Der Staat erzieht wieder mal: Experten im Bundesfinanzministerium fordern, das Ehegattensplitting abzuschaffen

Die im Jahr 2017 gewählte Bundesregierung hat erst seit wenigen Monaten ihre Arbeit aufgenommen und schon gibt es schon wieder Diskussionen um das Ehegattensplitting. So empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat des SPD-geführten Finanzministeriums, den Steuervorteil für Ehepaare abzuschaffen. Begründung: Dieser könnte der Gleichstellung, dem erklärten Ziel der Bundesregierung, entgegenstehen.

Beim Ehegattensplitting werden die zusammengelegten Gehälter der Eheleute zunächst halbiert (gesplittet). Für den halbierten Betrag wird der Prozentsatz nach dem Einkommenssteuertarif ermittelt. Anschließend wird dieser Prozentsatz verdoppelt und als Einkommenssteuersatz auf das Gesamteinkommen des Paares angewandt. Der finanzielle Splitting-Vorteil ist dann am höchsten, wenn die Einkommensverhältnisse der Ehepartner im Verhältnis von mindestens 60 zu 40 steht, das heißt, wenn einer der Ehepartner erheblich mehr verdient als der andere.

Darauf hebt auch die Argumentation der Wissenschaftler im Ministerium ab: Durch den Splitting-Vorteil werden Frauen überproportional häufig in Teilzeitjobs abgedrängt. Übersetzt: Während der Ehemann den Löwenanteil des Haushaltseinkommens nach Hause bringt, wartet die Ehefrau zuhause mit dem Abendbrot. Das Potential der gut ausgebildeten Frauen, die in der Regel keine 40-Stunden-Woche schieben wie Männer, gehe Arbeitgebern verloren. Schlimmer noch, so das Geraune von SPD, Grünen und Linken, das Ehe-Patriarchat werde auf diese Weise zementiert. Nachdem die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats an die Presse gelangten, wiegelte das Bundesfinanzministerium flugs ab. Es gäbe keine Pläne, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Aber einen Testballon, so glaubt man dort sicherlich im Geheimen, könne man schon mal auf Medien und Bevölkerung loslassen.

Das Empfinden und Verständnis der Bürger vom guten Leben ist freilich ein anderes: So hat eine aktuelle Studie des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) ergeben, dass Männer dann am zufriedensten sind, wenn sie erwerbstätig sein können – und zwar richtig lange: circa 50 Stunden in der Woche wollen Männer, insbesondere Väter, arbeiten. Auf die Zufriedenheit von Frauen wirkt sich der Beruf hingegen kaum aus. Mehr noch, die Zufriedenheit sinkt, je länger Frauen, insbesondere Mütter, in der Woche erwerbstätig sind oder sein müssen. Frauen mit Kindern ist es offenbar wichtig, ihre Zeit zwischen Beruf und Familie gerecht aufteilen zu können. Das verschämte Fazit der SOEP-Wissenschaftler lautet dann auch, daß Frauen und Männer am glücklichsten sind, je mehr sie ihrer traditionellen Geschlechterrolle entsprechen.

Die Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats im Finanzministerium ist in seiner Familienblindheit Ausdruck eines autoritären Staatsverständnis in Reinkultur. Denn was die „Experten“ damit tatsächlich zementieren, ist nicht das vermeintliche patriarchalische Machtgefälle zwischen Ehemann und Ehefrau, sondern das längst den Fugen geratene Herrschaftsgefälle zwischen Bürger und staatlichen Institutionen. Ein überfürsorglicher Staat begründet seine Wohltaten damit, durch Erhöhung der Steuern „Anreize“ für den Bürger zu schaffen, sich auf eine bestimmte – glücksversprechende – Weise zu verhalten. Immer mehr Bürger durchschauen die Absicht und wenden sich angewidert ab. Die durch Steuern und Abgaben ausgeraubten Arbeitnehmer reagieren, indem sie zunehmend in den passiven Arbeitsstreik treten: Statt einer Lohnerhöhung verlangen die Ausgeplünderten einfach immer öfter Urlaub. Das scheint vielen die bessere Art zu sein, sein schwer verdientes Geld zu genießen. So stellt sich durch die Gier des Staates nach immer mehr Steuergeld ein Effekt ein, den die Sozialingenieure in ihrer Erwerbszentriertheit ja gerade verhindern wollen: Sie sorgen mit immer höheren Steuern nicht für ein höheres Steueraufkommen, sondern für immer mehr Familienzeitaufkommen.

Der finnische Außenminister ist Lebensschützer: Dafür sollte er sein Amt verlieren

Der Finne Timo Soini in seinem Amt als Außenminister bestätigt. Die Fraktionen von Sozialdemokraten, Grüne, Linke und der Schwedischen Volkspartei RKP hatten versucht, dem Minister per Mißtrauensvotum aus der Regierung zu drängen. Das Votum scheiterte jedoch vor wenigen Tagen mit 60 zu 100 Stimmen für Soini.

Wegen seiner dezidiert abtreibungskritischen Haltung ist Soini den linksgrünen Parteien seit langem ein Dorn im Auge. In seinem Blog nahm er wiederholt Stellung gegen die vorgeburtliche Kindstötung, gegen die Ehe für alle und gegen sexuelle Aufklärung von Schulkindern durch Schwule und Lesben. Zuletzt geriet der gläubige Katholik unter Druck, weil er am vergangenen Mai während einer offiziellen Reise am „Marsch für das Leben“ im kanadischen Ottawa teilnahm.

Timo Soini ist Gründer der liberal-konservativen, EU-kritischen Partei „Wahre Finnen“, die 2015 zur drittstärksten Kraft im Parlament aufstieg. Nach internen Flügelkämpfen spaltete sich der politisch moderat eingestellte Teil der Fraktion ab und formierte sich als „Blaue Reform“ neu. Soini führt die „Blaue Reform“ an. Seine Partei stellt vier Minister im finnischen Kabinett.

