Artikel zum Thema: "Ehe "

Interview mit Anthony McCarthy: Die Ideologie des radikalen Individualismus zerstört die Familie

Anthony McCarthy

Antony McCarthy ist Ethiker und Gastprofessor der Moralphilosophie beim Internationalen Theologischen Institut in Trumau, Österreich und Direktor für Forschung (außerordentlicher Ratgeber) bei der „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC). In der Vergangenheit arbeitete er als Forscher im „Anscombe Bioethics College“ in Oxford und ist Alumnus der Philosophie des King’s College, London, des University College London und der Universität von Surrey. Er hat sich mit bioethischen Themen auf akademischem und kulturellem Niveau auseinander gesetzt und hält regelmäßig Vorträge für Spezialisten und die allgemeine Öffentlichkeit.

 

Initiative Familien-Schutz (FS): Herr McCarthy, können Sie sich kurz vorstellen?

Anthony McCarthy (AMC): Ich arbeite für die „Society for the Protection of Unborn Children” [„Gesellschaft zum Schutz ungeborener Kinder“] in England und bin im akademischen Bildungsbereich bei Themen wie sexuelle und reproduktive Ethik, und Lebensschutz-Kampagnen tätig. Moralphilosophie ist meine Spezialisierung und ich habe ein Buch mit dem Titel: „Ethical Sex: Sexual Choices and their Nature and Meaning“ [„Ethischer Sex: Sexuelle Entscheidungen und ihr Wesen und ihre Bedeutung“] verfasst und vor kurzem: „Abortion Matters“ [„Abtreibung macht was aus“].

FS: Der europäische Gerichtshof wies jüngst das Anliegen der europäische Bürgerinitiative „One of Us“ verhältnismäßig schroff ab, alle finanziellen Maßnahmen zu unterbinden, die mittelbar Forschung und Handel mit abgetriebenen Embryonen unterstützen. Die Lebensschützer hatten zwei Millionen Unterzeichner gewonnen, die die EU-Regierung insbesondere aufforderten, die Subvention für die offen abtreibungsfördernde Organisation „Planned Parenthood“ einzustellen. Welche Rolle spielt „Planned Parenthood“ Ihrer Meinung nach in der EU und warum wird sie derart geschützt?

AMC: Welche genaue Rolle sie spiele weiß ich nicht, sicher ist aber, dass einige gut finanzierte NGOs Vollzeit für die Abtreibungsindustrie Lobbyarbeit betreiben. Das größere Problem ist aber kultureller Natur: Viele Menschen meinen Gruppen wie „Planned Parenthood“ verteidigen zu müssen, weil sie bereits der Ideologie der Verteidigung von „reproduktiven Rechten“ (d.h. freier Zugang zur Abtreibung und zur Empfängnisverhütung) als vorrangig verfallen sind. Diese Rechte werden ständig mit Worthülsen wie „Autonomie“ und „Gleichberechtigung“ verpackt. Frauen können scheinbar Männern nur „gleich“ sein, wenn sie (z.B.) ein Recht auf Abtreibung haben. Solch eine Sichtweise nimmt die männliche Natur als paradigmatisch an und degradiert Schwangerschaft zur unnatürlichen Last. Sie setzt es mit Folter gleich, wenn dem Wunsch nach Abtreibung nicht entsprochen wird.

Während einige europäische Institutionen in der Vergangenheit ihre Sorge bezüglich der Behandlung von menschlichen Embryos angebracht haben, – und auch die Behandlung von Frauen bei Leihmutterschaft beispielweise – ist der Europäische Gerichtshof, wie alle anderen auch, von den dominanten Ideologien beeinflusst und wird von mächtigen finanziellen Interessen und Aktivisten finanziert, die vielleicht persönliche Gründe haben eine „reproduktive Revolution“ zu fördern. Zudem kommen die Interessen von biotechnischen Firmen, so viel menschliches „Material“ wie möglich auf den Markt zu bringen. Die Abtreibungskultur ist perfekt dafür ausgelegt, genau dies zu tun.

FS: Einerseits werden massenhaft Kinder gar nicht mehr ins Leben gelassen durch vorgeburtliche Selektion, andererseits werden die Möglichkeiten immer mehr erweitert und verrechtlicht, Kinder nicht länger durch ein Adoptionsverfahren, sondern auf medizinischem Ersatzweg zu bekommen. Stichworte: Künstliche Befruchtung, Eizellspenden, Leihmutterschaft. Was steckt hinter dieser schizophrenen Agenda der Familienpolitik?

