2011 von der damaligen Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ins Leben gerufene Bundesprogramm »Elternchance ist Kinderchance«, das die schulischen Chancen von Kindern bildungsferner Eltern verbessern helfen sollte, wurden Mittel von gerade mal 3 Millionen Euro jährlich bereitgestellt. Das Programm lief 2015 sang- und klanglos aus. Dagegen endlos weitergehen soll nach Giffeys Willen der staatliche Geldsegen im Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung, Homophobie, Rechtspopulismus usw. usf.: Im Mai diesen Jahres wurde das Bundesprogramm »Demokratie leben!« zur Freude der links-queer-grünen Aktivistenszene von der Regierung auf unbestimmte Zeit verlängert.

Größter Absahner im Zusammenhang der staatlichen Aufklärungsarbeit gegen Homophobie ist die Bundesvereinigung Trans* e.V., die sich für die »Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger« über satte 980.237 Euro für den Zeitraum 2015 bis 2018 freuen konnte. Auf Platz 2 folgt der Lesben- und Schwulenverband Deutschlands e.V. (LSVD). Er kassierte für den gleichen Vorgang rund 537.000 Euro. Hinzu kommen Mittel in Höhe von rund 350.000 Euro für die Entwicklung des Modellprojekts »Beratungskompetenz zu Regenbogenfamilien«. Insgesamt belaufen sich die vom Bund bewilligten Mittel für den LSVD in der vergangenen Förderperiode auf 887.000 Euro. Als Verein kann man davon schon ein paar größere Rechnungen bezahlen.

Auf dem Fuße folgt die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V.. Sie erhielt ganze 708.000 Euro von der dankbaren Regierung für ein Projekt, in dem sie die »sexuelle Orientierung« ihrer Klientel »kultursensibel« zu ergründen half. Knapp dahinter liegt der Verein Archiv der Jugendkulturen, der für sein »Diversity Box« Projekt den stolzen Förderbetrag von über 697.000 Euro erhielt. Damit finanzierte der Verein »medienpädagogische Workshops« mit Jugendlichen, um sie bei der kreativen Erstellung von Postkarten, Fotostrecken und Filmchen über queeres Leben anzuleiten.

Zu den großen Summen gesellen sich insgesamt 219 Einzelmaßnahmen kleinerer Vereine und Initiativen, die durchschnittlich einen niedrigen vier bis fünfstelligen Förderbetrag erzielten. Für Interessierte lohnt sich der Blick auf die Titel, die unbeabsichtigt teilweise kaum an Skurrilität zu überbieten sind. Eine Kostprobe: Eine Kölner Gesamtschule glänzt zum Beispiel mit dem Projekt: »Und wann hast du dich entschieden, hetero zu sein.«, das dem Ministerium 1700 Euro wert war. Für das Projekt mit dem für Laien schwer begreiflichen Titel »Queertreiber auf der Altmühl« vom Verein Fliederlich e.V. ließ Giffey eher magere 500 Euro springen. Für eine queere Bootsfahrt ist es trotzdem ein nettes Sümmchen. Etwas mehr erhielt schon der Stadtjugendausschuss Karlsruhe. 2300 Euro kassierte er für seine »Gay Awareness Flyeraktion«. Mit »Queer und Hörgeschädigt« sowie »Diversity im Bogensport« entdeckten zwei Vereine in der Tat drängende Alltagsprobleme, für die sie rund 1600 beziehungsweise knapp 2400 Euro erhielten. Dabei scheint das Motto zu gelten, je alberner ein Titel, desto höher sind seine Aussichten auf Fördererfolg. Das Projekt »Goslar goes HomOriental« bekam 3500 Euro, ein Theaterprojekt mit dem Namen »Homologie« bereits 3700 und ein echter Brüller mit dem Titel »Gay mir weg!« war der Regierung fast 4000 Euro wert.