In Finnland machen progressiv-feministische Strömungen einen großen Teil der politischen Agenda aus. Das Land gilt als Vorreiter in Sachen Gleichstellung und der sogenannten „reproduktiven Rechte“ von Frauen. Sogar ein Gleichstellungsministerium leistet sich die Halbinsel im Norden. Es wacht beispielsweise über die Einhaltung der Frauenquote in Firmen und eine „diskriminierungsfreie“ Erwerbskultur. Ein offen katholischer Politiker konservativen Zuschnitts, der das Bekenntnis zur feministischen Menschheitsbeglückung und kritiklosen EU-Euphorie ablehnt und auf seine persönliche Meinungsfreiheit pocht, löst bei den „Fundamental-Toleranten“ aus den tiefroten bis grünen Blockparteien selhstverständlich Beißreflexe aus.

Trotz der Proteste gegen Soini stellte sich der finnische Premier Juha Sipilä hinter seinen Außenminister und verteidigte dessen Recht auf eine eigene Meinung. Gleichzeitig betonte der Ministerpräsident jedoch, dass Abtreibung zu den Menschenrechten gehöre.

Kein „Vater“, keine „Mutter“ mehr: Dem Bürgerlichen Gesetzbuch soll das Geschlecht ausgetrieben werden

Vor mehr als einem Jahr hat der Bundestag die Mann mit Mann- beziehungsweise Frau mit Frau-Ehe legalisiert. Dazu soll nun ein begleitendes Gesetz aus dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz folgen: „Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung des Gesetzes zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“. Was harmlos als lediglich „konzeptionelle Angleichungen im Ehe- und Lebenspartnerschaftsrecht sowie im internationalen Privatrecht“ beschrieben wird, bedeutet nichts weniger als die Transformation des Bürgerlichen Gesetzgebuchs in den Ideologie-Neusprech des Gender Mainstreaming.

Eindeutig geschlechtszuweisende Begriffe wie „Ehemann“ und „Vater“ sowie „Ehefrau“ und „Mutter“ fallen der politischen Korrekturschere zum Opfer und werden durch geschlechtsneutrale Formulierungen wie „Ehepartner“ beziehungsweise im Plural „Ehepaar“ sowie „Elternteil“ und „Eltern“ ersetzt.

Die sprachliche Kastration des BGB nach geschlechtsneutralen Kriterien hat jedoch ihre Tücken. Das Behördenchaos ist vorprogrammiert, wenn Personen wegen der gesetzlichen Vorgabe nicht mehr nach ihrem rechtlichen Geschlecht kategorisiert werden dürfen. Ein Beispiel gibt das Justizministerium selbst: Da aus der Geburtsanzeige des Krankenhauses das Geschlecht der Eltern für den Standesbeamten nicht immer erkennbar ist, ist es beispielsweise bei gleichgeschlechtlichen Ehegatten vorgekommen, dass die Ehefrau der Mutter als Vater eingetragen wurde.“ Zwei Sätze später folgt die kleinlaute Rückbesinnung auf das Althergebrachte: „Mit der Aufnahme des Geschlechts der Eltern in den Geburtseintrag des Kindes wird z. B. eine fehlerhafte Eintragung der Ehefrau der Mutter als „Vater“ künftig verhindert.“

Diese Passage muss auch der SPD sauer aufgestoßen sein. Deren Bundestagsabgeordneter Karl-Heinz Brunner forderte flugs in einer Pressemitteilung, die sogenannte „Mutterschaftsvermutung“ einzuführen. Heißt, die Partnerin einer lesbischen Mutter würde dann automatisch als Zweitmutter des in der Ehe geborenen Kindes anerkannt und damit das gesetzlich vorgeschriebene Sukzessiv-Adoptionsverfahren umgangen. Der biologische Vater des Kindes spielte dann keine Rolle mehr. Er würde quasi juristisch aus der Biografie des Kindes getilgt.

Die planvolle Vernebelung der genetischen Herkunft und damit der natürlichen Familienbeziehungen ist Ziel und Absicht der linksgrün-gefärbten Anti-Familienfront im Bundestag. Doch noch steht ihnen ein Gesetz des BGB im Wege, dessen Wortlaut wundersamerweise trotz des ideologisch motivierten Spracheingriffs im BGB intakt geblieben ist. Paragraf 1591 BGB zur Mutterschaft „Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat“. Die Kürze dieses lapidaren Satzes sollte nicht über seine rechtliche Potenz täuschen. Allein diese in ein Gesetz gegossene natürliche Tatsache unserer Genese verhindert, dass der basale biologische Vorgang von Zeugung und Geburt noch nicht völlig der kalten Verwertungslogik moderner Industriegesellschaften zum Opfer gefallen ist. Die automatische rechtliche Bindung der Mutter an ihr geborenes Kind verhindert legale Leihmutterschaft ebenso wie das Gesetz Ansprüche Dritter an das Kind juristisch abwehrt. An diesem Gesetz kommen SPD, Linke, FDP und Grüne nicht vorbei – aber sie arbeiten daran.

Wandel durch Verweigerung: Immer weniger Ärzte wollen Ungeborene abtreiben

Das Statistische Bundesamt weist aus, daß die Zahl der Abtreibungsärzte seit 15 Jahren abnimmt. 40 Prozent weniger Ärzte als noch im Jahr 2003 bieten Frauen die „Leistung“ Schwangerschaftsabbruch heute noch an. Schwangere können sich dafür an rund 1200 Einrichtungen wenden, die sich auf ganz Deutschland verteilen.

Im konservativen Bayern können die Frauen immerhin zwischen 107 Ärzten und 27 Kliniken auswählen, wie die Landesregierung auf Anfrage des Tagesspiegels mitteilte. Die von Abtreibungsaktivisten gern verbreitete Krisennachricht, daß Frauen in Bayern angeblich hunderte Kilometer weit fahren müssen, um zum nächsten Abtreibungsarzt zu kommen, ist damit als dreistes Lügenmärchen entlarvt.

Eine flächendeckend ausreichende Versorgung für Schwangere mit Abtreibungswunsch gilt trotz der relativ starken Abnahme an Anlaufpunkten im ganzen Bundesgebiet als gesichert. Die ausreichende Versorgungslage bestätigt nicht zuletzt die jährliche Abtreibungsquote: Seit Jahren befindet sie sich auf stabil hohem Niveau. Im letzten Jahr hat sie sich sogar noch erhöht.