AMC: Ich denke, dies ist das Resultat des Verständnisses der Person als wesentlich autonomes Individuum, deren Körper keine inhärent familiäre Bedeutung hat. Solch eine Einbildung ist der paradigmatische Blick der modernen liberalen Gesellschaften, könnte man sagen, die das autonome, geschlechtslose, selbstbestimmende Individuum als grundlegende Einheit der Gesellschaft postulieren. Der grundlegende Platz des ehelichen Aktes wird in unserer Gesellschaft durch etwas anderes ersetzt, sodass Kinder nicht mehr als „Geschenk“ angesehen werden, sondern als „Produkt“ des Willens eines Erwachsenen eben durch einen „Produktionsprozess“. Es überrascht dann nicht, wenn neue menschliche Wesen als Produkte behandelt und einer Qualitätskontrolle unterzogen und zum „Ersatz(-teil)“ werden, zum Experimentieren dienen und dann zerstört werden können. Neues Leben kann von seinen genetischen Eltern (wenn ein Ei- oder Spermaspender benutzt wurde) oder Geburtsmüttern getrennt werden (wenn das Kind durch eine Leihmutterschaft ausgetragen wurde). Dementsprechend werden Kinder zur „Wahl“ und es wird nicht mehr verstanden, dass es besondere bedingungslose Bindung an seine Eltern hat. Es gibt einen entsprechenden Weg, empfangen zu werden, der ausdrückt, dass es sich um Menschen handelt, nicht nur um Produkte oder Besitzeigentum. Abtreibung und der wachsende Nutzen von Reproduktionstechnologien sind zwei Seiten der gleichen Medaille, obgleich die Wurzeln dieses Denkens auf die Verbreitung der Empfängnisverhütungsmitteln zurückgehen, die den ehelichen Akt seiner prokreativen und vereinenden Dimension berauben.

FS: Deutsche Liberaldemokraten fordern, sogenannte nicht-kommerzielle Leihmutterschaft zu legalisieren. Der ehemalige Justizminister Heiko Maas hatte parallel dazu ein Gesetz ausarbeiten lassen, das die natürlichen Abstammungsregeln rechtlich in Einzelteile zerlegt hätte: Geburt und Ausübung der Mutterschaft sollten voneinander getrennt werden, Elternschaft künftig nach dem Bestellerprinzip, heißt durch Vertrag zwischen Leihmutter und Auftraggeber, zustandekommen. Gibt es Ihrer Meinung nach überhaupt eine ethisch vertretbare Leihmutterschaft?

AMC: Nein, denn ein wesentlicher Grundzug ist dabei notwendigerweise eine Trennung von Mutterschaft und Kind. Das Kind hat ein Recht bei seiner/ihrer genetischen und austragenden (das sollte dieselbe Person sein) Mutter zu sein, die eine grundlegende und unzertrennliche innere Beziehung zu ihrem Kind hat. Solch „gegebenen“ Bindungen zu behandeln, als gäbe es keine besondere Mutterbeziehung, bedeutet, die Verbindung von unseren eigenen Körpern, unserer Menschenwürde und unserer Familienrolle zu verkennen. Indem Mutterschaft so aufgespalten wird, tun wir unseren Kindern Unrecht, und ersetzten die einzigartige bedingungslose Botschaft der elterlichen Anerkennung – bewusst oder unbewusst – mit einer bedingungsstellenden Wahl eines Erwachsenen oder eines Vertrags (und im schlimmsten Fall) mit einem finanziellem Austausch gleich, der eigentlich nur einer Ware zukommen sollte.

FS: Pharmaunternehmen müssen auf den Beipackzetteln ihrer Medikamente detailliert über Nebenwirkungen Auskunft geben. In den Medien wird teilweise plakativ vor den Risiken jeder noch so kleinen Operation gewarnt. Nur für die „Kinderwunsch“Medizin scheint dieser Standard nicht zu gelten: Frauen, die zumeist aus wirtschaftlicher Not ihre Gebärmutter für eine fremde Eizelle zur Verfügung stellen, setzen sich enormen gesundheitlichen Gefährdungen aus. Warum wird dieser bedeutungsvolle Begleitumstand von Leihmutterschaft im öffentlichen Diskurs ausgeblendet?