Was ist ein Sadist? Ist Prostitution gut?: Ein Schul-Übungsheft führt Zehnjährige in die Porno-Welt ein


Übungsheft „Lernwerkstatt: Sexuelle
Vielfalt“, Kohl-Verlag 2015
Quelle: Initiative Familien-Schutz

Eine Publikation des Kerpener Kohl-Verlags zeigt beispielhaft, wie leicht das Vertrauen zwischen Eltern und Schulen gestört werden kann, wenn Lehrer ihre Schüler zu »sexueller Vielfalt« aufklären wollen. Das im Jahr 2015 erschienene Übungsheft sollen schon Kinder ab zehn Jahren bearbeiten.

In einem Interview kritisiert der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, scharf die schleichende Ideologisierung der Schulen durch Gender Mainstreaming. Er glaube nicht, daß man dadurch eine größere Akzeptanz sexueller Vielfalt erreiche. »Problematisch wird es, wenn sich Ideologie breit macht.«, führt Meidinger weiter aus.

Dabei gehe die Initiative für Gender-Maßnahmen an Schulen und Kindergärten in der Regel nicht von den Eltern aus, auch nicht von Lehrkräften und Schulleitungen. Diese würden vielmehr »von außen, von verantwortlichen Politikern und entsprechend politisch positionierten Kommunen und Schulträgern in die Schulen hineingetragen.« Meidinger äußert Befremden darüber, denn besonders die Geschlechter- und Sexualerziehung sei ein sehr sensibler Bereich, »in dem Elternhaus und Schule besonders eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten sollten.« Was er unter anderem meint, zeigt beispielhaft ein Übungsheft eines rheinländischen Verlags für Schulmaterialien.

Trotz seiner unscheinbaren Aufmachung trägt das Übungsheft der Schulbuchautorin Gabriela Rosenwald mit dem Titel »Lernwerkstatt: Sexuelle Vielfalt« jede Menge Sprengstoff in sich. Die generelle Stoßrichtung seines Inhalts ist eindeutig: Die Vielfalt der Geschlechter ist wunderbar und wird den Schülern als unzweifelhafter Fakt präsentiert (»Es lebe die Vielfalt!«) mit dem Ziel, daß die Schüler sich am Ende der Übungen zur Akzeptanz aller möglichen, auch äußerst randständigen sexuellen Vorlieben wie Fetischismus und Sadismus bekennen. Dazu sollen die Schüler – empfohlen wird das Übungsheft ab der 5. Jahrgangsstufe, das heißt, für Kinder ab zehn Jahren – Fragen beantworten, mit denen sie selbst intimste Auffassungen über Sexualität preisgeben müssen.

Jedem Begriff aus der Sexualpraxis von Erwachsenen (!) wie unter anderem »bisexuell«, »Transsexualität«, »Transvestismus«, »Dragkings und Dragqueens«, »Sadomasochismus«, »Fetischismus«, »Pädophilie«, »nymphoman« und »Prostitution« wird ein erklärender Text vorangestellt, dann soll das mindestens zehnjährige Kind mit eigenen Worten schriftlich erklären, was dieselben Begriffe bedeuten inklusive die mehr als verstörende Wirklichkeit, die sie transportieren. »Was ist ein Sadist?«, »Was ist ein Masochist?« werden die Grundschulkinder gefragt. Oder sie werden aufgefordert, Begriffe wie »sexuelle Gewalt«, »sexuelle Misshandlung« und »Inzest« in ihren »eigenen Worten« schriftlich auszuführen. Auf einer Seite sind Bilder von leeren geschlechtslosen Gesichtern ohne Haar gedruckt, dazu die Aufgabe, sich »als Maskenbildner« zu versuchen und eine Frau »als Dragking« beziehungsweise einen Mann als »Dragqueen« zu gestalten. Zeichenunterricht der besonders perversen Art, könnte man sagen. Man sieht die Mädchen schon eifrig nach den bunten Stiften in ihren Einhorn-Federmäppchen greifen.