Trotzdem löst die eigentlich erfreuliche Nachricht des Statistischen Bundesamts heftige Reaktionen bei den üblichen Verdächtigen aus. Wie auf Kommando erschallt das einträchtige Geblöke feministischer Frauengruppen, Studenten und Politiker von Rot bis Grün, die ihre heilige Kuh – das Selbstbestimmungsrecht der Frau – durch eine kollektive Verweigerungshaltung der Ärzteschaft bedroht sehen, weil diese abtreibungswilligen Frauen eben nicht hinter jeder Straßenecke zu Hilfe eilen. Flankierend zur Propaganda der Mein-Bauch-gehört-mir-Riege raunte das ZDF-Nachrichtenmagazin „Frontal 21“ verschwörerisch von kriminellen Lebensschützern, die die hilfsbereiten Ärzte derart einschüchterten, daß sie lieber gleich die Finger von der Praxisleistung Schwangerschaftsabbruch ließen.

Der naheliegendste Gedanke paßt dabei nicht ins Bild. Nämlich, daß weniger Ärzte die medizinische Tötungshandlung anbieten, weil sie sich häufiger als noch vor 10 oder 15 Jahren an ihr ärztliches Ethos und an ihr Gewissen gebunden fühlen: Kranke zu heilen und Leben zu retten. Begleitet wird dieser höchst erfreuliche Bewußtseinswandel bereits in der Ausbildung der Mediziner. An vielen Universitäten ist die Vermittlung von Abtreibungstechniken kein fester Bestandteil der Curricula. Wer die Tötung Ungeborener später zum Beruf machen will, muß sich häufig selbst um eine Ausbildung bei entsprechenden Dozenten bemühen. An dieser Sachlage ist nichts auszusetzen. Denn warum sollte der Staat angehende Ärzte für eine Handlung am Patienten ausbilden, die im Strafgesetzbuch als „Verbrechen gegen das Leben“ definiert ist?

Der Hass auf die Familie ist das sichere Kennzeichen einer frühen Bindungsstörung

http://professorsachs.de/

Interview mit Prof. Dr. med. Hans Sachs, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Psychotherapeut i.R.,Titularprofessur für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Saarbrücken, Autor mehrerer Bücher zum Thema Mutterliebe und Mutter-Kind-Bindung.

 

Initiative Familien-Schutz: Sie haben mehrere Bücher über die Mutterliebe veröffentlicht, in denen Sie dem Begründer der Bindungstheorie, John Bowlby, ein großes Forum einräumen. Liest man jedoch heute in den Medien etwas im Zusammenhang mit der Frau als Mutter, so ist bevorzugt von einem mythisch überhöhten Mutterbild die Rede, das an dunkelste Zeiten – gemeint ist das Nazi-Reich – erinnere. Warum ist es heutzutage so in Mode gekommen, die einzigartige Verbindung zwischen Mutter und Kind wie eine Art unbrauchbares Relikt abzutun, das jederzeit durch andere oder anderes ersetzt werden kann?

Prof. Sachs: Die Erziehung unserer Kinder wird heute mehr und mehr vergesellschaftet. Ganztagsschulen, Kitas, Krippen, Kindergärten. Die Verinstitutionalisierung der Erziehung ist politisches Programm in unserer Gesellschaft. Ursprünglich waren es sozialistische und kommunistische Erziehungsprogramme, die eine totale Gleichschaltung Erwachsener und ihrer Kinder formulierten, zum Beispiel in der Kibbuz-Bewegung in Israel. Ohne Klassen und Standesunterschiede sollten auch im NS-Regime alle Menschen zu einer homogenen Masse geformt werden, der Volksgemeinschaft. Die Indoktrination der Kinder begann schon im Kindesalter, in der Hitlerjugend, dem Bund deutscher Mädel z.B. wurde die Jugend im Sinne des Nationalsozialismus erzogen. Homosexuelle, Behinderte, Sinti und Roma wurden dabei ausgegrenzt. Reichsarbeitsdienst, die Deutsche Arbeitsfront, der Wehrdienst setzten die totale Bevormundung fort. Eine wirkliche Gemeinschaft wie zum Beispiel die Familie oder ein demokratische Staatswesen besteht dagegen aus freien Individuen, die sich gegenseitig im Alltag und Beruf helfen, ihre persönlichen Lebensziele zu leben.

Familien-Schutz: Wie wird in diesem Zusammenhang das von Feministinnen in die Politik getragene Instrument „Gender Mainstreaming“ relevant, das der bekannte Journalist Volker Zastrow mit „politische Geschlechtsumwandlung“ übersetzt?

Prof. Sachs: Die Gender-Ideologie zeigt, wohin die Reise gehen soll: zu einer neuen totalen Gleichschaltung der Gesellschaft in möglichst vielen Ländern, wobei jetzt sogar die Unterschiede zwischen den Geschlechtern negiert werden und die Mutterrolle in einem nie dagewesenen Ausmaß diskriminiert wird. Dabei hat man auf die alte kommunistische Forderung zurückgegriffen, mit der Umerziehung so früh wie möglich zu beginnen, zum Beispiel in Form der Frühsexualisierung in Kitas und Horten und den ersten Schulklassen, um so den Familienzusammenhang zu zerstören. Die Autorität der Eltern wird auf diese Weise nachhaltig geschwächt.

Es geht hier nicht um eine flüchtige Mode, sondern um einen politischen Machtanspruch, wahrscheinlich letztlich in globaler Ausdehnung. Dieser Eifer macht völlig blind dafür, darüber nachzudenken, was eigentlich gut für die Kinder ist beziehungsweise welche Gesellschaft ich formen will: Eine aus freien Individuen oder eine willenlose Masse von psychisch schwerst Geschädigten, die jedes Staatswesen zerstören werden.

Familien-Schutz: Im Facebook-Post einer Frau war zu lesen: „Zufällig bin ich selbst mit einer Frau verheiratet und zweifache Mutter. Wir sind nicht weniger Familie als andere auch und derartige Äußerungen empfinde ich als Abwertung.“ (Gemeint ist der Verweis von Familien-Schutz auf die staatserhaltende Bedeutung der Ehe von Mann und Frau im Gegensatz zu anderen Beziehungsformen.) Ein anderer bezeichnet das durch die menschliche Entwicklungsgeschichte begründete Primat der Familie als „geschmackloses Scherzlein“, ein dritter empfindet die Hervorhebung der einzigartigen Mutter-Kind-Bindung als „schallende Ohrfeige“ für Adoptivfamilien. Woher kommt dieser Furor des Beleidigten, der selbst die schlichtesten Tatsachen unserer Entwicklungsgeschichte als Herabsetzung, gar als homphob empfindet?