AMC: Weil die Ideologie, die wir oben schon angesprochen haben, in unsere Kultur bereits eingeschlagen ist, und weil der Bereich Sexualität keinem anderen Bereich gleicht. Kommerzielle Interessen in Kombination mit den Auswirkungen von falschen Entscheidungen in diesem Intimbereich üben einen vergifteten und einflussreichen Druck auf Individuen und ganze Gesellschaften aus. Dazu kommt, dass durch die sensible Natur von sexuellen Themen viele Menschen sich nicht trauen, etwas dagegen zu sagen, obwohl sie sich der großen Wunden bewusst sind, die man Kindern, Müttern und Vätern antut.

FS: Im Windschatten der homosexuellen Emanzipierung scheint vor allem die Reproduktionsmedizin enorme „Fortschritte“ zu machen, besonders in ökonomischer Hinsicht: Der Zulauf für Kinderwunsch- und Leihmutterschaftskliniken vollzieht sich aktuell als eine Art wirtschaftlicher Nachgeburt der Homo-Ehe. Was könnten die Konsequenzen dieser Entwicklung sein, besonders vor dem Hintergrund, daß gleichzeitig – wie beispielsweise in Deutschland – die genetische Familie unter dem Beifall der Politik zunehmend unter Verdacht gestellt wird?

AMC: Wenn die (genetische) Familie die grundlegende Gruppe oder Einheit der Gesellschaft sein soll, dann bedeutet eine Entwertung dieser Einheit einen grundlegenden Schaden für die Gesellschaft. Frühe Befürworter der homosexuellen „Befreiung“ in meinem Land (siehe „The Gay Liberation Manifesto“ [„Das Schwulenbefreiungsmanifest“] betonten die Irrelevanz der Verschiedenheiten zwischen Männern und Frauen. Sie verlangten nach Abschaffung der verheirateten Familie und suchten nach „künstlichen Mütterleibern“ als ein Weg, die Schwangerschaft aus der Gesellschaft zu entfernen. Die verheiratete Familie steht im engen Bezug zum Rollenverständnis, was wir sind und was uns gegeben ist. Sie stellt den natürlichen Rahmen für ein Kind durch einen Akt der bedingungslosen Akzeptanz des eigenen Ehepartners dar, von dem auch ein Kind kommen kann. Solches Denken hat keinen Platz dort, wo autonome und isolierte Individuen ohne einen „telos“ [dt. „Lebensziel“] allen Werten voran stehen und wo nur die Wahl das Kriterium für Recht ist. Wir müssen uns mit dem Anfang der Idee der geschlechtsfreien Ehe beschäftigen, dem Aufkommen der Transgender-Ideologie usw. Einige der grundlegendsten Eigenschaften der Menschheit werden angegriffen. Und was wir sehen ist das Ende der Toleranz in diesem Bereich – mehr als in allen anderen – denn keine Kritik oder „Straftat in Gedanken“ wird geduldet, sodass denjenigen, die bei dieser „Brave New World“ nicht mitziehen wollen, kein Ausweg mehr offen bleibt.

Die katholische Kirche will die Ehe nicht verteidigen

Auf unsere Petition gegen die Ehe für alle reagierte die Deutsche Bischofskonferenz nun mit einer schriftlichen Stellungnahme. Deutlicher als bisher wurde ihre Position zur Ehe für alle allerdings nicht. Die Geschichte eines feigen Opportunismus unter dem Druck des Zeitgeists:

Putschartig hatte die deutsche Bundesregierung im Sommer 2017 die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare verfügt. Die natürlichen Gegner einer solchen Entscheidung gegen das christliche Wertverständnis von Familien – die Kirchen – übten sich im kollektiven Wegducken. Der Protest blieb aus. Von der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kam sogar Applaus. Bischof Reinhard Marx wand sich verschämt im „Bedauern“ für das neue Gesetz.

Die Kirche hat ihren Wertekompaß abgegeben

Dies wollten die Bürger nicht hinnehmen. Wütend verschickten sie tausende von Postkarten an die Bischöfe und fluteten ihre Vorzimmer mit über 64 000 Online-Petitionen. Nun erreichte uns die Antwort. In ihrem Schreiben betonte die Deutsche Bischofskonferenz, dass Kardinal Marx als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz sich zwar gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gewandt hat und für die katholische Kirche »die Ehe als Lebens- und Liebesgemeinschaft von Mann und Frau als prinzipiell lebenslange Verbindung in der grundsätzlichen Offenheit für die Weitergabe des Lebens ist«. In diesem Sinne sei es auch im Grundgesetz (Artikel 6) verankert und könne nicht qualitativ umgedeutet werden.

Doch heißt es auch, Kardinal Marx sei »mit den Bischöfen der Deutschen Bischofskonferenz der Auffassung, dass in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften viele Werte gelebt werden, wie etwa Liebe, gegenseitige Fürsorge und die Übernahme von Verantwortung, die es verbieten, homosexuelle Menschen und ihre Partnerschaften pauschal zu diskriminieren.« Zu mehr als einem Bedauern darüber, dass die Öffnung der Ehe zu einer Kluft zwischen dem staatlichen und kirchlichen Eheverständnis führt, reicht es nicht. Dabei hatten die Bürger genau diese Reaktion von der Kirche gefordert: Die klare Kante für die Ehe als Lebensbund zwischen Mann und Frau, die weit über die bisherige, eher achselzuckende Milde hinausgeht, mit der die Kirchen beim neuerlichen Ausverkauf ihrer Kernbotschaft zusehen.

Liebe plus Liebe ist gleich Ehe – Oder nicht?

Die gottgewollte Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit? Das Sakrament der Ehe als unauflöslicher Lebensbund, der nur zwischen Mann und Frau möglich ist? Die eigenen Werte opfern die Bischöfe ihrem politischen Opportunismus scheinbar ohne Probleme. Aber auch etwas anderes scheint hier auf: Denn wenn Liebe künftig ausreichen soll, um eine Ehe zu begründen, wie begegnet man dann dem Wunsch des Pädophilen, sich mit einem Kind trauen zu lassen oder was antwortet man einem Moslem, der sich nicht einer, sondern zwei oder drei Frauen verbunden fühlt? Wenn die Gleichheit über allem steht und keine Unterschiede mehr gemacht werden dürfen, dann muß die Ehe für alle tatsächlich auch für alle gelten.

Mit der Ehe für alle ist die Büchse der Pandora geöffnet. Die Bischöfe haben in der Verweigerung ihres Protests kräftig dabei mitgeholfen.

Familienpolitik im Wahlkampf: Klassische Familie hat nur wenige Fürsprecher

saarlandfahneAm Sonntag läuten die Landtagswahlen im Saarland das Super-Wahljahr 2017 ein. Danach folgen die Wahlen in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und die Bundestagswahlen. Die Flüchtlingskrise und der Schulz-Effekt überlagern fast alle anderen Themen. Da droht die Gefahr, dass das Thema Familie aus dem Blickpunkt gerät, obwohl es das zentrale Zukunftsthema ist. So mancher Politiker hofft, linke ideologische Familienpolitik unbemerkt vom Bürger in die Parlamente und die Regierungsarbeit tragen zu können. Deshalb hat sich die Initiative Familien-Schutz für das Wahljahr 2017 das Ziel gesetzt, die Programme auszuwerten und die Bürger über die familienpolitischen Positionen zu unterrichten und den Familien eine starke Stimme zu geben.

Wir haben die familienpolitischen Positionen der Parteien im Saarland ausgewertet

Weil die Medien nicht darüber berichten, wissen die Bürger oft gar nicht, wofür die Parteien familienpolitisch stehen. Deshalb haben wir für Sie die Landtagswahlprogramme der Parteien zur Saarlandwahl ausgewertet. Die Bürger sollen noch vor der Wahl informiert sein, welches Familienbild CDU, SPD, Linke, AfD, Grüne und FDP vertreten. Wir sind alle Programme durchgegangen und haben für Sie die zentralen Aussagen zusammengestellt. Diese Übersicht zum Lesen, Versenden und Verteilen finden Sie hier. Demokratie setzt den mündigen und informierten Bürger voraus. Der Familienschutz wird für 2017 seine Aufgabe als Bürgerbewegung erfüllen, die Basis über die politischen Ziele der Parteien zu informieren. Wir werden Politiker befragen und Parteiprogramme auswählen. Und wir werden der Stimme der Basis mit vielen Aktionen Gehör verschaffen.

CDU, SPD, Linke und Grüne wollen Patchwork- und „Regenbogenfamilien“ mit klassischer Ehe gleichstellen.