Prof. Sachs: Noch ehe John Bowlby mit seinen Mitarbeitern die Bindungstheorie ausformuliert hatte und mit Hilfe statistisch auswertbarer Fragebogen zu einer wissenschaftlichen Kategorie an den Universitäten einführte, war ihm und gleichinteressierten Forschern wie Goldfarb und anderen aufgefallen, dass Kinder, die eine mütterliche Deprivation (Mutterentbehrung, Anm. d. Red.) erfahren hatten, unglaubliche Rachegefühle und Rachefantasien in sich trugen, die sie ausleben mussten. Eltern waren für diese Kinder zu Hassobjekten geworden – richtigerweise. Der wichtigste Abwehrmechanismus in diesem Zusammenhang ist die Spaltung. Sie wird so beschrieben: Das Kind lernt in seiner Entwicklung, dass vieles nicht ausschließlich gut oder ausschließlich böse ist, sondern in der Realität auch im Umgang mit seiner Mutter kein einfaches Entweder-Oder sondern oft ein Sowohl- als- auch gilt. Lernt es dies bei seiner Mutter nicht, teilt es die Welt weiter in gut und böse ein (wer nicht für mich ist, ist gegen mich, Schurkenstaaten und ähnliches), ist kompromißunfähig bei sozialen Konflikten und Beziehungen. Und er hat enorme Selbstwertprobleme und hofiert gern polarisierende Ideologien.

Ihre Frage kann man auch so beantworten: Die hasserfüllte Argumentation bei Diskussionen ist in der überwiegenden Zahl der Fälle das sichere Kennzeichen einer schweren frühen Störung wie dies genannt wird, also ein klägliches Versagen der Mutter in der Betreuung ihres Kindes in den ersten drei Lebensjahren oder ihr völliges Fehlen. Wut und Hass auf die eigenen Eltern werden übertragen auf die Außenwelt. Das homophobe Gefühl ist nur eine Verkleidung dieser Fakten, die unbewusst sind und bleiben, wie Freud uns gelehrt hat, und auch nicht bewusst gemacht werden können im Einzelfall. Wer geschlagen wurde, schlägt zurück. Das heißt, die schallende Ohrfeige ist eine leidvolle Kleinkinderfahrung, die in der Realität an anderen wiederholt wird. Freud nennt dies Wiederholungszwang, dessen Ursache unbewusst bleibt.

Familien-Schutz: Schon vor der Einführung der „Ehe für alle“ bemühten sich die politischen Akteure, instinktive Bedenken in der Bevölkerung gegen homosexuelle Elternschaft mittels Studien zu zerstreuen. Sie sollten beweisen, daß Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern genauso gut aufwachsen und gedeihen wie Kinder in Vater-Mutter-Familien. Geht dieses Ergebnis konform mit Erkenntnissen der Psychologie beziehungsweise der Psychotherapie?

Prof. Sachs: Die Frage will ich nicht mit Ja oder Nein beantworten. Wie zu Homosexualität in den Familien erzogen wird oder zu Lesbentum, habe ich z.B. in dem Abschnitt zu diesem Thema in meinem Buch „Freud und der Gender-Plan“ (2017) beschrieben. Die Bindungsforschung hat uns allen in vielen sich bestätigenden Studien dargelegt, das Bindungsmuster zwischen Eltern und Kindern auf die nächste Generation weitergegeben werden, die sogenannte transgenerationale Weitergabe von Bindungsmustern. Die Promiskuität vieler Homosexueller legt nahe, dass sie ihren Vatermangel noch immer in einer Suche nach einem liebevoller Vater auszugleichen versuchen, was manchmal auch gelingt. Ich kann nur das weitergeben an mein Kind, was ich selbst erhalten habe. Wenn ich zu wenig bekommen habe, gebe ich zu wenig weiter. Das kann man nicht neu lernen, weil es im limbischen System des Gehirns verankert wurde.

Das Benennen des Vorgangs sagt es: Gleichgültig ist etwas, das Gleichgültigkeit beansprucht und auch hat per Gesetz neuerdings. Gleichgültigkeit ist aber das Gegenteil von Liebe, die dann fehlt, ohne die aber Kindeserziehung nicht gelingen kann. Was keinen Erfolg bringt, wird aber von den Beteiligten früher oder später wieder aufgegeben. Auch die in Vitro gezeugten Kinder müssen von Eltern mit sicheren Bindungsmustern betreut werden, sonst scheitern auch diese in der Kindeserziehung. Kinder sind keine Waren, die man ordern kann.

Familien-Schutz: In Ihrem Buch „Freud und der Gender-Plan“ beschreiben Sie die beunruhigende geistige Verwandtschaft der Gender-Theorie mit dem Marxismus. Ist der Glaube an eine Welt vieler Geschlechter, von denen einige ausgewählte unter ihnen meinen, Anspruch auf besondere gesellschaftliche Zuwendung zu haben, eine logische Folge der neu eingesetzten Sinnsuche nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Europa? Die verschwundene Klasse der Arbeiter war als Opfer kapitalistischer Ausbeutung nicht mehr reanimierbar, also mußte man sich auf die Beackerung eines neuen Opferfelds verlegen: Frauen und Homosexuelle. Sind Frauen und Homosexuelle ein neues Opferfeld für die Gestaltung der Gesellschaft?

Prof. Sachs: Das glaube ich nicht. Frauen werden von der Gender-Ideologie fundamental entwertet, denn ihre Überlegenheit über den Mann ist zu offensichtlich. Der dabei wirksame Hass bleibt verborgen.

Familien-Schutz: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Familien und der Kinder in Deutschland?

Die Erde (Mutter Erde) ist so zu pflegen (zu lieben), daß sie eine secure base ist und bleibt. Hierzu werden kognitiv und emotional kompetente Menschen benötigt, die bei guter frühkindlicher Betreuung von selbst entstehen. Am sichersten können sie diesem Anspruch genügen, wenn sie in herkömmlichen Familien leben, aber Außenseiter dazu gehören. Familienzerstörung wird von Menschen betrieben, die selbst eine furchtbare Kindheit hatten, dies aber – wie Freud lehrte – nicht wissen und aus unbewusstem Antrieb ihr als Kind Erlebtes wiederholen (Wiederholungszwang). Recht und Aufklärung müssen dem entgegengesetzt werden.