Das Ergebnis der Ausweitung der Wahlprogramme im Saarland lässt sich so zusammenfassen: Die saarländische CDU betont in ihrem Wahlprogramm, dass für sie neben der traditionellen Familie auch alle anderen auf Dauer angelegten Lebensformen wie Patchwork-Familien, eingetragene Lebenspartnerschaften und Regenbogenfamilien unter den Begriff Familie fallen. Diese Auffassung teilt sie mit der SPD, Grünen und Linke, die in ihren Wahlprogrammen auch deutlich machen, dass Familie für sie da ist, wo „Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“. Die FDP macht in ihrem Wahlprogramm keine explizite Aussage dazu, was sie unter Familie versteht, will aber den doppelten Vollverdiener-Haushalt mit Kindertagesstätten fördern. Die AfD betont in ihrem Programm, dass sie Lebenspartnerschaften und klassische Ehe nicht gleichstellen möchte.

Die Haltung der CDU zur klassischen Ehe ist enttäuschend

Obwohl die übergroße Mehrheit der Kinder in Deutschland immer noch in klassischen Ehen aus Mann und Frau geboren werden, hat diese in der Politik im Saarland offensichtlich nur noch wenige Fürsprecher. Dass die saarländische CDU unter der gläubigen Katholikin Annegret Kramp-Karrenbauer dieselbe Gleichstellung der klassischen Ehe mit allen anderen Lebensmodellen wie die SPD, die Linke, und die Grünen verfolgt, ist für viele bürgerliche Wähler eine große Enttäuschung. Auch die FDP als liberale Partei muss sich fragen lassen, wie liberal es ist, die Verantwortung für die Kinder praktisch 24 Stunden am Tag an eine staatliche Einrichtung abzugeben, wie in ihrem Wahlprogramm gefordert.

Die klassische Ehe braucht nicht nur im Saarland mehr Fürsprecher

Es wäre zu wünschen, dass alle Parteien, oder doch wenigstens alle bürgerlichen Parteien sich gemeinsam hinter die klassische Ehe und Familien stellen. Dass die AfD im Saarland praktisch die einzige Partei ist, die der klassischen Ehe deutlichen Vorrang vor allen anderen Lebensformen einräumt, zeigt, wie schwach das Verständnis für bürgerliche Werte in den zwei anderen bürgerlichen Parteien inzwischen entwickelt ist. Es ist zu wünschen, dass auch CDU und FDP sich auf das Fundament der bürgerlichen Gesellschaft, die klassische Familie, besinnen, damit es in Zukunft für ihre Förderung und ihren Schutz nicht nur im Saarland wieder parlamentarische Mehrheiten gibt. Die klassische Familie ist und bleibt das Fundament unserer Kultur und unseres Zusammenlebens.

Daher: Lesen Sie die zentralen Aussagen der Parteien im Saarland zur Familienpolitik in einer Zusammenstellung hier, damit Sie mit Ihrer Stimme ein Zeichen für die Zukunft setzen. Verbreiten Sie die Zusammenstellung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.

Die Initiative Familien-Schutz wird auch vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und vor der Bundestagswahl die familienpolitischen Aussagen der Parteien genau auswerten und Ihnen mitteilen. Der Familienschutz muss endlich wieder ein zentraler Punkt in der Politik werden. Dafür machen wir uns stark. Machen Sie mit und empfehlen Sie uns auch gerne Ihrem Verwandten- und Freundeskreis und unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende hier.

Vater, Mutter, Kind

Europäische Bürgerinitiative erfolgreich beenden

5771155434_a96e8530f5_oMitte April 2016 begann die von der EU-Kommission genehmigte Europäische Bürgerinitiative (EBI) »Mum, Dad & Kids« zum Schutz von Ehe und Familie, Unterschriften zu sammeln. Ehe und Familie fallen zwar in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Erstens gehen dort aber die Vorstellungen von Ehe und Familie immer weiter auseinander und zweitens nimmt auch die EU immer mehr Einfluss auf diese Themenfelder, sodass es zu immer größeren Spannungen kommt. Angesichts der ständigen Debatten auf Europaebene über Antidiskriminierungsgesetze, Genderpolitik, die »Ehe für alle« oder das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ist es dringend nötig, die Definition der Ehe als einer Verbindung von Mann und Frau und die Ableitung der Familie von der Ehe im EU-Gemeinschaftsrecht zu verankern. Weiterlesen →

Sind kinderlose Singles behindert?

Eine neue WHO-Richtlinie mit absurden Konsequenzen

161027-storchDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) will den Begriff der Unfruchtbarkeit neu definieren. Das berichten verschiedene Medien hier oder hier, und es ist keine Satire: Personen ohne geeignete Sexualpartner und mit unerfülltem Kinderwunsch sollen künftig nicht nur als unfruchtbar, sondern obendrein als behindert (»disabled«) gelten: Kinderlosigkeit als Behinderung? Den Kinderlosen soll dieser neue Status ein Recht auf künstliche Befruchtung verschaffen. Fortpflanzung soll prinzipiell ohne elterliche Paarbeziehung möglich werden. Die Folge wäre, dass die neue Richtlinie weltweit das Ansehen von Ehe und Familie bedrohen würde. Weiterlesen →

Grüne Elternvermehrung

Deutschland bekommt immer weniger Kinder, dafür aber immer mehr Eltern

beck-1Volker Beck kann es nicht lassen. Die »neuen« Lebensverhältnisse brauchen seine hartnäckige Fürsorge. Denn ohne Forderungen und Regelungen geht in Deutschland bekanntlich gar nichts. Zusammen mit Katja Dörner fordert Beck eine Änderung des Familienrechts, damit sog. »soziale Eltern« mehr Rechte und Pflichten übernehmen können – unabhängig vom Trauschein. Zusätzlich zu den leiblichen Eltern sollen zwei weitere Erwachsene auf Wunsch »elterliche Mitverantwortung« erhalten.

Konkret geht es um die neuen Lebensgefährten von Geschiedenen sowie um die gleichgeschlechtlichen Lebensgefährten von Schwulen und Lesben, die ein Kind miteinander gezeugt haben. Den sozialen Eltern sollen Ansprüche auf Kindergeld, Freibeträge und Elterngeld entstehen, ohne dass die Kinder später für sie sorgen müssten. Da meldet sich dann doch die leibliche Abstammung zurück und die Begrenztheit der Ressourcen. Weiterlesen →

Vielsagend: Geringes Interesse an der kirchlichen Homosexuellen-Trauung

Homo-Ehe statistisch unbeträchtlich. Unser Newsletter vom 12. August

160818 Beitragsfoto xIn vier von 20 evangelischen Mitgliedskirchen ist die Trauung homosexueller Paare möglich. Als die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz im April diese Möglichkeit einrichtete, gab es dort aber gar keine Nachfrage. Inzwischen wurde eine einzige Trauung anberaumt, die am heutigen Freitag stattfindet. Eine Trauung, während allein in Berlin hunderttausende Homosexuelle leben. Und bundesweit im vergangenen Jahr über 400.000 Ehen zwischen Mann und Frau geschlossen wurden. Diese Diskrepanz bestätigt die statistische Nachrangigkeit aller Reden von »Vielfalt« und »gesellschaftlichem Wandel«. Trotz hoher Scheidungsraten ist die Dominanz der klassischen Familie ungebrochen. 76 Prozent aller Minderjährigen, nämlich 9,9 Millionen von 13,1 Millionen Kindern, lebten 2010 mit ihren leiblichen, verheirateten Eltern zusammen. Die Zahl der Kinder, die mit gleichgeschlechtlichen Paaren aufwuchsen, betrug dagegen nur 7.000. Den insgesamt fast 18 Millionen Ehen stehen nur 35.000 gleichgeschlechtliche Partnerschaften gegenüber. Weiterlesen →

Lebensfeindlich sind die anderen

Entzauberung der Familiengegner: Neue Broschüre mit Argumentationshilfen geplant

160703 FamilieEhe und Familie stehen seit Jahrzehnten mit dem Rücken zur Wand – mit katastrophalen Folgen für unsere Zukunft. »Gleichheit« und »Homo-Ehe« scheinen wichtiger zu sein als alles andere. Die Gleichstellungspolitik schafft eine verkehrte Welt. Die medizinische Reproduktion macht das Kind zum käuflichen Produkt. Kinder und Jugendliche werden mit Frühsexualisierung verstört. Mit Unschuldsmiene sagen die Verantwortlichen: »Wir machen doch gar nichts, wir wollen doch nur, dass alle sich lieb haben.« Und schon sind diejenigen die Bösen, die die Tatsachen benennen und die Übertreibungen kennzeichnen.