Familien-Schutz: Prof. Sachs, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das gesetzliche Verbot von Abtreibungswerbung droht zu fallen: Bis zum Herbst soll der Bundestag entscheiden

In der Frage um Abtreibung tobt eine verdeckte, aber nicht weniger hart ausgetragene juristische Auseinandersetzung. Um das Verbot von Abtreibungswerbung aus dem Strafgesetzbuch zu tilgen, macht die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Högl mobil gegen § 219a StGB. Bis zum Herbst will die kinderlose Juristin eine Wiedervorlage im Bundestag erreichen, der über eine entsprechende Reform des Gesetzes abstimmen soll. SPD, Grüne, Linke und Teile der FDP wollen es am liebsten gänzlich tilgen. Das Mehrheitsverhältnis im Bundestag scheint auf Seiten der Abtreibungsbefürworter zu sein.

§ 219a verbietet Ärzten, die Schwangerschaftsabbrüche in ihren Praxen durchführen, öffentlich dafür zu werben. Mit dem Werbeverbot, das grün-linke Lebensschutzgegner gern mit dem Etikett „Informationsverbot“ versehen, entfällt eine wichtige Möglichkeit, Abtreibung als normale, sogar positive Leistung im Rahmen der „reproduktiven Gesundheit“ mit seriösem ärztlichen Anstrich darzustellen. Das wollen Politikerinnen rund um Eva Högl (SPD), Renate Künast (Grüne), Katja Kipping (Linke) und Nicola Beer (FDP) ändern. Ziel ist, das sogenannte Selbstbestimmungsrecht der Frau als etwas Absolutes darzustellen, neben dem das ungleich höhere Rechtsgut – das Lebensrecht des ungeborenen Kindes – zu einer Nebensächlichkeit herabsinkt.

Um eine entsprechende Bewußtseinsänderung in der Bevölkerung zu erreichen, bedienen sich Abtreibungsbefürworter aus Politik, Verbänden, Frauenvereinen und sogar Teilen der evangelischen Kirche gerne der Medien mit dem sogenannten Framing, das heißt, der positiven Begriffsneusetzung. Das negative Etikett „Abtreibungswerbung“ soll mit dem sich ständig wiederholenden auftauchenden Ersatz-Terminus „Information“ entschärft werden.

Daneben spielt Lebensschutzgegnern inzwischen die Justiz in die Hände. Nachdem die wegen Verstoß gegen § 219a verurteilte Abtreibungsärztin Kristina Hänel mit ihrem Prozeß bundesweit Aufsehen erregt hatte, treten nun in Berlin zwei neue Fälle hinzu. Dort sind zwei Frauenärztinnen angeklagt, wiederholt auf ihrer Praxis-Homepage für Abtreibung geworben zu haben. Auf einen Vergleich mit der Staatsanwaltschaft, die den Medizinerinnen die Einstellung des Verfahrens gegen Tilgung der entsprechenden Passage anbot, ließen sich die Frauen nicht ein. Nun soll es zur Anklage kommen. Die Vermutung liegt nahe, daß die Ärztinnen im Hintergrund von interessierten Organisationen finanziell und moralisch gestützt werden, um den Provinzfall im Zusammenhang mit §219a zu einem bundesweiten Musterprozeß und damit zu einem Politikum aufzupumpen.

Mit Recht verweist der Anwalt der Frauenärztinnen auf die Landesregierung, die mit gutem Beispiel in der Abtreibungsförderung vorangeht. Die Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) stellt dort seit Monaten öffentlich eine Kontaktliste mit Abtreibungsärzten aus. Offenbar genügt ihr nicht, daß die Zahl der Frauen mit Abtreibungswunsch im Land Berlin von Jahr zu Jahr steigt: Kostete die verpflichtende Beratung von Frauen mit Konfliktschwangerschaft 2017 noch 3,6 Millionen Euro, sind dieses Jahr im Landeshaushalt bereits 4,3 Millionen dafür vorgesehen. Nächstes Jahr veranschlagt Berlin dann noch einmal 200.000 Euro mehr für die Ausstellung eines Abtreibungsscheins.

Die beiden Berliner Ärztinnen, die völlig ungerührt ihren Dienst am Tod anbieten, passen daher ins Bild. Ihr Prozess bietet Lebensschutzgegner die gesuchte Steilvorlage, um ihrer Forderung, das Abtreibungswerbeverbot abzuschaffen, den nötigen Nachdruck zu verleihen. Und dies ist offensichtlich auch der Zweck des Ganzen.

Die Abtreibungsärztin Kristina Hänel entlarvt unfreiwillig die Pro-Choice-Lobby als radikale Aktivisten der Todeskultur

Der ehrwürdige Deutschlandfunk hat Kristina Hänel Platz für ein Interview eingeräumt. Nach einer äußerst wohlwollenden Reportage in der Kirchenzeitschrift „Chrismon“ über die auf Schwangerschaftsabbrüche spezialisierte Allgemeinärztin aus Gießen, wollte das aus öffentlichen Mitteln finanzierte Radio dieser engagierten Abtreibungsbefürworterin offenbar ebenfalls ein Forum bieten. Immerhin will Kristina Hänel für ihr Anliegen, für Abtreibung in ihrer Praxis werben zu dürfen, bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Mit dem Interview hat die Ärztin ihrer Lobby jedoch keinen Gefallen getan.

Entgegen dem Chrismon ist das DF-Interview nicht nur wegen seiner zwar wenigen, aber immerhin kritischen Nachfragen der Redakteurin Ann-Kathrin Büüsker interessant. Darüberhinaus bietet es einen geradezu entlarvenden Einblick in die Denkstruktur von Menschen, denen in der Routine ihrer täglichen Verrichtungen – in diesem Fall der medizinische Tötungseingriff bei schwangeren Frauen – das ethische Empfinden für die individuelle Würde menschlichen Lebens in Teilen abhanden gekommen ist. Um die offenkundige Leerstelle ihres Gewissen für den Hörer zu vertuschen, flüchtet sich Hänel in wahrheitsverfälschende Argumentationslinien, die diametral zur Kernposition des Grundgesetzes und seiner Rechtsauslegung durch das Bundesverfassungsgericht stehen.

So behauptet die Abtreibungsärztin zunächst ein >>Informations-Ungleichgewicht<< in der Öffentlichkeit über die Belange des Schwangerschaftsabbruchs. Der dafür verantwortliche § 219a StGB, dem sie seines vermeintlichen Gründungsdatums 1933 wegen schnell noch im Vorbeigehen den NS-Schmutz anhängt (tatsächlich ist das Werbeverbot sehr viel älter), wird von ihr als Instrument zur Kriminalisierung von Ärzten dargestellt. Sie wie auch ihre Kollegen wollten doch nur aufklären, seien jedoch verunsichert, was erlaubt sei und was nicht.

Eigentlich ist das ziemlich eindeutig. Ärzte dürfen und sind sogar verpflichtet, Frauen im persönlichen Gespräch über alle Belange ihrer Schwangerschaft aufzuklären, Fragen zu beantworten und sie gegebenenfalls an sie weiterbehandelnde Ärzte und Kliniken zu verweisen. Diese Ebene dürfen Ärzte nicht verlassen. Hinweise darauf, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, verbieten sich im öffentlichen Raum. Dazu gehört auch das Internet. Wo ergeben sich nun für Frau Hänel „Unsicherheiten“? Ein Problem wird hier nebulös beschworen, das tatsächlich gar nicht vorhanden ist. Die Frage, welche vitalen Informationen abtreibungswilligen Frauen vorenthalten werden, die sie weder im Internet als ersten Anlaufpunkt, noch bei einer gemeinnützigen Familienberatung bekommen, auch nicht beim Arzt und ihrer Krankenkasse und zuletzt nicht einmal bei der verpflichtenden Schwangerenberatung – diese Frage haben Gegner des § 219a bisher mehr oder weniger elegant umschifft. Die absurde Konsequenz dieser Behauptung, wäre eine Wirklichkeit, in der sich sämtliche Institutionen gegen Frauen, die ihr Kind nicht bekommen wollen, verschworen haben, um sie am Vollzug der Abtreibung so lange zu hindern, bis diese straflos nicht mehr möglich ist. Warum die Abbruchquote in Deutschland seit vielen Jahren trotzdem stabil auf hohem Niveau rangiert, bleibt ebenso unbeantwortet wie alle anderen. Offenbar wünschen sich Ärzte wie Frau Hänel eine noch höhere Abbruchziffer. Zumindest könnte man das aus ihrer Beschreibung des Jammertals „Informationsdefizit“ für Schwangere herauslesen.

Wenn Frau Hänel im weiteren Teil des Interviews beklagt, Lebensschützer dominierten mit ihren Seiten das Internet, wird die Stoßrichtung vollends klar. Hier geht es um Deutungshoheit. Diese wollen Abtreibungsbefürworter offenkundig für sich allein pachten. Wie sonst ist der Hinweis der Allgemeinärztin zu verstehen, daß Frauen, die sich informieren möchten, immerzu bei den Artikeln der Abtreibungsgegner gelangten, die sie womöglich in ihrem Vorhaben ins Wanken bringen könnten? Was jedoch noch schwerer wiegt als Frau Hänels Lügen mit der Wahrheit ist ihre offenkundige Ignoranz des Grundgesetzes. So spricht die Abtreibungsärztin dem Gesetzgeber ab, moralische Direktiven in der Bevölkerung durchzusetzen. Der Staat, so Hänel, habe weltanschaulich neutral zu agieren, dazu gehöre auch die Gesetzgebung – natürlich insbesondere mit Blick auf das Politikum Abtreibung. Nur als Pointe am Rande: Wäre dem so, müßte Frau Hänel eigentlich eine begeisterte Kritikern der Massenmigration sein. Denn worauf beruht die grenzenlose Flüchtlingseinlaßmaßnahme der Kanzlerin denn anderes als auf der politisch mehr oder weniger richtig verstandenen Moralvorgabe unserer Gesetze?

Wenn sich also der Staat „weltanschaulich neutral“ zu verhalten habe, wie Frau Hänel vorgibt, dann muß auch dasjenige Rechtsgut dazu gerechnet werden, auf das das Werbeverbot für Abtreibung zielt: das Lebensrecht der Ungeborenen. Hat sich der Staat auch hierzu „neutral“ zu verhalten? Hier darf eine Frau, Ärztin noch dazu, in einem öffentlich-rechtlichen Forum unwidersprochen allgemeinwohlschädigende Äußerungen tätigen, die dem Staat den vitalsten Zweck seines Daseins absprechen: der Schutz seiner geborenen wie ungeborenen Bevölkerung wie er sich aus Artikel 2 des Grundgesetzes ergibt. Sie plädiert für eine absolute Indifferenz des Staates. Wenn dem so ist, wozu brauchen wir dann noch eine Strafverfolgung für Verbrechen gegen Leib und Leben? Wozu noch Richter, wozu aus öffentlicher Hand bezahlte Mediziner, Krankenkassen und Kliniken? Dieses Interview ist eigentlich ein Skandal und gehört einer Ärztin wie Frau Hänel, die einst den Hippokratischen Eid abgelegt hat, wie der gesamten Pro-Choice-Lobby um die Ohren gehauen.

Doktorspiele im Kindergarten: Kitas in Rheinland-Pfalz sollen sexuelle Lust unter Kleinkindern fördern

Sexualerziehung für Kita-Kinder. Was bei vielen Eltern für Krämpfe in der Bauchgegend sorgt, ist im Kita-Alltag der Stadt Mainz Normalität. Seit das SPD-geführte Land Rheinland-Pfalz 2013 den Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen. Akzeptanz für queere Lebensweisen“ ins Rollen gebracht hat, herrscht für die bunte Gender-Sexualpädagogik freie Fahrt – und zwar ab frühestem Alter.

Zur Palette der vom Land mit jährlich knapp 180.000 Euro geförderten Akzeptanzerziehung gehört auch ein Kita-Aufklärungskoffer, der vom Verein QueerNet Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Initiative lesbischer und schwuler Eltern ILSE erstellt wurde. Den Inhalt kann man sich vorstellen, das Ergebnis sieht man nun allmählich nach mehreren Jahren geistigem Ideologietransfer an die Kinder „unterm Regenbogen“.