Wir werden als homophob, antifeministisch, rechtskatholisch, fundamentalistisch und faschistisch angegriffen. Um uns einzuschüchtern, ist unseren Gegnern kein Geschütz zu groß. So geht das nicht weiter. Wir geben die Defensive auf und benennen unsere Verleumder offen als das, was sie sind: selbstsüchtige Feinde der Familie und des Lebens, die die Opferbereitschaft unzähliger Eltern für sich selbst ausbeuten wollen. Anerkennung gebührt zuerst denjenigen, die mit Selbstverzicht das Leben weitergeben und nicht denen, die alles Glück vom Staat fordern. Ehe und Familie sind eine Frage persönlicher Verantwortung, nicht staatlicher Zuteilung auf Kosten des Steuerzahlers.

Ein Recht auf Kinder gibt es nicht. Kinder brauchen Vater und Mutter. Zukunft braucht Leben. Leben braucht Kinder. Kinder brauchen ihre Eltern. Und ihre Eltern brauchen unsere Unterstützung. Wir geben sie ihnen. Wir folgen den Argumenten unserer Gegner bis auf den Grund und benennen ihre wahren Motive. Nach unserem sehr erfolgreichen Faltblatt gegen Gender Mainstreaming und Frühsexualisierung bringen wir in wenigen Wochen eine neue, angriffslustige Handreichung heraus: Eine Argumentationshilfe im Kampf gegen die Feinde der Familie. Die Fronten müssen klar sein. Das Maß ist voll. Die Zeit drängt.

Unterstützen Sie bitte die Erstellung unserer neuen Handreichung mit Ihrer Spende. Jeder Euro hilft uns bei der Kostendeckung und fördert die kommende Verbreitung.

Abbildung: Pixabay

»Homo-Ehe« kein Menschenrecht

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg fährt mit seinem neuen Urteil der LGBTI-Propaganda in die Parade

(mk) Die »Homo-Ehe« ist kein Menschenrecht. Anders gesagt: Die »Ehe zwischen Mann und Frau« stellt keine Diskriminierung der gleichgeschlechtlichen sexuellen Orientierung dar. Das entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg am 9. Juni 2016 (AZ 40183/07). Eine herbe Niederlage für die LGBTI-Lobby.

Der Gerichtshof erinnerte zum wiederholten Male daran, dass die EU-Mitgliedstaaten nicht dazu verpflichtet seien, gleichgeschlechtlichen Paaren die Heirat zu ermöglichen.

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Familienbischof Küng betont Wichtigkeit von Ehe und Familie

Foto www.dsp.at/bischof

Foto www.dsp.at/bischof

Familienbischof Küng äußert sich sehr positiv zu der neuen EU-Initiative Vater, Mutter, Kind am Internationalen Tag der Familie: „Dies ist ein aktives demokratiepolitisches Signal und betont die Wichtigkeit der Ehe und der Familie als unverzichtbares Gut der Gesellschaft und als Brücke in die Zukunft“. Familien, ob Groß- oder Kleinfamilien, würden das Heute und Morgen in unserer Gesellschaft grundlegen. Gerade bei jungen Leuten gäbe es eine Sehnsucht nach tragfähigen und beständigen Beziehungen.

Der Bischof erinnerte an die Ausführungen zur Familie von Papst Franziskus im jüngsten Synoden-schreiben. Familien seien demnach die ersten Orte der Erfahrung von Liebe, der Sozialisation, und gewährleisten den Fortbestand unserer Gesellschaft. Die Familien hätten das Recht, vom Staat eine angemessene Familienpolitik auf juristischem, wirtschaftlichem, sozialem und steuerrechtlichem Gebiet erwarten zu können. Die ganzheitliche Erziehung der Kinder sei erstrangiges und unersetzliches Recht der Eltern, niemand dürfe den Anspruch erheben, es ihnen zu nehmen. Eltern seien auch die ersten Glaubenslehrer ihrer Kinder. Eltern investierten viel Zeit, Kraft und Geld in ihre Kinder, was später auch Gesellschaft und Wirtschaft zugute komme. Die Förderung von Ehe und Familie sei ein grundlegendes gesamtgesellschaftliches Interesse, so Küng abschließend. (Quelle DSP)

Zur Unterstützung der Initiative haben wir eine eigene Homepage eingerichtet. Bitte unterschreiben Sie zahlreich und weisen Sie Freunde, Bekannte und Verwandte auf die Petition hin. Gerne senden wir Ihnen auch Listen zu, mit denen Sie handschriftliche Unterschriften sammeln können: kontakt@familien-schutz.de