Ein Artikel der Allgemeinen Zeitung faßt die Auswüchse an den SPD-Kindergärten trefflich unter dem Titel zusammen: „Kindliche Sexualität mit Entdeckerlust bei Doktorspielen: Worauf Eltern achten sollten.“

Darin wird berichtet, daß Kita-Erzieher der 53 staatlichen Kindergärten in Mainz einen „offenen Umgang“ mit derartigen Spielen pflegen. Denn diese erzeugen bei drei- bis vierjährigen Kindern eine „aufregende Lust“. Diese Art „Selbsterforschung kann sich auch zur Selbstbefriedigung und zu Doktorspielen zwischen Kindern weiterentwickeln.“ Offenbar ist dies das gewünschte Ergebnis des sexualpädagogischem Programms, das das Land unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer in seinen Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten niedergelegt hat. Und das soll möglichst auf alle Einrichtungen ausgeweitet werden. Denn jeder Kindergarten sollte ein sexualpädagogisches Konzept für sich entwickeln, regt die im Artikel zitierte Professorin Ulrike Schmauch an, die dem Leser als frühere Referentin bei pro Familia vorgestellt wird. Ob der aus öffentlichen Mitteln geförderte Abtreibungs- und Aufklärungsverein an den staatlichen Kita-Erziehungsplänen beteiligt wurde, geht aus dem Text der Allgemeinen Zeitung nicht hervor. Wundern würde es aber keinen. Warum Kitas überhaupt eines sexualpädagogischen Konzepts bedürfen, wird nur ersichtlich, wenn man in der pseudowissenschaftlich unterfütterten Argumentationslogik seiner Befürworter bleibt: Kinder, so heißt es, seien sexuelle Wesen, die ihren Körper mit Lust erkundeten und dafür die professionelle Anleitung von Erwachsenen benötigen, die ihnen sowohl Grenzen wie Möglichkeiten ihres Tuns aufzeigen müssen.

Deutliche Kritik an der staatlich geförderten Kita-Pädagogik übt Dr. Sylvia Groß, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz und selbst Ärztin. Sie verweist darauf, daß die These, Kinder seien sexuelle Wesen jeder seriösen wissenschaftlichen Grundlage entbehre. Die Freudsche Triebtheorie, auf die das sexualpädagogische Kita-Konzept zurückgeht, gilt in der seriösen Psychoanalyse längst als überholt. Hier werde ein sexualpädagogisches Programm in die Kitas getragen, das offensichtlich auf Desinformation beruhe. „Unter dem Begriff ‚Sexuelle Bildung‘ soll Kleinkindern hier in sogenannten ‚Schutzräumen‘ die Möglichkeit gegeben und dabei auch (durch das Personal) unterstützt werden, ihre Sexualität im Spiel mit anderen Kindern zu erforschen, die sich auch zur Selbstbefriedigung weiterentwickeln könne.

 

Das aussortierte Leben: Ein einfacher Bluttest soll Schwangeren helfen – tatsächlich fällt er ein Todesurteil

Der Gemeinsame Bundesausschuss von Kliniken, Ärzten und Krankenkassen diskutiert im Bundestag den Vorschlag, einen pränatalen Bluttest auf Trisomie 21 in den Leistungskatalog aufzunehmen. Dieser kann ab der 12. Schwangerschaftswoche eingesetzt werden. Der im Jahr 2012 entwickelte und sehr einfach zu handhabende „Praena-Test“ war bis jetzt kostenpflichtig. Mit der Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen würde er zu einem kostenlosen Standardverfahren in der Geburtsmedizin, um Gendefekte am Ungeborenen festzustellen.

Bislang konnte das Down-Syndrom nur vermittels eines für das ungeborene Kind hochgefährlichen, weil invasiven Eingriffs festgestellt werden. Der leicht zu handhabende, von der Konstanzer Firma „Lifecodexx“ entwickelte Bluttest würde dagegen die riskante Fruchtwasseruntersuchung in der Vorstufe ablösen. Bei einem negativen Befund, könnte auf weitere Untersuchungen verzichtet werden. Ein positives Ergebnis des Praena-Tests enthält dagegen die Empfehlung, mit weiteren Diagnoseverfahren fortzufahren, um das Ergebnis hundertprozentig abzusichern.

Gerade die Unkompliziertheit des Verfahrens birgt jedoch seine Gefahr. Schwangere und auch Ärzte gehen mit diesem Test – gerade wegen seiner Harmlosigkeit – sehr viel unbekümmerter um als mit der gefährlichen Fruchtwasseruntersuchung. Denn das hochriskante Verfahren, schreibt der Arzt und Medizinethiker Giovanni Maio, setzt bei einer Schwangeren ganz andere (Vor)Denkprozesse in Gang als ein einfacher Bluttest. Eltern gehen behutsam heran und wägen genauer ab zwischen der physischen Gefahr, den Kosten und dem letztlichen Nutzen dieser Untersuchung. Auch beim heute schon erhältlichen Praena-Test verhinderte bislang der relativ hohe Kosteneinsatz, das ein Elternpaar privat tragen muß, daß er zum Routinetest wird. Nun erwägt der Bundesausschuss, ihn Patienten kostenlos zur Verfügung zu stellen und ebnet damit den Weg, ihn zu einem Standardverfahren in der Geburtsmedizin zu machen.

In dem Fall würde bei jeder Schwangerschaft, auch bei solchen mit unauffälligen Befunden, das Angebot im Raum stehen, das Kind im routinierten Schnellverfahren auf Gendefekte zu untersuchen. Eine Untersuchung, an die eine Schwangere ursprünglich aus dem Motiv, das Beste für ihr Kind zu tun, herangegangen ist, würde sie bei einem positivem Ergebnis unvorbereitet in eine schwere Krise stürzen. Hinzu kommt, daß der Bluttest erst nach der 12. Schwangerschaftswoche möglich ist, das heißt, wenn die Frist für eine straffreie Abtreibung abgelaufen ist. Ein positiver, mit einer Fruchtwasseruntersuchung abgesicherter Befund auf ein behindertes Kind führt dagegen fast immer zur Abtreibung. Bei Kindern mit Down-Syndrom bedeutet dies in der Konsequenz, die – besonders grausame – Spätabtreibung durchführen zu müssen.

Doch es gibt noch einen anderen, vergleichsweise schwerwiegenderen Aspekt, der bei der Frage, den Praena-Test kostenlos und standardmäßig anzubieten, sorgfältig mit bedacht werden muß. Dessen Risiko ist weniger medizinischer, sondern ethischer Natur. Denn ein routinemäßig durchgeführtes vorgeburtlichen Diagnoseverfahren wandelt sich fast immer von einem Angebot zu einem suggestiven Zwang. An Schwangere transportiert es die Botschaft, sich frühzeitig vor einem Kind mit Behinderung schützen zu müssen. An die Medizin dagegen enthält es die Aufforderung, immer einfachere und ausgefeiltere Methoden zu entwickeln, um nach Kindern mit Down-Syndrom und anderen Gendefekten im Mutterleib zu fahnden, sie auszusortieren und möglichst zu beseitigen. Es ist de facto nichts weiter als eine versteckte Eugenik, die gerade in der modernen Geburtsmedizin deren ursprüngliches Motiv, Mutter und Kind Hilfe und Heilung zuteil werden zu lassen, immer weiter zurückdrängt. Trisomie 21 ist eine endgültige Diagnose, die weder Schwangere noch Ärzte ignorieren können. Doch Behinderungen gehören wie alles andere zum Leben. Besonders am Down-Syndrom erkrankte Kinder können uns in ihrem unerschütterlichen Optimismus lehren, welche Fülle an Möglichkeiten das Leben bereit halten kann, wenn man es nur läßt. Ein standardmäßiger Test reduziert Ungeborene jedoch allein auf ihre Behinderung, ohne ihre einzigartige Beschaffenheit als Mensch und Individuum in den Blick zu nehmen. Da keine Heilung möglich ist, muß das Mängelexemplar Mensch folglich beseitigt und ein neuer Herstellungsversuch gestartet werden. Ist das unsere Vorstellung von einer humanen Gesellschaft?

Der Praena-Test zeigt eindrucksvoll das Janusgesicht der modernen Medizin. Sie ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits, weil sie in der Lage ist, durch spezielle Screening-Methoden Störungen im Verlauf der Schwangerschaft und der Entwicklung des ungeborenen Kindes zu diagnostizieren und Mutter und Kind rechtzeitig Hilfe zukommen zu lassen. Die moderne Geburtsmedizin rettet Gesundheit und Leben. Unzählige Mütter und deren Kinder können ihr deshalb dankbar sein.

Andererseits verkehrt sich die pränatale Medizin in ein Verhängnis, wenn sie beim Ungeborenen einen Defekt feststellt, den sie nicht beheben kann. Dann sieht sich die Schwangere unvorhersehens in einen schweren Konflikt gestürzt, den sie selbst kaum zu lösen beziehungsweise dessen Tragweite kaum zu überblicken vermag. In dieser schweren Stunde läßt der Staat die Schwangere jedoch faktisch allein. Denn die lax gehandhabte Praxis der Schwangerenberatung, die laut Gesetz eigentlich dem Schutz des Lebens dient, legt Müttern die Frage nach Leben oder Tod ihres Kindes selbst zur Beantwortung auf. Wie du dich auch entscheidest, bekommen die Frauen zu hören, es wird das Richtige sein. Die strikte Neutralität der Beraterinnen, mit denen sie der Schwangeren zu helfen meinen, entpuppt sich gerade bei der Diagnose Behinderung als fatal, in der die Hilfesuchende am meisten der unverstellten Sichtweise, des wohlmeinenden Rates und der moralischen Wegwarte Außenstehender bedarf. Denn in sehr vielen Fällen geschieht eine Abtreibung nicht freiwillig, sondern auf Druck des Partners und der nächsten Verwandtschaft. Es ist aber die Schwangere, die mit den negativen Folgen einer Abtreibung lebenslang fertig werden muss. Und oft, viel zu oft wird sie – nach ihrem Kind – zum zweiten Opfer des Tötungseingriffs.

Die Familie schützen: Unsere Faltblätter zum Bestellen, Lesen und Verteilen

In der Familie schlägt das Herz unserer Gesellschaft. Sie ist die kleinste und zugleich wichtigste Lebenszelle unseres Staates. Sie zu erhalten und zu bewahren sollte vornehmste Aufgabe jeder Regierung sein. Die Institution Familie bedrängen jedoch mächtige Gegenströmungen aus Wirtschaft, Politik und Lobbygruppen. In unserer Faltblätter-Reihe machen wir auf die vielschichtige Bedrohungslage aufmerksam, die Eltern und Kindern ungeschützt den gesellschaftspolitischen Reibungskräften aussetzt und das innere Gefüge in der Familie nachhaltig schwächen:

Abtreibung ist kein Grundrecht: Lebensrecht ungeborener Kinder verteidigen!

Das Grundgesetz verpflichtet uns, jedes Leben zu achten. Dazu zählt auch und vor allem ungeborenes Leben. Eine Abtreibung vernichtet Leben. Deshalb ist Abtreibung strafbar. Deshalb muß Abtreibung weiterhin strafbar bleiben. Wer Abtreibung legalisieren will, will das Töten legalisieren. Wer den Lebensschutz verteidigt, verteidigt nichts weniger als ein Kernanliegen unseres Grundgesetzes: Das Recht auf Leben. Doch das Bewußtsein dafür schwindet. Dieses Faltblatt soll aufklären und erinnern: An die Millionen von Kindern, die nicht leben durften und an das Leid von deren Müttern und Familien. Und was Sie für den Lebensschutz tun können.

 

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Seit Jahrzehnten kennt die Familienpolitik nur ein einziges Ziel: Immer mehr Berufsarbeit und dabei immer weniger Zeit für die Familie. Die Botschaft ist eindeutig: Erwerbsarbeit ist wertvoller als Erziehung. Kinder sind überall besser aufgehoben als bei den Eltern. Das durch und durch ideologische Leitmotiv der Familienpolitik wird angefeuert von wirtschaftlichem Kalkül, das Mütter als gut ausgebildetete, kostengünstige Arbeitskräfte rekrutieren will. Die „wissenschaftliche“ Basis der Anti-Familienpolitik bildet Gender Mainstreaming, ein radikal biologiefeindliches Umerziehungsprogramm. Lesen und verteilen Sie unsere fünf Gegenforderungen: Für Wahlfreiheit, für Elternrechte, für einen Wechsel in der Familienpolitik.

 

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